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Pressemitteilungen 2010
Nr.9
23.06.2010
Pressemitteilung der
Bürgerinitiative
„Gegenwind Husarenhof“
zur am
16.6.2010 erfolgten Abstimmung
des Planungsausschusses beim Verband der Region Stuttgart
(VRS) -
Manfred List (CDU / Wahlkreis Bietigheim-Bissingen) spricht sich gegen
den Bau einer „gigantischen“ Windkraftanlage auf
der Ingersheimer Höhe aus
(wm/230610) - Wie von unserer Bürgerinitiative nicht anders
erwartet, hat der Planungsausschuß beim VRS sich in seiner
Sitzung vom
16.6.2010 in öffentlicher Abstimmung mehrheitlich noch einmal
für den Bau einer
Windkraftanlage (WKA) am Standort auf der Ingersheimer Höhe
ausgesprochen,
nachdem er bereits in seiner Sitzung am 24.2.2010 für den
Standort votiert hatte.
Zwar
haben nahezu alle das Wort ergreifenden
Fraktionssprecher in ihren Statements ausgeführt, dass dem
Planungsausschuß aus
rechtlichen Gründen bei seiner Entscheidung gar nichts anderes
übrig geblieben
sei, als für den Standort zu stimmen, da die Ingersheimer
Höhe (Holderweg) in
einem in den Jahren 2003 ff. ebenfalls vom
VRS-Planungsausschuß
„rechtmäßig“
ausgewählten Wind-Vorranggebiet als Standort festgelegt und in
seiner Sitzung
am 24.2.2010 bestätigt worden sei.
Die
meisten Redner zeigten sich daher stark verwundert
darüber, dass dieses Thema - wohl auch entgegen seiner
am 24.2.2010
gegebenen Ausführungen - vom Verbandsplaner Thomas Kiwitt noch einmal auf die
Tagesordnung gesetzt wurde,
obwohl den Regionalräten aufgrund der seinerzeit durch das
gleiche Gremium entschiedenen
Vorfestlegungen bei der jetzt erfolgten Abstimmung faktisch keine
andere Wahl
bliebe, wollten sie nicht vollends „das Gesicht
verlieren“.
Aus
Sicht unserer BI und der im Wirkungskreis im Radius von
ca. 5 km lebenden und negativ betroffenen Zivilbevölkerung
läßt der Tenor der
Aussprache dennoch aufhorchen und zeigt mehrerlei:
Die
meisten Redner begründeten ihre noch einmal
„pro-WKA-Standort
Ingersheim“ getroffene Abstimmung nur noch formal und wiesen
vor allem darauf
hin, dass es aufgrund der in 2002 ff durch die Auswahl als
Wind-Vorranggebiet
und der am 24.2.2010 getroffenen Vorfestlegungen nun nicht mehr
möglich sei,
jetzt noch eine gegenteilige Entscheidung zu treffen.
Materielle
Gesichtspunkte, die für diesen Standort sprechen
würden, wurden von diesen Rednern kaum angeführt.
Dies
mag auch damit zusammenhängen, dass die in Vorjahren
ausgebrochene Euphorie für die Forcierung der regenerativen
Windenergie vor
allem in windarmen Binnenländern immer mehr einer
realistischeren Betrachtung
weicht, der sich wohl auch die Regionalräte im
VRS-Planungsausschuß nicht mehr
entziehen können.
Dies
vor allem deshalb, wenn man weiß, dass es selbst durch
Bau von ca. 400 zusätzlichen WKA
- gestreut
an verschiedenen Standorten in
BW - nicht möglich
würde, den Anteil der regenerativen Windenergie am
Bruttostromverbrauch in BW von jetzt ca. 0,8 % auf - wenn
überhaupt - 1,7 % zu steigern.
Hauptgrund
für die bestenfalls lediglich marginale Zunahme: Der
mit Abstand wichtigste Produktionsfaktor für die Erzeugung von
Strom aus
Windkraft ist das Windaufkommen am Standort einer Windkraftanlage,
denn: Bei
„lauem Wind“ ist die Stromausbeute und der Ertrag
der Anlage äußerst gering, der
WKA-Bau an windarmen Standorten führt zwangsläufig
und von vornherein zu einer
Fehlinvestition.
Für
die Erzeugung zusätzlichen Windstroms kommt es daher weniger
auf die Anzahl installierter WKA’s als vielmehr auf das
jährliche Windaufkommen
am jeweiligen WKA-Standort an, und dieses ist in BW am lediglich 300 m
über
Meeresspiegel liegenden Standort Ingersheim noch einmal deutlich
niedriger als z.B.
an vielen höher gelegenen Standorten auf der
Schwäbischen Alb, die ca. 800 m
über Meereshöhe liegen und wo deshalb ein deutlich
höheres Windaufkommen
gegeben ist, von den Nord-Standorten in Niedersachsen,
Schleswig-Holstein,
Brandenburg oder im Meer (off-shore) ganz zu schweigen, bei denen das
durchschnittliche jährliche Windaufkommen ca. 3 Mal so hoch
ist wie das
durchschnittliche Windaufkommen im eher windarmen Binnenland BW. Dies
zeigen
alle im vergangenen 10-Jahreszeitraum repräsentativ durch den
Deutschen
Wetterdienst erhobene Windmessungen.
Dieser
Gesichtspunkt wurde auch von Regionalrat Bachofer
deutlich herausgestellt, der
diese Fakten aufgrund eigener Erfahrungen an seinem Zweitwohnsitz
Fehmarn sehr eindrucksvoll
bestätigen konnte.
Nicht
nur bei den im Plenum anwesenden Mitgliedern der
Bürgerinitiative wurde das Statement von Manfred
List / CDU (langjähriger Oberbürgermeister
von Bietigheim-Bissingen und langjähriges
Mitglied des Landtags von BW sowie Mitglied im Kreistag Ludwigsburg)
sehr positiv
aufgenommen, als er die negativen Folgen der Standortentscheidung aus
Sicht der
betroffenen Bevölkerung seines Wahlkreises
Bietigheim-Bissingen eindrucksvoll aufzeigte,
wobei er bei seiner Argumentation gegen den Standort Ingersheim die
lediglich
formale Sichtweise seiner Vorredner sehr schnell verließ.
Zunächst
stellte er klar, dass er - wie
auch die Mitglieder der Bürgerinitiative
- grundsätzlich
für den weiteren
Ausbau regenerativer Energie sei, jedoch nur dort, wo es
ökologisch und
ökonomisch sinnvoll sei und wo die Gesundheit und
Lebensqualität der im
Wirkungskreis lebenden Zivilbevölkerung nicht
beeinträchtigt werde.
Mit
sehr deutlichen Worten wies er darauf hin, dass bei den
seinerzeit in den Jahren 2002 ff im
VRS-Planungsausschuß diskutierten Beschlussvorlagen, die
Grundlage zur
Entscheidung für den Ausweis eines Wind-Vorranggebiets in
Ingersheim gewesen
seien, es für jeden Regionalrat unvorstellbar gewesen sei,
dass jetzt - rd.
7 Jahre nach dem Ausweis der Ingersheimer Höhe als
Wind-Vorranggebiet - eine
180 m hohe Windkraftanlage gebaut werden solle. Vielmehr sei man bei
den damaligen
Beratungen von der Höhe der damals bundesweit installierten 1.
Generation von
WKA ausgegangen, deren Höhe damals lediglich ca. 50 m - 60 m
betragen habe.
Nicht zuletzt sei dies auch die maximale Höhe der WKA gewesen,
die seinerzeit von
den Ingersheimer Initiatoren bei ihren ersten Anträgen
für WKA-Standorte auf
Besigheimer Gemarkung und - nach deren Ablehnung im
Besigheimer
Gemeinderat - auch beim
zunächst ausgewählten Standort
„Birkenhöfe“ zugrunde gelegt worden sei.
Aufgrund
dieses Sachverhalts sprach er von einem Wegfall der
Geschäftsgrundlage, die im Jahr der Genehmigung der
Ingersheimer Höhe als
Wind-Vorranggebiet Grundlage der Entscheidung des Planungsausschusses
gewesen
sei und deshalb zweifle er im Falle der Bau-Genehmigung die
Rechtmäßigkeit des
Baus einer mit 180 m Höhe „gigantischen“,
deutschlandweit höchsten und aus
seiner Sicht an diesem exponierten Standort völlig
überdimensionierten, landschaftsverschandelnden
WKA Enercon E-82 an. Der Planungsausschuß des VRS jedenfalls
habe mit seiner
damals erteilten Genehmigung zum Ausweis eines Wind-Vorranggebiets
eindeutig
keinen Blankoscheck zur unbegrenzten Höhensteigerung geplanter
Windkraftanlagen
ausgestellt.
Im
weiteren Verlauf seiner Ausführungen kritisierte Manfred List den im Fall des Baus
eintretenden weiteren Verlust an Erholungsraum und von wertvollem
Ackerland sowie
den Verlust als Rückzugs- und Brutgebiet seltener und auf der
FFH-Liste
stehender Vogelarten (Rotmilan u.a.). Er wies auf mögliche
Gesundheitsrisiken
(Lärm, Infraschall) und andere Negativ-Faktoren wie
Schattenschlag / „Diskoeffekt“
u.a. hin, die nach medizinischen Untersuchungen zu einer
Beeinträchtigung der Gesundheit
und der Lebensqualität der im Wirkungskreis lebenden
Zivilbevölkerung führen
könnten, an einem Standort im Großraum Stuttgart,
der in Europa zu den
bevölkerungsreichsten Räumen zähle. Sein
Fazit: Die mit dem Bau zu Lasten der
Bevölkerung entstehenden Nachteile überwiegen
deutlich die - wenn
überhaupt - nur marginal eintretenden
Vorteile.
Abschließend
verwahrte sich Manfred List
dagegen, die Bewohner von Husarenhof, Lerchenhof, Besigheimer
Wartturmsiedlung und von Ingersheim sowie der übrigen im
Wirkungskreis lebenden
Bürger (Landkreis Ludwigsburg, insbesondere Pleidelsheim,
Bietigheim-Bissingen)
in die gedankliche Nähe von Chaoten zu stellen und bat darum,
die Sorgen und
Nöte der betroffenen Bürger auch im weiteren Verlauf
des Verfahrens ernst zu
nehmen und zu respektieren.
Besigheim,
den 23.6.2010
Dipl.-Kfm.
Walter Müller / Pressewart der Bürgerinitiative
„Gegenwind Husarenhof“
Alle
Infos: www.gegenwind-husarenhof.de
Nr.8
07.06.2010
Infostand der
Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“
bei Grill’s Husarenhof-Fest
–
Erlös aus Bewirtung mit Kaffee und
Kuchen
dient der Finanzierung weiterer Aktionen – Letztes
Husarenhof-Fest mit „freiem
Blick“ über die Ingersheimer Höhe ?
(wm / 070610) - Bei dem am Wochenende stattfindenden
2-tägigen „Grill’s
Husarenhof-Fest“ ist die Bürgerinitiative
„Gegenwind
Husarenhof“ am Sonntag, 13.6. mit einem eigenen Info-Stand
vertreten. Die
Verantwortlichen erhoffen sich einen starken Besuch, damit jetzt noch
uninformierte und im geplanten Wirkungskreis lebende Bürger
aus den
hauptsächlich negativ betroffenen Gemeinden Besigheim,
Ingersheim und
Pleidelsheim sowie aus den übrigen Kreisgemeinden sich ein
Bild machen können
über die nachteiligen Folgen einer an der Gemarkungsgrenze
Besigheim /
Ingersheim in unmittelbarer Nähe des Husarenhofs /
Lerchenhofs, der
Wartturmsiedlung und des Neubaugebiets Ingersheim völlig
überdimensionierten
180 m hohen, landschaftsverschandelnd wirkenden Windkraftanlage.
Wie
in der Lokalpresse bereits berichtet, plant die immer
stärker vom windstarken Norden in den eher windarmen
Süden „durchsickernde“
Windkraft-Lobby weitere Standorte von Windkraftanlagen in einzelnen
Kreisgemeinden, vorwiegend im nördlichen Kreisgebiet.
Am
Informationsstand liegen Unterschriftslisten aus. Die
Organisatoren hoffen, dass zu den jetzt schon vorhandenen und
täglich weiter
ansteigenden 1 100 Unterschriften möglichst viele dazu kommen,
damit das Ziel
von 2 000 Ablehnungs-Unterschriften zur Übergabe an Landrat
Dr. Hass möglichst
bald erreicht wird.
Der
Erlös aus der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen kommt der
Kasse der Bürgerinitiative zugute und dient der Finanzierung
weiterer Aktionen.
Am Sonntag, 13.6. beginnt der Festbetrieb bereits um 10.30 Uhr, ab
dieser
Uhrzeit ist auch der Info-Stand besetzt. Näheres unter:
13.05.2010
Pressemitteilung
Hubschrauber-Demo am geplanten
Standort
einer Windkraftanlage auf der Ingersheimer Höhe (Husarenhof /
Lerchenhof)
(wm/130510)
- Die mittlerweile 65 Mitglieder umfassende Bürgerinitiative
„Gegenwind Husarenhof“ hat eine
Hubschrauber-Demonstration organisiert, die am
Montag, den 17.5. um 18.00 Uhr an dem von einigen
WKA-Befürwortern aus
Ingersheim und Umgebung favorisierten Standort zum Bau einer 180 m
hohen
Enercon E-82 an der Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim stattfinden
soll. Hintergrund
der Demonstration ist ein nun schon seit rd. 10 Jahren bestehender
Standortstreit über den Bau einer Windkraftanlage, der
möglicherweise in den
nächsten Monaten entschieden wird.
Wie
bekannt, sind die Initiatoren in Vorjahren bei mehreren
Anläufen gescheitert, auf Besigheimer Gemarkung in Ottmarsheim
und in der Nähe
des Neckarhäldenwalds / Kirschenanlage eine WKA zu errichten.
Hauptsächliche
und seinerzeit von der Stadt Besigheim, dem Landratsamt Ludwigsburg und
dem
Regierungspräsidium Stuttgart ausgesprochene
Ablehnungsgründe waren mangelnde
Wirtschaftlichkeit wegen zu geringem Windaufkommen sowie
befürchtete schwerwiegende
Eingriffe in die Natur in unmittelbarer Nachbarschaft eines
Grünzugs, wo
seltene und nach der FFH-Liste schützenswerte Vogelarten wie
der Rotmilan ihr
Brutgebiet haben.
Die
sich schon damals in einer Bürgerinitiative
organisierenden Besigheimer Husarenhof- Bewohner wehren sich damals wie
heute
gegen den Bau und befürchten drohende, durch Schattenschlag
und Infraschall
verursachte Langfrist-Gesundheitsrisiken im Wirkungskreis der Anlage,
Vernichtung wirtschaftlicher Existenzen, spürbare
Wertminderungen ihrer
Grundstücke und Häuser bis hin zur
Unverkäuflichkeit, Verlust wertvollen
Ackerlands sowie den weiteren Verlust eines Erholungs- und
Rückzugsgebiets für
Mensch und Natur im ohnehin waldärmsten Landkreis der
bevölkerungsreichen
Region Stuttgart. Direkte Unterstützung erhielten die
Husarenhof-Bewohner damals
auch vom früheren Ministerpräsidenten von
Baden-Württemberg, Erwin Teufel, der
sich demonstrativ zur Natur, Landschaft und seiner Heimat bekannte und
der sich
grundsätzlich und vehement gegen den Bau von Windkraftanlagen
im windarmen
Binnenland Baden-Württemberg aussprach und vor einer
landschaftszerstörerischen
„Verspargelung“ Jahrhunderte alter
Kulturlandschaften warnte.
Unterstützt
wird die
Bürgerinitiative seit kurzem auch von
„Flur und Verkehr Pleidelsheim Ingersheim Freiberg
e.V.“ mit ihrem 1.
Vorsitzenden Fritz Engel, Pleidelsheim sowie Mitgliedern von
„WIR“, einer neu
gegründeten unabhängigen Wählervereinigung,
die bei den Kommunalwahlen am
7.6.2009 es auf Anhieb und mit großem Erfolg geschafft hat,
in den Gemeinderat
von Pleidelsheim und Ingersheim einzuziehen.
Nachdem
die Planungshoheit
für den Ausweis von
Wind-Vorranggebieten zwischenzeitlich auf den Verband Region Stuttgart
(VRS)
überging, hat der VRS aufgrund objektiver eigener
Windmessungen die Aufnahme
des Gebiets auf der Ingersheimer Höhe in ein Vorranggebiet
wegen mangelndem
Windaufkommen erneut abgelehnt. Erst durch nachträgliche, von
Ingersheims
Bürgermeister Volker Godel ausgehenden Aktivitäten
wurde der VRS entsprechend beeinflusst
und hat daraufhin das Gebiet als Vorranggebiet in die Fortschreibung
des
Regionalplans aufgenommen, nachdem viele Gemeinden zuvor den Bau einer
WKA auf
ihrem Gemeindegebiet abgelehnt hatten.
Die
Initiatoren werden vom
Ingersheimer Bürgermeister Volker
Godel und Teilen des Ingersheimer Gemeinderats unterstützt,
während der
Bürgermeister der Stadt Besigheim, Steffen Bühler,
sich von Anfang an - ebenso wie ein
Großteil des Besigheimer Gemeinderats
- gegen
den Bau der Anlage ausgesprochen hat. Nachdem der geplante Standort auf
Ingersheimer Gemarkung liegt, ist die Stadt Besigheim Beteiligter im
nachbarschaftlichen immissionsschutzrechtlichen
Anhörungsverfahren. Im
außergerichtlichen Verfahren ist Genehmigungsbehörde
das Landratsamt
Ludwigsburg, Widerspruchsbehörde ist das
Regierungspräsidium Stuttgart.
Beschlüsse zur Änderung des
Flächennutzungsplans in Ingersheim und öffentliche
Beratungen des Gemeinderats in Besigheim und Ingersheim haben dem
Vernehmen
nach noch nicht stattgefunden.
Eine 180 m hohe Windkraftanlage
vom Typ Enercon E-82 wurde
bisher in Deutschland erst 3 Mal in Betrieb genommen. Um sich einen
Eindruck
von der Dimension der Anlage zu verschaffen, hat die
Bürgerinitiative Mitte
April eine Besichtigungsfahrt nach Wilhermsdorf / Franken
durchgeführt, wo 2
E-82 in Betrieb sind. Die Berichterstattung der Exkursionsteilnehmer
war wohl
so beeindruckend, dass daraufhin der Besigheimer Bürgermeister
und weitere
Besigheimer Bürger sowie Bürger aus den
Nachbargemeinden ebenfalls nach
Wilhermsdorf zur Besichtigung der Anlage gefahren sind. Dem Vernehmen
nach hat
der Ingersheimer Gemeinderat vor kurzem ebenfalls eine Fahrt nach
Wilhermsdorf
durchgeführt. Aufgrund
des nach wie vor in
der Bevölkerung beiderseits der
Gemarkungsgrenze bestehenden großen Informationsdefizits hat
sich die
Bürgerinitiative entschlossen, am geplanten Standort selbst
eine Demonstration
zur geplanten Höhe der Anlage durchzuführen. Daher
wird am Montag, 17.5., gegen
18.00 Uhr ein Hubschrauber exakt in 180 m über dem geplanten
Standort „stehen“,
damit jeder Interessierte sich selbst einmal ein eigenes Bild von der
Höhe der
geplanten Windkraftanlage machen kann.
Die
interessierte
Öffentlichkeit ist eingeladen. Interessenten
treffen sich ab 17.15 Uhr am Husarenhof, wo Parkplätze zur
Verfügung stehen.
Mitglieder der Bürgerinitiative stehen Rede und Antwort. Ab
17.30 Uhr erfolgt
der Fußmarsch zum wenige Meter entfernten Strandort, wo
Mitglieder der
Bürgerinitiative ebenfalls für Auskünfte zur
Verfügung stehen.
Walter
Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“
Bürgerinitiative
„Gegenwind
Husarenhof“ plant Busausfahrt nach Nürnberg zur
Besichtigung
von 2 WKA E-82
-
Vorschau -
(wm/250310)
- Die
Bürgerinitiative
„Gegenwind Husarenhof“ zur
Verhinderung einer Windkraftanlage am Standort Husarenhof / Lerchenhof
(Besigheim
/ Ingersheim) plant am
Sonntag, den
18.4.2010
eine Busausfahrt
in die Nähe von Nürnberg,
wo
2
Windkraftanlagen des Typs E-82 der Firma Enercon seit kurzem in Betrieb
sind
und die dort in Real-Betrieb besichtigt werden können.
2
weitere Anlagen
sind an diesem Standort in Planung.
Eine Windkraftanlage dieses Typs soll nach dem Willen einer
Handvoll vorwiegend in Ingersheim wohnenden WKA-Initiatoren und in
Unterstützung durch den Ingersheimer Bürgermeister
Volker
Godel im Jahr 2010 /
2011 trotz beiderseits der Gemarkungsgrenze großen Protests
der
Bevölkerung auch
an der Gemarkungsgrenze Besigheim / Husarenhof
- Ingersheim
/ Lerchenhof
aufgestellt werden.
Bei
starkem Interesse lässt
die Bürgerinitiative mehrere
Busse laufen bzw. werden diese Ausfahrten zu einem späteren
Zeitpunkt nochmals wiederholt.
Anmeldung
ab sofort bei: Martina
Hitzker, 74354 Besigheim, Husarenhof 45;
Tel.
07143 / 960 6655
Anmeldeschluß:
Donnerstag,
1.4.2010
Es wird ein sozial gestaffelter Unkostenbeitrag erhoben.
Die
Abfahrt am 18.4.
erfolgt um 9.00
Uhr am Besigheimer Friedhof;
Zusteigemöglichkeiten bestehen
am Husarenhof sowie in Ingersheim (Bäckerei Heinrich).
Rückkehr: ca. 17.00
Uhr.
Nach
Ankunft gegen ca. 11.00
Uhr verbleiben
ca. 2 - 3 Stunden
zur ausgiebigen Besichtigung vor Ort, wobei versucht wird, auch mit der
in
direkter Umgebung wohnenden Bevölkerung in Kontakt zu treten,
um
durch
ungefilterte Aussagen unmittelbar Betroffener realistische
Eindrücke aus erster
Hand zu bekommen, damit jeder Teilnehmer sich die Frage selbst
beantworten
kann, wie sich Bau und rd. 20 Jahre währender Betrieb dieser
E-82-WKA auf die
Lebensqualität der in unmittelbarer Nachbarschaft sowie im
weiteren Umfeld lebenden
Bevölkerung auswirkt, nachdem die Ingersheimer WKA-Initiatoren
bisher durch
eher bagatellisierende und verniedlichende Aussagen einen
Großteil der übrigen
Bevölkerung in Ingersheim und Besigheim (vor allem Wohngebiete
Husarenhof,
Wartturmsiedlung) von der wahren Dimension dieser WKA und deren Folgen
auf
Mensch und Tier abzulenken versucht haben.
Diese
Ausfahrt ist nach Ansicht
der Bürgerinitiative auch
deshalb nötig, weil die vorwiegend aus Ingersheim stammenden
WKA-Initiatoren Mitte
Januar 2010 zwar auch die von Anfang an skeptischen Husarenhof-Bewohner
zu
einer Ausfahrt eingeladen hatten, allerdings zur Besichtigung einiger
WKA, die
in der Nähe von Bad Mergentheim / Boxberg von der
Höhe her
deutlich kleiner
sind, im Vergleich zur E-82 verniedlichend aussehen und deshalb
keinerlei
Rückschlüsse auf die weit größere
WKA des Typs
E-82 zulassen, die an der
Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim hochgezogen werden soll.
Dieselbe
Anlage wie in
Nürnberg solla
in Kürze mit 180 m Höhe hoch
über dem an dieser
Stelle schönsten Teil des Enz- und Neckartals und weit
über
den Bietigheimer Forst
hinausragend ohne Rücksicht auf die weit verbreitete Skepsis
der
eigenen
Ingersheimer sowie der Besigheimer Bevölkerung
- insbesondere
ohne
Rücksicht auf
die im direkten Wirkungskreis der E-82 lebenden Bevölkerung
des
Besigheimer
Husarenhofs und der Besigheimer Wartturmsiedlung, aber auch der
Ingersheimer
Bevölkerung - gebaut
werden, mit der dann unausweichlichen
Folge, dass ein weiteres charakteristisches Stück einer von
den
Vorfahren
Jahrhunderte lang gehegten und gepflegten Kulturlandschaft ohne Not
aufgegeben
und irreparabel verschandelt, wertvolles Ackerland vernichtet, das
ohnehin
schon knappe Rückzugsgebiet für die immer
spärlicher
werdende Tierwelt noch
weiter beschnitten wird und landwirtschaftliche Existenzen vernichtet
werden,
verbunden mit der Gefahr, dass heute nach wie vor noch unkalkulierbare
Gesundheitsrisiken aufgrund des durch Rotorblätter bei Sonne
verursachten
Schattenschlags und des Infraschalls sowie erhebliche Wertverluste bis
zur
Unverkäuflichkeit von Gebäuden / Grund und Boden
(„Stückle“) im weiteren
Umkreis der WKA eintreten können.
Die
Veranstalter hoffen auf
sonniges Wetter, damit der
Schattenschlag in seiner vollen Breite durch die Teilnehmer begutachtet
werden
kann.
Eingeladen
zur Busausfahrt sind
auch Interessierte und
WKA-Gegner außerhalb der Bürgerinitiative, die sich
einmal
mit eigenen Augen unabhängig
und objektiv ein Bild verschaffen wollen von einem Monstrum, das in
dieser Höhe
„einzigartig“ in Baden-Württemberg und in
Deutschland
mit die größte WKA wäre
und - falls sie gebaut
würde - das neue
„zweifelhafte“
Wahrzeichen einer bis
jetzt immer noch sehr schönen Region an Neckar und Enz
wäre…..
Schon
jetzt werden Stimmen der
WKA-Initiatoren sowie in
deren kommunalpolitischem Umfeld (Grüne, SPD u.a.) laut, dass
weitere WKA - diese Kreise sprechen in
der Presse jetzt schon von 3 bis
4 wünschenswerten
weiteren WKA an dieser Stelle, wobei dann die
„Verspargelung“ dieser
einzigartigen Kulturlandschaft im Sinne der vor 10 Jahren getroffenen
düsteren
Vorhersage des ehemaligen baden-württembergischen
Ministerpräsidenten Erwin
Teufel (CDU) auch in dieser Region „perfekt“
wäre - gebaut
werden sollen, wenn der „erste Dammbruch“ erst
einmal
erfolgt sei bzw. mit der
ersten WKA auf Ingersheimer Gemarkung die „erste
Bresche“
geschlagen sei…
Dipl.-Kfm.
Walter Müller /
Pressewart Bürgerinitiative
Gegenwind-Husarenhof

BM Monika Chef / MdL (FDP)
und BM Steffen Bühler, Besigheim (CDU)
klar gegen WKA an dieser Stelle
Geplante
Windkraftanlage an
Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim wird Thema bei der Landtagswahl
im März
2011
Monika Chef / MdL
(FDP) und
Bürgermeister Bühler sprechen sich deutlich gegen WKA
an diesem Standort aus
(wm/190310) -
Die vor kurzem
im Amt als Gemmrigheimer Bürgermeisterin bestätigte
Monika Chef / MdL, die am
26.2. von ihren Parteimitgliedern mit sehr gutem Ergebnis auch erneut
zur
FDP-Kandidatin im Wahlkreis 14 (Bietigheim-Bissingen) gewählt
wurde, hat in
ihrem anlässlich des 2. kommunalpolitischen Stammtischs des
FDP-Ortsvereins
Besigheim und Umgebung e.V. im Restaurant Ortel abgegebenen Statements
deutlich
gemacht, dass sie sich nicht nur gegen den auf Ingersheimer
Höhe geplanten
Standort einer ihrer Ansicht nach mit 180 m völlig
über- dimensionierten
Windkraftanlage ausspreche, sondern im Interesse der breiten
Bevölkerung auch
dagegen sei, dass in Ballungsgebieten im sehr dicht besiedelten
Mittleren
Neckarraum in absehbarer Zukunft weitere Windkraftanlagen gebaut
würden.
In
Anwesenheit von
Besigheims
Bürgermeister und Kreistagsmitglied Steffen Bühler
(CDU), von
Bürgermeister-Stellvertreter und Stadtrat Adolf Eisenmann
(FWV-Fraktionschef)
sowie von Thomas Herbst (FDP-Gemeinderat) teilte sie mit, dass sie zwar
grundsätzlich für regenerative Windkraft- energie
sei.
Allerdings sei es vom
Standort her sinnvoller, derart große und durch staatlich
garantierte
Einspeisevergütungen hochsubventionierte Windkraftanlagen nur
dort zu bauen, wo
das durchschnittlich jährlich anfallende Windaufkommen
deutlich höher sei als
im doch vergleichsweise eher windarmen Mittleren Neckarraum. Sie
verwies auf
die östlichen Bundesländer Brandenburg,
Sachsen-Anhalt sowie auf die nördlichen
Bundesländer in Küstenregion, bei denen aufgrund des
2–3 Mal stärkeren
Windaufkommens bei gleicher Investitionshöhe von rd. 3,7 Mio
€ eine deutlich
höhere Stromproduktion gewährleistet sei.
Bezugnehmend
auf die
Situation in Baden-Württemberg hob sie hervor, dass der Bund
wie die übrigen
EU-Mitgliedsstaaten aufgrund von EU-Vorgaben seinen Anteil an
regenerativer
Energie innerhalb einer Übergangsphase von 5-6 Jahren
erhöhen müsse. Diese
EU-Vorgaben leite der Bund auf die einzelnen Bundesländer
weiter und
verpflichte diese zur Umsetzung.
Ob der Ausbau
der
regenerativen Energie jedoch über Photovoltaik,
Wasserkraftwerke, Windkraft
oder anderer regenerativer Energieträger bzw. über
einen individuellen länderspezifischen
Mix erfolge, bleibe jedem Bundesland letztlich selbst
überlassen. Nach Informationen des
BW-Wirtschaftsministeriums könne dies zwar im Extremfall
für Baden-Württemberg bedeuten,
dass in den nächsten Jahren ca. 400 neue Windkraftanlagen
gebaut würden. Allerdings
seien damit noch längst nicht die Standortfragen entschieden,
denn es gebe auch
in Baden-Württemberg noch genug Standorte, die
außerhalb von Ballungsgebieten
und mit deutlich höherem Windaufkommen versehen für
den Bau von WKA infrage
kämen, so z.B. in Autobahnnähe am Albaufstieg, in
landwirtschaftlich und für
die Besiedlung eher wertlosem Gelände in der Nähe von
Autobahnen, Deponien und
mit sehr großem Sicherheitsabstand zur Bevölkerung
etc.
Bei ihrer
Entscheidung gegen
die WKA an diesem Standort habe sie letztlich eine
Güterabwägung getroffen,
wobei der Erhalt einer Jahrhunderte alten durch Wein- und Obstbau sowie
Land- wirtschaft bestehenden Kulturlandschaft, die Vermeidung
möglicher Gesundheitsbeeinträchtigungen der
im
unmittelbaren WKA-Wirkungskreis
lebenden
Bevölkerung, die Aufrechterhaltung von
Rückzugsgebieten für die Tierwelt sowie
der Erhalt wertvollen Ackerlandes und die Vermeidung möglicher
Wertminderungen
von Grundstücken und Gebäuden ein deutlich
höheres Gewicht habe als die
lediglich auf Hochglanzpapier bestehenden Hochrechnungen der
Initiatoren
bezüglich einer doch eher geringen Stromproduktion in
vergleichsweise
windärmerem Gebiet.
Bürgermeister
Bühler sprach
sich ebenfalls noch einmal vehement gegen die geplante WKA auf
Ingersheimer
Seite aus, wies jedoch darauf hin, dass die Stadt Besigheim wohl am
immissionsschutzrechtlichen Anhörungsverfahren beteiligt
werde, die
Entscheidung zum Bau aber auf Ingersheimer Seite getroffen werde und
vermutlich
letztlich der Genehmigung durch Landratsamt LB und
Regierungspräsidium Stgt. vorbehalten
sei. Im Fall des Baus werde er jedoch dem Besigheimer Gemeinderat
empfehlen,
die auf Besigheimer Gemarkung liegenden Feldwege für die von
den Betreibern beim
Aufbau der WKA benötigte Logistik zu sperren.
Er sicherte
dem Vorsitzenden
der Bürgerinitiative „Gegenwind
Husarenhof“ und Husarenhof-Bewohner Peter
Hitzker und den übrigen anwesenden Mitglieder der
Bürgerinitiative sowie den ebenfalls
sich gegen die WKA aussprechenden anwesenden FDP-Mitgliedern seine
uneingeschränkte Unterstützung zu, ebenso wie
FWV-Fraktionschef und Gemeinderat
Adolf Eisenmann, der als offizieller Vertreter des
Bürgermeisters bei der
Informationsveranstaltung in Ingersheim anwesend war und
hierüber berichtete.
Zum Schluss wurden einige vertrauliche Informationen und Strategien
diskutiert,
die bei der weiteren Vorgehensweise zur Verhinderung der WKA
eingeschlagen
werden könnten.
Abschließend
bedankte sich
der Besigheimer FDP-Ortsvorsitzende und in Personalunion als Pressewart
der
Bürgerinitiative agierende Walter Müller bei allen
Referenten für ihre Hilfe und
bat um die weiterhin erfolgende und parteiübergreifende
Unterstützung zur
Verhinderung der WKA-Anlage an dieser Stelle.
Walter
Müller / Pressewart
Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“
...über Republikaner
Pressemitteilung
(4) der
Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof /
Lerchenhof“ zur Verhinderung einer
Windkraftanlage (WKA) auf Ingersheimer Gemarkung an der
Gemarkungsgrenze zu
Besigheim
I
Vorbemerkungen
(wm/230210)
-
Bei der
letzten
Versammlung der Bürgerinitiative auf dem Husarenhof, bei dem
auch der
Fraktions-Chef der FWV im Besigheimer Gemeinderat, Herr Adolf Eisenmann
und
Herr Bareiß (früherer FWV-Gemeinderat Ingersheim)
anwesend waren, wurde der
Vorschlag eines Mitglieds der Bürgerinitiative scharf und
einstimmig abgelehnt,
den für die Republikaner in der Regionalversammlung Stuttgart
sitzenden
Manfred Wirth aus Hessigheim bei der nächsten Versammlung
einzuladen, um ihn um
Mithilfe bei der Verhinderung des Baus der WKA in Ingersheim zu bitten.
Ich
habe
diesen Punkt in der
Versammlung nochmals aufgegriffen und klar gemacht, dass ich im Falle
einer
Einladung von Herrn Wirth bzw. bei Zusammenarbeit mit Parteien
außerhalb des
demokratischen Spektrums mein Amt als Pressewart der
Bürgerinitiative mit sofortiger
Wirkung niederlegen würde. Des weiteren habe ich auf die
zwangsläufigen
negativen Konsequenzen hingewiesen, die sich bei einer Zusammenarbeit
der
Bürgerinitiative mit Vertretern einer radikalen Partei ergeben
würden.
Am
vergangenen Freitag, den
19.2.2010
erhielt ich den Anruf einer mir bis dahin nicht bekannten Person, die
sich im
Laufe des weiteren Telefongesprächs nach meiner
Rückfrage als Manfred Wirth,
Hessigheim, Mitglied der Republikaner und Mitglied der
Regionalversammlung
Stuttgart (Verband der Region Stuttgart = VRS) zu erkennen gab.
Nach
meinem
Gedächtnisprotokoll teilte er mit, dass er von dem geplanten
Bau eines
Windkraftrades an der Gemarkungsgrenze Ingersheim / Besigheim
informiert bzw.
über die Presseberichterstattung der vergangenen Tage
aufmerksam geworden worden
sei und er sich klar für den Schutz der Husarenhof-Bewohner
und gegen den Bau der
WKA einsetzen wolle. Er sei vor kurzem bei den Befürwortern
der WKA (Birkenhof)
gewesen und habe sich dort entsprechend geäußert,
wobei sein Vorgehen mit Dr.
Rolf Schlierer abgestimmt sei. Er werde als Mitglied entsprechende
Anfragen in
der Regional- versammlung beim VRS stellen und werde in Kürze
den
Husarenhof-Bewohnern einen Besuch abstatten, um nähere
Einzelheiten zu
erfahren.
Um
die
Auswirkungen des
Schattenschlags zu erkunden, werde er einen Bekannten bitten, mit
seinem
Flugzeug in 180 m Höhe über dem geplanten Standort
der WKA zu kreisen, wobei er
von den Hessigheimer Felsengärten aus mit Fernglas die
Höhe der WKA
nachvollziehen und prüfen wolle, inwieweit sich der durch die
WKA verursachte
Schattenschlag bei Westwind an den Hessigheimer Felsengarten
niederschlage.
Weiterhin
hat
er den Wunsch
geäußert, von der Bürgerinitiative zu den
weiteren Besprechungen auf den
Husarenhof eingeladen zu werden.
Auf
meine
Frage, wie er zu
meiner Telefonnummer gekommen sei, teilte er mit, dass diese ihm von
den
Befürwortern der WKA gegeben worden sei.
III
Sachverhalt
Über
das Telefonat habe ich
den Vorsitzenden der Bürgerinitiative Peter Hitzker
(Husarenhof Besigheim) am
vergangenen Dienstag nach
dessen
Rückkehr aus dem Kurzurlaub informiert. Ich habe gebeten,
Nachforschungen bei den Husarenhof- Bewohnern anzustellen, ob und ggfs.
auf
wessen Anlass hin und ggfs. mit welchen Personen es zu Kontakten mit
Herrn
Wirth gekommen sei.
Diese
Nachforschungen sind
zurzeit
noch nicht beendet. Bis zur Beendigung dieser Prüfungen werde
ich meine
Mitarbeit bei der Bürgerinitiative ruhen lassen, ein Ergebnis
ist im Laufe
dieser Woche zu erwarten. Die eigentlich für den vergangenen
Samstag
vorgesehene Verteilung von Info-Blättern wurde bis zur
Klärung verschoben.
Zwischenzeitlich
war
festzustellen, dass Herr Wirth auch Hausbesuche bei Bewohnern der
Wartturmsiedlung Besigheim durchgeführt hat, die gar nicht
Mitglied der Bürgerinitiative
sind.
Walter Müller Pressewart
der Bürgerinitiative „Gegenwind
Husarenhof“ zur Verhinderung
einer
Windkraftanlage in Ingersheim (Husarenhof / Lerchenhof)
Vorsitzender
der FDP Besigheim und Umgebung e.V.
Alt:
Die bisher erfolgten
Pressemitteilungen
wurden- wenn überhaupt - stark
gekürzt in
der Lokalpresse
veröffentlicht. Sie sind ungekürzt ab 21.1.2010
ff.
unter www.fdp-besigheim.de
unter „Presse“
ersichtlich und können als
pdf-Datei
heruntergeladen und ausgedruckt werden. Dort können Sie
auch noch von der Walheimer
„Himmelsleiter“ aus - einen
schönen und hoffentlich bleibenden
Blick
über das noch
unverschandelte Enztal mit
Höhenkamm
Enzhälde / „Deutels Stahl“ / Husarenhof /
Lerchenhof/Bietigheimer
Forst - der
„grünen
Lunge“
Besigheims - werfen.
Neu:
Nachdem seit kurzem eine eigene
Homepage
der Bürgerinitiative freigeschaltet ist, ist diese und sind
die
übrigen
Pressemitteilungen und Info-Blätter ab sofort unter www.gegenwind-husarenhof.de
ersichtlich.
Bürgerinitiative wurde
gegründet
Pressemitteilung über
die Gründung
einer Bürgerinitiative zur Verhinderung einer Windkraftanlage
(WKA) in
Ingersheim (Husarenhof / Lerchenhof)
(wm/100210)
- Am
gestrigen Mittwochabend war es endlich
soweit: Mit rund zweiwöchiger Verzögerung wurde die
seit
einigen Wochen
geplante Bürgerinitiative zur Verhinderung einer WKA gegründet. Zur
Verzögerung des
Gründungsvorgangs war es gekommen, nachdem aus dem Kreis der
Ingersheimer
WKA-Befürworter in mehreren Telefonaten und einem Mail
Störmanöver angekündigt
waren, bei deren Realisierung die Bürgerinitiative zur
Verhinderung der WKA von
den WKA-Befürwortern unterwandert worden wäre.
Um
dies zu
verhindern und im Hinblick auf die zu wahrende Sicherheit
der Gründungs-mitglieder wurde die Bürgerinitiative
letztendlich in nichtöffentlicher
Sitzung in der
Besenwirtschaft von Ernst Grill auf dem Husarenhof gegründet,
ein
Begleitumstand,
der vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative Peter Hitzker
einerseits
bedauert
wurde, da nach der bisherigen Resonanz zu urteilen sicherlich noch
viele
Interessierte an der Gründungs-versammlung gerne teilgenommen
hätten. Andererseits
wolle man so schnell wie möglich die bereits begonnene
Aufklärungsarbeit weiter
stark forcieren, daher hätte man weiteren potentiellen
Störmanövern von vornherein
den Wind aus den Segeln nehmen wollen.
Obwohl
wegen
dieser Begleitumstände die interessierte
Öffentlichkeit nicht vorab via Presse informiert werden konnte
und
die Resonanz
im Falle der Vorab-Information sicherlich noch besser gewesen
wäre, fanden sich
zur positiven Überraschung der Initiatoren immerhin 59
Gründungsmitglieder ein,
wobei alle Bevölkerungsschichten gleichermaßen
vertreten
waren.
Besonders
erfreut
waren die Initiatoren, dass auch
Ingersheimer Bürger unter den Gründungsmitgliedern
sind. Dies
führen die
Initiatoren auf die seit ca. 3 Wochen laufende
Aufklärungskampagne
zurück, die
konsequent fortgesetzt wird und deren Ziel es ist, die nach Ansicht
vieler
Ingersheimer Bürger noch immer größtenteils
uninformierte Ingersheimer
Bevölkerung mit weiteren Informationen zu versorgen, damit die
Bürgerschaft
sich ein eigenes Urteil über die mit rd. 180 m Höhe
größte in Baden-Württemberg
geplante WKA bilden kann. Der Beitritt weiterer Bürger aus
Ingersheim steht
unmittelbar bevor.
In
harmonisch
verlaufenen Wahlgängen wurden die Verantwortlichen
für die Schlüssel-positionen einstimmig
gewählt. Danach
wird die
Bürgerinitiative geführt von Peter Hitzker
(Vorsitzender),
Gerd Gottschalk (1.
Stellvertreter), Martina Hitzker (Schatzmeisterin und Logistik) sowie
Walter
Müller (Öffentlichkeitsarbeit und Organisation). Da
mit einem
weiterhin starken
Mitgliederzuwachs - auch
aus umliegenden Gemeinden - zu
rechnen ist, werden in einer der nächsten Sitzungen weitere
Organisationseinheiten gebildet, deren Hauptaufgabe es ist, die
Bevölkerung in
Ingersheim und Besigheim sowie in den umliegenden Gemeinden wie
Pleidelsheim,
Freiberg oder Bietigheim durch flächendeckende Verteilung von
Info-Blättern zu
informieren.
Parallel
hierzu
läuft eine „Unterschriftenaktion zur
Verhinderung einer WKA an dieser
Stelle“ an, die bereits an
den ersten Tagen in der Bevölkerung sehr gut aufgenommen
wurde.
Diese
Unterschriftslisten werden jetzt schon an 4 Plätzen ausgelegt,
nachdem Herr
Bürgermeister Bühler es der Bürgerinitiative
erlaubt
hat, die
Unterschriftsliste im Eingangsbereich des Rathauses von Besigheim
auszulegen.
Weitere Orte werden in Kürze dazukommen. Geplant ist, diese
Unterschriften über
die Kreistagsabgeordneten des Wahlkreises Besigheim an den Landrat Dr.
Haas als
Chef der Genehmigungsbehörde zu übergeben.
Im
weiteren
Verlauf der Sitzung wurden Strategien und
Aktionen dargestellt, die in nächster Zeit realisiert werden.
Abschließend
bedankten sich die Initiatoren beim Besigheimer
Bürgermeister Steffen Bühler (CDU), der von Anfang an
ein
offenes Ohr für die
Anliegen der Bürgerinitiative hatte und der sich bereits bei
einer
voran
gegangenen Bürgerfragestunde in konsequenter
Fortführung
seiner ablehnenden
Haltung auch dieses Mal klar gegen den Bau einer WKA an dieser Stelle
ausgesprochen hat, nachdem er und der Besigheimer Gemeinderat bereits
früher
entsprechende Anträge zum Bau einer WKA auf Besigheimer
Gemarkung
eindeutig
abgelehnt haben.
Alt:
Nachdem die
Bürgerinitiative keine eigene Homepage
hat, können diese Pressemitteilung sowie die bisher von Seiten
der
Bürgerinitiative erstellten Verlautbarungen
(Info-Blätter,
Pressemitteilungen)
unter www.fdp-besigheim.de
„Presse“
eingesehen werden.
Neu:
Da die Bürgerinitiative
zwischenzeitlich
eine eigene Homepage hat, die unter www.gegenwind-husarenhof.de
freigeschaltet ist, kann diese Pressemitteilung und alle weiteren
Pressemitteilungen sowie die zwischenzeitlich in einer Auflage von ca.
je 7 000
– 8000 Stück verteilten Info-Blätter dort
eingesehen
und heruntergeladen
werden.
20.01.2010
Absage der
Gründungsveranstaltung
Pressemitteilung
über
die Absage
eines Termins (22.1.2010 / 19.00 Uhr)
zur Gründung einer
Bürgerinitiative gegen
den Bau einer Windkraftanlage
wegen nicht
gewährleisteter
Sicherheit der Initiatoren einer Bürgerinitiative
A
Vorbemerkungen
(wm/200110)
- Im wesentlichen
direkt Betroffene - d.h.
einige Husarenhof-Bewohner, an der
Spitze Herr Peter Hitzker (74354 Besigheim, Husarenhof)
- hatten
zur Gründungs- versammlung einer Bürgerinitiative
gegen den
Bau eines
Windkraftrades aufgerufen, das in der Nähe der Ingersheimer /
Besigheimer
Gemarkungsgrenze auf Ingersheimer Gemarkung errichtet werden soll.
Die
Gründung sollte am
Freitag, den 22.1.2010 ab 19.00 Uhr im Nebenzimmer der
Husarenhof-Besenwirtschaft von Ernst Grill (Wengerter und Besenwirt)
stattfinden; im einzelnen wird verwiesen auf die den Redaktionen von
NEB / LKZ
und Bietigheimer Zeitung vorliegende Pressemitteilung.
Aus der in
der
Pressemitteilung an NEB / LKZ und Bietigheimer Zeitung und im auf dem
Husarenhof verteilten Info-Blatt, das beiden Redaktionen ebenfalls und
zeitgleich zur Information zuging, geht vom Wortlaut her eindeutig
hervor, dass
nur Personen eingeladen sind, die unmittelbar betroffen sind (z. B.
Husarenhof-Bewohner, Landwirte usw.) und die sich mit der
Zielsetzung - nämlich
der Ablehnung eines Windkraftrads an dieser
Stelle - identifizieren
können.
Im
Umkehrschluss bedeutet
dies im Klartext, dass Personen, die sich mit der genannten Zielsetzung
nicht identifizieren
(können), sondern vielmehr der Befürworterseite zum
Bau eines
Windkraftrades an
dieser Stelle zuzurechnen sind, nicht bei der Gründungs-
versammlung erwünscht
sind, m.a.W., die Gegner eines Windkraftrades an dieser Stelle wollen
nicht,
dass ihre noch zu gründende Bürgerinitiative von den
Befürwortern des
Windkraftrades unterlaufen, sabotiert oder gar drangsaliert wird. Diese
„Gefahr“ können die Befürworter
der
Bürgerinitiative zumindest nicht
ausschließen, falls Befürworter des Windkraftrads
anwesend
wären.
Ziel der noch
zu gründenden
Bürgerinitiative ist es, zunächst eine
Informationsplattform
von Gegnern der
Windkraftanlage herzustellen, um damit eine gewisse Chancengleichheit
bzw. eine
„Balance“ hinsichtlich von Informations-Recherchen
zu
erreichen, nachdem die
Organisation der Befürworter der Windkraftanlage wohl schon
seit
längerer Zeit
besteht, Kapitalanleger schon seit längerem bereit stehen,
Windmessungen und Rendite- hochrechnungen usw. vorliegen und wohl schon
genehmigungs-reife Pläne
auf dem Tisch liegen bzw. das Genehmigungsverfahren wohl schon
eingeleitet ist u.a.
Im
Vergleich zum oben
genannten Informationsstand der Befürworter des Windkraftrads
haben die
Windkraftgegner ein noch riesiges Informationsdefizit, da die
Bürgerinitiative
noch nicht einmal gegründet ist und das Researching erst noch
am
Anfang steht.
Es ist ohnehin fraglich, ob dieser Informations-Rückstand in
der
Kürze der zur
Verfügung stehenden Zeit überhaupt noch aufgeholt
werden kann.
Das
gute
Recht der Mitglieder
einer noch zu gründenden Bürgerinitiative gegen den
Bau des
Windkraftrads ist
es, dass sie ihre Informationen und Recherchen eigenverantwortlich,
unabhängig
und frei von irgendwelchen Vorgaben (vor allem nicht von Vorgaben der
Gegenseite beeinflusst), unzensiert und ideologiefrei einholen
können, dass
alle Wege zur Erlangung von Informationen frei zur Verfügung
stehen und dass
eine Entscheidung jedes Einzelnen in freier Meinungsbildung erfolgen
kann. Dieses
Recht leiten die Befürworter der geplanten
Bürgerinitiative
aus den allgemeinen
Rechtsgrundsätzen der Meinungs- und Informationsfreiheit -
die
jedem Bürger zustehen - ab.
Daher
kommt
es in diesem
Stadium des Verfahrens für die Befürworter einer
Bürgerinitiative zur
Verhinderung eines Windkraftrades an der geplanten Stelle auch nicht in
Frage,
die Argumente, Beschreibungen usw. der
Windkraftrad-Befürworter
mehr oder
weniger „1:1“ zu übernehmen, da zu
befürchten
ist, dass hier ausschließlich
oder stark überwiegend nur „die eine
Seite“ und damit
einseitig - nämlich
nur die Seite der Windkraftrad-Initiatoren
- enthalten
ist und in den schönsten
Facetten
kritikfrei beschrieben wird.
Wir wissen
jedoch, dass es
auch ernstzunehmende Gegenargumente gegen den Betrieb eines
Windkraftrads gibt
(vgl. statt vieler die am 20.1.2010 / 22.15 Uhr ausgestrahlte
ZDF-Sendung „Abenteuer
Wissen / Windkraftrad“;).
B
Absage
des Termins zur Gründung einer Bürgerinitiative wegen
befürchteter Störungen
Nach
reiflicher Überlegung
haben sich die Befürworter einer Bürgerinitiative
entschlossen, den für
Freitag, 22.1.2010 / 19.00 Uhr in der Husarenhof-Besenwirtschaft von
Ernst
Grill avisierten Termin zur Gründung einer
Bürgerinitiative
gegen den Bau eines
Windkraftrads abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu
verschieben.
Am
20.1.2010
erhielt ich von
2 Befürwortern des Windkraftrads Anrufe. In jeweils meiner
Meinung
nach relativ
sachlich geführten Telefonaten wurden Argumente
„Für
und Wider“ ausgetauscht.
Beiläufig wurde erwähnt, dass beim Termin am
22.1.2010 auch
Personen und
Gruppen anwesend sein könnten, die den Befürwortern
des
Windkraftrads
nahestehen und der Verlauf der Veranstaltung eventuell „nicht
wie
von uns…
(d.h. den Befürwortern einer Bürgerinitiative)
geplant
ablaufen könne“. Ich
habe dies zur Kenntnis genommen und Herrn Hitzker als Ausrichter der
Veranstaltung mitgeteilt.
Nachdem
nun
in einem gestern
Abend an mich gerichteten Mail einer Befürworterin des
Windkraftrads ebenfalls
derartige Andeutungen enthalten waren, habe ich die Sicherheit der
Teilnehmer
der geplanten Veranstaltung als nicht mehr gewährleistet
angesehen, zumal das
Nebenzimmer der Husarenhof-Besenwirtschaft lediglich rd. 30
Plätze
umfasst.
Nach
reiflicher Überlegung
hat Herr Peter Hitzker die Entscheidung getroffen, die Veranstaltung
abzusagen. Grund hierfür sind -
wie
gesagt - die
in einem Telefonat gefallenen und in einem Mail
enthaltenen - jeweils
vom 20.1.2010 - Bemerkungen
von Befürwortern der
Windkraftanlage, wonach - entgegen dem Wortlaut
meiner Pressemitteilung
und des auf dem Husarenhof verteilten Info-Blatts
- beim
Gründungstermin am 22.1.2010 auch Gruppierungen mobilisiert
und
anwesend sein
könnten, die den Befürwortern eines Windkraftrades
nahestehen.
Aufgrund
dieser Ankündigung
sehen die Initiatoren zur Gründung einer
Bürgerinitiative die
Gefahr, dass die
Sicherheit der Teilnehmer der Veranstaltung nicht mehr
gewährleistet ist, für
die die einladenden Mitglieder der noch zu gründenden
Bürgerinitiative
verantwortlich wären, falls die oben erwähnte
Ankündigung wahr gemacht wird und
im Wege ggfs. „hochkochender“ Emotionen unter
Umständen eventuell auch
gewalttätige Auseinandersetzungen zu nicht mehr
auszuschließen wären.
Der
Initiator
der
Bürgerinitiative zur Verhinderung eines Windkraftrades sieht
diese
angedeutete
und im Bereich des Möglichen liegende Eskalation mit
großem
Bedauern und fühlt
sich in seinem Recht auf freie Meinungsbildung eingeschränkt.
Er
appelliert an
die Befürworter des Windkraftrads und an die dahinter
stehenden
Gruppen, das
Recht der Andersdenkenden zu respektieren, von Störungen einer
geplanten
Gründungsversammlung einer sich konstituierenden
Bürgerinitiative abzusehen und
die hinter ihnen stehenden Gruppen in jedem Fall zu einer auf
sachlicher
Grundlage stattfindenden, gewaltfreien Diskussion anzuhalten.
|
Peter
Hitzker (FDP-Mitglied), Husarenhof
Initiator der Bürgerinitiative
|
Ernst
Grill, Husarenhof
(Wengerter und Besenwirt)
|
Dipl.-Kfm.
Walter Müller, Pressearbeit
Vorsitzender FDP Besigheim und Umgeb.
(Stand:
20.02.10; v.i.S.d.P)
|
Gründung einer
Bürgerinitiative
gegen geplante WKA
zwischen Lerchenhof und Husarenhof
Husarenhof-Bürgerinitiative
zur
Verhinderung eines Windkraftrades
Konstituierende Sitzung am kommenden Freitag in der
Husarenhof-Besenwirtschaft
(wm/170110)
- Husarenhof-Bewohner,
Ingersheimer Landwirte sowie Teile der Besigheimer und Ingersheimer
Bevölkerung
wehren sich vehement gegen den Bau eines Windkraftrads, das auf
Ingersheimer
Gemarkung in unmittelbarer Nachbarschaft der
Lerchenhof-Aussiedlerhöfe und hart
an der Gemarkungsgrenze zu Besigheim auf bestem Ackerboden gebaut
werden soll. Glaubt
man den auf dem Husarenhof umlaufenden Gerüchten, soll das
Windkraftrad 186 m
hoch werden. Es wäre damit rund 5 bis 6 Mal so hoch wie der
Bietigheimer
Viadukt und fast so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm.
Befürchtet wird vor allem
eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität
der dort
lebenden Bewohner
wegen des bei Betrieb sehr starken Lärmpegels und des
Schatten-
schlags, der
durch die sich drehenden Rotorblätter bei Sonnenlicht erzeugt
werde. Das
Robert-Koch-Institut warnt seit 2007 vor den negativen
Gesundheitsauswirkungen, die durch die
entstehenden
Infraschallwellen ausgelöst werden können. Daneben
wird die
irreparable
Verschandelung einer Jahrhunderte alten, vorwiegend aus terrassieren
Steillagen
bestehende Kulturlandschaft an Enz und Neckar kritisiert, die ein
Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere darstelle.
Sollten die
Pläne mit
derart
massiven Eingriffen in die Natur umgesetzt werden, dürften
auch
die Tage des
jetzt noch im angrenzenden Hardtwald brütenden Roten Milan und
anderer Tiere
endgültig gezählt sein, denn das
Rückzugsgebiet der in
dieser Region ohnehin nur
noch spärlich vorkommenden Tiere würde weiter massiv
beschnitten. Kritische
Husarenhof-Bewohner befürchten, dass es für die an
sich
für Hege und Pflege von
Tiere und Natur zuständigen Jäger und
Förster bald
nichts mehr zu hegen und zu
pflegen gebe, wenn die Eingriffe in die Natur so weiter gingen wie
bisher. Vor
allem die Landwirte beklagen den weiteren Verlust wertvollen Ackerlands
und die
Bewohner des Husarenhofs und der Lerchenhof-Aussiedler
befürchten
einen starken
Wertverlust ihrer Grundstücke und Gebäude.
Die Gegner
führen daneben
auch betriebswirtschaftliche Gründe gegen den Bau an, denn der
Nutzungsgrad der
Anlage sei völlig ungeeignet, weil Standorte z.B. in Nord-
oder
Ostdeutschland
in Küstennähe oder im Meer bzw. vor der englischen
Küste
aufgrund des viel
höheren und intensiveren Windaufkommens eine deutlich
höhere
Stromproduktion
garantieren.
Letztlich
könne die Anlage
aufgrund der geringen Stromerzeugung nur durch staatliche Subventionen
kostendeckend betrieben werden. Daher führe die jetzt schon im
Planungsstadium
sich abzeichnende Fehlinvestition nur zu einer weiteren Verschleuderung
staatlicher Subventionsmittel, die durch die Allgemeinheit
über
noch höhere
Strompreise finanziert werden müsse. Befürchtet wird
außerdem, dass nach
Auslaufen der Subventionen die dann unrentable Anlage nach dem
Rückzug der
Kapitalanleger eine stillstehende Industrieruine darstellt, die auf
Kosten der
Steuerzahler entsorgt werden müsse.
Auch das langfristig und auf
Nachhaltigkeit angelegte, auf die Steigerung des sanften Tourismus
abzielende 3
B-Konzept mit Bietigheim, Bönnigheim und Besigheim als bisher
einzigem
Erholungsort im Landkreis sowie die ebenfalls in diese Richtung
zielende
Vermarktungskonzepte der Felsengartenkellerei, der Strombergkellerei
und der
Mundelsheimer Wengerter könnten einen empfindlichen
Dämpfer
erhalten, wenn das
als grüne Lunge anzusehende und von B 27 und Enz abgegrenzte
Gebiet zwischen
Besigheim und Kammgarnspinnerei künftig von einem alles
überragenden
Windkraftrad als neuem „Wahrzeichen“
geprägt werde.
Die Anträge zum Bau eines
Windkraftrades auf Besigheimer Gemarkung sind bisher immer abgelehnt
worden.
Der Gründer der
Bürgerinitiative, Husarenhof-Bewohner Peter Hitzker, Mitglied
bei
der
Besigheimer FDP, wird von Mitgliedern des FDP-Ortsvereins Besigheim und
Umgebung e.V. unterstützt. Er legt jedoch Wert auf die
Tatsache,
dass es bei
der Ablehnung des Windkraftrads um eine partei-übergreifende
Initiative gehe
und fordert die anderen im Besigheimer Gemeinderat vertretenen Parteien
und die
interessierte Bevölkerung zur aktiven Mitarbeit in der
Bürgerinitiative auf,
falls man sich mit dem Ziel der Ablehnung eines Windkraftrades
identifizieren
könne.
Die
Bürgerinitiative trifft
sich am kommenden Freitag, 22.1. um 19.00 Uhr im Nebenzimmer
der
Husarenhof-Besenwirtschaft.
Walter
Müller / Pressewart
der Bürgerinitiative
„Gegenwind-Husarenhof“
zurück
zur aktuellen PM
|