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weitere Leserbriefe
Leserbrief von Frau Ingrid
Maier,
veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 29.12.2010
Ein Alibi-Windrad reicht nicht aus
Originalversion
Gestern
noch schnell die gesammelten Unterschriften GEGEN den Standort des
Windrades
abgegeben – von den Antragstellern fehlen noch 3 Unterlagen
- trotzdem deutet alles auf das vorläufige Ende
des Genehmigungsverfahrens hin. Das LRA Ludwigsburg hat sich sehr viel
Zeit genommen,
um nach bestem Wissen und Recht den Bauantrag zu bearbeiten, sie hatten
es
damit sicherlich nicht leicht, weil es für sie auch ein neues
Feld war. Leider
kommt der Windatlas für ganz BW erst im Februar auf den Tisch,
ich bin
überzeugt, manche Dinge hätten sich von alleine
erledigt. Wie einfach wäre es
gewesen, wenn da mehr Klarheit geherrscht hätte. Ich vermute,
dass der Standort
nicht die nötige Wind bzw. Strommenge bringt,
mit dem man so ein Bauwerk rechtfertigen kann. Mit dem Windatlas
hätte
sicherlich der Regionalverband damals den Platz nicht ausgewiesen.
(hatte sie
ja auch gestrichen!!! Und er wurde dann aber von der Genossenschaft auf
einem
silbernen Tablett wieder angeboten.
Warum sollte man so ein Geschenk ablehnen?)
Das
gleiche gilt für die Abstände zur Bebauung.
Warum gibt es keine einheitliche Regel für alle
Bundesländer? Damit könnte man Diskussionsstoff
vermeiden.
Außerdem
wäre eine Volksbefragung der angrenzenden Gemeinden zum
Vorteil gewesen.
Das ist gelebte Demokratie. Damit kann ich mich mit
meinem
Demokratieverständnis abfinden! Auch wenn es vielleicht anders
ausgehen würde,
wie ich es vielleicht wünsche. Schließlich
ist es unser Dorf! Es gehört nicht wenigen, die eine Idee
haben
und auch nicht Anlegern, die oft auch gar nicht hier wohnen, die
aber Erträge erwarten.
Egal
wie die Entscheidung ausgeht, die unendliche Geschichte geht weiter,
keine
Seite wird sich zufrieden geben! Ich hoffe nur, dass die
Befürworter einsehen
werden, dass es nicht ausreicht, ein Alibiwindrad
monströsen Ausmaßes gegen die WOLKE in die
Landschaft zu setzen, sondern sie
auch Ihren Mitbewohnern verpflichtet
sind.
Herr
Landrat Dr. Haas hat gestern gesagt, dass, wenn die
Befürworter noch schnell
alles Fehlende liefern, die Entscheidung ganz schnell fallen wird.
Na
dann - schöne Bescherung!
Ingrid
Maier , Ingersheim, den 14.12.10
noch unveröffentlichter
Leserbrief von Herrn Günther Heitel vom 9.12.2010
Real ist nichts
Schon die
Überschrift führt in die Irre. Es gibt keinen
deutschen Solarstrom mit realer Rendite. Die Kosten für die
Erzeugung betragen hierzulande ein Vielfaches des Marktwertes. Die
Differenz und die künstlich mit der
Einspeisevergütung erzeugte Rendite zahlen die Verbraucher
über die erhöhten Strompreise. Wir sind
Solarweltmeister und Preisweltmeister beim Strom. Es gibt von mir keine
Empfehlung die Bankkonten zu plündern und in "Dachsparkassen"
zu investieren. Eher ist das Gegenteil der Fall. Die Auswirkungen der
deutschen Solarförderung sind preistreibend und unsozial. Was
die Infrastruktur angeht, da gibt es nicht nur bei den Netzen
Investitionsbedarf, auch Speicher sind für den nicht
bedarfsgerecht erzeugten Sonnenstrom Mangelware. Der Einspeiser muss
das nicht kümmern, er hat die zwanzig Jahre lange
Abnahmegarantie, ob der Strom gerade gebraucht wird, gespeichert werden
kann oder nicht. Der Verbraucher zahlt auch diese Zeche alleine. Dass
Herr Zeller in mir einen Solarstromgegner ausgemacht hat, ist ein
weiterer Irrtum. Die Nutzung der Sonnenenergie hat Zukunft und ist
unverzichtbar, allerdings dort wo es Sinn macht und sich
rechnet. Die deutsche Solarweltmeisterschaft ist eine
irrsinnige Milliardenumverteilung und Verschwendung. Die
Hälfte der Weltproduktion wurde hier auf die Dächer
und in die Landschaft, oft wenig umweltfreundlich, verbaut. Dem Klima,
der Umwelt oder der Versorgungssicherheit hilft das wenig.
Peter Zeller nennt eine mögliche Rendite von sieben Prozent.
Es sind unter den aktuellen Bedingungen weit höhere
Eigenkapitalrenditen möglich. Aber welches Risiko
müsste ein Anleger bei der genannten Rendite eingehen. Einfach
mal bei der Bank nachfragen, ob es da zur Zeit eine Anlage mit
zwanzigjähriger staatlicher Garantie gibt. Es gibt
weltweit keine extremere Solarstromförderung zu Lasten der
Verbraucher.
Dieser Tage war auch von der Direktvermarktung in der Zeitung zu lesen.
Hier tut sich für die Verbraucher ein neuer Preistreiber bei
der EEG-Umlage auf. Stromanbieter, die mindestens 50 Prozent
ihres Stroms statt an der Börse direkt von EE-Anlagen kaufen,
werden von der Umlage befreit. Das Rezept: Man nehme die
Hälfte vom billigsten EEG-Storm, zum Beispiel aus Grubengas,
Biomasse und die andere Hälfte Atom- oder Kohlestrom, schon
hat man nicht nur das Grünstromprivileg, sondern auch eine
Profitoptimierung erzielt. Die teuersten Erzeugungen wie der
Sonnenstrom verbleiben im Umlagensystem und müssen
von einer kleiner werdenden Zahl von Kunden bezahlt werden. Die
EEG-Umlagen-Belastung wird bei dieser Direktvermarktung
zusätzlich kräftig steigen. So einseitig unsozial und
verbraucherunfreundlich sind diese lobbygestrickten deutschen
Energiegesetze gemacht. Die Verbraucher müssen sich mehr
informieren und darum kümmern.
Günter Heitel
Dann
möchte ich Sie noch auf einen heutigen Artikel der Frankfurter
Rundschau hinweisen:
Mit freundlichem
Gruß
Günter Heitel
Leserbrief von Frau Ingrid
Maier, veröffentlicht
in der
Bietigheimer Zeitung am 16.12.2010
Na
dann - schöne Bescherung
Gestern noch schnell die gesammelten
Unterschriften gegen den Standort des
Windrades abgegeben 1 von den Antragstellern fehlen noch drei
Unterlagen 1
trotzdem deutet alles auf das vorläufige Ende des
Genehmigungsverfahrens hin.
Das LRA Ludwigsburg hat sich sehr viel Zeit genommen, um nach bestem
Wissen
und Recht den Bauantrag zu bearbeiten, sie hatten es damit sicherlich
nicht leicht,weil es für sie auch ein neues Feld war. Leider
kommt
der Windatlas für ganz BW erst im Februar auf den Tisch, ich
bin
überzeugt, manche Dinge hätten sich von alleine
erledigt. Wie
einfach wäre es gewesen, wenn da mehr Klarheit geherrscht
hätte. Ich vermute , das der Standort nicht die
nötige Wind
beziehungsweise Strommenge bringt, mit dem man so ein Bauwerk
rechtfertigen kann. Mit dem Windatlas hätte sicherlich der
Regionalverband damals den Platz nicht
ausgewiesen (hatte er ja auch gestrichen! Und er wurde dann aber von der
Genossenschaft auf einem silbernen Tablett wieder angeboten. Warum
sollte man
so ein Geschenk ablehnen?).
Das Gleiche gilt für die
Abstände zur Bebauung. Warum gibt es keine einheitliche
Regel für alle Bundesländer? Damit könnte
man Diskussionsstoff vermeiden.
Außerdem wäre eine
Volksbefragung der angrenzenden Gemeinden zum Vorteil
gewesen. Das ist gelebte Demokratie. Damit kann ich mich mit meinem
Demokratieverständnis abfinden. Auch wenn es vielleicht anders
ausgehen würde,
wie ich es vielleicht wünsche. Schließlich ist es
unser Dorf! Es gehört nicht
wenigen, die eine Idee haben und auch nicht Anlegern, die oft auch gar
nicht hier
wohnen, die aber Erträge erwarten.
Egal wie die Entscheidung ausgeht, die unendliche
Geschichte geht weiter, keine
Seite wird sich zufrieden geben! Ich hoffe nur, dass die
Befürworter einsehen
werden, dass es nicht ausreicht, ein Alibiwindrad monströsen
Ausmaßes gegen die
Wolke in die Landschaft zu setzen, sondern sie auch Ihren Mitbewohnern
verpflichtet sind. Herr Landrat Dr. Haas hat gesagt, dass, wenn die
Antragsteller
noch schnell alles Fehlende liefern, die Entscheidung ganz schnell
fallen wird.
Na dann eine schöne Bescherung!
Ingrid Maier
Leserbrief von Herrn Eberhard
Pfitzner, veröffentlicht
in der
Bietigheimer Zeitung am 14.12.2010 und Ludwigsburger
Kreiszeitung am 16.12.2010
Zur Windernergieanlage Husarenhof -
Vogelsterben einkalkuliert ?
Als
Naturfreund und letztlich Befürworter von
Energiegewinnung
aus natürlichen Ressourcen ist es
für mich
schockierend, dass ein Windrad der größten Kategorie
mitten im Binnenland in
windfraglicher Gegend und sogar in der Nähe von Wohnbebauung beim Husarenhof errichtet
werden soll.
Denn
bisher ist allen Befürwortern, Gegnern und
Genehmigungsbehörden sicher entgangen, dass es beidseits der
Enz Vogelfluglinien
gibt. Im letzten Herbst
konnte ich mich mit einigen Bekannten davon überzeugen, dass
Vogelschwärme unterschiedlicher
Arten, von Besigheim sowohl über die Lug, als auch
über den Forst am Husarenhof
vorbei in Richtung Süden ziehen, oft in Höhe der
geplanten Windradflügel.
Ferner
kann doch nicht billigend in Kauf genommen werden,
dass neben den durchziehenden Vogelschwärmen
zusätzlich
hier lebende
Greifvögel dem Windrad zum Opfer fallen können. Denn
diese kreisen häufig
majestätisch in
Höhen von 100-200 m über
dem ausgewiesenen LSG „Enztal zwischen Bietigheim und
Besigheim“ und Umfeld.
Besonders
nachdenklich zur Windkraftthematik hat mich der
sehr gut recherchierte objektive Beitrag
des SWR (bitte in voller Länge
anschauen!) vom 19.11.09 gestimmt,
abrufbar unter dem Link:
http://www.gegenwind-husarenhof.de/video2.html.
Ich
möchte meinen Enkeln in Jahren noch Greifvögel in der
Natur zeigen können und nicht nur stilisiert auf Tafeln,
welche
Landschaftsschutzgebiete ausweisen.
Leserbrief von Herrn
Günter Heitel, veröffentlicht
in der
Bietigheimer Zeitung am 01.12.2010
EEG-Umlage ist wenig sozial
Peter Zeller
schreibt, der
Netzausbau wäre schon für sechs Milliarden Euro zu
haben. Da
kommen Zweifel auf, und zu den Vorstellungen der zuständigen
EU-Kommission besteht noch eine kleine Differenz. Um Energiesicherheit
zu gewährleisten und um die Klimaziele zu erreichen, muss nach
deren Ansicht in den nächsten zehn Jahren wohl eher das
Hundertfache aufgebracht werden. Rund eine Billion Euro müssen
in
die EU-Energieinfrastruktur investiert werden. Alleine 30 000 Kilometer
Stromleitungen müssten gebaut oder modernisiert werden,
heißt es in der "Energiestrategie 2020", die Anfang November
von
EU-Energiekommissar Günther Oettinger präsentiert
wurde. Wer
das wohl bezahlen wird?
Was die
EEG-Umlage
betrifft: Die Stromverbraucher bezahlen ab Januar 4,20 Cent je
Kilowattstunde für diesen Zuschlag. Nachdem die Stadtwerke die
EEG-Umlage eins zu eins weiterreichen, bezahlen die Verbraucher in der
Grundversorgung so für den Verbrauchspreis statt 18,68 Cent
22,88
Cent für die Kilowattstunde Strom. Wir haben so die
höchsten
Strompreise in Europa.
Die vielen
Milliarden
sollten nicht verschwendet, sondern zielführend ausgegeben
werden.
Aufwand und Nutzen stehen beim deutschen Solarstrom in keinem
Verhältnis. Finanziert werden unwirtschaftliche Kosten und
zweistellige, 20 Jahre garantierte Renditen für Investoren.
Die
Umlage ist wenig sozial, sie kommt einer Umverteilung von Arm zu Reich
gleich. Mieter zahlen die Kosten und Renditen beispielsweise
für
die Dachanlagen- und Solarparkbetreiber mit dem
überhöhten
Strompreis. Der Effekt des deutschen Solarstormbeitrags für
Klima
und Umwelt ist dabei minimal und im Saldo gar umstritten. Die Sonne
scheint in unseren Breiten nunmal unzuverlässig und im Schnitt
nur
zu einem Sechstel der Zeit.
Günter Heitel,
Bietigheim-Bissingen
Leserbrief von Herrn Thilo Schäfer, veröffentlicht
in der
Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ/NEB) am 09.08.2010
Nicht bei uns
Wie viel hässliche (Industriebau-)leichen
(zum
Beispiel Kraftwerk Marbach) oder Ähnliches wollen wir in
unserer
Region noch(?), dazu auch noch in so exponierter Lage? Auf der
Gemarkung Freiberg in Richtung Ludwigsburg stehen im Übrigen
noch
eine Vielzahl von Strommasten für die
Überlandleitungen
unserer Stromkonzerne.
Es ist unumstritten, dass wir alternative Energien
benötigen. Aber sicherlich nicht in dieser Region und vor
allem in
dieser Höhe 180 Meter(!!!) Das Projekt darf nicht realisiert
werden. Man stelle sich nur vor, jede Gemeinde schlägt diesen
Weg
ein.
Thilo Schäfer
Freiberg a./N.
Leserbrief von Herrn Thomas
Schöller, veröffentlicht
in der
Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ/NEB) am 26.07.2010
Anmerkung
der BI: Es hat 17!!! Tage gedauert, bis dieser Leserbrief abgedruckt
wurde. Warum wurde er nicht schon vor der Besigheimer
Gemeinderatssitzung veröffentlicht? Wir stellen den Leserbrief
daher ungekürzt ein.
Wie im
Sprichwort
Die
Einigkeit der Ingersheimer Gemeinderäte sollte doch stutzig
machen. Im Hinblick auf die
Abstimmung im Pleidelsheimer Gemeinderat, wo das Abstimmungsergebnis
zugunsten der WKA sehr
knapp war und wohl nur durch die Stimme des Bürgermeisters
gerettet werden konnte, fällt mir dazu nur ein –
Eine
Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Die
Beiträge der
sich zu Wort gemeldeten Gemeinderatsmitglieder waren weitgehend nur
Worthülsen, wirkten wie bestellt von einem Skript abgelesen
und
besonders bedenklich war die Tatsache, dass ein Mitglied des
Gemeinderats unverhohlen für eine Beteiligung an der
Genossenschaft warb. Das hat nicht nur ein
Gschmäckle, sondern ist schlichtweg ein Skandal.
Leider
saß dieser Herr mit dem Rücken zur Familie
Zeltwanger und konnte nicht sehen, wie sich im Laufe des
Abends
angesichts diverser Aussagen die Angst in deren Gesichter
einschlich.
Auch die Behauptung bei der Planung wurde stets
mit
offenen Karten gespielt, ist etwas weit hergeholt.Als einzige
Gegenstimme kam Volkmar Beck (FWG) zu Wort und er hat seine Ablehnung
zur geplanten WKA glaubhaft zum Ausdruck gebracht. Darüber
konnte
ich im Artikel nichts lesen. Vielmehr wird gleich zu Anfang des
Artikels wieder der Eindruck erweckt, die Mitglieder der
Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof wären nur
Querulanten.
Einige Gründer der Energie-
genossenschaft haben das ja schon deutlich mit noch schärferen
Worten zum Ausdruck gebracht. Wenn es um erneuerbare Energien geht,
wird halt kein Widerspruch geduldet, basta.
Den schwarzen Peter hat jetzt jedenfalls das
Landratsamt. Dieses musste zugeben dass hier Neuland betreten wird.
Einige Fragen sind demnach immer noch offen und man muss sich
dazu, laut Herrn Häberle, selbst erst erkundigen und fremden
Rat
einholen. So steht zu befürchten, dass dann wohl viele
Ergebnisse
keine Ist-Werte, sondern genau wie das Schallgutachten tituliert wird,
nur Prognosen sein werden. Da werden die zukünftigen
Genossenschaftsmitglieder gute Nerven brauchen, wenn eventuell die
erste gerichtlich verfügte Zwangsabschaltung ins Haus steht.
Volker Godel sieht die Windkraftanlage ja als
Zeichen
der Zeit. Da könnte er an diesem Standort auch eine Uhr
aufstellen. Ein Zeichen der Zeit wäre für mich zum
Beispiel,
wenn die politische Kaste als Vorbild auf die erhöhte
Einspeisevergütung bei ihren eigenen PV-Anlagen verzichtet,
sich
privat ohne staatliche Subventionen sofort ein teures Elektroauto
anschafft sowie auf den Zweitwagen verzichtet und auch die Dienstwagen
kleiner werden. So könnten dann tatsächlich doch noch
einige
Ingersheimer Bürger vom Strom der fraglichen Windkraftanlage
profitieren oder geht das etwa technisch gar nicht?
Thomas Schöller
Marbach
Leserbrief von Herrn Thomas
Schöller, veröffentlicht
in der
Bietigheimer Zeitung (BZ) am 22.06.2010
Mindestabstand
gefordert
Zum offenen
Brief des Werner Wölfle vom 17. Juni 2010
Die CO2- Leier der Grünen kann ich schon nicht mehr
hören.
Die halbe Welt weiß, dass die Daten der Klimaforscher
bezüglich der Erderwärmung vorsichtig
ausgedrückt zu
falschen Ergebnissen geführt haben. Kopenhagen war ein
Desaster,
das Kyoto-Protokoll hat keine Kraft mehr. Kanada vermeldet aktuell,
dass es die Verpflichtung zur Verminderung des CO2 Ausstoßes
um
90% senkt und zwar aus wirtschaftlichen Gründen. Weitere
Länder werden bald folgen.
Wenn es Werner Wölfle und seinen Mitstreitern auch um die von
den
Windkraftanlagen betroffenen Menschen gehen würde, dann
würden sie dafür Sorge tragen, dass es zu
Windkraftanlagen in
Baden-Württemberg endlich verbindliche
Mindestabstände gibt.
Erfahrungen in den anderen Bundesländern zeigen, dass ein
Mindestabstand von 1500 m zu Siedlungen und Gehöften dringend
notwendig ist.
Die Plattitüden des Herrn Wölfle sind jedenfalls
nicht geeignet um mit ihm die Friedenspfeife zu rauchen.
Thomas Schöller
Marbach
Leserbrief von Frau Ingrid
Maier, veröffentlicht im
Stadtanzeiger
Ludwigsburg am 02.06.2010
"Wir
Gegner sind keine Chaoten"
Vielen
Dank für den Bericht über das Windrad. Es war einer
der wenigen Berichte, die sehr sachlich das Thema angingen.
Ich gehöre nicht zu den Befürwortern , werde aber nie
die
andere Seite nieder machen, den das ist kein demokratisches Gebaren.
Wir Gegner des Standorts im verdichteten Raum Ludwigsburg sind
nämlich keine Chaoten, sondern Menschen, die eben anderer
Meinung
sind.
Im Kommentar des Journalisten kann er seine Meinung vertreten, ein
Bericht ist eben etwas anderes. Warum wird das so oft falsch gehandhabt?
Ingrid Maier
per E-Mail
Leserbrief
von Frau Renate Fischer, veröffentlicht in der
Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ
/ NEB) am 28.05.2010
unveränderte
Originalversion
Werbeveranstaltung
so
jedenfalls ist
mein Eindruck von diesem Abend. Blieb deshalb auch der
angekündigte Herr Dr.
Greising vom Wirtschaftsministerium dem Vortrag fern, weil er sich
nicht vor
den Werbekarren spannen lassen wollte? Wie oft der Name Enercon genannt
wurde,
kann ich gar nicht mehr sagen, irgendwann habe ich aufgehört
zu zählen.
Die
Veranstalter
gingen wohl davon aus, dass die Besucher wenig Sachkenntnisse haben.
Die
Ausführungen waren eher oberflächlich. Die erhebliche
Belästigung und die gesundheitlichen
Risiken der Windenergie wurden verniedlicht. Technische Aussagen stark
übertrieben. So etwa, daß die neue Generation von
Windkraftanlagen auch schon unter einer Windgeschwindigkeit
von 2 m/s Strom erzeugen könne. Wieviel das ist haben sie
nicht gesagt.
Jedenfalls, eine Enercon E-82 erzeugt bei 2,0 m/s lächerliche
3 KW. Bezogen auf
die Nennleistung von 2000 KW also gerade mal 0,15% der
möglichen Leistung.
Deshalb läuft die Anlage auch erst mit Verzögerung ab
2,5 m/s an und produziert
dann bei dieser Windgeschwindigkeit nicht einmal lausige 20 KW.
Nun
befinden wir
uns aber im Landkreis LB in einer der windärmsten Gegenden
Deutschlands, wo das
für einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb von
Windrädern erforderliche
Windaufkommen nicht vorhanden ist.
Ich
denke, hinter
diesen Aussagen steckt nur die Absicht eine plausible
Erklärung zu verkaufen,
warum in Zukunft in Murr, Benningen und anderen Orten eine 180 m oder
noch
höhere Windkraftanlage zu stehen hat. Ökonomische und
ökologische Bedenken sind
unerwünscht, es geht hier um politische und wirtschaftliche
Erwägungen. Da kann
man nur froh sein, dass eine Nutzung der Windkraft in Ludwigsburg-City
sich
tatsächlich nicht lohnen soll.
Aber
auch da
werden Herr Schweizer und Herr Blasenbrei-Wurtz sicherlich noch einen
Weg
finden.
Renate Fischer
Marbach
Leserbrief
von Herrn Thomas Schöller, veröffentlicht in der
Bietigheimer Zeitung (BZ) am 01.06.2010
gekürzte
Texte sind fett markiert
Zum
Leserbrief "von Herrn Dr. Kock - Argumentation der Gegner ist
verräterisch"
Was
Herr Dr. Kock mit verräterisch meint sei mal
dahingestellt. Seine Aussagen verraten mir jedoch, dass er sich selbst
nicht so
mit dem Thema Windkraft auskennt. Bezüglich der Aussage
über die
Windgeschwindigkeit von 5 m die Sekunde gemessen in 30 m Höhe
bleibt
festzustellen, dass die Höhe einer Windkraftanlage
für diese Aussage keine
Rolle spielt.
Vielmehr
handelt es sich hier um eine Referenzwertangabe die
für eine Beurteilung der Windgeschwindigkeit und des
Windenergieertrags einer
WKA bezogen auf die Nabenhöhe herangezogen werden kann und
diese Angabe ist
auch für eine Beurteilung der Wirtschaftlichkeit geeignet. Die
Windgeschwindigkeit wird dann mittels weiterer
Oberflächenparametern wie
Weibullparameter und Rauhigkeitslänge
auf die Nabenhöhe der WKA
hochgerechnet.
Im
obigen Beispiel wäre die Windgeschwindigkeit in 10 m
Höhe
gerundet bei 4 m die Sekunde. Auf den Seiten des
Wirtschaftsministeriums von
Baden-Württemberg steht zum Thema Energetisches Potential -
"Eine mittlere
Windgeschwindigkeit von 4 m/sek in 10 m Höhe ist die absolut
unterste Grenze
einer sinnvollen Nutzung der Windenergie; sicherer ist es, als
Messlatte für
eine Investitionsentscheidung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,5
m/sek
in 10 m Höhe anzusetzen.
Dort
steht auch zum Thema Investitionskriterien einiges
drin, das einen Investor doch nachdenklich stimmen sollte. Das hat wohl
auch jüngst
die Stadtwerke Fellbach dazu veranlasst, sich von ihren
Windkraftanlagen auf der
Schwäbischen Alb zu verabschieden. Der Grund: zu wenig Wind (die Gutachter
sahen das aber nicht so) und daraus folgend war
offensichtlich keine
Wirtschaftlichkeit gegeben. Die Stadtwerke Fellbach
versprechen sich und jetzt
Achtung – mehr Stromerträge durch einen
Offshore-Seepark in der Ostsee!
Jedenfalls
liegt Herr Prof. Quambusch in diesem Fall wohl
nicht so falsch. Vielleicht
sind seine anderen Ausführungen dann auch richtig?
Thomas
Schöller
Marbach
Leserbrief
von Herrn Thomas Schöller, veröffentlicht in der
Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ
/ NEB) am 26.05.2010
Die Katze aus
dem Sack gelassen
hat an
diesem
Abend die
Windrad-Genossenschaft Ingersheim, wenn man der
im Artikel gemachten Aussage vertrauen kann, das sich die Einnahmen
durch den Stromverkauf auf 333 000 Euro belaufen.
Nun
plötzlich würde
der Ertrag drastisch auf etwas über 3,3 Millionen KW sinken.
Dieser Ertrag errechnet sich aus der Angabe der Einnahmen durch den Stromverkauf und
der Angabe der Einspeisevergütung, sowie durch die direkte
Aussage
eines Gründungsmitglieds der Genossenschaft am gleichen Tag.
Auf der Veranstaltung der Initiatoren am 12. März in der
SKV-Halle in
Ingersheim, haben die Betreiber vor versammelter Gemeinde den
Energieertrag der Windkraftanlage mit 4,14 Millionen KW angegeben,
nachdem im Vorfeld der damaligen
Versammlung dieser Ertrag auch schon niedriger angegeben war. Was
stimmt also nun? Auch von der erwarteten Rendite von 10% p.a. ist nicht
mehr die Rede.
Schlimmer noch,
durch diesen wohl geringen Energieertrag ist auch der Erhalt der
gesetzlich
vorgesehen Einspeisevergütung in Frage gestellt. Aus meiner
Sicht
werden die 60% Referenzertrag-Kriterien deutlich
unterschritten,
wenn
man die Zahlen vom FWG (Födergesellschaft Windenergie e.V.)
heranzieht.
Das Verhalten der Genossenschaftsgründer ist nicht
seriös. Dazu passt
auch die
Aussage der Initiatoren, sie wollen bei der Sache nichts verdienen. Das
gilt
zumindest nicht für Albert Krauter, der kann sich wohl
über einen hohen
Pachtertrag für seinen Acker erfreuen.
Thomas Schöller
Marbach
Leserbrief
von Herrn Gerhard Dupper, veröffentlicht in der
Bietigheimer Zeitung (BZ) und Ludwigsburger
Kreiszeitung (LKZ / NEB) am 22.04.2010
"Wir
können alles, außer Wind"
Besteht
an der Windkraftanlage überhaupt ein überwiegendes
öffentliches Interesse, oder ist es das Steckenpferd einiger
privater
kapitalkräftiger Initiatoren, die mit Sponsoring, Zuschuss und
Fördermittel aus
dem Steuertopf ihr Steckenpferd verwirklichen und sich ein Denkmal
setzen
wollen?
Garantieren die von der GbR eingekauften Gutachten die
auftragsorientiert
dargestellten Ergebnisse, oder garantiert die Natur, die angenommenen
Ausgangswerte dauerhaft zu liefern? Wer entschädigt die von
den Nachteilen der
Anlage Betroffenen, wenn die Ergebnisse nicht erreicht werden? Wer
entschädigt
das verschwundene Landschaftsbild und die negativen
Naturveränderungen? Alle
diese Fragen sind vor einer Genehmigung von der
Genehmigungsbehörde, dem
Landratsamt, bindend abzuwägen, und das Protokoll ist
hierfür öffentlich
zugänglich zu machen.
Ich bin gewiss kein Gegner von regenerativer Energiegewinnung, da ich
anderweitig bereits beteiligt bin. Wenn an diesem Standort die
Nennleistung
erreicht würde, könnte ich Verständnis
dafür aufbringen. Auf jeden Fall müssen
die Grundlagen für eine annähernde
Konkurrenzfähigkeit zu anderen
Windkraftanlagen gegeben sein.
Obwohl mit dem heutigen technischen Stand von derartigen Anlagen nur
ein Teil
der Nennleistung an diesem Standort erreicht werden kann, ist das
Gebiet als
geeigneter Standort ausgewiesen, vielleicht unter dem Landesmotto: "
Wir
können alles.....auch ohne Wind". Mir erweckt sich der
Eindruck, im
Wettstreit der Windradenergie unbedingt mitspielen zu wollen, koste es
was es
wolle. Diese arrogante Einstellung entwertet das Original des
Landesmottos und
könnte in Sachen Leistung und Wirtschaftlichkeit im Lande
Schild zuhause sein.
Ohne Hinzuziehung eines staatlichen, neutralen Gutachtens bleibt die
Genehmigung zweifelhaft und führt vor allem bei den
Betroffenen zur
Unglaubwürdigkeit und Verdruss gegenüber der
Verwaltung.
Gerhard Dupper,
Besigheim
Leserbrief
von Frau Gisela Raschick, veröffentlicht in der
Bietigheimer Zeitung (BZ)) am 21.04.2010
Höher
als der Frankfurter Dom
Wir
besuchen
immer mal wieder das malerische Städtchen Besigheim mit seiner
wunderschönen
Umgebung. Besonders die Bauernhöfe "Husarenhof" haben es
unseren
Kindern angetan, denn dort laufen Hühner, Gänse,
Schafe, Ziegen und Pferde frei
herum. Auch sind dort sehr seltene Greifvögel zu beobachten,
Eulen, Käuzchen
und Milane. Nun haben wir erfahren, dass in unmittelbarer Nähe
davon ein
Windrad in Höhe von 180 Metern gebaut werden soll. Das ist ja
fast doppelt so
hoch wie der Turm des Frankfurter Domes!
Und
bei einem Windrad wird es wahrscheinlich nicht bleiben. Welch ein
Einschnitt in die Landschaft, in die Tierwelt, und was für
eine Zumutung für
die "Husarenhöfer" Bauern. Wenn dieses Windrad steht, ist
für uns
Besigheim als Urlaubsort gestorben!
Gisela
Raschick
Frankfurt/Main
Leserbrief
von Herrn Hans Moser, veröffentlicht in der
Bietigheimer Zeitung (BKZ)
vom
01.04.2010,und Ludwigsburger Kreiszeitung
(LKZ) am 19.04.2010
Infraschall
ist laut
Abhandlung gefährlich
Den
Interessierten an der Windkraftanlage in Ingersheim empfehle
ich dringend, im Internet die Abhandlung von Prof. Erwin Quambusch und
Martin
Lauffer "Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr" sehr
aufmerksam
zu lesen.
Dort heißt es unter anderem:
"Windkraftanlagen erzeugen
unzweifelhaft Infraschall. Im Gegensatz zu den
Äußerungen von Behörden und den
den Anlagebetreibern nahestehenden Institutionen, Infraschall sei
völlig
harmlos, verweist eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern auf die
gesundheitliche Gefährlichkeit des Infraschalls.
Die Gefahr stellt sich
inzwischen als so hinreichend wahrscheinlich dar, dass an die Stelle
der bisher
gepflegten Ignoranz staatliche Maßnahmen der Gefahrenabwehr
und der
Gefahrenvorsorge treten müssten."
Von befragten Anwohnern einer
Windkraftanlage klagten "82 Prozent über
Schlafstörungen, 80 Prozent über innere
Unruhe, 80 Prozent über Herz- und Kreislaufprobleme und 60
Prozent über einen
erhöhten Blutdruck." Und weiter heißt es: "Von
naturwissenschaftlicher Seite
wird ein Mindestabstand von etwa 2,5 Kilometer empfohlen."
Ich glaube
jeder Kommentar erübrigt sich. Aber bitte nochmals zur
Klarstellung: Ich bin
nicht gegen die Windkraft, sondern gegen die Errichtung einer Anlage an
dem
jetzt vorgesehenen Ort, in der vorgesehenen Höhe von 180 Meter
und in einer
Entfernung von 370 Metern zum nächsten Bauernhof.
Es kann nicht sein,
dass der energiepolitische Fortschritt auf dem Rücken von
einigen wenigen
Bürgern ausgetragen wird.
Hans Moser
Besigheim
Leserbrief
von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der
Bietigheimer Zeitung (BKZ) am
13.04.2010
ZUM
ARTIKEL "BUND SETZT SICH FÜR WINDRAD IN INGERSHEIM EIN"
Nicht
mehr ruhig schlafen
Wo
hätten die Leute vom BUND den gerne
die weiteren tollen Standorte für WKA´s im Kreis?
Zugunsten
des angeblich und nicht bewiesenen Klimawandels durch den Menschen
opfern diese Leute die Natur und die knappen Erholungsgebiete ihrer
Heimat. Wie weit würden sie dafür gehen?
Wenn es
nachvollziehbare Qualitätskriterien geben würde,
käme
man zu dem Ergebnis, dass es im Kreis überhaupt keine
Windkraftanlage geben dürfte. In einem hat der BUND recht, der
Standort Ingersheim ist nicht besser geeignet als andere in der Gegend.
Er ist nämlich genauso ungeeignet wie die anderen Standorte.
Die
Herrschaften
sollten sich erst mal eine solche 179 m hohe Anlage anschauen und dann
noch mal ihre Kompromissformel für die WKA in Ingersheim
überdenken. Noch besser, gehen Sie in die Gemeinde ESTINNES in
der
Vallonie, Belgien. Dort hat man diese Gemeinde vor einigen Monaten als
Versuchskaninchen für die Enercon E-126 mit 200m Höhe
hergenommen. Mittlerweile liegen einige Bewohner im Krankenhaus. In
einem Umkreis von einem 1km können die meisten nicht mehr
ruhig
schlafen.
Solche
Zustände könnte es bald auch bei uns geben, wenn
weiterhin
dermaßen radikal die Windkraft gefordert wird.
Thomas
Schöller
Marbach
Leserbrief
von Herrn Ernst Theobald, veröffentlicht in der
Ludwigsburger
Kreiszeitung (LKZ) / Neckar-Enzbote (NEB) am
4.03.2010
Windkraft
erhöht den
Strompreis
Wer
Windkraft baut, verlängert die Laufzeit von Atomkraftwerken
oder
baut Gaskraftwerke. Und: Wer Wind sät, wird doppelten
Strompreis
ernten!
Die
Aussage „Windkraft kann 1000 Haushalte mit Strom
versorgen“
ist eine propagandistische Lüge der Windindustrie. Dies will
ich
begründen. Windkraft ist parasitär: Sie braucht immer
einen
Flautenfüller-Sklaven, der als Doppelinvestment errichtet
werden
und im Doppelbetrieb mitlaufen muss.
Sklave,
weil er 82 Prozent (zirka 19 Stunden pro Tag) arbeitet und der Wind nur
18 Prozent (fünf Stunden). Wer kann als Sklave arbeiten? Wir
haben
die Wahl zwischen Pest und Cholera: Atomkraftwerke können als
Sklave arbeiten. Das heißt, wir brauchen zweimal die
installierte
Windleistung als Windsklave. Bei
Gaskraftwerken genügt einmal die Windleistung als Sklave.
Beispiel:
2009 wurden in Deutschland zirka 1000 neue Windräder mit
zusammen
zwei Gigawatt Leistung gebaut. Um deren Windflauten zu füllen,
müssen Neckarwestheim und Biblis mit zusammen rund vier
Gigawatt
auf Dauer am Netz bleiben.
Wen
wundert es da noch, dass Doppelinvestment und Doppelbetrieb nach
wissenschaftlichen Studien mittelfristig zu mehr als dem doppelten
Strompreis führen? Alle Zusatzkosten zahlt letztlich jeder
zwangsweise mit der Stromrechnung. Das ist Umverteilung von unten zu
den reichen Kapitalanlegern, die sich an Windkraftwerken und
Stromkonzernen und deren Gewinnen beteiligen können. Und wegen
der
Doppelbelastung bringen Windkraftwerke keinerlei CO2-Einsparung.
Nur Gemeckere? Oder sehe ich auch Wege? Ja ! Alle nachhaltigen
Energiequellen, die alleine bedarfsgerecht Strom liefern
können,
zum Beispiel Geotherme, Wasser, Biomasse.
Ernst Theobald
Leserbrief
von Herrn Gerhard Schembera, Ingersheim;
veröffentlicht
am 4.03.2010 in der
Bietigheimer Zeitung
Landschaftsbild
wird verunstaltet
Beim
Streuobstpflegetag in Ingersheim gab Bürgermeister Godel
folgenden
Satz von sich: „Unser Landschaftsbild soll erhalten
bleiben.“ Meine Frage hierzu ist, muss
diese Aussage nicht nur für den Erhalt der Streuobstwiesen
gelten,
sondern auch für das Verhindern des geplanten Windrades ? Wenn
Godel ein Verfechter unseres Landschaftsbildes ist, wie kann er dann
gleichzeitig ein Befürworter eines 180 Meter hohen Windrades
sein,
das dann auch noch an der exponiertesten Stelle unserer Gemarkung
stehen soll, unmittelbar vor der Türe unserer Nachbargemeinde
Besigheim ? Godel wird doch nicht allen Ernstes glauben, dieser
„Oschi“ passt an diese Stelle und trägt
zur
Verbesserung des Landschaftsbildes bei.
Die
Überschrift der BZ über diesen Streuobstpflegetag
lautete
übrigens: „Heimische Lebensräume
retten.“ Welche
Ironie !
Gerhard Schembera
Ingersheim
Leserbrief (zum Standortstreit
im Jahr 2002: Husarenhof /
Lange Heg /
Neckarhäldenwald) v. Herrn Jürgen K. Berner,
Steinheim,
veröffentlicht am
30.03.2002 in der LKZ / NEB
Wunsch
Windkraft
Zum Thema Windkraft als alternative
Energie
gibt es vage Wunschhypothesen, aber leider keine zuverlässigen
Aussagen über die Effizienz und Wirtschaftlichkeit
für den
täglichen Energiebedarf der Bundesrepublik. Dass sich
Widerstand
seitens der Bevölkerung gegen die Vergewaltigung mit
Windrädern durch den Gesetzgeber und so genannte
Windradbetreiber
formiert und organisiert, ist zwangsläufig. Zunehmend wird
erkannt, dass eine wachsende Anzahl von Profiteuren mit Erlaubnis des
Gesetzgebers rücksichtslos gegenüber den betroffenen
Anwohnern und der Naturlandschaft vorgeht. In
Aufklärungsveranstaltungen seitens der Betreiber bleibt die
Wahrheit allzu oft auf der Strecke beziehungsweise wird unterschlagen:
Dass
Schallgeräusche von
Windkraftanlagen über Kilometer transportiert werden und bei
ungünstiger Windachse betroffene Bürger besonders
nachts
darunter zu leiden haben. Über die Belastung durch Infraschall
wird überhaupt nicht geredet, obwohl eine
Gesundheits-Belastung
durch die nicht hörbaren Schallwellen festgestellt wurde.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Infraschall zu Vibrationen in
Gebäuden führt, diese Vibrationen sind in
Gebäuden
stärker wahrnehmbar als im Freien.
Kontrollmessungen
beschränken sich
jedoch bisher auf die Erfassung im
„hörbaren“ Bereich.
Alle Steuerzahler subventionieren den Windstrom mit und nur die
Betreiber und ihre Geldgeber profitieren. Dass eine große
Anlage
zum Beispiel ein Dorf mit ausreichend Strom versorgen kann, entspricht
nicht der Wahrheit. Fossile Kraftwerke müssen immer in Betrieb
gehalten werden, um bei Windstille sofort einspringen zu
können,
unabhängig von den Atomkraftwerken, falls diese eines Tages
ganz
abgeschaltet würden. 3,5 % des in Jahren erst erzeugten
Strombedarfs sind schlicht und einfach zu wenig, um Windkraftwerke
professionell zu betreiben.
Fossil
betriebene Kraftwerke belasten also
auch bei Wind unseren Luftraum weiter. Auch Aussagen, wie das
Landschaftsbild sei durch Hochspannungsleitungen und
Straßenbau
sowieso schon verunstaltet, sind infam. Soll denn die
Bevölkerung
zusätzlich von Windrädern gestört und das
Landschaftsbild zusätzlich belastet werden? Mit solchen
Aussagen
setzen sich angeblich „Grüne“ selbst vor
die Tür.
Behördlich angeordnete Nachmessungen an bereits bestehenden
Anlagen werden ohne Mitspracherecht der Betroffenen zeitlich so
gewählt, dass die Richtwerte nach der technischen Anleitung
„Lärm“ den Schutzansprüchen der
Betroffenen
scheinbar genügen. Nicht betroffene Bürger sollten
ihre
Begeisterung für das Windrad nicht erst überdenken,
wenn sich
auf jedem Hügel solch eine Anlage befindet, denn dann ist es
zu
spät für einen Sinneswandel.
Jürgen
K.
Berner
Steinheim
Leserbrief
v. Frau Ingrid Maier, Ingersheim,
veröffentlicht in der
Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) / Neckar-Enzbote (NEB)
am 18.03.2010
Offene Fragen
Das
muss man den Befürwortern des Windrades lassen: Die
Veranstaltung
am vergangenen Freitag war professionell aufgezogen.
Der
Standort
ist also als Vorranggebiet ausgewiesen und damit ist jeder Widerstand
laut der Verwaltung und den zuständigen Behörden
zwecklos !Ich
frage mich nur, wie es dann Besigheim gelungen ist, dass das Windrad
nicht auf die dortige Markung kommt. Anscheinend hört man doch
auf
die Gemeinden, wenn sie so etwas ablehnen ? Auch die Abstände
des
Windrades zur Bebauung möchte ich hinterfragen, da sie ja wohl
jedes Bundesland selber regeln kann. In den nördlichen
Bundesländern gibt es viel freie Fläche und dort
wohnen
wenige Menschen. Trotzdem sind die einzuhaltenden Abstände
viel
größer.
Sollte
man hier nach dem Prinzip verfahren, wir in Baden-Württemberg
machen die Abstände einfach kleiner, weil sonst kein Windrad
möglich ist ? Es muß doch Zahlen geben, die
ausweisen, wie
viele Meter zumutbar sind. Der Hersteller Enercon hat andere Zahlen
genannt, als hier üblich sind. Das macht nachdenklich ! Ich
hoffe,
das Landratsamt als Genehmigungsbehörde wird da
gründlich
recherchieren.
Die
meist sachliche Diskussion war sehr erfreulich. Besonders sachlich war
der Beitrag des Landwirts Klaus Zeltwanger, der sich im Selbstversuch
mit seiner Familie die Mühe gemacht hatte, unter einem Windrad
zu
stehen und den Schattenschlag zu erfahren. Er muss
schließlich
mit dem Windrad leben. Sogar Befürworter des Windrades bekamen
danach Bedenken. Das lässt hoffen !
Im Übrigen
bleibt immer noch die Frage, wie eine Industrienation wie Deutschland
ihre Energieversorgung 365 Tage im Jahr sicherstellen will, ohne
Atomstrom (wegen der Gefahr) und ohne Kohlekraftwerke
(wegen des CO2-Ausstoßes).
Hoffentlich nicht
mit Tausenden von Windrädern ! Ich
appelliere an das Landratsamt: Auch menschliches Wohlbefinden ist
Ingrid
Maier
Ingersheim
Leserbrief v. Herrn
Günter Heitel,
veröffentlich in
den Stuttgarter
Nachrichten am 27.02.2010
Wind- und
Sonnenstrom
Was
für
Windstrom gilt, trifft erst recht für den Sonnenstrom zu und
da sind wir im so sonnigen Deutschland ja schon Weltmeister.
Schattenkraftwerke sind erst recht beim Solarstrom erforderlich. Die
Sonne scheint in Deutschland nur zu 10 - 20 Prozent der Zeit. Da sieht
es beim Wind schon noch besser aus.
Gefördert wird der PV-Strom aber wie keine andere erneuerbare
Energieform. Die sogenannten Solarschulden, die die Verbraucher in den
nächsten zwanzig Jahren per Umlage abbezahlen müssen
betragen schon
jetzt mehr als 100 Mrd. €. Wie man sieht, ist die Politik zu
einer
echten Korrektur nicht in der Lage. Die Schweizer haben jetzt ihre
bescheidene und für die Verbraucher gedeckelte
Förderung um 18 Prozent
gesenkt, mit Rückwirkung zum 1. Januar 2010!
Es werden weitere Milliarden an Belastungen für den deutschen
Verbraucher hinzukommen. Für jede eingespeiste kWh Solarstrom
wird
aktuell im Schnitt 50 Cent bezahlt. Der Marktpreis beträgt
rund 6 Cent,
die Differenz zahlt der Verbraucher!
Die Ziele des Energiewirtschaftsgesetzes, die Verbraucher so
günstig wie möglich, umweltfreundlich und sicher zu
versorgen, werden hier nicht
verfolgt. Es geht um die besondere Förderung und
Stützung einer
einzelnen Branche, die nicht konkurrenzfähig ist und es geht
um die
Verlustdeckung und den Profit der Einspeiser. Die Umlage stellt quasi
eine schleichende Enteignung der Verbraucher zu Gunsten Dritter dar.
Eine Enteignung ist allerdings nur im Ausnahmefall zu Gunsten der
Allgemeinheit nach unserem Grundgesetz zulässig. In diesem
Jahr zahlen
die Verbraucher für jede kWh-Strom schon 2,44 Cent EE-Umlage.
Wenn Tonnen von Solarzellen im Jumbos kurz vor Jahresende aus China
eingeflogen werden um sich die höchste Förderung
für 20 Jahre zu
sichern, dann zeigt das die Profitorientierung. Mit Interesse am
Klimawandel oder der Umwelt hat das nicht mehr viel zu tun. CO2-frei
und unschädlich ist da auch nichts. Manche der installierten
Zellen sind
mit Cadmium beschichtet. Auch dieser Schrott wird entsorgt werden
müssen.
Leserbrief v. Herrn Olivier
Fiechter,
veröffentlich in
den Stuttgarter
Nachrichten am 21.02.2010
Windkraft-Initiative
beginnt
Info-Kampagne
Ja, das
Gutachten,
Betreffend der Vögel und Fledermäuse möchte
ich doch mal gerne durch lesen. Den ich kann mir nicht vorstellen das
in
einem Jahr 3 Fledermäuse durchgeflogen sind über das
angesproche Gebiet. Für mich ist es schon fast provokativ eine
solche Aussage zu machen. Da ich das Gebiet selbst kenne und ein
bisschen weiss wie es um den
Fledermausbestand steht, frage ich mich wie man auf diese Zahlen kommt.
Wurde hier eine Zählung von Laien durch geführt oder
war immer
schlechtes Wetter wo keine flogen? Hier geht für mich die
Rechnung
absolut nicht auf und habe das unbestimmte Gefühl das da was
absolut
nicht stimmt.
Zu den Vögel ist zusagen das vor allem die Greifvögel
Probleme bekommen
werden, allen vorn der Rotmilan, der sich in diesen Höhen von
13-150m
sehr gerne aufhält und zu den mit Abstand am
häufigsten erschlagen Vögel zählt.
Ich bin absolut kein Gegner von Windkraftanlagen, aber es
müssen nun mal die Bedingungen stimmen, den sonst wird das nie
was richtiges. Den wenn dann doch tote Tiere gefunden werden, geht es
erst richtig wieder los.
Mit freundlichen Grüssen
Olivier Fiechter
Leserbrief v. Herrn Heinz
Michelmann,
veröffentlich in
den Stuttgarter
Nachrichten am 20.02.2010
Windkraftanlagen
sind ein
barbarischer
Akt der Umweltzerstörung
Zu
den Standardlügen der
Windindustrie gehört z.B.: „Eine einzelne
Anlage liefert genug Strom für bis zu 5000
Haushalte“. Eine - oder
beliebig mehr – Anlagen liefern nicht den Strom für
5.000 Haushalte. Bei zu wenig Wind liefern sie überhaupt
keinen Strom, die 5.000 Haushalte
stehen im Dunkeln und bei Starkwind fliegen sämtliche
Sicherungen raus. Fazit: zur Netzstabilisierung benötigt man
kontinuierlich ein
konventionelles Kraftwerk fast gleicher Leistung – ein sog.
Schattenkraftwerk – damit die 5.000 Haushalte
ständig den Strom zur
Verfügung haben, den sie benötigen. Das
Märchen, dass sich der Strom aus Wind deutschlandweit
ausgleicht, wird täglich durch die
Veröffentlichungen der EEX widerlegt.
Die oft kolportierte Aussage: „Will ich Kohlekraftwerke,
Atomkraftwerke, oder will ich alternativen Strom“ ist eine
bewusste Verdrehung der
Tatsachen. Wie oben gezeigt, sind WKA ohne konventionelle Kraftwerke
nicht möglich, will man den Verbrauchern ein stabiles Netz
garantieren.
Die Frage muss folglich lauten: „Welches Schattenkraftwerk
wollen Sie?
Kohle, Atom oder Gas (über Nabucco von Fischer, GRÜNE
oder über Gazprom
von Schröder, SPD)?
Dass CO2 auf diese Weise eingespart wird, ist nach dem oben Gesagten
ebenfalls grober Unsinn. Es entstehen die Emissionen nicht an der WKA,
sondern sie werden auf das Schattenkraftwerk verlagert.
Windkraftanlagen sind ein barbarischer Akt der
Umweltzerstörung zugunsten des Profits
weniger.
Leserbrief v. Herrn Dieter
Großhans, Ludwigsburg,
veröffentlich in
der Ludwigsburger
Kreiszeitung (LKZ) /
Neckar-Enzbote (NEB) am 20.03.2010
Lieber in der
Nordsee
Wenn
die SPD im Kreis Ludwigsburg das Windkraft-Projekt Ingersheim politisch
unterstützt, so ist das reiner Populismus und zeigt, wie
laienhaft
und unprofessionell die Genossen an dieses Projekt herangehen. Selbst
der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Knapp,
propagiert den Einsatz von derartigen Anlagen im Nordschwarzwald, aber
um Himmelswillen doch nicht in Ingersheim.
Ich
war kürzlich im Schliffkopf-Hotel und genoss den Ausblick auf
die
Natur. Dort stehen auf auf nahezu 1000 Meter geodätischer
Höhe Windkraft-Anlagen. Da die Bauwerke im Vergleich zur
geplanten
Anlage in Ingersheim wesentlich kleiner sind, fügen sie sich
angenehm in das Landschaftsbild ein.
Das Bundesamt
für Seeschifffahrt
und Hydrographie hat zwei weitere Windparks in der Nordsee genehmigt.
Nördlich des Hochsee-Windparks „He
Dreight“ kann die
EnBW zusätzlich 39 Anlagen erstellen. Sie haben eine Leistung
von
53 Megawatt. Die EnBW lädt Partnerstädte dazu ein,
sich an
diesen Projekten zu beteiligen. Wobei insbesondere Stadtwerke aus
Baden-Württemberg besonderes Interesse an einer solchen
Kooperation zeigen.
Das Beteiligungsmodell
ist so
aufgebaut, dass Interessenten zunächst eine Option auf eine
Beteiligung erwerben. Erst wenn der offshore-Windpark in Betrieb
gegangen ist und alle Wirtschaftlichkeitsdaten vorliegen,
können
die Stadtwerke ihre endgültige Investitions-Entscheidung
treffen.
Ein großer
Vorteil ist die
Begrenzung des Risikos für potenzielle Partner. Die Stadtwerke
können von den Betriebserfolgen profitieren, ohne die Risiken
während der Bauphase mittragen zu müssen. Das
wäre,
anstelle des Standorts Ingersheim, eine elegante Lösung
für
die Investoren!
Sehr
geehrte Frau Ziesenhenne-Harr, Sie führen in Ihrem Leserbrief
aus:
„ Sobald das Windrad steht und die Flügel sich
drehen, werde
ich mich an dem Anblick erfreuen in der Gewissheit, dass gerade auf
nachhaltige Weise Energie entsteht.“ Könnten Sie
diese
Freude nicht in verstärktem Maße erleben, wenn Sie
sich
daran erinnern, dass eine solche, von Ihnen unterstützte
Anlage an
der Nordsee stehtund unter viel günstigeren Voraussetzungen
Energie erzeugt?
Dieter
Großhans
Ludwigsburg
Leserbrief v. Herrn Adolf
Eisenmann
(Vorsitzender der FWV Freien
Wählervereinigung
Besigheim und FWV
-Fraktionschef im Besigheimer Gemeinderat),
veröffentlicht
unter "Ein gewaltiger
Störfaktor" in der Bietigheimer Zeitung am
20.03.2010
Ein
gewaltiger Störfaktor
Der
Mittlere Neckarraum besitzt nur noch
wenig Freiflächen. Deshalb müssen wir damit sehr
sorgsam
umgehen. Die Anlage E 82 wäre die erste dieser
Größe in
Baden-Württemberg mit rund 180 m Höhe. Der
Gesetzgeber
verlangt einen Abstand zu Wohngebieten von 400 Metern. In anderen
Bundesländern wird in der Regel ein Abstand zwischen 900 und
1000
Metern verlangt. Der in Baden-Württemberg geforderte Abstand
mag
wohl für Windräder der ersten Generation ausreichend
gewesen
sein.
Für
die
Riesenräder der
neuen Generation sind 400 Meter zu wenig. Der Husarenhof liegt mit 700
Metern Abstand noch im Wirkungsfeld der Anlage. Dieses monumentale
Bauwerk bliebe, wenn es errichtet wird, ein gewaltiger
Störfaktor
in der Landschaft.
Selbst
wenn es den
Betreibern gelingen
würde, im Landkreis fünf dieser Anlagen aufzustellen,
würde weder eine andere Leitung abgebaut, noch irgendein
Kraftwerk
abgeschaltet. Auch die weitere Entwicklung in Neckarwestheim wird von
dieser Anlage nicht im geringsten beeinflusst. Um ein AKW zu ersetzen,
ist eine dreistellige Zahl solcher Anlagen notwendig.
Die
angeführten Argumente
für den Bau haben mich nicht überzeugt, und nur etwas
bauen,
damit man sagen kann „Wir haben auch etwas getan“
ist mir
im Endeffekt zu wenig.
Adolf Eisenmann
Besigheim
Leserbrief v. Frau Dorothea
Bronner,
Besigheim; veröffentlicht am 24.03.2010
in
der Bietigheimer Zeitung unter "Sachlichkeit ist die Devise" und am
25.03.2010
in der LKZ / NEB unter "Lieber Sonne"
Sachlichkeit
ist die Devise
Windrad
oder Sonnenkollektoren ? Sachlichkeit ist die Devise der
Windrad-Befürworter.
Die Gegner argumentieren jedoch ebenso sachlich. Vergleiche ich nun die
Argumente
beider Parteien, dann muss ich, eine aktive Umweltschützerin,
zugeben, dass der
vorgesehene
Standort Ingersheim für das geplante Windrad
tatsächlich äußerst
ungünstig liegt.
Das
Umland ist dicht besiedelt, - der
nächste Hof liegt gerade mal 350
Meter
entfernt -, es ist
relativ Wind arm und
die
Gegend wird intensiv genutzt. Ein Windrad an diesem Ort hätte
geringen Nutzen
und würde die gewachsene Kulturlandschaft empfindlich
stören.
Einen
weitaus größeren Schaden würden seine
Infraschallwellen
verursachen. Wie viele
Berichte gibt es bereits über Depressionen, Schlaflosigkeit
und
andere
Erkrankungen im weiteren Umfeld von Windrädern! Wollen wir in
Besigheim,
Ingersheim, Pleidelsheim, Bietigheim, Freiberg usw. uns und unseren
Kindern das
wirklich antun?
Wie
wäre es, wenn die Ingersheimer Gemeinde auf sämtliche
öffentlichen Gebäude Sonnenkollektoren
bauen ließe? Das wäre doch ein vorbildlicher Anfang
für
eine nachhaltige und
effiziente Energiegewinnung ohne die negativen Auswirkungen eines
Windrades am
falschen Ort.
Dorothea
Bronner
Besigheim
Leserbrief v. Herrn
Peter C. Ulrich,
Besigheim,
am
16.03.2010
Bietigheimer Zeitung
ZUR
BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS
GEPLANTE WINDKRAFTRAD*Schuld ist die
Politik
Jeglicher
Couleur
Der
Tenor der Versammlung: Die
Windkraft kommt, nun wird alles gut - weit gefehlt: Die Bedenken der
Standortgegner konnten nicht entkräftet werden.
Erstaunlich
ist die Gefühlskälte,
mit der die Vernichtung der Existenz der Familie Zeltwanger
(Lerchenhof)
betrieben wird. Schuld an der aufgeladenen Atmosphäre ist die
Politik jeglicher
Couleur, die bewusst versäumt hat, den Bürger in
Baden-Württemberg vor den
negativen Auswirkungen dieser Anlagen zu schützen.
Peter
C. Ulrich
Besigheim
Leserbrief v. Herrn
Michael Bötz,
Bietigheim-Bissingen,
am
25.02.2010
Bietigheimer Zeitung
Leserbrief
zur geplanten
Windkraftanlage in Ingersheim (ungekürzte
Fassung)
Ingersheim
im
Dornröschenschlaf?
Über
die Berichterstattung,
Flyer und Aussagen zum Thema Windrad kann man sich nur wundern.
Anscheinend ist alles
schon so gut wie gelaufen und beinahe genehmigt. Zahlen,
Fakten
und der unmittelbare
Nutzen sprechen für sich. Ist dem wirklich so? Fakt ist, das
der
geplante Anlagentyp in einem
Offshore Windpark das 8-10 fache an Energie erzeugen würde.
Nicht
die max.
Nennleistung des Herstellers ist maßgebend, sondern die
tatsächlich möglichen Strommengen und
diese würden nie die angeführten Zahlen erreichen.
Wie auch,
Studien am Deutschen Zentrum
für Luft- u. Raumfahrt, Institut für Technische
Thermodynamik
in Stuttgart
belegen eindeutig, das im Windschatten des Schwarzwalds keine wirklich
sinnvolle u.
wirtschaftliche Nutzung von Windenergie möglich ist.
Die
Fortschreibung des
Regionalplans
bzgl. Vorrangstandorte ist somit in Frage zu stellen. Die besondere
landschaftliche
Bedeutung des Neckartals wird vom Verband Region Stuttgart immer wieder
betont und sogar
ein „Neckarpark“ ausgewiesen - ein Steinwurf weit
weg davon
sollen andere
Maßstäbe gelten? Industrieschandflecken gibt es
schon genug,
siehe z.B. das Marbacher
Kraftwerk.
Vom dortigen 162 Meter hohen Kraftwerksturm sieht man in Ingersheim ca.
80 Meter, das
Windrad würde 100 Meter höher werden, welch ein
Wahnsinn bei
der geringen Energieausbeute. Wie wird eine
„weitgehend
ausgeräumte“ Landschaft definiert? Da lebt,
fliegt,
kreucht und fleucht nichts mehr? Nur ein paar Menschen, die im
Schlagschatten u. Infraschall
leben sollen? Steinkautz, Schleiereule, Mäusebussard, Rotmilan
u.a. Tiere sind schon
alle fort? Kurze Transportwege, keine Leitungsverluste?
Werden
die Ingersheimer alle
Stromkunden bei EWS Schönau wohin der Strom verkauft werden
soll?
Mit
Herstellerangaben, schön formulierten Zahlen, bestellten
Gutachten
und politischer Unterstützung
sehen sich die Befürworter vielleicht rechtlich auf der
sicheren
Seite. Aber wie weit ist es mit
der Moral und der Verantwortung gegenüber den Mitmenschen, der
biologischen
Vielfalt von Flora und Fauna und dem Verlustwertbestimmender
Lebensraum- u.
Landschaftstypen? Vor Jahren wurde unweit auf Besigheimer Gemarkung der
Bauantrag vom Gemeinderat abgelehnt.
Hoffentlich
erwachen die Ingersheimer nicht erst aus
dem Dornröschenschlaf wenn sich das Windrad dreht. Ich bin
absoluter Befürworter und
Nutzer von erneuerbaren Energien, wo es Sinn macht. Zitat Hubert
Weinzierl (Präsident
des Deutschen Naturschutzrings) „Nur eine gute Standortwahl
macht
Windkraft umwelt- und
naturverträglich!“
Michael
Bötz
Bietigheim-Bissingen 25.02.2010
Leserbrief
v. Herrn Thomas
Schöller, Marbach am
17.3.2010 in der
Ludwigsburger
Zeitung, ungekürzte
Fassung
Dürftige
Informationsveranstaltung
die
Informationen der
Veranstalter waren eher dürftig und konnten nur durch die
Fragen
der Anwesenden etwas aufgebessert werden. Leider hat der Moderator es
versäumt, das die Fragestunde auch zu einer solchen wurde. Er
hat
es zugelassen, dass bald die Hälfte der Zeit für
Statements
und Lamentos verloren ging. Die wirklich wichtigen Fragen konnten so
mangels Zeit nicht mehr gestellt werden.
Was aber wirklich
vielen
die Sprache
verschlug war die Tatsache, dass die Ingersheimer Bürger ihrer
Rechte beraubt werden. Der Bürgermeister machte klar, dass ein
Bürgerbegehren nicht in Frage kommt, da sich die Gemeinde bei
Zulassung eines solchen Begehrens strafbar machen würde.
Hintergrund: Die EU gibt vor, dass in Baden-Württemberg 400
Windräder aufgestellt werden und da es in unserem Bundesland
wenig
geeignete Standorte gibt, müssen die momentanen und
natürlich
auch noch die neu zu findenden Standorte mit planwirtschaftlichen
Gehabe durchgezogen werden.
Stellen
wir uns nur mal vor, dass es
sich nicht um ein Windrad sondern um ein Endlager für
Brennstäbe handeln würde. Da wären wohl
sozialistische
99% Gegenstimmen der Bürger zu erwarten. Es würde
aber nichts
nützen. Das Ding wird gebaut, basta. Demokratie ade, unser
Grundgesetz liegt eh schon Sterben. In diesem Zusammenhang deshalb
erwähnenswert §11, Absatz 2 im
EEWärmeG-Gesetz. Die
Stellungnahme des Bundesrats zu diesem §11 macht für
mich die
Sache nur noch schlimmer.
Mit
freundlichen
Grüßen
Thomas
Schöller
Leserbrief
v. Herrn Erich
Grill, Husarenhof am
16.3.2010
in
der Bietigheimer Zeitung
Husarenhof
-ein gebeutelter Stadtteil
Besigheims-
Der
Husarenhof war schon immer
ein
wenig benachteiligtes Anhängsel der Stadt. Dies mussten die
Bewohner des Husarenhofs oft verspüren.
Sie
mussten beispielsweise bis 1847 warten und
dafür kämpfen, dass sie wenigstens einen Brunnen
erhielten um
Wasser für die Bewohner und ihre Tiere schöpfen zu
können. Infolge der Globalisierung und dem viel zu laschen
Einsatz
unserer Regierungsvertreter in Brüssel für die
Belange und
die Existenzsicherung unserer Landwirte sterben diese auch auf dem
Husarenhof langsam aus. Vieh,Schweine, Hühner gibt es kaum
noch.
Der
Beruf des Landwirts wird
immer
unattraktiver. Man
hat den Eindruck, dass andere
Agrarländer in der EU sich viel mehr und energischer
für ihre
Landwirtschaft und den Weinbau einsetzen. Auch zum Teil
überzogene
Auflagen durch die EU nehmen unseren Landwirten finanzielle
Möglichkeiten in Ackerbau, Viehzucht sowie Obstbau
einschliesslich
Landschaftspflege zu investieren. Wie anderswo sehe ich auch auf dem
Husarenhof den Niedergang der Streuobstwiesen . Man kann nur hoffen,
dass sich diese Entwicklung nicht eines Tages bitter rächt.
Zu
allem Übel mussten die
Husarenhöfler in den letzten Jahren immer mehr
Eingriffe in ihre
Äcker und Baumwiesen verbunden mit erheblichen Wertverlusten
hinnehmen. Der Husarenhof ist eingekreist von Öl-
u.Gasleitungen,
sowie zwei Hochspannungsüberlandleitungen(früher
sogar drei).
Zur Zeit wird eine Ethylenpipeline durch Äcker, Baumwiesen und
Weinberge der Höfler gebaut. Eine grosse Gasleitung ist in
Planung
und soll ebenfalls durch
den Husarenhof
geführt werden, die grossen Schaden nach sich ziehen
würde. Als
Mitbetroffener
hätte ich mirwährend
des Planungsverfahrens
viel mehr
Unterstützung
von allen Seiten für die Husarenhöfler
gewünscht. Die
Stadt Bietigheim hat sich beispielsweise bis heute erfolgreich gegen
alle Eingriffe in ihr "Hoheitsgebiet"gewehrt.
Auch
bezüglich des
ständig
wachsenden Verkehrs, auch LKW-Verkehrs, hoffen die Bewohner des
Husarenhofs immer noch auf geeignete Abhilfe. Tag und
Nacht wird viel zu schnell durch den
Husarenhof gebraust. Eine
feste"Blitze" von
Besigheim und Ingersheim her
könnte hier für etwas Beruhigung
sorgen. Die
Busverbindung nach
Besigheim
lässt ebenfalls zu Wünschen übrig.
Das
neueste Ärgernis droht nun den
Bewohnern des Husarenhofs und der näheren Umgebung durch die
Planung eines überdimensionierten Windrads (179 m hoch) mit
all
seinen negativen Begleiterscheinungen direkt vor der Haustür.
Hier
würde wie auch auf der Schwäb. Alb, im
Schwarzwald,und
anderswo die schöne Landschaft verschandelt. Wo bleibt hier
der
Aufschrei der Umwelt- und Naturschutzbehörden ? Die
Husarenhöfler haben nun wahrlich genug Opfer für die
Allgemeinheit erbracht. Es reicht jetzt. Sie wehren sich zu Recht mit
allen Mitteln gegen jeden weiteren Angriff auf ihre Gesundheit und
ihren Besitz.
Erich
Grill
Besigheim
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