Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlagen zwischen Ingersheim und Husarenhof

Berichte über andere Standorte


                                „Der flaue Wind macht mächtig Ärger“                                    „Anleger klagen gegen Freiburger Windkraft-Gesellschaft“
So wie man in Alaska  -  mangels topografischer Voraussetzungen  -  keine Ananaszucht und im Mittleren Neckarraum keinen Citrusfrüchte-Anbau dauerhaft wirtschaftlich betreiben kann, so kann man im vergleichsweise windarmen „Ländle“ an den allermeisten Windkraft-Standorten auch keine dauerhaft wirtschaftliche Windkraft-Erzeugung generieren…

(wm / 161112) - Ergänzend zu unserem unter dem 15.11.2012 in unserer Homepage erschienenen Beitrag der Badischen Zeitung vom 18.9.2012 „Windräder liegen weiter unter Plan“ bringen wir einen weiteren Beitrag dieser Zeitung, der in der Printausgabe vom 17.11.2012 unter der erstgenannten und in der online-Ausgabe vom 16.11.2012 unter der zweitgenannten Schlagzeile erschienen ist.

Dem Beitrag zufolge rumort es unter den grünen Öko-Kapitalisten, die in der Freiburger Windkraft-Bertreiberfirma Regiowind KG als Kommanditisten  -  in diesem Fall wohl als weitgehend gesellschaftsrechtlich entrechtete Kapitalgeber  -  zusammengeschlossen sind, ganz gewaltig und eine Gruppe davon geht nunmehr sogar gerichtlich gegen die eigene Geschäftsführung vor.

Nachdem die beiden Geschäftsführer mit zunehmendem Zeitablauf wegen der zwar immer wieder versprochenen, jedoch wegen lang anhaltender Windarmut letztlich nie realisierten Gewinnausschüttungen bei den Kapitalgebern offensichtlich jeglichen Kredit verspielt haben bzw. als Windkraft-Märchenerzähler unglaubwürdig wurden und der Vertrauensverlust auch durch Durchhalteparolen, Besänftigungen und Bibelzitate mit dem Ausblick auf möglicherweise bessere Wind-Gezeiten (…vielleicht kommen die 7 fetten Windjahre noch...) nicht mehr aufgefangen werden konnte, hat eine Gruppe enttäuschter, in der permanent anhaltenden Freiburger Windflaute jämmerlich „auf die Schnauze“ gefallener Wind-Kommanditisten Klage eingereicht.    

Ziel der Klage ist es, einen Anlegerbeirat zu gründen, der die Aufgabe hat, den Geschäftsführern künftig besser „auf die Finger zu sehen“.

Des weiteren sollen eine größere Transparenz bei der Rechnungslegung bzw. bzgl. der Zukunftsplanung eingefordert und aussagefähige Leistungsbilanzen erstellt werden; alles Forderungen, die sogar der Bundesverband Windenergie (BWE) für alle Windkraft-Betriebsfirmen im Interesse der Kapitalgeber fordert, die jedoch in Freiburg durch die Regiowind KG bisher  -  wie an vielen anderen Windkraft-Standorten  -  nicht erfüllt wurden.

Ob man wohl am Windkraft-Standort Ingersheim gewillt ist, diesen Forderungen des Bundesverbands Windenergie nach zu kommen ?

Im Zeitungsbeitrag heißt es weiter: „…Seit 2003 stehen sechs Windräder auf den Höhen um Freiburg. Errichtet hat sie die Firma Regiowind für 13 Millionen Euro. Dazu hat sie von 512 Anlegern 4,2 Millionen Euro eingesammelt und 6,5 Prozent Verzinsung in Aussicht gestellt.

Davon haben die Anleger nicht viel gesehen. Denn der Wind weht bei weitem nicht so kräftig wie vorhergesagt. Nach Darstellung von Regiowind-Geschäftsführer Andreas Markowsky lag der  Windertrag 2011 um 29 Prozent unter der Prognose . Der finanzielle Ertrag liege 20 Prozent unter Plan…”, so die Badische Zeitung.

Und weiter heißt es: „…Die finanzielle Situation der Regiowind GmbH & Co Freiburg KG (dieser Gesellschaft gehören die Windräder) ist so angespannt, dass sie laut Markowsky regelmäßig Darlehen von der Muttergesellschaft Regiowind bekommt, um die jeweils Ende März und Ende Oktober fälligen Raten für Zins und Tilgung zu zahlen…“. Gemäß Auskunft der Geschäftsführer sind außerdem  -  wegen der äußerst angespannten Liquiditätssituation  -  bei einem auf 10 Jahre befristeten Darlehen zwei Zins- und Tilgungszahlungen aufgeschoben worden.   

Den hart auf dem Boden der energiewirtschaftlichen Tatsachen gelandeten Freiburger Wind-Kommanditisten = Eigenkapitalgebern wurde schonungslos vor Augen geführt: Während das durch Gläubiger  -  i.d.R. Banken, Versicherungen oder durch die Muttergesellschaft  -  zur Verfügung gestellte Fremdkapital an festen Terminen über eine fest vereinbarte Rückzahlungs-Laufzeit durch Zins und Tilgung bedient werden muß, stellt das von den Kapitalgebern aufgebrachte Eigenkapital = Risikokapital lediglich eine Restgröße dar, die aus dem durch Windkraft-Betrieb erwirtschafteten Jahresertrag nur dann durch Gewinnausschüttung und Kapital-Rückfluß bedient werden kann, wenn der tatsächlich im Wind-Geschäftsjahr erwirtschaftete Windstrom-Ertrag von der Höhe her ausreichend ist, neben dem Fremdkapital auch noch das Eigenkapital zu bedienen.

Reicht der im Wind-Geschäftsjahr tatsächlich erwirtschaftete Windstrom-Ertrag selbst unter Einbezug der Subventionszahlungen = Einspeisevergütungen jedoch  -  z.B. wegen länger anhaltenden Windflauten und lauen Lüftchen wie an vielen Binnenland-Standorten vorherrschend  -  nicht aus oder  -  noch schlimmer 
-  bei Betriebsverlusten, werden mit 1. Priorität

·          die durch den Windkraft-Geschäftsbetrieb anfallenden laufenden Aufwendungen (z.B. für Pachtzahlungen an den Grundstücksverpächter, Begleichung von Service- und Wartungskosten u.a.)

·          und danach das Fremdkapital

bedient, während die Eigenkapital-Geber „vom Winde verweht“ als „Letzte in der Reihe“ in schöner Regelmäßigkeit solange „in die Röhre gucken“  -  in der Hoffnung auf künftig bessere Wind-Gezeiten…  -  bis das hoffentlich einmal stärkere und länger anhaltende Windaufkommen es ermöglicht, daß auch sie einmal als Risikokapitalgeber eine Verzinsung ihres Kapitaleinsatzes erzielen werden…  


Ende Gelände - was Sie schon immer über Windkraft im Wald wissen wollten

Letzteres steht an vielen vergleichsweise windschwachen Windkraft-Standorten im Binnenland auf äußerst „wackeligen Beinen“, und nach Lage der Dinge werden künftig viele wegen desaströser Windkraft-Ergebnisse enttäuschte Windkraft-Kapitalanleger schon froh sein müssen, wenn sie finanziell einigermaßen „ungeschoren“ bzw. mit nur leichten Blessuren aus ihrem Windkraft-Abenteuer herauskommen… 

…in Freiburg dürfte es der Regiowind KG selbst bei deutlich besseren Windjahren  -  die jedoch bei Betrachtung des vergangenen 10-Jahreszeitraums und nach Ansicht von Meteorologen wegen topografischer Gegebenheiten u.a. nicht ersichtlich sind  -  schwer fallen bzw. gar unmöglich werden, nach bisher schon abgelaufener Betriebszeit von 10 Jahren in den verbleibenden 10 - 15 Jahren restlicher Betriebslaufzeit so große Windstrom-Erträge zu erzielen, daß damit die von der Muttergesellschaft vorgestreckten und wohl jährlich prolongierten Betriebsmittelkredite sowie die bisher rückständigen Darlehenstilgungen nachgeholt werden könnten… Selbst wenn dies gelänge, stünden die dann zur Darlehensrückzahlung verwendeten Windstrom-Erträge  -  die man nur einmal verwenden kann  -  nicht mehr zur Rückzahlung des Eigenkapitals (geschweige denn für Gewinnausschüttungen) zur Verfügung…

In dieser Hinsicht „den Vogel abgeschossen“ hat der im Jahr 2006 / 2007 mit großem Propaganda-Aufwand unter Anwesenheit vieler Landes- und Kommunalpolitiker eröffnete, aus 14 Windindustrieanlagen bestehende, als Vorzeigeobjekt hochstilisierte und nach wie vor größte baden-württembergische Windpark im vermeintlich windstarken, ca. knapp 900 m hoch gelegenen Simmersfeld (Nord-Schwarzwald, bei Freudenstadt), der jedoch entgegen der vollmundigen, zur Anleger-Gewinnung geschönten Prognosen der Windkraft-Lobby seit dem 1. Jahr seines Bestehens nun ununterbrochen auch im 6. Jahr nach Inbetriebnahme jährlich wegen Windmangels „tiefrote“, weiter negativ steigende Betriebsergebnisse aufweist…

ohne Aussicht auf Besserung in der verbleibenden Restlaufzeit von ca. 15 Jahren und wohl in Kürze wegen jetzt schon eingetretenem Kapitalverzehr auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuernd, falls kein „frisches“ Kapital von außen zufließt… …angesichts der nachhaltigen, wegen Windschwäche eingetretener und kaum verbesserungsfähiger Verlustsituation hält sich die Begeisterung alter und ggfs neuer Riskokapital-Geber in Grenzen, weiteres Kapital zuzuschießen…

Fazit:   Auch am windschwachen Windkraft-Standort Freiburg ist ein finanzielles Desaster für die wohl blauäugig im Jahr 2003 auf den Windkraft-Zug aufgesprungenen Kapitalgeber wahrscheinlich… … und in Ingersheim schaut man jetzt schon gespannt auf den zum Schluß des Windkraft-Geschäftsjahrs am 31.12.2012 festzustellenden ersten Verlust-Jahresabschluß…

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


 Presseartikel 1      Presseartikel 2 


www.gegenwind-husarenhof.de

„Windräder liegen weiter unter Plan“

Schwache Windjahre im ohnehin windarmen Binnenland drücken weiter auf die Ergebnisse der Windkraft-Betreiberfirmen, vergrößern deren Betriebsdefizite („rote Zahlen“) und lassen ursprünglich durch die Windkraft-Lobby zur Anleger-Gewinnung unseriös versprochene Gewinnausschüttungen regelmäßig ausfallen…

 Die Hoffnung stirbt zuletzt  -  Regiowind GmbH, Freiburg:

„Vielleicht kommen wie in der Bibel nach den sieben mageren die sieben fetten Jahre“… …wer’s glaubt, wird selig…

„Herr schmeiß Hirn ra…“ und verleihe potenziellen Windkraft-Kapitalanlegern im windarmen „Ländle“ den nötigen Durchblick…

 

(wm / 131012) - „Windräder liegen weiter unter Plan“: Mit dieser Schlagzeile der in Deutschlands Öko-Hauptstadt Freiburg i. Br. erscheinenden „Badischen Zeitung“ vom 18.9.2012 weist der Redakteur auf einen Sachverhalt hin, der schon in der Vergangenheit deutschlandweit an vielen windarmen Windkraft-Standorten eingetreten ist und der sich in den kommenden Jahren regelmäßig an vielen Windkraft-Standorten  -  insbesondere an den allermeisten der falsch ausgewählten, weil viel zu windschwachen WKA-Binnenland-Standorten im Süden / Südwesten (Bayern, Baden-Württemberg)  -  wiederholen dürfte…

…zum Grausen der ursprünglich euphorisiert und blauäugig zeichnenden Windkraft-Kapitalanleger, die nun mit gebundenen Händen und zähneknirschend  -  wie eine Fliege am Fliegenfänger zappelnd, ohne sich davon lösen zu können…  -  mit ansehen müssen, wie Jahr für Jahr ihr investiertes, „sauer verdientes“ Eigenkapital durch immer größer werdende Betriebsverluste weiter aufgezehrt wird ohne dem finanziellen Desaster vorzeitig entrinnen zu können…, …denn für ihre ohnehin schon stark im Wert gesunkenen Genossenschafts- oder Kommanditanteile gibt es keinen Markt, auf dem ihre in Richtung „Schrottwert“ (penny stocks / „Ramschwert“ u.a.) abdriftenden Kapitalanteile über Angebot und Nachfrage  -  noch nicht einmal zu erheblich gesunkenen Werten  -  verkauft werden könnten, nach dem Motto: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“.

Die Badische Zeitung beginnt ihren Bericht mit: In Norddeutschland haben Anleger Schadensersatz von Windkraftbetreiber erstritten, weil die versprochenen Gewinne ausgeblieben sind. Auch in Freiburg produzieren die Rotoren auf Rosskopf und Schauinsland weniger Strom als erwartet und auch bei der Betreiberfirma Regiowind GmbH gibt es enttäuschte Kommanditisten.“

Zwar versucht der Geschäftsführer der Betreiberfirma Regiowind GmbH die ob enttäuschender Betriebsergebnisse und wegen in der Zeichnungsphase zwar versprochener, jedoch wegen mehrjährig ausgebliebener Gewinnausschüttungen sich geprellt und „über den Tisch gezogen“ fühlenden Kommanditisten mit dem Hinweis auf die Bibel („Vielleicht kommen wie in der Bibel nach den sieben mageren die sieben fetten Jahre“) zu besänftigen.

Derartige Besänftigungsversuche mögen aus Sicht der Windkraft-Betreiberfirmen zur „Ruhigstellung“ vielerorts bei den Jahres-Versammlungen vehement und lautstark protestierender Kapitalanleger  -  die jetzt oftmals sehenden Auges mit ansehen müssen, wie ihr „sauer verdientes“ Eigenkapital durch „tiefrote“ Betriebsergebnis-Zahlen jährlich weiter wie „Schnee in der Sonne zusammen schmilzt“  -  legitim sein… … was sollten „am Pranger“ stehende Geschäftsführer von Windkraft-Verlustfirmen ihren Anlegern in dieser fast ausweglosen Situation auch anderes sagen…

…Derartige Aussagen verstellen jedoch den Blick für die „harten“ Realitäten, die aufgrund topografischer und geo-physikalischer Gegebenheiten im windschwachen Binnenland die Voraussetzungen für dauerhaft wirtschaftliche, d.h. mindestens verlustfreie Windstrom-Produktion diktieren:

Danach besteht hinsichtlich der „Windhöffigkeit“ bzw. dem jahresdurchschnittlichen Windaufkommen als notwendiger Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle, denn: Nach allen verläßlichen, langjährigen Windmessungen und -statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD), der Deutschen Flugsicherung, Meteorologen u.a. ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im Norden (Küstennähe) und Osten Deutschlands  -  d.h. in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) um ca. 2 - 3 Mal höher als im vergleichsweise windschwachen südlichen Binnenland und allein aus diesem Grund stehen rd. 85 % aller z. Zt. bundesweit installierten ca. 24 000 Windindustrieanlagen konzentriert in diesen Bundesländern.  

von Zerohund (Eigenes Werk)                
[CC-BY-SA-3.0],                            
 via Wikimedia Commons                    

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ARosskopf_(Freiburg)%2C_Windr%C3%A4der_vom_Aussichtsturm.JPG

Daraus abgeleitet, besteht unter Windkraft-Experten Einigkeit darüber, daß als Mindest-Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb am Windkraft-Betriebsstätten-Standort

eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von mindestens 6 m / Sek

 vorliegen muß, ab deren Überschreiten erst die dauerhafte Wirtschaftlichkeit erreicht wird.

 Alle jetzt darunter liegenden und

·         von der Windkraft-Lobby aus durchsichtigen Gründen zur Absatzsteigerung von WKA’s auch im für Windstrom-Erzeugung weitgehend ungeeigneten  -  weil vergleichsweise windschwachen  -  Binnenland

·         von Regionalverbänden („Planern“) zur Umsetzung politischer Vorgaben

·         von der grün-roten BW-Landesregierung zur Erreichung politischer Ziele (Steigerung des Windkraft-Stroms am gesamten Stromverbrauch von jetzt 1 % auf 10 % im Jahr 2020 soll durch ca. 150 neue WKA’s / Jahr = ca. 1200 neue WKA’s bis zum Jahr 2020 erreicht werden)                                                                                                                                                                                            Rosskopf bei Freiburg        

in die Welt gesetzten Zahlen, wonach bereits

·         bei Vorliegen einer „planerisch“ und am „grünen Tisch“ herab gesetzten jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,2 m / Sek oder

·         bei einem Referenzertrag von nur noch 60 % (anstelle von 100 %, wie im EEG gefordert)

ein dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Geschäftsbetrieb erreicht werde, sind reine Makulatur und allein den politisch vorgegebenen Zielen (= „Wunschdenken“) bzw. dem „grün-roten“ Zeitgeist geschuldet.

Die Freiburger Regiowind GmbH jedenfalls ist ein „gebranntes Kind“, was viel zu optimistische Windstrom-Prognosen angeht, denn: Bereits im Jahr 2005 / 2006 mußte sie viel zu voluminös angelegte Windpark-Planungen auf dem Ittenschwander Horn im Landkreis Lörrach „heimlich, still und leise“ beerdigen, nachdem aufgrund viel zu optimistischer Windkraft-Prognosen zunächst ein mit 7 WKA’s geplanter Windpark auf dann nur noch 2 WKA’s gehörig abgespeckt werden mußte, nachdem sich herausgestellt hatte, daß sogenannte „Gutachter“ den jährlichen Windstromertrag weit überhöht prognostiziert hatten.

Von den beiden danach noch übrig gebliebenen Windindustrieanlagen wurde eine Enercon-WKA bereits ein Jahr später freiwillig von den Investoren wegen anhaltender Ertragslosigkeit bzw. mangelndem Windaufkommen und zur Vermeidung einer vorzeitigen Insolvenz  -  ebenfalls „heimlich, still und leise“ - wieder abgebaut… …ein Schicksal, das sich angesichts der jetzt bekannt gewordenen Planungen an manch falsch ausgewähltem -  weil relativ windschwachen  -  Windkraft-Standort im vergleichsweise windarmen „Ländle“ künftig wohl öfters wiederholen dürfte…   

Potenzielle Windkraft-Kapitalanleger  -  vor allem im für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg…  -  sollten sich derartige, jetzt immer stärker erscheinende Presseberichterstattungen zu Gemüte führen, bevor sie eine unüberlegte Zeichnung von Genossenschafts- oder Kommanditanteilen an WKA-Betreiberfirmen tätigen… 

Im Interesse vieler von der Windkraft-Lobby „über den Tisch gezogenen“ Kapitalanleger ist es wichtig zu wissen, daß lt. Badischer Zeitung vom 18.9.2012 und gemäß weiterer  Pressequellen Anleger „in Norddeutschland Schadensersatz von Windkraftbetreibern erstritten… haben, weil die versprochenen Gewinne ausgeblieben sind.“ 

…Arglose und allzu stark durch weit überhöhte Gewinnprognosen der Windkraft-Lobby „über den Tisch gezogene“ Windkraft-Kapitalanleger sind diesem Geschäftsgebaren doch nicht ganz schutzlos ausgeliefert, wie derartige Gerichtsurteile zum Schadensersatz für Anleger zeigen…

 

 
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



Regierungspräsidium Karlsruhe gibt richtungsweisende Hinweise für die Genehmigung von Flächennutzungsplänen, Teilfortschreibung „Windkraft“ betreffend:


Danach wird den Kriterien  „Windhöffigkeit“ und der „Wirtschaftlichkeit“ sowie dem „Natur- und Artenschutz“ als zwingend vorzuliegende         Voraussetzungen für die Teilfortschreibung „Windkraft“ eine  s e h r                g r o ß e  B e d e u t u n g  zugemessen !


Gibt es bei den Regierungspräsidien in Baden-Württemberg unterschiedliche Anforderungen und Auslegungen bzgl. der Genehmigungspraxis von Flächennutzungsplänen (FNP), die Teilfortschreibung „Windkraft“ betreffend ?


Konkret: Ist das Regierungspräsidium Stuttgart (RP Stgt) im Bereich Nord-Württemberg windkraft-genehmigungsfreundlicher als das für Nordbaden zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe (RP KA) ?


(wm / 101112) - Einer gemäß Homepage (Rubrik „Aktuelles“) der gegen massiv den Landschafts- und Naturschutz beeinträchtigenden Windpark-Pläne im vergleichsweise windarmen, landschaftlich reizvoll gelegenen Horber Wald sich wehrenden Bürgerinitiative „Waldjuwel Horb“ (www.waldjuwel-horb) ist zu entnehmen,

daß das für den Bereich  N o r d b a d e n  zuständige  R P  K A  bei einer Info-Veranstaltung zum Thema „Energiewende - Ausbau der Windenergie) am 5.11.2012 erste  w i c h t i g e  und 
k o n k r e t e  Vorab-Hinweise für die  G e n e h m i g u n g  von Flächennutzungsplänen  -  Teilfortschreibung „Windkraft“ betreffend  -
 

gegeben hat.

Diese könnten auch für den jetzt von Windkraft-Enthusiasten durch Windkraft-Planungen verursachten Natur-, Landschafts- und Vogelschutzfrevel inmitten von Waldgebieten, regionalen Grünzügen, Wasserschutzgebieten, Europäischen Vogelschutzgebieten und an landschaftssensiblen Stellen u.a. in Ingersheim (2. WKA), Bönnigheim (Standort „Roterberg / Saukopf“ im Naturpark Stromberg-Heuchelberg), im Bottwartal, bei den Hessigheimer / Mundelsheimer Felsengärten, Wunnenstein u.a. relevant werden.    
Auf der oben genannten Homepage ist folgendes festgehalten:

„05.11.2012:  Energiewende - Ausbau der Windenergie - Veranstaltung im RP Karlsruhe

Am 05.11.2012 fand im Regierungspräsidium in Karlsruhe ein Forum mit Beiträgen zur Energiewende statt. Die Vorträge befassten sich unter anderem mit dem Thema Windkraft und Artenschutz. Danach erfolgte ein offener Erfahrungsaustausch, bei dem klar wurde, dass viele Fragen noch nicht beantwortet werden konnten, da die ressortübergreifende Abstimmung zum Thema Artenschutz und Windkraft derzeit noch nicht abgeschlossen ist. Dazu soll es noch im Dezember eine Dienstbesprechung mit den Landratsämtern, dem RP Karlsruhe und den Regionalverbänden mit dem Thema Flächennutzungsplan, Genehmigungsverfahren und Handhabung der Planungshinweise geben.

Folgende (4 = Zahlenangabe = Angabe des Verfassers dieses Beitrags) wichtige Hinweise wurden jedoch vom  R P  K A  schon  v o r a b  gegeben:

-Kann im Plangebiet keine Windenergieanlage  w i r t s c h a f t l i c h  betrieben werden, ist der Flächennutzungsplan  a b w ä g u n g s f e h l e r h a f t  und v o l l z u g s u n f ä h i g.

-Je  g e r i n g e r  die Windhöffigkeit, desto  w e n i g e r  zählt Windenergie bei den Abwägungen mit entgegenstehenden Belangen.

-Flächennutzungspläne können  r ü c k w i r k e n d  u n g ü l t i g  werden, wenn Horste  
n i c h t  richtig berücksichtigt wurden.

-In Flächennutzungspläne können  H ö h e n b e g r e n z u n g e n  für Windenergieanlagen mit  e i n g e b r a c h t  werden.”

…soweit die Ausführungen  -  die man sich als realistischer, im windarmen Binnenland lebender Windkraft-Betrachter „auf der Zunge zergehen lassen muß“  -  des RP KA zu Windkraft-Genehmigungsvoraussetzungen an vergleichsweise windschwachen Binnenland-Standorten an landschafts- und natursensiblen Stellen im Regierungsbezirk Nordbaden…

Im  K l a r t e x t:     Das RP KA hat wohl die  -  von der Windkraft-Lobby im Hintergrund diskret inszenierte  -  auf das vergleichsweise windschwache Binnenland im Süden / Südwesten flächendeckend zu schwappende Windkraft-Welle schon frühzeitig geahnt und versucht nun mit ersten Vorab-Hinweisen zur Genehmigungspraxis, die vielfach „abgehobenen“, ihren gesunden Menschenverstand „an der Garderobe abgebenden“ und windkraft-euphorisierten Weltklima-Verbesserer vor Ort im windarmen Binnenland auf den Boden der energiewirtschaftlichen Realität zurückzuholen.


Quelle: erstellt von Wilfried Heck

Diese wohl als Fingerzeige dienenden Hinweise des RP KA können wohl als “Wink mit dem Zaunpfahl” der Genehmigungs- bzw. Widerspruchsbehörde  -  zumindest im Regierungsbezirk Nordbaden  -  an die Adresse meist ideologisierter, hinsichtlich der irreparablen Zerstörung des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes vor Ort an weitgehend windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen völlig ungeeigneten Windkraft-Standorten meist “übers Ziel hinausschießenden” und „vor nichts mehr“ zurückschreckenden Windkraft-Fuzzies gesehen werden, denen es jetzt  -  falls diese Einschätzung der Widerspruchsbehörde (RP KA) aufrecht erhalten wird und keinem „grün-roten“ Druck „von oben“ auf der politischen Schiene geopfert werden muß  -  bedeutend schwerer fallen dürfte, von vornherein schon „vor dem 1. Spatenstich“ als landschaftsverschandelnde Investitionsruinen = Fehlinvestition feststehende Fehlplanungen bei den Genehmigungsinstanzen „durchzudrücken“ nach dem von der Windkraft-Lobby an vielen verschandelten Landschaftsstellen ausgegebenen Motto „Nach mir die Sintflut…“… bzw. „…Hauptsache, die Windindustrieanlage / der Windpark steht und die Vertriebs-Profis haben ihren Reibach bei der Verkaufsprovision gemacht“, …auch dann, wenn wegen Windarmut jährlich eingetretene und zu Kapitalverzehr führende Betriebsverluste zu keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen bei der Standort-Gemeinde  -  wie z.B. in der durch Windkraft negativ betroffenen Gemeinde Ingersheim  -  und nur zu Nachteilen für die Bürger  -  aber zu keinerlei Vorteilen (außer beim Grundstücksverpächter)  -  führen…

Die realistische Einschätzung des RP KA ist „im Ländle“ vermutlich schon den meisten „Erstklässlern“ bekannt und den nicht zu verleugnenden topografischen und geo-physikalischen Gegebenheiten in großen Teilen Baden-Württembergs geschuldet, wonach es aufgrund der windgeschützt liegenden und der mit Deutschlands mildestem Klima versehenen Oberrheinischen Tiefebene kaum geeignete Windkraft-Standorte gibt.

Das dort vorhandene relativ windarme, milde und eher mediterrane Klima strahlt nach Auskünften vieler Meteorologen von dort weiter ostwärts Richtung Nord- und Ost-Württemberg aus und trifft nach dem Passieren der in ca. 800 m - 900 m über Meereshöhe auf den Höhenrücken des Süd- und Nord-Schwarzwalds vermeintlich windstark gelegenen Schwarzwald-Standorte auf die danach sich weiter ostwärts anschließenden relativ windschwachen, deutlich tiefer liegenden Gebiete

·         im Enzkreis sowie

·         in den Landkreisen Ludwigsburg

·         Esslingen

·         Göppingen

·         Waiblingen und

·         im Stadtkreis Stuttgart,

deren Gebiete aufgrund dieser Gegebenheiten allesamt meist relativ windgeschützt und lediglich ca. 
200 m - 300 m über Meereshöhe (für wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung im Binnenland viel zu tief) liegen und die deshalb für nachhaltige und dauerhaft wirtschaftliche Windstromerzeugung nach Ansicht nahezu aller objektiv urteilenden Experten  -  Ausnahme: Vertreter der Windkraft-Lobby  -  völlig ungeeignet sind.

Dies ergibt sich auch aus dem seinerzeit noch von der CDU / FDP - Vorgänger-Landesregierung von Baden-Württemberg beim TÜV Süd in Auftrag gegebenen Windatlas für ganz Baden-Württemberg, über den zwischenzeitlich allerdings von „grün-rot“ mit eindeutiger Absicht angestoßene „letzte Ölungen“ darüber gegangen sind, mit dem einzigen Ziel, die zunächst als

U n t e r g r e n z e

für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb festgestellte Windgeschwindigkeit von jahresdurchschnittlich 6 m / Sek

 „auf dem Papier“, am „grünen Tisch“ bzw. „p l a n e r i s c h“ noch weiter „h e r u n t e r“  zu manipulieren, um die von „grün-rot“ gesetzten politischen Vorgaben „p l a n e r i s c h“ erfüllen zu können, nachdem man den gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als in 100 m Höhe am Referenz-Standort als Mindest-Ertrag für die Gewährung von Einspeise-Vergütungen (Subventionen zu Lasten der Stromkunden, die diese über höhere, jährlich steigende Stromrechnungen zu zahlen haben) nicht mehr mit 100 %  -  sondern ebenfalls „herunter“ manipuliert  -  nur noch mit 60 % ansetzt.


Simulation - möglicher Windpark bei Wernau

Simulation von Dr. Ralf-Eberhard Mayer, Wernau

…Als ob sich der tatsächlich durch Ist-Betrieb in Baden-Württemberg erzielbare, schon jetzt blamable Windstrom-Ertrag allein „p l a n e r i s c h“, durch „Sandkasten-Spielchen“ oder „Milchmädchen-Rechnungen“ am Schreibtisch denn durch eine auskömmliche, tatsächlich am Windkraft-Standort vorhandene jahresdurchschnittliche Ist-Windgeschwindigkeit bzw. dadurch entstehendes Windaufkommen beeinflußen läßt…

Dabei nützt es auch nichts, wenn die jetzt schon 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  künftig 250 m - 280 m hoch werden … …der technische Fortschritt macht es möglich…

 Durch diese  -  nur „auf dem Papier“ eine Wirtschaftlichkeit suggerierende  -  Manipulation werden oftmals angesichts der von der Windkraft-Lobby „in die Welt gesetzten“ Versprechungen zahlreiche Kapitalanleger „hinters Licht geführt“, die über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer hinweg einen Großteil ihres eingesetzten Kapitals verlieren, von Verzinsungen bzw. Gewinnausschüttungen ganz zu schweigen… 

Die nur „auf dem Papier“ aus Gründen der Windkraftanlagen-Absatzsteigerung im  S ü d e n / S ü d w e s t e n  -  potentielle Windkraft-Flächen im  N o r d e n + O s t e n  gehen zur Neige, sind weitgehend „ausgemostet“ (rd. 85 % der mittlerweile in Deutschland installierten rd. 24000 Windindustrieanlagen sind dort konzentriert) bzw. lassen sich wegen immer größer werdendem Widerstand der Wohnbevölkerung nicht mehr realisieren  -  durch die Windkraft-Lobby und dieser nahe stehenden Kreisen „herunter“ manipulierten Zahlen zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit sollen eine in der Realität bei weitem nicht vorhandene Wirtschaftlichkeit der Windstrom-Erzeugung im vergleichsweise windschwachen Binnenland suggerieren mit dem alleinigen Zweck, meist wenig sachkundige Bürgermeister und Gemeinderäte für pro-Windkraft-Entscheidungen zu beeinflußen sowie blauäugige und in dieser Materie relativ unerfahrene Kapitalanleger zur Zeichnung von Anteilen an Windkraft-Betriebsgesellschaften zu verleiten, um damit die Finanzierung der von „grün-rot“ politisch vorgegebenen Ziele realisieren zu können, wonach  j ä h r l i c h  -  zusätzlich zu den in  B a d e n-W ü r t t e m b e r g  bereits bestehenden rd.  3 9 0  -  bis zu rd.  1 5 0  n e u e Windindustrieanlagen gebaut werden sollen. Bis zum Jahr 2020 sollen so  -  zusätzlich zu den jetzt bereits bestehenden rd. 3 9 0  - weitere rd. 1 2 0 0  Windindustrieanlagen hinzukommen. 

 Würde hingegen  bei realistischer  -  d.h politisch  n i c h t  gefärbter Betrachtungsweise  -  die für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb als Untergrenze zu überschreitende jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von 6 m / sek zugrunde gelegt, würden von den bis zum Jahr 2020 von „grün-rot“ geplanten neuen rd. 1200  Windindustrieanlagen keine 30 Anlagen mehr übrig bleiben: die übrigen, an vergleichsweise windschwachen Binnenland-Standorten geplanten Windindustrieanlagen würden mangels Windaufkommen und daraus resultierender Verlustsituation „durch den Rost fallen“…   

Dies ist auch der Grund, warum das baden-württembergische Finanzministerium  -  das die jährlichen desaströsen Betriebsverluste an den rd. 390 baden-württembergischen Windkraft-Betriebsstätten kennt  -  die in der BW-Finanzverwaltung über die jährliche Steuer-Veranlagung durch die Windkraft-Betriebsstätten-Finanzämter bekannten Zahlen unter allen Umständen in ein „Mäntelchen des Schweigens“ hüllt, denn bei Bekannt-Werden dieser unter allen Umständen „unter Verschluß“ gehaltenen, jährlich noch tiefroter werdenden Zahlen würden viele Anleger und Interessenten „in Scharen“ davon laufen… …und die Ziele der BW-Landesregierung, bis zum Jahr 2020 rd. 1200 neue Windindustrieanlagen errichten zu wollen, wäre schon jetzt  -  mangels benötigtem Eigenkapital und dadurch „zusammen fallender“ Gesamt-Finanzierung  -  reine Makulatur…  

Zu hoffen bleibt, daß das für das Genehmigungs- / Widerspruchsverfahren im Bereich Nord-Württemberg zuständige Regierungspräsidium Stuttgart bei den anstehenden Windkraft-Entscheidungen auch einmal über den Tellerrand des eigenen Regierungsbezirks hinaus  -  z.B. in den Regierungsbezirk Nordbaden  -  schaut und sich bei seinen Entscheidungen nicht  -  wie bei seiner Widerspruchsentscheidung zur vom Landratsamt Ludwigsburg genehmigten Ingersheimer Windindustrieanlage  -  vom durch „grün-roten“ Druck aus Kreisen der Stuttgarter Landesregierung beeinflußen läßt…

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

Pressemitteilung / Stellungnahme zur Verschonung der Bürger vor Windkraft-Nachteilen

Kein Windwahn-Unfug im windschwachen Bönnigheim und im Naturpark Stromberg / Heuchelberg  -  keine 
Windindustrieanlagen in Bönnigheim und Umgebung !


Fakt A)          Windindustrieanlagen im vergleichsweise windarmen Binnenland werden künftig rd. 230 m (!!) hoch und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Freiburger Dom. Sie führen zur „Verspargelung“ der Landschaft und  -  nicht nur an landschaftssensibler Stelle  -  zur visuellen, irreparablen Zerstörung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft inmitten von „Wald, Landwirtschaft und Reben“ am Fuße des Naturparks Stromberg / Heuchelberg, der von vielen Bürgern aus dem bevölkerungsreichen Großraum Stuttgart  -  zu Gunsten der Stromberg-Kommunen („sanfter“ Tourismus, bessere Vermarktung des Weinbaus u.a.)  -  als Naherholungsraum angenommen wird. Der Bau von 230 m hohen Wind-Monstern führt  -  wie in vielen Tourismus-Gebieten zuvor eingetreten  -  zu Einbußen beim „sanften“ Tourismus und zu dessen Verlagerung in windkraft-freie Regionen ! …wer will schon seine Freizeit oder seinen Ruhestand im Angesicht von 230 m hohen Windkraft-Ungetümen verbringen…

Fakt B)          Bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens (wesentliche Voraus-setzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen = mindestens kostendeckenden Windkraft-Geschäftsbetrieb) herrscht in Deutschland ein starkes N o r d / S ü d-Gefälle: Nach allen seriösen, langjährig geführten Wetterstatistiken und Ist-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts und der Deutschen Flugsicherung ist das jahresdurchschnittliche Wind-aufkommen im südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) um ca. 2 - 3 (!!) Mal n i e d r i g e r  als in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden (Küste) + Osten Deutschlands; aus diesem Grund stehen rd. 8 5 % (!!) aller bisher rd. 24 000 in Deutschland in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen im Norden + Osten, entsprechend schreibt ein Großteil der bisher im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg installierten ca. 385 Windräder Jahr für Jahr „tiefrote“ Zahlen und steuert  -  zu Lasten der Kapitalanleger - auf einen (Total)Verlust des Anlegerkapitals zu, von Verzinsungen bzw. Gewinnausschüttungen ganz zu schweigen… …exemplarisches Negativ-Beispiel hierfür ist der in 
2 0 0 7 in Betrieb gegangene, in ca. 850 m über Meereshöhe vermeintlich windstark gelegene und aus 1 4 Windkraftanlagen bestehende, g r ö ß t e  baden-württembergische Windpark in Simmersfeld bei Freudenstadt (Nord-Schwarzwald), der Jahr für Jahr und nun schon im 6. Jahr wegen  W i n d m a n g e l s  erhebliche Millionen-Defizite schreibt… Fazit: Der Bau von Windindustrieanlagen in B ö n n i g h e i m  und Umgebung stellt schon v o r dem „1. Spatenstich“ eine zur „V e r b r e n n u n g“ von Anlagekapital führende F e h l i n v e s t i t i o n  dar und würde 
- zu Lasten der Bürger  -  zu erheblichen Nachteilen führen !

Fakt C)          Die von seriösen Fachleuten  -  nicht von der i.d.R. manipulierenden Windkraft-Lobby  - vorgenommene Auswertung von Windkraft-Standorten belegt, daß als Voraussetzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb eine jahresdurchschnittliche (!!) Windgeschwindigkeit (d.h. nicht nur an einzelnen Tagen, sondern im Durchschnitt a l l e r  3 6 5  
Tage eines Jahres) von mindestens 6 m / sek (!!) vorliegen muß, ab deren Überschreiten eine Windkraftanlage erst wirtschaftlich ist. Diese Voraussetzung liegt an den wenigsten Standorten in Baden-Württemberg vor, das deshalb als flächendeckender Windkraft-Standort mangels physikalischer und topografischer Voraussetzungen völlig ungeeignet ist; selbst an den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstarken, ca. 500 m - 900 m über Meereshöhe gelegenen Standorten auf der Schwäbischen Alb oder auf den Höhenrücken des Nord- bzw. Süd-Schwarzwalds liegen diese Voraussetzungen oft nicht vor: Erhebliche jährliche Betriebs-Defizite sind dort nicht die Ausnahme, sondern die Regel ! Folge: Einige Windkraftanlagen wurden „heimlich, still und leise“ (welcher Wind-Kapitalanleger will seine Fehlentscheidung schon öffentlich eingestehen…)  -  zur Vermeidung einer vorzeitigen Insolvenz  -  vorzeitig und bald nach Inbetriebnahme wieder abgebaut, getreu dem Motto: „…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“ viele hochfliegende Windkraft-Pläne wurden angesichts dieser ernüchternden Zahlen wieder „eingestampft“ …und ein Großteil der übrigen Windmühlen in BW dümpelt nur noch trostlos vor sich hin, auf einen Verlust des Kapitals zusteuernd…

Die jetzt mit eindeutiger A b s i c h t  landauf landab von sogenannten „Gutachtern“, Planungsbüros oder dem Verband der Region Stuttgart (VRS) u.a. „in die Welt gesetzten“ Zahlen zum Windaufkommen sind allein den von „Grün-Rot“ vorgegebenen politischen Vorgaben geschuldet, basieren auf „Sandkastenspielchen“ bzw. manipulierten Hoch-rechnungen (…der Wunsch ist Vater des Gedankens…) und wurden bisher in keinem einzigen Fall durch  
t a t s ä c h l i c h  am vorgesehenen Standort durchgeführte Ist-Wind-Messungen nachgewiesen. 
Die von der Windkraft-Lobby zur Gewinnung von Anlegern in die Welt gesetzten Zahlen sind regelmäßig f a l s c h  weil viel zu hoch. Sie weichen i.d.R. um ca. 3 0 % - 5 0 % von den tatsächlich erzielten, erheblich niedrigeren Zahlen zum Windstrom-Ertrag ab ! Merke: Nur dann, wenn repräsentative Ist-Windmessungen tat-sächlich über alle 4 (!!) Jahreszeiten hinweg erfolgen, ist eine v e r l ä ß l i c h e A u s s a g e  über  w i r t s c h a f t l i c h e n  Windkraft-Geschäftsbetrieb möglich !

Fakt D:          Selbst von den Windkraft-Befürwortern wird heute nicht mehr ernsthaft bestritten, daß vom Windkraft-Betrieb dauerhaft nachteilige S c h a d-Immissionen wie L ä r m (…die Bewohner des Besigheimer Husarenhofs können vor allem nachts „ein Lied davon singen“…), 
S c h a t t e n s c h l a g, E l e k t r o s m o g (niederfrequenter) und 
I n f r a s c h a l l  u.a. ausgehen, die sich vor allem im Wirkungskreis der Anlage (Radius ca. 5 Km ab Windkraft-Standort) zu Lasten der dort lebenden Bürger niederschlagen und vor allem bei Personen mit angegriffenem Gesundheitszustand zu Gesundheitsrisiken mit Langzeit-Wirkung führen können. Untersuchungen im Umfeld von Windkraftanlagen sowie Forschungen des renommierten Robert-Koch-Instituts (Berlin) zu Gefahren des von Windkraftanlagen ausgehenden Infraschalls bestätigen dies und nicht ohne Grund verlangen andere Bundesländer einen Mindest- / Sicherheitsabstand zur Bevölkerung von mindestens 1 0 0 0 m bzw. 1 5 0 0 m; in England verlangt das Gesetz einen Sicherheits-abstand vom 1 0-fachen der Gesamthöhe der Anlage, mindestens jedoch 3 0 0 0 m und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ihren Mitgliedern nicht ohne Grund einen Sicherheitsabstand von 2 0 0 0 m ! Vor diesem Hintergrund erscheint der von der baden-württembergischen Landesregierung vorgegebene Sicherheitsabstand von nur 700 m zur Wohnbevölkerung und zu 4 0 0 m - 5 0 0 m zu Aussiedlerhöfen, Weilern, landwirtschaftlichen  Betrieben u.a.  -  in Ausnahmefällen sogar noch weniger - als grob fahrlässig ! 

Fakt E:           Kaum G e w e r b e s t e u e r-Einnahmen an baden-württembergischen Windkraft-Standorten ! Diese fallen vor allem in den „klassischen“ Windkraft-Bundes-ländern an, wo das jahresdurchschnittliche Windaufkommen i.d.R. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg. Die Gemeindeverwaltung im nur 2 9 8 m über Meereshöhe vergleichsweise windschwach gelegenen Windkraft-Stand-ort  I n g e r s h e i m  mußte in öffentlicher Veranstaltung auf Befragung einräumen, daß man durch den Windkraft-Betrieb mit  
k e i n e r l e i  Gewerbesteuer-Einnahmen im kommunalen Haushalt der Gemeinde rechne. Aufgrund der an vielen baden-württembergischen Windkraft-Standorten vorherrschenden Windarmut schreiben die meisten Windmühlen Jahr für Jahr „tiefrote“ Zahlen. Dort und an den wenigen Stand-orten, wo bestenfalls noch „eine schwarze Null“ geschrieben wird, wird  k e i n
Gewerbe-ertrag und daher k e i n e Gewerbesteuer-Einnahme erwirtschaftet ! Dies trifft auch auf Bönnigheim zu.

Fakt F:           Nach den Erfahrungen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern kommt es in regelmäßig zu  W e r t m i n d e r u n g e n  von  I m m o b i l i e n (Grund + Boden, Häuser, Wohnungen, Freizeit-„Stückle“ u.a.) bzw. zu einer Senkung der Beleihungswerte, wenn in der Nähe Windkraftanlagen gebaut werden. Dies ergeben Aussagen von Immobilienverkäufern und Feststellungen von Immobilienmaklern, Bausparkassen-vertretern, Auswertungen von Immobilienanzeigen, Schriftverkehr mit Finanzbehörden u.a. in den windkraft-betroffenen Gebieten. Bestätigt wird dies durch wissenschaftliche Untersuchungen von „Immobilien- / Wohnungswirtschaft-Lehrstühlen“ an Universitäten und Fachhochschulen, wonach  -  quasi „über Nacht“  -  von einer durchschnittlichen W e r t m i n d e r u n g  der Immobilien-
V e r k e h r s w e r t e von ca. 3 0 % auszugehen ist; im Einzelfall beträgt die Wertminderung sogar bis zu  1 0 0 %, z.B. bei Unverkäuflichkeit der Immobilie infolge Windkraft-Standorten in der Nähe. Falls es zum Ausweis von Windkraft-Standorten bzw. zum Bau von Windindustrieanlagen in Bönnigheim und Umgebung kommt, dürfte sich dies dort auch bei den Verkehrswerten der Immobilien negativ auswirken.

Fakt G:          Ausweis und Bau von Windindustrieanlagen in Bönnigheim und Umgebung würden die  Z u k u n f t s f ä h i g k e i t  der betroffenen Kommunen erheblich einschränken, da eine Windindustrieanlage eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer = Laufzeit von ca. 20 - 25 Jahren hat, falls es zu keinem vorzeitigen Abbau infolge drohender Insolvenz kommt.

Fakt H:          Zu weiteren Nachteilen  -  z.B. beim Landschafts- und Naturschutz (insbesondere Vogelschutz betreffend)  -  vgl. die einzelnen Rubriken in unserer homepage unter:            www.gegenwind-husarenhof.de

F a z i t:         Bei im vergleichsweise  w i n d s c h w a c h e n  Binnenland errichteten Windindustrieanlagen profitieren Service-Gesellschaften, Versicherungen oder die finanzierende Bank  -  falls es überhaupt zur Kreditgewährung kommt  -  und vor allem der  G r u n d s t ü c k s - 
v e r p ä c h t e r, der bei Verpachten seines Grundstücks über ca. 20 - 25 Jahre nach inoffiziellen Informationen mit jährlichen Pachterlösen von ca. 20 000 € / Jahr rechnen kann. Allerdings ergeben sich nun auch für den Grundstücksverpächter erhebliche Fallstricke, weil seither davon ausgegangen wurde, daß die Rückbau-verpflichtung nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nur den oberhalb des Erdbodens befindlichen Turm der Windkraftanlage betrifft. Nach neuester, sich abzeichnender Rechtsprechung und auf Basis des einen  -  zu Recht  -  immer höheren Stellenwert einnehmenden Natur- und Umweltschutzes ist damit zu rechnen, daß nicht nur die oberhalb der Erdoberfläche befindliche Anlage auf Kosten der Betreiber bzw. auf Kosten des Grundstücksverpächters zu entsorgen ist, sondern auch das Beton-Fundament im Erdboden.

Aufgrund der langen Laufzeiten der Windkraftanlagen gibt es bisher noch keine auf dem Klageweg abschließend entschiedenen Präzedenzfälle zur Entsorgung des Fundaments. Käme es jedoch dazu und würden die Betreiber  -  z.B. wegen Insolvenz oder Liquidation der Windkraft-Betreiber-Gesellschaft  -  oder der Grundstücksverpächter ausfallen, kämen wohl auf die Standort-Kommune erhebliche finanzielle Belastungen zu, falls sie „als Letzter in der Reihe“ zur Entsorgung von Windkraft-Anlage und Fundament verpflichtet würde… 

Da es für die im Wirkungskreis der Windindustrieanlage in vergleichsweise windschwachen Gebieten lebende Bevölkerung zu keinerlei Vorteilen, sondern nur zu erheblichen Nachteilen kommt, rufen wir die von den Nachteilen betroffenen Bürger und ihre Vertreter im Gemeinderat auf, sich argumentativ gegen den Ausweis und Bau von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen auf ihrer Gemarkung auszusprechen.

Diese Stellungnahme stellen wir in unsere Homepage ein. Die Stellungnahme verteilen wir auch in Haushalten von Bönnigheim und Umgebung. Sie wird der Stadtverwaltung Bönnigheim, den via Mail erreichbaren Gemeinderäten und der Presse zugeleitet.

 

 

v.i.S.d.P.: Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de


Gegen Windindustrieanlagen im Voralbgebiet (= Gebiet im Bereich desHohenstaufen / Landkreis Göppingen / Albaufstieg…)

 Stellungnahme der

Bürgerinitiative Stauferland


 Unterstützung durch unsere BI “Gegenwind Husarenhof”:

Kein Windwahn an landschafts- und natursensiblen Standorten im vergleichsweise windschwachen Binnenland ! 

(wm / 021012) - Wie bekannt, plant die von „Grün / Rot“ geführte baden-württembergische Landesregierung, den Anteil der regenerativ durch Windkraft erzeugten Energie an der gesamten Energieerzeugung in Baden-Württemberg von jetzt 1 % auf 10 % auszubauen.

Der bis jetzt erreichte Anteil von knapp 1 % der durch Windkraft produzierten Energie wird durch die bis jetzt schon „im Ländle“  installierten rd. 385 Windindustrieanlagen erzeugt, die im wesentlichen an den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstärksten, im wesentlichen ca. 500 m - 900 m über Meereshöhe liegenden „Filet“-Standorten

·         auf der Schwäbischen Alb

·         auf den Höhenrücken des Süd-Schwarzwalds

·         auf den Höhenrücken des  Nord-Schwarzwalds sowie

·         auf der Hohenloher Ebene     

konzentriert sind.

Zur Erreichung des Ziels sehen die grün-roten Pläne den Bau von jährlich bis zu 150 neuen ca. 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als das Ulmer Münster, der Kölner Dom oder der Stuttgarter Fernsehturm  -  vor. In den nächsten 10 Jahren sollen so bis zum Jahr 2020 rd. 1200 neue  -  zusätzlich zu den 385 bereits vorhandenen  -  Windindustrieanlagen gebaut werden. Falls dies realisiert würde, würden in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 ca. 1585 neue, bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen in Betrieb sein.

Um die in der Bevölkerung angesichts der durch den Bau von bis zu 230 m hohen Wind-Ungetümen entstehenden Nachteile immer stärker um sich greifende „contra-Windkraft-Stimmung“ zu besänftigen, hat die grün-rote Landesregierung ursprünglich vorgegeben, die neu geplanten Windkraft-Standorte an vermeintlich windstärkeren Standorten zu konzentrieren, um das übrige Land von einer ansonsten durch Windindustrieanlagen drohenden Verspargelung  -  im Klartext: Verschandelung  -  Jahrhunderte alter Kulturlandschaften vor allem auch im Einzugsbereich von  Ballungsgebieten / Naherholungsräumen (und damit für jedermann wahrnehmbar) zu verschonen.

Allerdings mußte die BW-Landesregierung bzw. die mit der Umsetzung beauftragten Planer relativ schnell wieder von diesen hehren Grundsätzen abweichen, nachdem durch Anwendung des einfachen Dreisatzes jedem mit den Grundrechenarten Vertrauten sehr schnell klar wurde, daß  -  vereinfacht dargestellt  -  bei einer für Baden-Württemberg vorgesehenen Steigerung des Windkraftanteils an der insgesamt produzierten Energie

·         von jetzt knapp ca. 1 %  -  erreicht durch jetzt schon in BW vorhandenen rd. 385 Windindustrieanlagen  - 

·         auf künftig 10 % dann rd. 3850 Windkraftanlagen (385 bereits bestehende Windindustrieanlagen für 1 % Windstromanteil x Faktor 10 für angestrebten 10 % Windstromanteil = 3850 Windkraftanlagen) nötig werden   

Da 385 Windindustrieanlagen bereits jetzt in Betrieb sind, müßten auf Basis dieser groben Näherungsrechnung „nur“ noch 3465 (3850 insgesamt benötigte Windräder abzüglich 385 bereits vorhandene Windräder= 3465 noch zu bauende Windräder) neue Windkraftanlagen gebaut werden.

Allerdings reichen selbst rd. 3465 künftig neu zu bauende Windindustrieanlagen in der Realität bei weitem nicht aus, um einen Windkraft-Anteil von 10 % am gesamten Stromverbrauch zu erzeugen, denn:

Die jetzt bereits in Betrieb befindlichen rd. 385 Windindustrieanlagen stehen an den vermeintlich windstärksten Standorten in Baden-Württemberg (vgl. oben).

Die in diesen „Filet“-Gebieten nach Ansicht der Windkraft-Lobby für Windkraft vermeintlich geeignete Standortfläche ist jedoch jetzt schon weitgehend durch die in BW bereits in Betrieb befindlichen 385 Windindustrieanlagen belegt.

Eine ggfs eventuell dort noch vorhandene Rest-Standortkapazität könnte  -  wenn überhaupt  -  nur noch einen kleinen Bruchteil der neu geplanten Windkraftanlagen  -  jedoch auf keinen Fall 3465 neue, bis zu 230 m hohe Windmühlen  -  aufnehmen, auch schon deshalb,

·         weil sich in diesen Gebieten angesichts der für die im Umkreis lebende Bevölkerung offen zutage tretenden, durch Windkraft-Betrieb verursachten Nachteile eine sich immer stärker verbreitende contra-Windkraft / Protest-Stimmung manifestiert (die Stimmung bei den Bürgern „kippt“ gegen Windkraft); dies trifft insbesondere in den landschaftlich reizvoll gelegenen Gebieten des Süd- und Nord-Schwarzwalds sowie auf der Schwäbischen Alb zu, die als Naherholungs- und Tourismus-Gebiete besonders attraktiv sind und der einheimischen Bevölkerung ein weiteres schwerwiegendes Sonder-Opfer  -  falls es dort zur weiteren Konzentration von Windindustrieanlagen käme  -  abverlangen würde

·         und die bereits windkraft-belasteten, meist landschaftssensiblen Standorte angesichts der dort bis jetzt vollzogenen Windanlagen-Konzentration schon jetzt einen Großteil ihrer Attraktivität bzgl. Landschafts- und Naturschutz, Tourismus, Naherholung u.a. verloren haben

Damit war schon recht frühzeitig klar, daß es  -  sollen die „grün-roten“ Pläne auch nur annähernd umgesetzt werden und entgegen den ursprünglichen Absichtserklärungen  -  keinesfalls zu einer von „Grün-Rot“ vorschnell versprochenen Konzentration von Windkraft-Standorten (selbst dies wäre vielerorts kaum zu akzeptieren, wenn man sich die damit verbundenen Auswüchse / Exzesse an Windkraft-Standorten im Norden und Osten Deutschlands ansieht) kommt.


Das sind nur kleine Anlagen mit max. 80-120 Metern Höhe

Quelle: www.gegenwind-sh.de


Vielmehr  -  dies belegen sehr augenscheinlich die kürzlich veröffentlichten Pläne  -   

  • der 12 baden-württembergischen Regionalverbände (exemplarisch nachvollziehbar am Beispiel des Regionalverbands Stuttgart = VRS;)

  • die oft noch darüber hinausgehenden Windwahn-Planungen vieler, ohne entsprechenden Sachverstand ausgestatteten Kommunen

kommt es „landauf landab“ und damit nahezu flächendeckend zu einer „Verspargelung“ = Landschaftsverschandelung bisher ungeahnten Ausmaßes, denn: Um die grün-roten Planvorgaben zu erreichen, wird ein Großteil neuer Windkraft-Standorte

  • nunmehr auch auf dem für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb völlig              ungeeigneten, vergleichsweise windarmen „flachen Land“ sowie

  • in oder in der Nähe von Landschafts-, Natur und Wasserschutzgebieten, regionalen Grünzügen (bisher Windkraft-Tabuzone) bzw.

  • im Wald (bisher Windkraft-Tabuzone) u.a.

realisiert, mit allen nachteiligen Folgen für

  • Landschaftsverbrauch, -versiegelung weiterer, bisher ausschließlich agrar-oder forstwirtschaftlich genutzter Flächen

  • Landschafts- und Naturschutz u.a.

Zu den Nachteilen im einzelnen vgl. die Rubriken in unserer Homepage.

Maßgebliche Voraussetzung für eine dauerhaft wirtschaftliche Windstromerzeugung ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen am Windkraft-Standort. Nach Ansicht von als seriös einzustufenden Experten ist eine dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung ab

einer jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 6 m / sek

möglich, die jedoch an den wenigsten Stellen in Baden-Württemberg erreicht wird.

Auf dem „flachen Land“ bzw. an nur ca. 200 m - 400 m über Meereshöhe gelegenen potenziellen Windkraft-Standorten ist jedoch das jahresdurchschnittliche Windaufkommen  -  im Fachjargon „Windhöffigkeit“ genannt  -  deutlich geringer, als an den deutlich höher gelegenen, jedoch bereits vergebenen und schon überbauten Windkraft-Standorten. Entsprechend ist dort  -  d.h. auf dem „flachen Land“  -  die Windstrom-Erzeugung deutlich geringer als an windstärkeren Standorten.  

Unter Einschaltung des gesunden Menschenverstands ist es daher jedem „nicht auf den Kopf gefallenen“ Zeitgenossen klar, daß selbst die näherungsweise und überschlägig ermittelten 3465 und neu zu bauenden Windindustrieanlagen (vgl. oben) bei weitem nicht ausreichen werden, um den Windstromanteil von jetzt knapp 1 % auf künftig 10 % zu steigern, da  -  unterstellt, daß alle anderen Genehmigungshürden „erfolgreich“ umschifft würden  -  der Großteil der neu zu errichtenden Windkraftanlagen an Binnenland-Standorten auf dem „flachen Land“ gebaut werden müßte, und damit an Standorten, an denen ein vergleichbar schwaches jahresdurchschnittliches Windaufkommen vorherrscht. 

Ohnehin ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) nach allen seriös geführten Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD), der Deutschen Flugsicherung und der übrigen privaten Wetter- und Windmess-Stationen im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten um ca. 2 - 3 Mal geringer und der Großteil der 385  in BW in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen schreibt deshalb nach wie vor „Jahr für Jahr“ seit Inbetriebnahme „tiefrote“ Zahlen, auf einen (Total)Verlust des Anlegerkapitals zusteuernd, von einer Verzinsung / Gewinnausschüttung ganz zu schweigen…

Dies belegt exemplarisch der 2007 „mit großem Brimborium“ in Anwesenheit von Mitgliedern der damaligen CDU / FDP geführten BW-Landesregierung eingeweihte, als Vorzeigemodell und Pilotprojekt hochstilisierte und aus 14 Windindustrieanlagen bestehende Windpark in Simmersfeld (bei Freudenstadt / Calw ca. 900 m hoch und vermeintlich windstark gelegen auf den Höhenrücken des Nord-Schwarzwalds), der von Beginn an und ohne Aussicht auf Besserung jährliche Millionendefizite und „tiefrote“ Betriebsergebnisse erwirtschaftet, die von der Betriebsleitung lapidar mit ungeplantem Windmangel („…gegen Windmangel und den lieben Herrgott kommen wir nun mal nicht an…“) begründet werden (Stuttgarter Nachrichten vom 14.6.2011: „Laues Lüftchen statt steifer Brise“,)

Sollte das Ziel, den Windstrom-Anteil in BW von jetzt knapp 1 % auf künftig 10 % zu steigern, tatsächlich realisiert werden, wären daher hierzu nicht nur 3465 neue und bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen nötig, sondern eine deutlich höhere Anzahl von schätzungsweise mindestens 4000 - 5000 Windindustrieanlagen, da der Großteil davon auf dem für dauerhaft wirtschaftliche Windstromerzeugung völlig ungeeigneten „flachen Land“ (wie z.B. in Ingersheim  und in anderen Kommunen des Landkreises Ludwigsburg, z.B. in Bietigheim-Bissingen, Besigheim, Bönnigheim, Hessigheim, Walheim, Sachsenheim u.a.) realisiert werden müßte… 

Ein besonders „starkes Stück“ der von „Grün-Rot“ initiierten und vom Verband der Region Stuttgart (VRS) planerisch umgesetzten Landschaftsverschandelung vollzieht sich derzeit (neben vielen anderen Gebieten in Baden-Württemberg)

am Albvorland / Albaufstieg / Hohenstaufen (Landkreis Göppingen),

wo an äußerst landschaftssensibler Stelle  -  inmitten von Vogelzug-Korridoren bzw. in der Nähe von Landschafts- und Naturschutzgebieten  -  bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen errichtet werden sollen.

Hiergegen regt sich starker Widerstand in der Bevölkerung vor Ort.

Die „Bürgerinitiative Stauferland“ hat eine in der Öffentlichkeit stark beachtete Stellungnahme verfaßt, die sich gegen die Errichtung von Windindustrieanlagen in diesem landschaftssensiblen Gebiet richtet und die wir unterstützen.

Ein Großteil der dort angeführten und gegen die Errichtung von Windindustrieanlagen in diesem Gebiet gerichteten Argumente treffen auch „1 zu 1“ auf den von uns argumentativ bekämpften Standort „Ingersheim / Husarenhof“ und auf die weiteren im Landkreis Ludwigsburg geplanten Windkraft-Standorte zu.

Wir empfehlen daher allen Lesern unserer homepage die Lektüre der Stellungnahme der

Bürgerinitiative Stauferland,

auf die wir nachfolgend verweisen.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

Windräder liegen weit unter Plan
 Regiowind GmbH aus Freiburg unter Druck

(ts / 031012) -  Ein Gründungskommanditist des Windparks Tewel bei Soltau, wurde vom Gericht zur Zahlung von Schadenersatz über 250.000 Euro nebst Zinsen verdonnert. Dieses Urteil fiel schon am 
30. November 2011 und kam erst jetzt an die Öffentlichkeit, wie die taz am 16.9.2012 berichtete. 

Auslöser für diesen Rechtsstreit war das wohl  s y s t e m a t i s c h  zu hoch angesetzte Windaufkommen, so das Oberlandesgericht in Celle. Durch das zu hoch angesetzte Windaufkommen sank die Rendite von den versprochenen 6 Prozent, auf nur noch zwei Prozent. Es ist aus unserer Sicht schon erstaunlich, dass man im windstarken Norden überhaupt das Windaufkommen schön rechnen muss.

Nun scheint es auch bei der Regiowind GmbH aus Freiburg zu rumoren, wie man der Badischen Zeitung vom 18. September 2012 entnehmen kann. Die Regiowind GmbH betreibt Windkraftanlagen auf dem Rosskopf und Schauinsland. Nach unserer Kenntnis handelt es sich um 6 Enercon E66/70 mit 70 Meter Rotordurchmesser und mit 98 Meter Naben- und 133 Meter Gesamthöhe. Alle Anlagen zusammen sollten eigentlich 16 Millionen kWh/a erzeugen. Sie haben es schon geahnt? Genau, diese Zahl wurde nie erreicht und auch im Superwindjahr 2007 knapp verfehlt. Wie die Badische Zeitung weiter berichtet, hat im letzten Jahr der ungewöhnlich starke Monat Dezember vollends ein Desaster verhindert.


Berg Schauinsland, Schwarzwald

Foto: Michael Schmalenstroer - Creative Commons  3.0 Unported

Aufgrund der schlechten Ergebnisse kamen die Ausschüttungen nicht wie versprochen. In sieben Jahren hat es nur drei Ausschüttungen gegeben. Regiowind Chef Markowsky hofft nun intensiv auf den Geschäftspartner Wind, wie er der Zeitung sagte.

Durch die ausgewogene Berichterstattung der Badischen Zeitung, kritische Stimmen kamen nicht zu Wort, sah sich daraufhin ein Ehepaar aus Freiburg, gleichzeitig enttäuschte Anteilseigner bei der Regiowind GmbH, veranlasst einen Leserbrief zu schreiben. So erfahren die Leser nun, wie es um den von den Regiowind Leuten gerne als Bürgerpark bezeichneten Windpark wirklich steht.  

Mal sehen, möglicherweise kommen in sieben Jahren so ähnliche Berichte auch aus Ingersheim.


Der Wahnsinn – Regionalverband Stuttgart plant bis zu 500 Windkraftanlagen im Landkreis Esslingen

Landkreis Esslingen wird verspargelt

Hat der Planungsdirektor Thomas Kiwitt die Demokratie 

in Sachen Windkraft abgeschafft ?

 

(ts / 270912) – Der Regionalverband Stuttgart beziffert die Anzahl der möglichen Windkraftanlagen allein im Landkreis Esslingen auf 300 – 500 Stück. Auch wenn dieser Landkreis eine relativ große Fläche hat, er reicht zwischen dem Rems-Murr Kreis im Norden und dem Landkreis Reutlingen im Süden, ist diese Meldung doch ein Hammer.

Der Landkreis Esslingen ist genauso wie der Landkreis Ludwigsburg, eine hochverdichtete Region. Laut Wikipedia steht der Landkreis Esslingen mit etwa 515.000 Einwohnern, bezogen auf die Bevölkerung an sechster Stelle in Deutschland, knapp hinter dem Landkreis Ludwigsburg, der ihn im ersten Quartal 2007 von der fünften Position verdrängte.

Dazu kommen im Landkreis Esslingen aber noch 28 Naturschutzgebiete, von A wie Alte Neckar, bis W wie Wiestal mit Rauber.

Was aber eine im Artikel der Eßlinger Zeitung nachzulesende, noch viel bestürzendere Feststellung unsererseits ist – Thomas Kiwitt hat anscheinend ein etwas verschobenes Verhältnis zur Demokratie. Einerseits spricht er von der frühzeitigen Einbindung der Bevölkerung; aber andererseits redet er fast im gleichen Atemzug davon das:

Zitat: "Ein Vetorecht gegen Standorte hätten jedoch weder Kommunen noch Anwohner. „Das ist kein Wunschkonzert.“ Zitat Ende.

Wozu dann noch die Bürger einbinden, Herr Kiwitt? Hat doch eh keinen Zweck oder? Die Bürger sollen also nur noch den Abnicker spielen und werden vor vollendende Tatsachen gestellt. Bürgerbeteiligung hat für den Regionalverband offensichtlich nur noch den finanziellen Aspekt.
Ihr (die Bürger/innen) könnt euch (mit eurem Geld natürlich) an diversen Windkraftprojekten beteiligen, mehr aber auch nicht.


Der kleine Kasten da unten im Bild ist ein Bauwagen

© Ewald Nägele -E82 in Ingersheim

Auf die bei einer Sitzung im Juni 2010 des Stuttgarter Regionalverbands anwesenden Mitglieder unserer BI, hat Herr Kiwitt schon damals keinen besonders guten Eindruck hinterlassen. Wir sehen uns angesichts der o. g. Aussage in unserer Ansicht einmal mehr bestätigt.

Wer die Kiwittschen Ansichten, auch bezgl. des Lärms von Windkraftanlagen (und schon jetzt nachts nicht mehr schlafen kann, siehe Ingersheim) nicht teilt, kann ihm das hier mitteilen:

Bereich Planung:
Leitender Technischer Direktor
Thomas Kiwitt

Sekretariat: Marianne Strauß
Tel. + 49 711 22759-50
E-Mail:
strauss(at)region-stuttgart.org




Slideshow über “Windwahn-Horror-Picture-Show”

Lärmbelästigung durch Windkraftanlagen-Geräuschpegel

(wm / 150512) - Die nachfolgend hörbare Geräuschkulisse wurde von einem in unmittelbarer Nachbarschaft zu 6 Windindustrieanlagen lebenden Bürger ins Internet eingestellt. Der Geräuschpegel soll  -  neben der visuellen landschaftszerstörerischen Wirkung  -  die Belästigung der Anwohner durch den von den WKA’s verursachten Lärm verdeutlichen. Der Bürger hat dazu folgenden Kommentar eingestellt:

 „Windwahn-Horror-Picture-Show

Der WKA-Hintergrundlärm stammt von den Windkraftwerken neben uns und wurde vor unserem Schlafzimmerfenster bei Windstärke 2,5 (!) aus NW aufgenommen - Entfernung zur nächsten WKA 320 m, eine von 6 in direkter Nachbarschaft.“

Die weiter angehängte Bildergalerie verdeutlicht in der Abfolge von 26 aufeinander folgenden Bildern, wie einstmals schöne, intakte und im ökologischen Gleichgewicht befindliche und Natur und Umwelt sich verpflichtet fühlende Gegenden mit früher hohem Erlebnis-, Erholungs- und Freizeitwert und einem weitgehend intakten Gemeindeleben durch völlig überdimensionierte, zu Lasten von Natur und Umwelt und der dort lebenden Bevölkerung „aus dem Ruder gelaufene“ Landschaftsverspargelung irreparabel verschandelt wurden… 

…Ein Schicksal, das jetzt auch vielen Gegenden im gegenüber den klassischen Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten deutlich windärmeren und daher für Windstrom-Erzeugung völlig ungeeigneten Standorten im südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) blüht…

E m p f e h l u n g  an unsere homepage-Leser: Bitte nehmen Sie sich die Zeit von wenigen Minuten und lassen die Bildergalerie von 2 6 einstmals faszinierenden Landschafts- und Naturlandschaften
R e v u e  passieren,
damit Sie sich vom Ausmaß der in vielen nord- und ostdeutschen Landschaften durch Windkraft-Verspargelung eingetretenen Landschaftsverschandelung ein eigenes Bild verschaffen können… …ein Bild, das von der vielfach dem rot-grünen bzw. grün-roten Zeitgeist beeinflußten Lokal- und Regionalpresse bisher so und in dieser Deutlichkeit nicht aufgezeigt wurde…   

Abschließend noch ein  Z i t a t  des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90 / Die Grünen), das belegt, wohin  -  nach den Vorstellungen von „grün-rot“  -  die Reise  -  auch in Baden-Württemberg  -  hingehen soll:

 
Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, auf der Verbandsversammlung des Gemeindetages in BW:

" Der Ausbau regenerativer Energien kommt vor Umweltschutz"

 

 Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zur Slideshow  hier klicken


Ohne Kommentar…



Auszug aus dem Flyer des „Verein für die Bewahrung der Kulturlandschaft Mainfranken e.V“




www.gegenwind-husarenhof.de

CDU-Kreisrat und die Mehrheit des Markdorfer Gemeinderats g e g e n  Windkraft auf dem  G e h r e n b e r g  im  B o d e n s e e - R a u m  und    V o r a l p e n g e b i e t

„Windkraft: Neue Zahlen, Daten und Fakten“

 Wie eine vom  T o u r i s m u s  im Bodenseeraum lebende Region durch Windkraft-Infrastrukturmaßnahmen unweigerlich und auf Dauer  z e r s t ö r t  würde und zum Wegfall der Existenzgrundlage für viele vom „sanften Tourismus“ lebende Kleinbetriebe führt…

„Wir wollen die Bürger rechtzeitig informieren und die Dimensionen verdeutlichen. Und nicht erst, wenn es zu spät ist.“

 …Anregungen für  B ü r g e r m e i s t e r  und  G e m e i n d e r ä t e  im Gemeindeverwaltungsverband (GVV)  B e s i g h e i m  und im
GVV  B i e t i g h e i m-B i s s i n g e n, I n g e r s h e i m, T a m m…

 
(wm / 170412) - Die Schwäbische Zeitung berichtet in ihrer im Bodenseeraum erscheinenden Ausgabe vom 17.4.2012 über die Pläne des Regionalverbands Donau-Iller zum Ausweis eines Windvorrang- 
Gebiets an landschaftssensibler Stelle auf dem Gehrenberg bei Markdorf / Bodensee. Der CDU-Kreisrat Ernst Arnegger hat sich zusammen mit weiteren Persönlichkeiten vor Ort zur „Interessengemeinschaft gegen Windkraftanlagen auf dem Gehrenberg“ zusammen geschlossen und informiert in regelmäßigen Gesprächsrunden („…I mein halt…“) die Bevölkerung über die D i m e n s i o n e n  eines  
g e p l a n t e n W i n d p a r k s, der zu vielen  N a c h t e i l e n  für die  d o r t  im  B o d e n s e e- und  V o r a l  p e n g e b i e t  lebenden  B ü r g e r  führen würde.

Themen…wie Landschaftsschutz, Wege, Zuwege und Erschließung, Standsicherheit (Arnegger: „Es ist ein Unterschied, ob man Anlagen in der norddeutschen Tiefebene erstellt oder im Melasse-Untergrund auf dem Gehrenberg“) aber auch Windhöffigkeit und Auswirkungen auf Flora und Fauna sollen bei „I mein halt“ angesprochen werden. Dazu hat die Interessengemeinschaft Fakten, Daten und Zahlen gesammelt. Ein Windpark besteht aus mindestens drei, vier Anlagen. Auf dem Gehrenberg, so befürchtet die IG, könnten bis zu 12 Windräder geplant werden – von bis zu 200 Metern Höhe. „Diese Dimension wollen wir anhand einer Montage verdeutlichen“, so Arnegger. Und er nennt weitere Ängste und Befürchtungen: Wald und Berg könnten durch den Bau der Windkraftanlage so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie zerstört würden. Allein für die Installation des Raupenkrans zum Bau der Windräder müsste eine große Fläche Baumbestand abgeholzt werden; die Standfläche terrassenförmig eingeebnet und mit Beton versehen werden – auf 150 mal 20 Metern Standfläche. Ein weiteres Problem: die Zufahrt. Die einzige Möglichkeit für die Versorgungs- und Transportfahrzeuge sei es, den Gehrenberg über Wittenhofen und Roggenbeuren anzufahren. Dabei benötige allein der Transport eines Rotorenblatts rund 30 Lkw-Fahrten….“

Für weiteren Diskussionszündstoff sorgen die in den  B u n d e s l ä n d e r n  nach wie vor u n t e r 
s c h i e d l i c h e n  Abstandsregelungen zu Windindustrieanlagen bzw. Windparks.

Dabei ist festzustellen, daß in grün-rot bzw. rot-grün regierten Bundesländern (z.B. NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) die  A b s t a n d s r e g e l u n g e n  (zu  L a s t e n  der betroffenen Wohn-Bevölkerung)  g e r i n g e r  sind als bei CDU / FDP-geführten Bundesländern.

Blick nach Dithmarschen – 1. Dezember 2009 – keine Fotomontage!

Weiter festzustellen ist, daß die S i c h e r h e i t s- / M i n d e s t a b s t ä n d e  bei eher agrarwirtschaftlich geprägten und weniger dicht besiedelten Bundesländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen) im Interesse der im Windrad- / Windpark-Wirkungskreis lebenden Bevölkerung größer sind als z.B. in eher dichter besiedelten Bundesländern bzw. in Bundesländern mit einer größeren Industriedichte (NRW, Baden-Württemberg).

Dies sieht auch die IG in Markdorf / Bodensee und ihre Mitstreiter so, wenn sie gemäß Schwäbischer Zeitung feststellt: „…An den Abstandsbestimmungen von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung stört sich die Interessengemeinschaft auch wegen der großen Unterschiede der Länder. Ernst Arnegger nennt ein Beispiel: Baden-Württemberg schreibe 700 Meter vor, Bayern 800, Brandenburg 1000 Meter und Sachsen zehn Mal die Höhe der Anlage. Und ernsthaft anzweifeln tut sie die im Windatlas für den Gehrenberg maximal ermittelte Windstärke im Jahresschnitt von 5,5 bis 6,2 Meter pro Sekunde in 140 Metern Höhe. Eigene Berechnungen auf Grundlage einer Messstation in Friedrichshafen hätten zwei Meter pro Sekunde erbracht. „Unser Engagement hat nichts mit dem Sankt-Florians-Prinzip gemein“, verdeutlicht er. Es gebe ja Gemeinden, wie zum Beispiel im Bereich Pfullendorf und Illmensee, die gerne Anlagen haben wollen. Ernst Arnegger: „Also: Dann doch bitte dahin.“

Zum Punkt S i c h e r h e i t s- / M i n d e s t a b s t a n d  ist festzuhalten, daß die Weltgesundheits- organisation (W H O) im Interesse der im Windkraft-Wirkungskreis (Radius ca. 5 km  a b  Windrad-Standort) lebenden Bevölkerung einen Sicherheitsabstand von mindestens  2 0 0 0  m empfiehlt; in G r o ß b r i t a n n i e n  fordern die Gesetze einen Sicherheitsabstand von mindestens des 1 0-f a c h e n  der  G e s a m t h ö h e  (z.B.: Windrad-Gesamthöhe in  I n g e r s h e i m  179 m: 179 m x Faktor 10 = 1790 m Sicherheits-abstand), mindestens jedoch 3 0 0 0  m und in vielen anderen Industrieländern gelten ähnlich  g r o ß e  Sicherheitsabstände (nur  n i c h t  in Baden-Württemberg bzw. in Ingersheim…)

… und leitende  K l i n i k-Ä r z t e  einer  K l i n i k  für  P a r k i n s o n-P a t i e n t e n  haben durchgesetzt, daß der Sicherheitsabstand eines Windparks zur Klinik von ursprünglich geplanten 1400 m auf jetzt 3000 m  v e r g r ö ß e r t  wurde… 

...diese beliebig erweiterbaren Fakten sollten…

 ·         dem baden-württembergischen  W i n d r a d-G e s e t z g e b e r

·         den vor Ort mit dem Thema befaßten   B ü r g e r m e i s t e r n  und  G e m e i n d e r ä t e n

·         den mit Windrad-Genehmigungen befaßten  B e h ö r d e n  (Landratsämter) sowie den

·          mit Windkraft-Streitfällen befaßten  V e r w a l t u n g s g e r i c h t e n

 zu denken geben…  

Vor diesem Hintergrund ist es  n i c h t  akzeptabel, wenn bezüglich landwirtschaftlich geprägter Weiler (wie den Besigheimer Weiler Husarenhof), Gehöfte, Aussiedlerhöfe u.a. für in der Nähe ausgewiesene Windkraft-Standorte in Baden-Württemberg noch geringere als die im Vergleich zu den anderen Bundesländern und im internationalen Vergleich ohnehin schon viel zu geringen, für Wohngebiete geltenden Sicherheitsabstände gelten sollen, denn die in den Weilern und Aussiedlerhöfen  -  d.h. außerhalb von Wohngebieten  -  lebenden Bewohner sind keinesfalls schlechter zu stellende Menschen 2. Klasse… …denen man  -  wegen der noch geringeren Sicherheitsabstände zum Windrad-Standort  -  nicht eine noch höhere Windkraft-Immissions-Schadstoff-Dosis zumuten sollte… 

Angesichts der jetzt am 16.4.2012 im Besigheimer Rathaus erfolgten  A u f t a k t b e r a t u n g  im Gemeinde-Verwaltungsverband (GVV)  B e s i g h e i m  -  zu dem

·         neben Besigheim die Gemeinden

·         Freudental

·         Gemmrigheim

·         Hessigheim

·         Löchgau

·         Mundelsheim und

·          Walheim

gehören  -  und im Hinblick auf die in Kürze anstehenden Beratungen in den Gemeinderäten bieten die im Bodenseegebiet jetzt diskutierten Punkte den einen oder anderen Fingerzeig, unter welchen Gesichtspunkten das Thema

 „Windkraft im eher windschwachen, aber landschaftssensiblen südlichen Binnenland“

auch im Bereich des  G V V  B e s i g h e i m  diskutiert und einer für die  A l l g e m e i n h e i t  und für die  M e h r h e i t  der  B ü r g e r  akzeptablen  E n t s c h e i d u n g  zugeführt werden kann, damit es  n i c h t  zu einer  f ü r  die  B ü r g e r  mit  v i e l  z u  v i e l e n  N a c h t e i l e n, mit  K a p i t a l - V e r l u s t  zu Lasten der oft blauäugigen Anleger aufgrund einer schon von Beginn an feststehenden  W i n d r a d-F e h l i n v e s t i t i o n, am  B ü r g e r w i l l e n  vorbei und  z u  L a s t e n  der  n a c h f o l g e n d e n  G e n e r a t i o n  -  wie in Ingersheim  -  getroffenen Windkraft-Fehlentscheidung kommt.

Das Motto der Windkraft-Beratungen in vielen Gemeinden im Bodensee- und Voralpengebiet heißt:

 „Wir wollen die Bürger rechtzeitig informieren und die Dimensionen verdeutlichen. Und nicht erst, wenn es zu spät ist.“

Unter diesem Motto könnten auch die Windkraft-Beratungen in den Gemeinderäten im windarmen und daher für Windkraft-Standorte völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg ablaufen, wobei es geboten ist, der Bevölkerung nicht nur einseitig die durch den Einfluß der Windkraft-Lobby  g e s c h ö n t e n  (in der Realität niemals eintretenden) Wind-Zahlen zu präsentieren, sondern schonungslos auch die Nachteile  -  = die „Kehrseite der Windrad-Medaille“  -  aufzuzeigen (vgl, hierzu die in letzter Zeit in unsere homepage eingestellten Beiträge) !

 
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de

Hinweis in eigener Sache !

 Stellungnahme unserer Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zum „Internationalen Protesttag gegen Windkraftwerke“

vom 3. April 2012

unter Bezugnahme auf die Pressemitteilung der
„European Platform Against windfarms“ (EAPW)

 Unterstützung aller Ziele der EAPW durch unsere Bürgerinitiative !

 „Herr schmeiß Hirn ra‘…“

(wm / 040412)  -  Die EAPW hat zum „Internationalen Protesttag gegen Windkraftwerke“ am 3.4.2012 eine Pressemitteilung (PM) herausgegeben, deren Feststellungen und Ziele wir uneingeschränkt und inhaltlich in vollem Umfang unterstützen. Die vollständige EAPW-PM haben wir am 3.4.2012 in unsere homepage eingestellt.

Mit schonungsloser Offenheit und in dieser Form bisher einer breiteren Öffentlichkeit außerhalb der betroffenen Gebiete kaum bekannt, zieht die deutsche Sektion der EAPW zur Situation der „klassischen“ Windkraft-Bundesländer im Norden + Osten Deutschlands eine Tatsachen-Bilanz über die in den letzten 20 Jahren durch forcierte Windkraft-Erschließung dort eingetretenen Veränderungen.

Unter  G e g e n ü b e r s t e l l u n g  von „K o s t e n / N u t z e n“ bzw. von „V o r- u n d  N a c h t e i l e n“ kommt sie zu  v e r n i c h t e n d e n  Ergebnissen.

Da sich diese vor allem  z u  L a s t e n  der  d o r t  l e b e n d e n  B e v ö l k e r u n g  
niederschlagen,
kommt es seit einigen Jahren  -  und seit ca. 3 - 4 Jahren verstärkt  -  vor Ort auch zu immer stärker werdenden Bürgerprotesten, Gründung von Bürgerinitiativen etc..

Wie bekannt, befinden sich ca.  8 0  % - 8 5  % der bisher in Deutschland rd. 22500 gebauten Windindustrieanlagen im  N o r d e n  +  O s t e n  Deutschlands (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg, nördliche Teile von Hessen + NRW).

Dies deshalb, weil  d o r t  das jahresdurchschnittliche  W i n d a u f k o m m e n 
(= w i c h t i g s t e r  +  e n t s c h e i d e n d e r  I n d i k a t o r  für  d a u e r h a f t  w i r t s c h a f t -
l i c h e n  Windkraft-Geschäftsbetrieb am investierten Standort) ca. 2 - 3 mal  h ö h e r  und daher der  W i n d s t r o m-E r t r a g  je Windrad erheblich größer ist als im vergleichsweise  w i n d a r m e n  Süden / Südwesten (Baden-Württemberg, Bayern).

Der massive Windkraft-Ausbau im an sich für Windindustrieanlagen wegen der

·        geringeren Siedlungsdichte, geringerer Industriedichte

·         der vorwiegend agrarwirtschaftlich strukturierten Regionen

·         der Nähe zum Meer und

·         wegen des höheren Windaufkommens

eher prädestinierten Norden + Osten hat dort jedoch in vielen Landstrichen zum Überschreiten der  
W i n d k r a f t-S ä t t i g u n g s g r e n z e
 geführt, mit der Folge, daß die ursprünglich in der Bevölkerung vorhandene pro-Windkraft-Akzeptanz vielerorts in contra-Windkraft-Stimmung gekippt ist.

Aufgrund der erreichten Windkraft-S ä t t i g u n g s g r e n z e  sehen die meist im Norden angesiedelten Windkraft-Konzerne, ihre Zulieferer und die vereinte Windkraft-Lobby dort  -  wenn überhaupt  -  weitere Expansionsmöglichkeiten vor allem durch Bau von off-shore-Anlagen (Windparks im Meer) bzw. im Wege des Repowerings, d.h. im Austausch der alten, vorwiegend nur 50 m - 80 m hohen Anlagen der 1. Generation durch 180 m - 230 m hohe Windindustrieanlagen der 2. Generation. Letzteres führt regelmäßig zu noch stärkeren Bürgerprotesten vor Ort.

Beides stößt jedoch auf zunehmenden Widerstand in der dortigen Bevölkerung und die für Windkraft-Anlagen z. Zt. gerade stark abkühlenden Weltmärkte bzw. der vor allem von chinesischen Windkraft-Firmen aufgrund von Kostenvorteilen eingeleitete Verdrängungswettbewerb tun ein übriges dafür, daß die Zukunftsaussichten der deutschen  -  vorwiegend im Norden angesiedelten  -  Windkraft-Unternehmen z. Zt. nicht gerade rosig erscheint. 


Blick nach Dithmarschen – 1. Dezember 2009 – keine Fotomontage!

Aus Sicht der Windkraft-Lobby und angesichts der Suche nach neuen Absatzmärkten „kommt es gerade recht“, wenn die bei den letzten Landtagswahlen in NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neu gewählten, rot-grünen bzw. grün-roten Landesregierungen  -  eher Ideologie, Symbolik und Vorgaben ihrer Parteiprogramme folgend und weniger abgestützt auf Wirtschaftlichkeitsüberlegungen  -  durch Änderung von Landesgesetzen u.a. den Weg bereiten für die flächendeckende Windkraft-Erschließung im an sich wegen relativer Windarmut weniger geeigneten südlichen Binnenland, oft noch medienwirksam unterstützt durch die  -  zwar fachlich angesichts der Komplexität der Materie oftmals überforderte, jedoch dem grün-roten Zeitgeist unkritisch folgende und die Öffentlichkeit über die Auswirkungen der Windkraft-Ausweitung oft nur einseitig informierende  -  Lokal- und Regionalpresse vor Ort.

So sollen allein in Baden-Württemberg im Rahmen des 5-Jahreszeitraums der Legislaturperiode 2011 - 2015 zu den bereits vorhandenen rd. 380 Windindustrieanlagen jährlich bis zu 150 (insgesamt: 5 Jahre x 150 Windräder pro Jahr = 750) weitere hinzukommen und bis zum Jahr 2020 sollen gar 1200 neue, bis zu 230 m hohe Windkraftanlagen „im Ländle“ errichtet werden.

Da die Filet-Standorte an den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstärkeren Regionen in BW bereits weitgehend durch die jetzt schon 390 installierten Windindustrieanlagen belegt sind und die dort noch freie Standort-Kapazität bei weitem nicht ausreicht, um weitere 1200 noch zu errichtende Windindustrieanlagen aufzunehmen, wird es  -  falls die Pläne tatsächlich umgesetzt werden sollten  -  dazu kommen, daß der Großteil der neu geplanten Windindustrieanlagen an noch schlechter geeigneten  -  weil windärmeren  -  Standorten errichtet werden muß.

In jedem Fall muß davon ausgegangen werden, daß neues Konfliktpotential entsteht, wenn weitere Windindustrieanlagen noch näher an die Wohnbesiedlung heranreichen oder in Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten oder gar im Wald errichtet werden.

Daß dieses Konfliktpotential nun auch bei Umsetzung der Windkraft-Pläne der BW-Landesregierung im relativ windarmen, jedoch dichter besiedelten Baden-Württemberg droht, zeigen die Ergebnisse der EAPW-Untersuchungen für den vergangenen 20-Jahreszeitraum im Norden + Osten. In der EAPW-PM heißt es hierzu auszugsweise:

„Seit mehr als 20 Jahren verändern Windkraftanlagen das Landschaftsbild und die Horizonte im ländlichen Raum, zunehmend auch in den Meeren, weltweit.

Heute belasten allein in Deutschland 22.300 WKA Mensch und Natur – Tendenz stark
steigend.

 Jede einzelne Industrieanlage verschandelt nicht nur Landschaft und Horizonte an Land und auf dem Meer, sondern auch unser Kulturerbe, schädigt die Gesundheit der Anwohner und die Natur durch Zerstörung von Lebensräumen seltener Arten, mindert die Lebensqualität für Mensch und Tier, entwertet die Immobilien der Anrainer und vernichtet Ihre Alterssicherung.

 Viele Bewohner am Meer, in den Bergen, in Landschaften, die zur Erholung einladen,
mussten die Vermietung von Ferienwohnungen aufgeben, weil sich ihre Feriengäste andere, von Windkraftnutzung unbelastete Gegenden für ihren Urlaub suchten.

Wo Wälder für Windkraftwerke abgeholzt, Moore, Marschen und liebliche Hügel in lärmende Industriezonen umgewandelt und der einst erholsame Blick aufs Meer mit dauerblinkenden Rotorbewegungen quittiert wird, mag niemand Ferien machen und das Leben wird zur Qual.

 Der Artenrückgang in den einst für die Natur wertvollen Räumen wie z.B. Wäldern, Küsten und Feuchtgebieten ist bedenklich. In Schleswig-Holstein sind innerhalb der letzten 20 Jahre  zunehmender Industrialisierung durch Windkraftwerke und Maismonokulturen 60% aller vorkommenden Arten der Avifauna (Vögel, Fledermäuse, Insekten) verschwunden.
Zugvogelrouten wurden durch riesige Windindustriezonen abgeriegelt, viele Vogelarten
kommen in den Rotoren um, Fledermäusen platzen die Lungen durch Unterdruck und
Schweinswale verlieren ihr Echolot durch den Unterwasserlärm und somit ihre Fähigkeit

Futter und Artgenossen zur Paarung zu finden.

Die nächtlich blinkenden WKA im Meer ziehen Hochsee- und Zugvögel magisch an und lassen auch diese zu Tausenden in den Rotoren sterben. Die Avifauna wird durch Rotorbewegungen, Lärm und Vibrationen aus ihren Brut-, Nahrungs- und Rastplätzen verscheucht. Das Aussterben ohnehin bereits gefährdeter Arten wie z.B. Rotmilan, Schrei- und Fischadler, Schwarzstorch, Uhu, Teich- und Bechsteinfledermaus ist nur eine Frage der Zeit.

Bei einem Flächenverbrauch von 8,5 ha und Entwaldung von 3-6000 m² pro Windkraftwerk
von 200m Höhe im Wald ist das nicht verwunderlich...

Vielerorts hat in Regionen mit hoher Windenergienutzung, die oft mit einer Zusatzbelastung durch Monokulturen von Energiepflanzen einhergeht, eine „Verslumung“ eingesetzt. Wer es sich leisten kann, fortzugehen, obwohl seine Immobilie nur noch die Hälfte wert oder gar unverkäuflich geworden ist, wird das tun.

Die Verwahrlosung, zunehmende Leerstände und damit die wirtschaftliche Schädigung dieser Region folgt auf dem Fuße. Um 400 Meter Abstände zu Wohnbebauungen einzuhalten, werden heute Hausbesitzer aus ihren Immobilien gekauft, um diese dann abzureißen und damit Platz für mehr WKA zu gewinnen.

Für welchen Preis?

Als großartige Leistung zur Stromerzeugung und zur Rettung des Klimas werden uns stets
die „rein rechnerischen“, also nie erreichbaren Zahlen technisch erzeugbarer Kilowattstunden
präsentiert. Nur wer selber forscht erfährt die Wahrheit: 17 % der ausgelobten Strommenge wird durchschnittlich produziert und 7,6 % betrug in 2011 der Anteil an der gesamten Strommenge in Deutschland. Effizienz sieht anders aus!“

Und weiter: „Gerade erst in 2011 belohnt mit milliardenschweren Fördergeldzusagen zugunsten tausender Offshore-Anlagen, wurden nun vonseiten der deutschen Politiker Subventionen für die Erforschung von 300 Meter hohen Windkraftwerken zugesagt.

Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) mit seinen garantierten Einspeisevergütungen sichert finanzstarken Investoren und Konzernen 20 Jahre lang feste Einkommen, die von allen 
Stromkunden durch ständig steigende Stromkosten bezahlt werden. Verteilung von arm nach  reich.

Pachtgelder von 50.000 € pro WKA und Jahr ermöglichen Landbesitzern ein entspanntes
Leben bei hohen Einkommen, ohne dafür arbeiten zu müssen.

In diesen zwei Jahrzehnten und nach dem sog. Repowering noch viel länger, bescheren sie
den betroffenen Nachbarn nicht nur Gesundheitsschäden wie z.B. Schlaf- und
Herzrhythmusstörungen, Geschwüre und Risse in Mund und Bronchien, Bluthochdruck und
Übelkeit durch Infra- und Niederfrequenzschall (Windrotoren Syndrom –WTS und
Vibrationsakustische Erkrankung – VAD) und den Verlust von Lebensqualität und Wohnwerten, sondern zusätzlich den Verlust ihrer Grundrechte.

Politiker mit eigenen Windkraftinteressen schreiben sich die passenden Gesetze und sichern sich ihre Pfründe. So hat der derzeitige Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, im Jahr 1990 als Bundestagsabgeordneter und Windkraftbetreiber das Vorläufergesetz zum EEG auf den Weg gebracht, welches bereits seit 1991 den Profit durch Windkraftnutzung befördert.

Der jahrzehntelang im Landesamt (LLUR) in Schleswig-Holstein für die Genehmigungen von

Windkraftwerken nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) zuständige, heute

pensionierte Beamte Andreas Kunte fand umgehend mit dem Eintritt in den Ruhestand einen lukrativen Platz auf der Expertenliste des Bundesverbandes Windenergie und reist als Berater für windkraftambitionierte Bürgermeister durch die Gemeinden, um für mehr Flächen zu werben oder um Fachvorträge zu halten.

Die Gier nach dem schnellen Geld steigt täglich. Verschleiert durch gutmenschelnde
Weltrettungsideologien fällt sie weniger auf.“…

Korrupte Nachtwächter-Politiker in den Landesparlamenten und in Berlin und sich von der Windkraft-Lobby korrumpieren lassende Beamte sind hauptverantwortlich für diese nur in Deutschland und weltweit in keinem anderen Staat  -  nicht einmal in den sogenannten Bananenrepubliken  -  sich jetzt zeigende Windkraft-Mißstände.

Angesichts dieses nun auch im windärmeren südlichen Binnenland drohenden Windwahn-Unsinns bleibt zweierlei zu hoffen, nämlich…

 …e r s t e n s…

 …daß auch die breite Öffentlichkeit in Baden-Württemberg und Bayern angesichts dieses von der Politik inszenierten Unfugs noch stärker als bisher „auf die Barrikaden geht“, um sich ihrem Ärger durch gewaltfreien Protest Luft zu machen… und

 …z w e i t e n s…

 „…Herr schmeiß Hirn ra‘…“

  
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

zur vollständigen Pressemitteilung der EAPW  hier klicken  

 

www.gegenwind-husarenhof.de

Mossautal – Wander- und Naturparadies von Windpark bedroht

Bis zu 30 Windkraftanlagen auf ca. 292 Hektar

Wie in Ingersheim – Abstände zur Wohnbebauung unter 1000 Meter

(ts / 060412)  –  Nachdem wir erst vor wenigen Tagen, hauptsächlich in Zusammenarbeit mit der BI-Stauferland, eine  Liste  der wichtigsten und aktivsten Bürgerinitiativen in Deutschland erstellt haben, muß die Liste schon nach kurzer Zeit weiter ergänzt werden. Nach der aus Baden- 
Württemberg stammenden  BI „Umwelt und Zukunft in Gailingen“, kommt nach wenigen Tagen gleich die nächste Windkraft-Initiative hinterher. Diesmal aus Hessen und genauer aus dem wunderschönen Mossautal. Die am 28. Dezember 2011 gegründete Bürgerinitiative hat nun seit kurzem auch eine Homepage erstellt (Link dazu am Schluß).

Das Naherholungsgebiet Mossautal ist auch Teil eines Geo-Naturparks. Auf der Eingangsseite steht zu lesen: „Mossautal ist ein Erholungsgebiet, das die Wanderer und Naturbegeisterten mit einer reichen Flora und Fauna erwartet. Neben einem großen Vogelbestand gibt es hier die Nachfahren der Drachen auf dem Drachenweg zu bestaunen: Feuersalamander, Echsen, Kröten, Frösche. In den hier durch die Windkraftanlage bedrohten Gelände gibt es seltene Fledermäuse, Vögel, Rot- und Schwarzwild – und auch der Fuchs fehlt nicht in diesem herrlichen Reservat der Ruhe.“

Die Ablehnungsgründe für diesen Windpark sind letztendlich identisch mit denen in Ingersheim/Husarenhof

·        Windräder zu nahe an der Wohnbebauung

·        Lärm, tieffrequenter Lärm, Schattenschlag

·        Wertverluste der Immobilien

·        Probleme beim Natur- und Vogelschutz

Stichwort Wertverlust-   Die Blitzabfrage der BI bei Maklern im Odenwaldkreis brachte Preisabschläge bis zu 30 Prozent mit sich. Teilweise werden Objekte gar nicht erst zur Vermittlung angenommen.

Weiterhin sind auf der Webseite interessante Details zum Thema tieffrequenter Lärm zu erfahren und das ist auch unter dem Aspekt zu sehen, dass der Verantwortliche von dieser BI ein Mediziner mit breit gestreuten medizinischen Kenntnissen ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Stellungnahme des für diesen Ort zuständigen Regierungspräsidiums auf einige Fragen der Darmstädter ECHO-Redaktion im März 2012 - im Anschluss an eine Bürgerversammlung vom 21.3.2012.

Es wird jetzt deutlich, dass der Flächennutzungsplan zur Ausweisung von Windparkflächen keineswegs die Genehmigung von Windrädern an anderen Standorten ausschließt. Die BI schreibt dazu: „ Das war bisher das stärkste Argument, sich an den Planungsverfahren zu beteiligen. Da dies nun wegfällt, wird sicher einigen Verantwortlichen deutlich, dass hier eine Umstrukturierung der gesamten bergigen Odenwaldregion in ein Windenergieindustriegebiet droht. Oder wie es der ehemalige Landrat Horst Schnur zusammengefaßt hat: "Nun soll der waldreiche, ländliche Odenwald offensichtlich im Zuge einer Regionalkolonialisierung die Elektrizität für die Metropolen erzeugen.“

In Baden-Württemberg ist der Sachverhalt genauso.  Ein unserer  BI vorliegender Schriftverkehr zur Problematik von Ausschlußgebieten in BW läßt nur die Erkenntnis zu, dass im Endeffekt nach und nach überall Windkraftanlagen gebaut werden können, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden und auch sonst keine wichtigen Belange dagegen sprechen. Dem Wildwuchs ist also, entgegen den Versprechungen der Grün/Roten Landesregierung, Tür und Tor geöffnet. Es gibt hierzu also noch Diskussionsbedarf.

Foto: Bernd Korthaus

Nachdem auch die auf der Informationsveranstaltung im März 2010 getätigten Versprechungen der Initiatoren des Ingersheimer Windrads, es wäre von ihrer Seite aus k e i n  weiteres Windrad geplant, schon vor Inbetriebnahme der ersten Windkraftanlage offensichtlich Makulatur sind, darf man gespannt sein wie viele Windkraftanlagen den Ingersheimer Bürgern und den Bewohnern des Husarenhofs in nächster Zeit noch zugemutet werden.

Es steht zu befürchten, dass die Bewohner des Husarenhofs nun auch noch von der Besigheimer Seite aus, unter der tatkräftigen Mitwirkung einiger bekannter Windkraft-Heilsbringer zusehends eingekreist werden, mit den dann von uns immer wieder beschriebenen und auf unserer Homepage nachzulesenden Folgen.

 Homepage der BI Mossautal 


Neue Aufgabengebiete für Feuerwehren in Baden-Württemberg: Feuerwehreinsätze wegen Windrad-Havarien werden zunehmen

Sind  I n g e r s h e i m e r  F e u e r w e h r  und die anderen Feuerwehren des Kreises Ludwigsburg sowie der benachbarten Landkreise auf diese Fälle  -  bzw. auf den     „F a l l  d e r  F ä l l e“ in Ingersheim  -  vorbereitet ?  

 Abgefackelte Windräder bald auch in Baden-Württemberg ?

  
(wm / 170312) - Einen Vorgeschmack dessen, was auf die  F e u e r w e h r e n  des Landes angesichts der von der grün-roten Landesregierung forcierten  W i n d k r a f t-Ausbaupläne in  B a d e n - 
W ü r t t e m b e r g  zukommen könnte
, zeigt eine ins Internet eingestellte Bildergalerie über bundesweit erfolgte  F e u e r w e h r e i n s ä t z e  der letzten Jahre, zu denen es aufgrund von Windrad-Havarien  -  in den meisten Fällen  a u s g e l ö s t  d u r c h   B r ä n d e  infolge technischer Defekte in der Windrad-Gondel  -  gekommen ist. Zu weiteren detaillierten, ins Internet eingestellten Berichten über durch Windrad-Brand ausgelöste Feuerwehr-Einsätze gelangt man durch Google-Eingabe der Suchwörter „Windrad Brand Feuerwehr“ o.ä.

Wie bekannt, sind bundesweit z. Zt. rd.  2 2 5 0 0  Windkraftanlagen in Betrieb. Tendenz weiter steigend wegen des weiter erfolgenden Zubaus, der vor allem durch  f a l s c h e, vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgehenden Anreizen durch EEG-Subventions-Überförderung angeregt wird.

Wie ebenfalls bekannt, werden wegen der nach wie vor über das EEG erfolgenden Subventions-Ü b e r f ö r d e r u n g  nach dem  G i e ß k a n n e n p r i n z i p  Subventionen in die regenerative Energien-Branche gepumpt, die jetzt schon jährlich rd. 13 Milliarden €  (!!) betragen und die wegen des weiter erfolgenden Zubaus und wegen der 20 jährigen Subventions-Laufzeit noch weiter ansteigen werden; bisher wurden zu  L a s t e n  der  S t r o m v e r b r a u c h e r  in Deutschland rd.  8 0
Milliarden an Einspeisevergütungen = Subventionen
 - die diesen Subventions-Unfug über
h ö h e r e Strompreise
zwangsweise finanzieren müssen  -  an die Einspeiser ausgeschüttet.

Das EEG  g a r a n t i e r t  den Einspeisern regenerativen Stroms  2 0  Jahre lang ab Inbetriebnahme eine  -  auch nach den letzten Kürzungen  -  immer noch viel zu hohe Einspeisevergütung, die über gesetzlich festgelegte Zwangsumlage zu  h ö h e r e n  Stromrechnungen zu  L a s t e n  der  S t r o m v e r b r a u c h e r  führt, die diese Einspeisevergütungen „aus dem  e i g e n e n  Geldbeutel“ finanzieren müssen.

Nicht zuletzt durch diese über  f a l s c h e  Subventions-Anreize ausgelöste Fehlentwicklung hat Deutschland  w e l t w e i t  die  z w e i t h ö c h s t e n  Strompreise… die als Standortnachteil Gift sind für ein hochentwickeltes und im weltweiten Wettbewerb um kostengünstige Standorte stehendes Industrieland…

Wegen des im Vergleich zum relativ  w i n d a r m e n  Binnenland wie Baden-Württemberg  -  an dessen Windrad-Standorten in den allermeisten Fällen aufgrund topografischer Gegebenheiten und wegen relativ schwachem Windaufkommen  k e i n  wirtschaftlicher Windrad-Geschäftsbetrieb möglich ist  -  rd. 2 - 3 Mal  h ö h e r e n  jahresdurchschnittlichen Windaufkommens und des dadurch je installierter Windkraftanlage deutlich  h ö h e r e n Windstromertrags stehen rd.  7 5  %  der bis
j e t z t  installierten rd. 22500 Windkraftanlagen in den „k l a s s i s c h e n“ Windkraft- 
Bundesländern im  N o r d e n  und  O s t e n  -  und  n i c h t  im windschwächeren Süden  -  Deutschlands
(Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), während die nach Wirtschaftlichkeitsüberlegungen ihre Investitionsentscheidungen treffenden und „mit spitzem Bleistift rechnenden“ privaten Windkraft-Investoren bisher um Baden-Württemberg herum wegen vergleichsweiser Windarmut und dadurch drohender Windrad-Fehlinvestition  -  verständlicherweise  -  „einen weiten Bogen“ gemacht haben….

 Vor allem aufgrund dieser überwiegend  -  wie im nur 298 m  über Meereshöhe und daher relativ windarm gelegenen  Ingersheim  -  u n w i r t s c h a f t l i c h e n  Standort-  Bedingungen ist es zu erklären, daß bisher in  Baden-  Württemberg  -  angesichts der vergleichsweise  schlechten  Windverhältnisse  l o g i s c h e r w e i s e  -  n u r  3 8 2  Windkraftanlagen  i n  B e t r i e b  sind, obwohl  angesichts  der bisher in BW ausgewiesenen  Windvorrang-Gebiete ohne  weiteres deutlich mehr  Windspargel hätten gebaut werden  können… Und: Es spricht sich „im Ländle“ immer mehr herum, daß selbst die an vermeintlich für baden-württembergische Verhältnisse windstärkeren Regionen bisher aufgestellten Windspargel  - z.B….

  •   …auf den Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds

  •   …auf der Hohenloher Ebene und

  •    …auf der Schwäbischen Alb

Jahr für Jahr und in schöner Regelmäßigkeit höchst  u n b e f r i e d i g e n d e  -  weil tiefrote Betriebsergebnisse erwirtschaftende  -  Windstrom-Ergebnisse  e r z i e l e n  und die einstmals von der Windkraft-Lobby im Auftrag der Windkraft-Konzerne bewußt unter den blauäugigen, meist „grünen“ Windkraft-Kapitalanlegern gestreuten, von „gekauften“ Wind-Gutachtern „schön gerechneten“, viel zu optimistischen Windstrom-Ertrags-Hochrechnungen sind heute nicht einmal mehr das Papier wert auf dem sie stehen, denn zwischen den völlig  ü b e r h ö h t e n  P r o p h e z e i u n g e n  der Windrad-Apostel und den  n a c h  Inbetriebnahme erwirtschafteten Ist-Ergebnissen  k l a f f t  n i c h t  s e l t e n eine  L ü c k e  von durchschnittlich ca. 40 %, die in Einzelfällen sogar noch höher ist…

K l a s s i s c h e s  Beispiel für eine  W i n d k r a f t-F e h l i n v e s t i t i o n  ist der im Jahr 2006 / 2007 in Betrieb gegangene, aus 14 Windmühlen auf den  H ö h e n r ü c k e n  im Nordschwarzwald bei  
S i m m e r s f e l d (Freudenstadt) bestehende und mit ca. 700 m - 800 m (!!) über Meereshöhe
v e r m e i n t l i c h  windgünstig gelegene Windpark, der sich für die „g r ü n e n“ Kapital-Anleger immer mehr zu einem  f i n a n z i e l l e n  F i a s k o  entwickelt
!

Dieser als  b a d e n-w ü r t t e m b e r g i s c h e s  Vorzeige-Projekt seinerzeit unter großem „ballyhoo“ von

  • windkraft-euphorisierten Landes- und Kommunal-Politikern (unter anderem in Anwesenheit der damals amtierenden BW-Umweltministerin Tanja Gönner / CDU)

  • unkritisch und überschwänglich berichtenden Redakteuren lokaler und regionaler Zeitungen

  •  sowie  -  ebenfalls meist blauäugigen, fachlich inkompetenten -  Behördenvertretern (die n i c h t ihr eigenes Geld, sondern die von den Bürgern + Unternehmen erwirtschafteten Steuergelder  - oftmals fragwürdig…, z.B. bei völlig unrentablen Windparks  -  ausgeben…)

eingeweihte Windpark weicht hinsichtlich seiner bis jetzt im vergangenen 5-Jahreszeitraum jährlich und insgesamt erzielten Windstrom-Ergebnisse  m e i l e n w e i t  nach  u n t e n  -  d.h. jährlich durchschnittlich um bis zu 50 %  -  von seinen  z u v o r  von der Windkraft-Lobby  v o l l m u n d i g
versprochenen
Windstrom-Prognosen ab… und die bis jetzt dort aufgelaufenen Verluste können  -  zum Nachteil der blauäugigen, meist „grünen“ Kapitalanleger, die ihr eingesetztes Eigenkapital „dahin schmelzen“ sehen (ohne Aussicht, es jemals wieder zurück zu erhalten)  -  in der verbleibenden Restlaufzeit niemals mehr ausgeglichen werden…  

Bisher zumindest haben sich die meisten der meist „grünen“ Windkraft-Kapitalanleger im relativ windarmen Binnenland in Baden-Württemberg oder Bayern auch vom durch die public-relations-Abteilungen der Windkraft-Konzerne inszenierten und durch die Fußtruppen der Windkraft-Lobby wie BUND oder NABU noch unterstützten „Getöse“ um den weiteren Windkraft-Ausbau angesichts der meist desaströsen Ist-Windstrom-Ergebnisse bei den bisher in BW installierten Windkraftanlagen „vornehm“ zurück gehalten…kein Wunder: Wer will als Windkraft-Investor schon sehenden Auges mit ansehen müssen, wie sein „sauer verdientes“ Eigenkapital angesichts der jährlich an den meisten baden-württembergischen Windkraft-Standorten auflaufenden „tiefroten“ Betriebsergebnisse wie „Schnee in der Sonne zusammen schmilzt…“

Allerdings setzt die neue grün-rote Landesregierung seit den Landtagswahlen vom 27.3.2011  
a l l e s  d a r a n, ihre überwiegend in den „g r ü n e n“ und „r o t e n“ Parteiprogrammen stehenden  Z i e l e  zum Windkraft-Ausbau zu forcieren.

So sollen nach dem jetzt noch im Anhörungs-Stadium befindlichen neuen Landesplanungsgesetz innerhalb der 5 Jahre umfassenden Legislaturperiode 2011 - 2015 jährlich bis zu 150  -  insgesamt 750 -
n e u e  Windindustrieanlagen gebaut werden
.

Im nächsten 8-Jahres-Zeitraum sollen offiziellen Verlautbarungen entsprechend insgesamt gar bis zu 1200  n e u e  Windkraftanlagen errichtet werden; zusammen mit den jetzt bereits installierten würden dann rd.  1 6 0 0  Windindustrieanlagen in Baden-Württemberg  -  die meisten davon wegen relativer Windarmut unrentabel und (symbolisch) als Fehlinvestition für die nachfolgende Generation anzusehen  -  stehen: Baden-Württemberg wäre an vielen  l a n d s c h a f t s -
s e n s i b l e n  Stellen regelrecht verspargelt…

Da die meisten als vermeintlich windstark angesehenen „Filet-Standorte“ auf den Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds, in Hohenlohe oder auf der Schwäbischen Alb bereits durch einen Großteil der  3 8 2  schon bestehenden Windräder belegt ist, und die  Aufnahmekapazität dieser Gebiete die neu geplanten Windkraftanlagen auch  n i c h t  nur annähernd aufnehmen kann, bedeutet dies, daß  -  bei Realisierung der Windkraft-Ausbaupläne  -  viele  n e u e  Windrad-Standorte auf deutlich  w i n d ä r m e r e n, den Wohnsiedlungen  noch  n ä h e r e n  oder auf  W a l d-, L a n d s c h a f t s- und N a t u r s c h u t z g e b i e t e n  liegenden Flächen hinzukommen… Dies belegt die jetzt schon „vom Zaum gebrochene“ Debatte… 

Damit würde der  l a n d s c h a f t s z e r s t ö r e r i s c h e n  Windrad-Verspargelung nun auch in Baden-Württemberg  -  wie schon in den  w i n d r a d-v e r s e u c h t e n Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands zuvor  -  „Tür und Tor“ geöffnet werden…

 P a r a l l e l  zum dort in der Vergangenheit erfolgten  m a s s i v e n  Windkraft-Ausbau haben sich dort jedoch auch die  F e u e r w e h r-E i n s ä t z e  aufgrund  b r e n n e n d e r  W i n d r ä d e r 
erhöht, wie ein Blick auf die im Internet abrufbaren Videos und Berichte der Lokalzeitungen, Feuerwehren etc. zeigt.

Sollten die Windrad-Ausbaupläne auch in Baden-Württemberg weiter forciert werden, ist von einer ähnlichen Entwicklung  -  was Feuerwehr-Einsätze bei brennenden Windrädern betrifft  -  auszugehen…

Die in Windkraft-Bundesländern wie Brandenburg zu beobachtende Entwicklung stößt bei F e u e r w e h r-E x p e r t e n  immer  s t ä r k e r  auf  K r i t i k , so z.B. bei einem Kreisbrandmeister aus Herzberg / Brandenburg, der angesichts eines kürzlich erfolgten Windradbrands die  n i c h t 
ausreichende  F e u e r w e h r-T e c h n i k  kritisierte
: „…Wir kommen gar nicht in solche Höhen. Die im Landkreis stationierten Hubretter reichen maximal bis 23 Meter. Bei Wohnbebauung kommen wir damit bis in den 4. oder mit viel Glück auch bis in den 5. Stock. Das ist für unsere Region hier ausreichend. Vor Windkraftanlagen sehe so ein Fahrzeug jedoch ziemlich mickrig aus, erst recht, wenn diese immer weiter gen Himmel ragen. Weder an Löschen sei dann zu denken, noch an Retten von Monteuren, die sich vielleicht zu Wartungszwecken gerade an der havarierten Anlage aufhalten.

Und weiter: „Ein zweiter bedenkenswerter Aspekt sei das Risiko für die Kameraden. Beim Brand im September seien die herunterfallenden Teile im Umkreis von 300 Metern zu Boden gegangen. In einem solchen Fall können die Kameraden nur großflächig abschirmen“; …“…Glück im konkreten Fall in Großrössen: Auf dem Stoppelfeld hielten sich nur kleinere Glutnester.“… „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn im Umkreis Wald gewesen wäre“ … „Es hätte auch schon gereicht, wenn das Feld noch nicht abgeerntet gewesen wäre. Der Wind hätte das Feuer womöglich bis zum nächsten Dorf getrieben“, so der Falkenberger Stadtbrandmeister, der den Einsatz im September leitete.

 „…Für weiteres Gefahrenpotenzial sorgt … noch ein anderer Umstand. …Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei Windkraftanlagen, genau so wie übrigens auch bei Solaranlagen, um Bauwerke handelt, an denen Spannung anliegt. Wir können also im Brandfall nicht so einfach drauflos löschen, sondern müssen zuvor sicher sein, dass sie vom Netz genommen worden sind.“ …

In diesem Zusammenhang weisen Feuerwehr-Experten in letzter Zeit verstärkt auf mögliche Windrad-Brände in im  W a l d  -  wo künftig nach dem Willen vorwiegend grüner Politiker, Naturfrevler und fachlich oft inkompetenter Behördenleiter auch in Baden-Württemberg verstärkt in Windkraft investiert werden soll  -  befindlichen W i n d p a r k s hin, bei denen die Feuerwehr mit ihrem schwerem Gerät mangels ausreichender Feld- und Waldwege-Infrastruktur kaum zum Brandherd durchkomme. Auch gebe es dort nicht genügend Löschwasser für die Bekämpfung des Brandherds….

Abschließend  k r i t i s i e r t  der  K r e i s b r a n d m e i s t e r: „Vor dem Bau solcher Anlagen werden alle möglichen Partner gehört, aber der Brandschutz steht hintenan. Die Feuerwehr wird jedenfalls nicht nach ihrer Meinung gefragt.“

 Einen eher originellen Einfall hatte die Feuerwehr in Leopoldshöhe: Da das Feuer in lediglich 35 m Höhe im Windrad-Turm ausgebrochen war, hatte sie einen Teil des Windrad-Turms „ausgeklebt.“ Allerdings dürfte diese Methode in den meisten Fällen untauglich sein, da Feuer i.d.R. wegen technischer Defekte im ungleich höheren Generator in der Windrad-Gondel ausbricht und daher vom Boden aus kaum gelöscht werden kann: In diesen Fällen empfiehlt der D e u t s c h e  
F e u e r w e h r v e r b a n d
 in seiner im Jahr 2008 heraus gegebenen Stellungnahme „Vorgehen bei Windkraftanlagen“ ein „K o n t r o l l i e r t e s  A b b r e n n e n“. 

Ihre Erfahrungen bei einer Großübung „Brand einer Windkraftanlage geriet außer Kontrolle“ schildert der Einsatzbericht der Feuerwehr in Dingstede .

Die Internet-Plattform „ad-hoc-news“ berichtete am 2.23.2009 über einen in Hanstedt (Landkreis Uelzen) bei einer Windkraftanlage im Motor in 100 m Höhe infolge eines technischen Defekts während der Wartung ausgebrochenen Brand, der zu einem Schaden i.H.v. 750000 € führte. Die Feuerwehr sperrte weiträumig ab und ließ das havarierte Windrad kontrolliert abbrennen.

Das Internet-Portal „localxxl“ berichtete unter der Schlagzeile vom 19.3.2012 „Windrad-Brand in Basedow - Feuerwehr machtlos“ wie folgt : „Eine Windkraftanlage in der Nähe von Basedow (Landkreis Uckermark) ist ausgebrannt. Eine Autofahrerin hatte das Feuer in der Nacht zu Montag, 19. März, entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert, wie die Polizei mitteilte. Da das Maschinenhaus am oberen Ende des Windrads in Flammen stand, gelang es der Feuerwehr nicht, den Brand zu löschen. Sie sicherte lediglich die Umgebung ab und verhinderte so, dass zwei Flügel, die während des Brandes abstürzten, keinen Schaden anrichteten. Offenbar war ein technischer Defekt der Auslöser für das Feuer. Verletzt wurde niemand.”

dpa und mehrere Tageszeitungen -  so auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung  -  berichteten am 2.1.2011 vom Brand einer Enercon-Windkraftanlage, der sich in der Neujahrsnacht 2010 / 2011 in Norden (Landkreis Aurich) unweit der Konzernzentrale von Enercon in Aurich zugetragen und zu einem Schaden von rd. 3 Millionen € geführt hat. 

„...Rund 80 Feuerwehrkräfte rückten an und ließen das Windrad kontrolliert abbrennen. Eine Brandbekämpfung sei bei einer solchen Anlage bei lichterlohen Flammen nicht möglich, so die Feuerwehr. Nach rund sieben Stunden war der Einsatz beendet. Verletzt wurde niemand. Bei dem Feuer wurde hochgiftiger Qualm freigesetzt.“… „Der Qualm zog aber über unbewohntes Gebiet hinweg. So wurde niemand gefährdet“, so ein Sprecher der Feuerwehr. ( Kreiszeitung.de 2.01.2011 )

AZ-online berichtet: „Erst Feuer - dann Einsturz: In diesem Windrad steckt der Wurm“:  „...tm Uelzen-Hanstedt II. Knapp ein Jahr nach dem spektakulären Brand eines Windrades bei Hanstedt II steht jetzt die Ursache fest: Ein technischer Defekt in einem Transformator hat das Feuer in 100 Metern Höhe ausgelöst. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über eine Million Euro. Und bei der Reparatur der Anlage kam es jetzt erneut zu einem Unfall: Beim Aufsetzen eines Turmteils in fast 100 Metern Höhe brach der Turm ab“.

Auch  Ö s t e r r e i c h  blieb von Windkraft-Bränden nicht verschont: So mußte die Feuerwehr am 6.6.2011 ausrücken, um einen Windrad-Brand in Vösendorf zu bekämpfen; Der letzte spektakuläre Windkrad-Brand in Österreich erfolgte erst am 27.2.2012 in Gols am Neusiedler See. Wie das Internet-Portal „oe24.at“ am 27.2.2012 berichtete, soll ein technischer Defekt Ursache des Feuers gewesen sein, das zu einem Schaden von 2,5 Millionen € geführt hat.

Abschließend verweisen wir noch auf einen Einsatzbericht der Feuerwehr Pritzwalk vom 2.6.2011, der unter dem Titel „Auslaufende Betriebsstoffe, abgestürzte Gondel Windkraftanlage“ die technischen Details des bei einem Windrad-Brand erfolgten Einsatzes schildert.

Diese Schilderungen könnten beliebig fortgesetzt werden. Die hier geschilderten und viele weitere Fälle deuten darauf hin, daß im Zuge des in den klassischen Windkraft-Bundesländern im Norden + Osten Deutschlands erfolgten Windkraft-Ausbaus die durch Brand verursachten Windrad-Havarien deutlich zugenommen haben. Ähnliches steht nun auch in Baden-Württemberg bevor, falls der von grün-rot geplante Windkraft-Ausbau Realität wird.

Besonders augenfällig ist, daß die in den letzten Jahren vermehrt bekannt gewordenen Windrad-Brände vorwiegend Anlagen der ab 2010 ff. auf dem Markt befindlichen 2. Generation betreffen, die i.d.R. deutlich höher sind als die Windkraftanlagen der 1. Generation. Letztere sind i.d.R. nur zwischen ca. 50 m - 80 m hoch und werden jetzt vermehrt im Wege des Repowerings durch die deutlich höheren und bis zu 180 m hohen Windindustrieanlagen der 2. Generation ersetzt.

Das Problem hierbei ist wohl, daß der  t e c h n i s c h e  F o r t s c h r i t t  des  F e u e r w e h r- 
Geräts
(den Ausführungen von Feuerwehr-Experten zufolge) nicht Schritt gehalten hat mit dem  t e c h n i s c h e n  F o r t s c h r i t t  -  insbesondere der  H ö h e  -  der Windkraft-Anlagen der 2. G e n e r a t i o n, die jetzt verstärkt im eher windschwachen Binnenland und mit deutlich  g e r i n g e r e m 
Sicherheitsabstand
zur  W o h n b e v ö l k e r u n g  als im Norden + Osten errichtet werden sollen….

 An derartig hier nur bruchstückhaft skizzierten Szenarien haben die vielfach und bei diesen Fragen oft „hoffnungslos“ überforderten Behördenleiter bei ihren Windrad-Genehmigungsprozeduren  -  vor allem bei Standorten im bisher land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebieten  -  nicht gedacht…

 Im Interesse der „grünen“ Kapitalanleger ist zu hoffen, daß in den geschilderten Fällen wenigstens ausreichender Versicherungsschutz besteht….

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

 


EnBW Windenergieanlage Schopfloch: Windkraftanlage Enercon E-82 offiziell in Betrieb genommen
Standort Ingersheim verliert den Höhen - Wettlauf gegen EnBW

(ts / 14032012) - Wie EnBW am 14. März 2012 per Pressemitteilung verlauten ließ, wurde am gleichen Tag eine Enercon E-82 mit einer Gesamthöhe von rund 180 Metern in Schopfloch (Nordschwarzwald) offiziell in Betrieb genommen. Zahlreiche Lokalzeitungen berichteten darüber, unter anderem auch die LKZ Ludwigsburg. Damit verliert Ingersheim nun den Wettlauf als erste Gemeinde in Baden- 
Württemberg eine E-82 in dieser Größenordnung in Betrieb nehmen zu können. Wie EnBW weiter berichtet, soll die Enercon-Anlage des Typs E-82 E2 mit einer Leistung von zwei Megawatt künftig den jährlichen
Strombedarf von 1.180 Haushalten decken. Diesen letzten Satz kann man so natürlich nicht unwidersprochen stehen lassen.

Es sollte sich langsam herum gesprochen haben und darum werde ich heute nicht im Detail darauf eingehen, dass eine Windkraftanlage den B e d a r f  von wie viel Haushalten auch immer, n i c h t decken kann und das gleich aus mehreren Gründen. Bitte lesen Sie hierzu den am Schluß verlinkten Artikel von Prof. Dr. Joachim Grawe. Von den sogenannten „Erneuerbaren“ kann das ansatzweise z.B. eine Biogasanlage. Allerdings schützt auch dieses Bedarfs-Privileg nicht vor einer Pleite wie  2011 im bayrischen  Ort Pliening  oder gar vor der drastischen Lösung einer Selbstzerstörung wie 2007 im oberschwäbischen   Ort Daugendorf . Das auch ein Energiekonzern wie EnBW per Pressemitteilung eine solche F a l s c h a u s s a g e wider besseren Wissens verbreitet ist schon bedenklich. Von unserer Lokalpresse bin ich das ja gewohnt, die ist in solchen Fragen oft auf der Überholspur, wie es z.B. in der LKZ Ludwigsburg am 24. Februar 2012 aus dem Kommentar zur Kürzung der Solarförderung ersichtlich ist. Der Schreiber lobte in Bezug auf die Auslastung von Windkraft und Solarenergie, die Windkraft in den höchsten Tönen. Zitat:

„Solarmodule liefern wetterbedingt nur etwa 900 Stunden im Jahr Energie, die weit geringer bezuschussten Windräder dagegen zwischen 4000 und 9000 Stunden.“

Ich weiß nicht wo der Mann diese Zahlen her hat, die Stundenangabe bezgl. der Windkraft ist total daneben (in Baden-Württemberg momentan zwischen ca. 960 und vereinzelt auch mal bis 2000 Volllaststunden) und wird nicht mal bei Offshore-Anlagen erreicht. Weitaus interessanter ist aber, der Verfasser des Kommentars hat auch noch gleichzeitig das Jahr (8760 Stunden) um 2 4 0  Stunden verlängert. Vielleicht auch für Umweltminister Franz Untersteller eine interessante Variante um die Energiewende doch noch zu schaffen.

Nächster Punkt: Vergleicht man die Aussagen von  EnBW und der EG Ingersheim zur (unmöglichen Deckung) der Haushalte, dann stellt man fest, dass am Standort Schopfloch mit nahezu den gleichen Zahlen operiert wird, nämlich ebenfalls mit der Angabe von rund 1200 Haushalten (wobei nach Angaben der Ingersheimer Initiatoren anfangs sogar von bis zu 1400 Haushalten ausgegangen wurde). Also entweder ist der Ingersheimer Standort überdurchschnittlich gut oder der von EnBW ausgesuchte Standort taugt nichts. Wahrscheinlich sind sogar beide Standorte völlig überbewertet, wenn man sich den am 3. März 2012 in der Badischen Zeitung erschienenen Artikel ansieht. Wohl inspiriert von dem im letzten Jahr vom Tüv Süd erstellten Windatlas für Baden-Württemberg, wollten zwei Privatinvestoren auf der Fürsatzhöhe bei Titisee-Neustadt ebenfalls eine E-82 mit rund 180 Meter Gesamthöhe und einer Nennleistung von 2 Megawatt errichten. Laut besagten Windatlas sollte dort eine Windgeschwindigkeit von 6,25 -6 ,50 Meter pro Sekunde vorherrschen, was nach Angaben der Betreiber einer Energieausbeute von 3,5 – 4,5 Millionen Kilowattstunden gleich kommen sollte.

Dann kam die Überraschung, denn das Gutachten das die Firma Enercon höchstselbst gefertigt hatte, geht von einer Energieausbeute von nur 2,6 Millionen Kilowattstunden jährlich aus. Entgegen den Angaben aus dem Windatlas kam Enercon an diesem exponierten Standort auf 1100 Metern Höhe nur auf 5,2 Meter je Sekunde. Der Investor dazu:

In der Branche gelten 5,5 Meter je Sekunde als Mindestanforderung. Unter diesen Umständen wäre, sagt Straub, "eine wirtschaftliche Realisierung des Standorts mit allen heute gängigen Windkraftanlagen nicht möglich.

und weiter stand zu lesen:

„Zweifel an der Vorgehensweise hegt er nicht: Enercon sei Marktführer, habe Anlagen in der Umgebung und verfüge über die entsprechenden Werte. Nicht zuletzt sei es ja auch Enercon-Interesse, realistische Daten zu ermitteln.“

Weiterhin kommt man jetzt zur Erkenntnis, dass die Angaben der Winddaten im Windatlas an Genauigkeit zu wünschen übrig lassen und die Menge an Winddaten bei weitem für eine verlässliche Angabe der Windgeschwindigkeit vor Ort nicht ausreichen. Um also am Standort Ingersheim, auf knapp 300 Meter Höhe gelegen, eine Windgeschwindigkeit von angeblichen 5,7 Metern pro Sekunde zu haben, braucht es wahrlich viel Glaube. Lassen wir uns also überraschen, die Mühle soll ja bald mahlen.

Wie die Schwäbische Zeitung berichtete, stand das Windrad in Schopfloch mangels Windaufkommen während der gesamten Zeremonie still. Das wird nicht das letzte mal gewesen sein.

Thomas Schöller

Mitglied und Webmaster der Bürgerinitiative


Pressemitteilung der EnBW

Bericht der Badischen Zeitung

Die Wahrheit über die Versorgung der Haushalte





Templates