Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Wertminderung von Immobilien und Grundstücken


 Kommt es nun auch in B ö n n i g h e i m  und  K i r c h h e i m / N.und ggfs an anderen potentiellen Windkraft-Standorten im relativ windarmen  Landkreis  L u d w i g s b u r g nach Ausweis von Windvorrang-Gebieten und Bau von Windindustrieanlagen 

zu massiven W e r t m i n d u n g e n beim Immobilien-Grundbesitz, so wie b u n d e s w e i t an nahezu allen Standorten zuvor, wo Windvorrang-Gebiete ausgewiesen und Windindustrieanlagen gebaut wurden ?

Was blüht den Grundstücks-Eigentümern in Baden-Württemberg ?

 Haus- und Grundbesitzerverbände prangern durch Windkraft-Betrieb verursachte W e r t m i n d e r u n g e n beim Grundbesitz an, sprechen von „kalter Enteignung“ und fordern Schadensersatz für Grundstücks-Eigentümer

 Sinken die Grundbesitz-V e r k e h r s w e r t e  -  insbesondere im Bönnigheimer „Schlossfeld“ und im „Bachrain“ (Kirchheim / N)  -   ebenfalls, wenn in Sichtweite Windvorrang-Gebiete ausgewiesen werden ?  

(wm / 030113) - Wie bekannt, herrschen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands

Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, nördliche Teile von NRW, Thüringen, Sachsen, Hessen

aufgrund des dort deutlich höheren jahresdurchschnittlichen Windaufkommens erheblich bessere Rahmen-, Standort- und Produktionsbedingungen für die Erzeugung von Windstrom als im vergleichsweise windschwachen südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern), nicht umsonst fahren  -  wegen besserer Luftverhältnisse (frischer Wind: steife Brise), jedes Jahr zig-Tausende Urlauber in jene Urlaubsgebiete an der Nord- und Ostsee, die noch nicht windkraft-verseucht sind.

Allein diese bzgl. des Windaufkommens weitaus besseren Standort-Bedingungen sind ursächlich für ein hinsichtlich der Windstrom-Erzeugung sehr starkes Nord-Südgefälle, denn:

Nicht umsonst stehen rd. 85 % aller bisher ca. 26 000 bundesweit in Betrieb befindlicher Windindustrieanlagen in den oben genannten „klassischen“ Windkraft-Bundesländern und eben n i c h t im vergleichsweise windarmen Süden und die im Zuge der Energiewende als Reaktion auf „Fukushima / Japan“ seit dem März 2011 zum Ausbau regenerativer Energien von der Politik bundesweit noch einmal forcierten Pläne  -  vor allem Windkraft betreffend und noch verstärkt durch grün-rote bzw. rot-grüne, wenn auch knapp ausgegangene Landtags-Wahlerfolge in NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz  -  ändern an der starken K o n z e n t r a t i o n von Windkraft-Standorten in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern auch künftig nichts, denn:

Die bis jetzt bekannt gewordenen Windkraft-Ausbaupläne in den einzelnen Bundesländern zeigen, daß auch in Zukunft der Schwerpunkt des Windkraft-Ausbaus nach wie vor im Norden und Osten liegt, insbesondere auch deshalb, weil von der Politik zwischenzeitlich Gesetze zum beschleunigten Ausbau von vom Norden / Osten (wo ein Strom-Überangebot herrscht) in den Süden (wo ein Strombedarf besteht) führenden Stromtrassen beschlossen wurden.

Bekanntlich herrschen im Norden und Osten sowie off-shore zur Erzeugung von Windstrom weitaus bessere Windbedingungen; der dort im Überschuß produzierte, nach wie vor und bis auf weiteres nicht speicherbare  -  Windstrom wird jedoch vor Ort in den vor allem agrarwirtschaftlich  -  und weniger industriell  -  geprägten, bevölkerungsärmeren Bundesländern zu großen Teilen nicht benötigt und wird z. Zt. bei Windstrom-Überschuß  -  zu Lasten aller Stromverbraucher, die diesen staatlich geduldeten Unfug über höhere Strompreisrechnungen zu bezahlen haben, hochsubventioniert sind und oft weit „unter Preis“ an Abnehmer im Ausland verscherbelt, verschenkt oder gar noch unter Gewährung von Zuschüssen „kostenlos“ verhökert.

Andererseits herrscht im Süden nach dem Abschalten der meisten Kernkraftwerke und aufgrund der weitaus stärkeren Industriedichte ein starker Energiebedarf, der z. Zt. nur noch notdürftig durch Wiederinbetriebnahme schon längst abgeschalteter Kohle- / Ölkraftwerke (technisch völlig veraltete Dreckschleudern) -  dadurch neue CO2-Schastoff-Immissionen verursachend und verantwortlich für das Überschreiten von Klimazielen  -  sowie durch Photovoltaik-Strom (jedoch nur tagsüber und dann auch nur, wenn die Sonne scheint) und durch Energie-Zukäufe  -  auch aus Kernkraft-Werken  -  aus dem Ausland gedeckt wird.

Die Energieversorgung in den südlichen Bundesländern ist z. Zt. so labil, daß es in Extremsituationen  -  z.B. dann, wenn aufgrund länger anhaltender Kälte ausländische Stromproduzenten (Frankreich u.a.) ihre Kernkraft-Stromlieferungen einstellen oder Rußland die Gaslieferungen drosselt, um die eigene Bevölkerung zu versorgen und wenn gleichzeitig regenerative Stromerzeugung ausfällt, weil die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht…


Foto: miez! / CC BY-NC-SA 2.0
...wegen jährlich exorbitant = zweistellig steigenden Strompreisen, vor allem verursacht durch jährlich an die Einspeiser ausgeschüttete milliardenschwere Subventionen (allein in 2012: 17 Milliarden €) für regenerativ erzeugten Strom, von den Stromverbrauchern über höhere Stromrechnungen zu zahlen...

 …Wie in letzter Zeit durchsickerte, drohten aus diesen Gründen vor allem im letzten Winter an mehreren Tagen „Blackouts“, d.h. der völlige Stromnetz-Zusammenbruch und dadurch bedingt der Ausfall der Energieversorgung für private Verbraucher und Wirtschaft… …Vorfälle, die aus verständlichen Gründen  -  um keine Unruhe aufkommen zu lassen  -  von der Politik vor der Bevölkerung bewußt verschwiegen wurden…    

Auch vielfach selbst ernannte Weltklima-Verbesserer und Öko-Kapitalisten sind meist „kühle Rechner“ wenn es „ums eigene Geld geht“  -  es sei denn, es handelt sich um wirtschaftliche Zusammenhänge kaum beachtende Ideologen wie beispielsweise am Windkraft-Standort in Ingersheim  -  und wollen ihr als Risikokapital eingesetztes, „sauer erspartes“ Eigenkapital nicht an wegen relativer Windarmut für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb von vornherein völlig ungeeigneten Standorten „verbrennen“, vor allem dann nicht, wenn es sich um Windkraft-Standorte im windschwachen Süden handelt, deren angeblicher Windstrom-Ertrag aus durchsichtigen, leicht nachvollziehbaren Gründen  -  vor allem zur Gewinnung meist noch „blauäugiger“ Kapitalanleger  -  durch „gekaufte“, sogenannte „Gutachter“ aus dem Umfeld der Windkraft-Lobby viel zu optimistisch  -  oft das „Blaue vom Himmel“ herunterholend  -  hochgerechnet wurde, wie dies bisher an den allermeisten Windkraft-Standorten in Baden-Württemberg erfolgt ist, wie Auswertungen der Jahresabschlüsse vergangener Jahre von Windkraft-Betriebsgesellschaften eindrucksvoll belegen.    

Bekanntester Windkraft-F l o p p in Baden-Württemberg ist der bei seinem Start im Jahr 2007 mit vielen Vorschuß-Lorbeeren bedachte, als Vorzeige-Objekt hochstilisierte, aus 14 Windindustrieanlagen in Simmersfeld (Nord-Schwarzwald, Nähe Freudenstadt), ca. 900 m hoch und daher vermeintlich windstark gelegene größte baden-württembergische Windpark, der jedoch vom 1. Tag seiner Inbetriebnahme an ununterbrochen bis jetzt nun auch im 6. Jahr seines Bestehens „tiefrote“ Betriebsergebnisse  -  wegen relativer Windarmut ohne Aussicht auf Besserung  -  schreibt, zu Lasten der Kapitalanleger auf einen Totalverlust ihres Kapitals zusteuernd, wobei die von der Windkraft-Lobby angesichts viel zu vollmundig versprochener Windertrags-Prognosen über den Tisch gezogenen Anleger wohl auch weiterhin zähneknirschend und mit gebundenen Händen mit ansehen müssen, wie ihr eingesetztes Kapital jährlich weiter wie „Schnee in der Sonne“ zusammen schmilzt, wenn diesem Treiben nicht vorzeitig durch Insolvenz ein Ende bereitet wird…  

Auch in der bundesweit als „Grünen-Hochburg“ in und um Freiburg / Breisgau herum angesehenen Region rumort es an den in Betrieb genommenen Windkraft-Standorten gewaltig, wie unser Homepage-Beitrag vom 20.11.2012 „Der flaue Wind macht mächtig Ärger / Anleger klagen gegen Freiburger Windkraft-Gesellschaft“ zeigt, wonach sich die in der dortigen Windkraft-Kapitalanlage auf Jahre hinaus und wohl bis „zum bitteren Ende“  „gefangenen“ Kapitalanleger ebenfalls wegen von der Windkraft-Lobby und den Vertriebs-Profis der norddeutschen Windkraft-Konzerne viel zu optimistisch hochgerechneten Windstrom-Prognosen „über den Tisch gezogen“ fühlen und die deshalb gegen die eigene Windkraft-Betriebsgesellschaft gerichtlich vorgehen.

Und ganz in der Nähe, am Ittenschwander Horn bei Lörrach / Südbaden, mußte gar, nachdem die die dort kursierenden, von einigen den „Boden unter den Füßen“ verlierenden Windkraft-Enthusiasten in die Welt gesetzten Pläne zum Bau mehrerer Windindustrieanlage, die sich schon ab dem ersten Tag nach Inbetriebnahme als „Luftnummern“ erwiesen hatten, von lediglich noch zwei verbliebenen Anlagen bereits eine nach kurzer Zeit ab Inbetriebnahme schon wieder (vorzeitig) abgebaut werden, um eine vorzeitige Insolvenz zu vermeiden, nachdem selbst auf dem Höhenzug am vermeintlich windstarken Ittenschwander Horn das schwache  jahresdurchschnittliche Windaufkommen ebenfalls für jährlich steigende, „tiefrote“ Betriebsergebnisse gesorgt und es sich abgezeichnet hat, daß eine jahrelange Verlust-Finanzierung wegen stark geschrumpfter Eigenkapitalmittel nicht durchzuhalten gewesen wäre… …für die Anleger eher „ein Ende mit Schrecken“ bedeutend als „ein Schrecken ohne Ende“ (wie an vielen anderen, für Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten in BW…)  

Daß dies beileibe keine Einzelfälle sind, zeigen die uns bisher zugegangenen Meldungen ungenannt bleiben wollender Windkraft-Anleger aus vielen Standorten in Baden-Württemberg, bei denen die von der Windkraft-Lobby prophezeiten Wind-Hochrechnungen meilenweit von dem im realen Ist-Betrieb produzierten blamablen Windstromvolumen entfernt bleiben… …und die allermeisten in Baden-Württemberg bisher ca. 390 in Betrieb befindlichen Windmühlen dümpeln weitgehend „saft- und kraftlos“ vor sich hin, stehen an vielen Tagen / Wochen  -  vor allem an den windstillen, lauen Zeiten im Frühjahr / Sommer / Herbst und Winter  -  weitgehend still und führen bei nahezu allen Standort-Kommunen in BW  -  im Gegensatz zu Standort-Kommunen im viel windstärkeren Norden und Osten  -  zu keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen zu Gunsten des kommunalen Haushalts…

…ebenfalls eine herbe Enttäuschung für viele Kommunalverwaltungen, Gemeinderäte, Kreistagsmitglieder u.a., die den vollmundigen Versprechungen der Windkraft-Lobby ebenfalls  -  wie viele Kapitalanleger  -  aufgesessen sind und in ihren völlig überzogenen Windkraft-Träumen bereits von zusätzlichen Wohltaten für die Bevölkerung schwadronierten, von aus Windstrom-Ertrag generierten Gewerbesteuer-Einnahmen finanziert…

Daß die

·         neben ihrer weitgehenden Ertragslosigkeit

·         auch zu schweren Beeinträchtigungen beim Landschafts-, Natur- (insbesondere Vogelschutz betreffend) und Umweltschutz sowie zu massiven Wertverlusten bei den V e r k e h r s w e r t e n von Baugrund, Häusern und Eigentumswohnungen  -  vor allem im bevölkerungs-
reicheren / -dichteren Süden, wo die qm-Grundstückspreise um ein Vielfaches 
h ö h e r sind als im wirtschaftsschwächeren und bevölkerungsärmeren Norden und Osten  -  führen
, sind weitere Nachteile beim Betrachten der K e h r s e i t e der Windkraft-Medaille…

Dabei haben die zu I m m o-W e r t v e r l u s t e n führenden Windkraft-E x z e s s e im Norden und Osten Deutschlands  -  wo der Ausbau der Windkraft-Standorte wegen des um ca. 2 - 3 Mal höheren jahresdurchschnittlichen Windvolumens gegenüber dem windschwächeren Süden mit einem zeitlichen Vorlauf von ca. 15 - 20 Jahre früher begonnen hat  -  zu starken Protestaktionen betroffener Grundstücks-Eigentümer, Gründung von Bürgerinitiativen u.a. geführt, begleitet von der dort objektiv berichtenden lokalen Presseberichterstattung…          

So berichten beispielsweise die Husumer Nachrichten am 28.11.2011 unter der Schlagzeile „Verlieren die Häuser an Wert ?“ über entsprechende Wertminderungen und verwiesen auf die  Stellungnahme  des Verbands „Haus & Grund“ in Schleswig-Holstein.  

In der unter dem Titel „Ausweitung von Windkraftanlagen  -  Forderung gesetzlicher Ausgleichsregelungen für Wertverluste“ am 17.11.2011 erschienenen Pressemitteilung des „Haus & Grund e.V. Schleswig-Holstein“ heißt es u.a.:

Grundeigentümer verlangen gesetzliche Ausgleichsreglung für Wertverlust
Die Ausweisung von Eignungsgebieten für Windkraftanlagen im Rahmen der aktuellen Fortschreibung der Regionalpläne im Land stößt bei Haus & Grund Schleswig-Holstein auf heftige Kritik. Das Land beabsichtigt, die Flächen der Eignungsgebiete von derzeit 0,8 Prozent der Landesfläche auf etwa 1,5 Prozent aufzustocken. Dies stelle ein Steigerung von immerhin rund 90 Prozent dar. Die benachbarten Grundstückseigentümer, so der Verbandsvorsitzende Jochem Schlotmann, müssten bei Errichtung der Anlagen mit empfindlichen Wertverlusten ihrer Immobilien rechnen. Der Rechtsschutz dieser Eigentümer sei unzureichend.

Haus & Grund fordert daher das Land auf, einen konkreten gesetzlichen Anspruch auf finanziellen Ausgleich für die betroffenen Eigentümer zu regeln. Die betroffenen Grundstücke würden zweifelsfrei unter anderem durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf, durch die bedrängende Wirkung und die bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen an Wert verlieren. Wertverluste von 30 % oder gar Unverkäuflichkeit der Immobilie seien nicht unüblich. Da für den Gesetzgeber diese Folgen der Wertentwicklung vorhersehbar seien, sei es verfassungsrechtlich geboten, für diesen enteignungsgleichen Eingriff eine gesetzliche Ausgleichsregelung festzuschreiben, so der Verbandschef….“

Im Vorfeld der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein wollte Haus & Grund Schleswig-Holstein in einer Fragerunde am 5.5.2012 von den Kandidaten von CDU und SPD, de Jager und Albig (Ministerpräsident Schleswig-Holstein), sowie von FDP, Linke, Grüne und SSW wissen, wie sie zu einer E n t s c h ä d i g u n g für H a u s e i g e n t ü m e r stehen, neben deren Immobilie eine Windindustriezone errichtet wurde. 


stürmische Zeiten für die Windkraft - aber nicht so wie es die Betreiber gerne hätten


Schon sehr f r ü h z e i t i g wurde auf durch Windkraft-Betrieb verursachten Wertminderungen beim Grundbesitz hingewiesen. Wir haben den Sachverhalt in unserer Rubrik „Kriterien WKA-Standorte“ und dort unter „Wertminderung“ aufbereitet.

Stellvertretend für viele heißt es in einem Beitrag der WELT.online vom 5.11.2007   

Wohneigentum  -  Nicht nur die Lage entscheidet über den Wert einer Immobilie – sondern auch die Nachbarn. Wenn ein Landwirt eine stinkende Schweinemast aufzieht, ein Energieversorger einen rauschenden Windpark baut und ein Chemiekonzern einen Speicher für giftiges Gas plant, schlägt sich das auch auf den Preis des Hauses nieder. WELT.online sagt, wie sich betroffene Eigentümer wehren können….”

Unter der Überschrift „Wenn Anwohner sich enteignet fühlen…“ heißt es weiter: „…Die eigene Immobilie, oft über Jahrzehnte finanziert, verliert von einem Tag auf den anderen drastisch an Wert und ist plötzlich totes Kapital. Selber wohnen möchte man dort nicht mehr, verkaufen geht auch nicht – und wenn, dann nur mit existenzbedrohendem Verlust. Entschädigungen gibt es selten, viele Anwohner fühlen sich "enteignet"…. “…Vielerorts stehen Windkraftanlagen und verderben mit ihrem stetigen Rotorengeräusch stille Sommerabende. Klagen, Gegenklagen, einstweilige Verfügungen, jahrelange Nervenkriege, Mediationsverfahren und schließlich absolute Unbeweglichkeit in der Sache sind der klassische Verlauf von Streitigkeiten der unmittelbaren Anwohner gegen Firmen….”

 „…Doch auch vermeintlich harmlose Bauten können den Wert von Immobilien mindern. Schon vor Jahren zeigte eine Studie, dass Windkraftanlagen Einfluss auf den Wert von Eigenheimen haben. Häuser, die in Sichtweite der Windenergieanlagen stehen, erfahren teilweise Wertverluste von mehr als 30 Prozent. Eine Umfrage unter 100 Maklern zeigte, dass in einigen Fällen Immobilien unverkäuflich wurden.

Dass hier eine weit unterschätzte Problematik liegt, bestätigt Hans-Eberhard Langemaack, Jurist und Geschäftsführer beim Immobilienverband Deutschland. "Wer heute ein Haus baut oder kauft, sollte sich unbedingt auch die Bebauungspläne der näheren Umgebung genau anschauen und Informationen einholen, ob es womöglich Genehmigungsanträge von Firmen gibt, die sich dort niederlassen wollen, die aber noch Jahre in der Zukunft liegen", sagt er.

Eine grüne Wiese vor dem Haus müsse nicht eine grüne Wiese bleiben. Möglichen Schadenersatz, für den unter Umständen auch der Staat aufkommt, gibt es nur, wenn nicht abzusehen war, dass sich die Bebauungslage eines Tages komplett ändern könnte….”

Unter „Das können Betroffene tun“ heißt es weiter:

Baurecht schützt: Die Zahl der Fälle, in denen Eigenheimbesitzer drastisch von Firmen- oder Gewerbeansiedlungen in unmittelbarer Nähe betroffen sind, ist in Deutschland eher gering. Davor schützt auf Bundesebene das Baugesetzbuch sowie die Baunutzungsverordnung. Auf kommunaler Ebene gelten die Bebauungspläne. Allerdings können in der Nachbarschaft eines Baugebiets bestimmte Nutzungen erlaubt sein, die nur im Textteil zum Bebauungsplan zu finden sind. Diesen sollten Bauherren vor allem in neuen Siedlungsgebieten kennen.

Bürgerinitiative hilft: Wenn sich andeutet, dass es zum Streitfall kommt, lautet die erste Empfehlung, sich mit anderen Betroffenen in einer Bürgerinitiative zusammenzuschließen. Je eher eine politische Willensbekundung erfolgt, desto besser. Der direkte Kontakt zu Kommunalpolitikern sollte ebenfalls schnell hergestellt werden.

Gutachten klärt: Klagen können sich über Jahre hinziehen. Dabei müssen allein für die erste Instanz zwei bis drei Jahre veranschlagt werden. Das Gericht beauftragt Gutachter, die vor Ort die Situation untersuchen. Bezahlen muss diese Gutachten, wer verliert. Ein Gutachten kann zwischen 3000 und 15000 Euro kosten, zusammen mit Anwalts- und Gerichtskosten entsteht also ein Kostenrisiko von bis zu 30000 Euro.

In einer wissenschaftlichen Abhandlung zum Thema „Grundsteuererlaß wegen benachbarter Windkraftanlagen“ weist Professor Dr. Erwin Quambusch, Bielefeld, nach, wie sich Wertminderungen von Wohngrundstücken durch Windkraft-Betrieb ergeben.

In einem am 8.1.2013 veröffentlichten Beitrag der Bürstädter Zeitung heißt es unter der Überschrift „Nicht unerhebliche Wertminderung“ unter anderem:

WINDKRAFT - FDP lehnt Anlagen auf Kesselberg ab

(red). „Die FDP Heppenheim lehnt Windkraftanlagen auf der Gemarkung des Heppenheimer Stadtwalds und den Hängen des vorderen Odenwalds nach wie vor klar ab“, berichtet Benjamin Kramer, Vorsitzender der Liberalen aus der vergangenen Sitzung des Heppenheimer FDP-Vorstands.

Der Vorstand habe auf seiner Sitzung mit einstimmigem Votum die Position bekräftigt, die man bereits im letzten Kommunalwahlkampf vertreten habe. „Die öffentlich diskutierte Vorrangfläche auf dem Kesselberg halten wir unter Gesamtabwägung aller Aspekte für ungeeignet“, führt Kramer aus.

Die Auswirkungen auf das Landschaftsbild, die Natur und die gravierenden Schäden für den Stadtwald stünden bei diesem Vorhaben keineswegs in angemessenem Verhältnis zum dort durch Windenergie zu erzielenden Nutzen für die Allgemeinheit.

Zudem zeige die Erfahrung aus anderen Kommunen, dass als Auswirkung von Windkraftanlagen an derart exponierter Stelle eine nicht unerhebliche Wertminderung der Heppenheimer Grundstücke drohe, die aufgrund ihrer Blickbeziehung zum Panorama des südlichen Odenwaldes, oder aufgrund von Beeinträchtigungen durch Lärm oder Infraschall künftig unter den Windkrafträdern zu leiden hätten. „Das wird die FDP nicht mitverantworten“, führt Kramer aus….“


im Allgäu regt sich schon lange massiver Widerstand

Bild: Bürgerinitiative "Natürlich für`s Allgäu e.V."


Daß  -  durchschnittlich ca. 30 % betragende, im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit  -  gravierende 
W e r t v e r l u s t e bei Immobilien eintreten, wenn in der N ä h e Windvorrang-Gebiete ausgewiesen und in S i c h t w e i t e (künftig bis zu 230 m hohe = vor allem im windschwachen südlichen Binnenland) Windindustrieanlagen gebaut werden, geht aus vielen Berichten / Stellungnahmen hervor von

·         Bausparkassen-Beratern

·         Immobilien-Maklern

·         lokalen Zeitungsanzeigen im Bereich „Immobilien-Verkäufe“

·         Leserbriefe betroffener Grundstücks-Eigentümer

·         Berichten der Gutachter-Ausschüsse von Windkraft-Kommunen

·         Schriftverkehr von Grundstücks-Eigentümern mit der Finanzverwaltung wegen Sonderabschreibungen von Gebäuden / Grundsteuer-Herabsetzung als Folge von durch Windkraft-Betrieb eingetretenen Wertminderungen

·         Tourismus-Verbänden

·         wissenschaftlichen Untersuchungen an Lehrstühlen der Wohnungswirtschaft bei Universitäten / Fachhochschulen

·         und bekannt gewordenen Kreditentscheidungen von Kreditinstituten hervor, nachdem die Beleihungsgrenzen / Kreditbeträge vermindert bzw. der Einsatz eines höheren Eigenkapitalanteils bei der Immo-Finanzierung gefordert wurde…

Ob auch auf die

·         Bönnigheimer

·         Kirchheimer

·         und Grundstücks-Eigentümer im Bottwartal (Großbottwar, Oberstenfeld, Steinheim, Beilstein u.a.)

derart massive Wertminderungen bei ihren Grundstücken und Gebäuden zukommen, hängt davon ab, ob sich die vor Ort agierenden Windkraft-Enthusiasten mit ihren teilweise abstrusen und völlig abgehobenen Windkraft-Plänen bei den Genehmigungsbehörden durchsetzen.

Zu den Bönnigheimer Windkraft-Plänen berichtete die Heilbronner Stimme unter der Überschrift „Naturschutzgebiet ist Tabu-Zone“: „…Der Gutachter des zuständigen Gemeindeverwaltungsverbands Bönnigheim, Kirchheim und Erligheim, die Ludwigsburger Firma KMB, war zu dem Schluss gelangt, dass es keine geeigneten Standorte für Windräder auf Bönnigheimer Gemarkung gebe."

Entsprechend den Plänen der Stadtverwaltung Bönnigheim sollen an mehreren Stellen auf Bönnigheimer Gemarkung Windkraft-Standorte vorgesehen werden. Käme es zur Realisierung, würde Bönnigheim mit künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen regelrecht umzingelt.

Besonders schwerwiegend und zu Lasten der Bönnigheimer Bürger wäre der Bau von Windindustrieanlagen im „Rotenberg / Saukopf“, einem durch zwingend einzuhaltende europäische Landschafts- und Naturschutzbestimmungen bisher geschützten Landschafts- und Vogelschutzgebiet inmitten von Wald am Tor zum Naturpark „Stromberg - Heuchelberg“, denn:

Beim Bau von zwei von Windkraft-Initiatoren dort gewünschten Windindustrieanlagen müßten

·         mehrere Fußball-Feld große Waldflächen gerodet und

·         Infrastrukturmaßnahmen zur Verbreiterung / Neuanlage von Straßen und Feldwegen durchgeführt werden, weil zum Transport (befahren mit schwerem Gerät) / Montage von Einzelteilen des Turms, der Rotorblätter, zum Erstellen des Beton-Fundaments und der Verlegung von Versorgungsleitungen die vorhandene Straßen- und Feldwege-Infrastruktur bei weitem nicht ausreicht.  


martialische Eingriffe im Wald (Binselberg Odenwald)

Zwar sind die von den jeweiligen Kommunalverwaltungen beauftragten Planer beim kommunalen Planungsbüro K M B (Ludwigsburg) in ihren für die Kommunen Bönnigheim, Kirchheim / N., Kommunen im Bottwartal, Sachsenheim und anderswo im windschwachen Landkreis Ludwigsburg erstellten Gutachten unmißverständlich zum Ergebnis gekommen, daß an den genannten Orten und zum Schutz der Bürger

·         k e i n e Windkraft-Standorte

ausgewiesen werden dürfen, weil…

·         …die zum Schutz der Bürger gesetzlich festgelegten, ohnehin zu geringen und von „Grün-Rot“ zur Realisierung politischer Vorgaben noch einmal reduzierten Sicherheitsabstände unterschritten würden

·         …gegen zwingend einzuhaltende Umwelt-, Natur-, Landschaftsschutzgesetze -  insbesondere auch den Vogelschutz betreffend  -  massiv verstoßen würde, dem ohnehin vor allem im waldarmen Landkreis Ludwigsburg schon „böse unter die Räder gekommenen“ Naturschutz einen weiteren, wohl irreparablen Schlag versetzend

·         …das jahresdurchschnittlich dort vorhandene Windaufkommen als Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb selbst unter Zugrundelegung der aufgrund politischer Vorgaben „am grünen Tisch“ der Planer noch einmal herab gesetzten, in der Realität jedoch niemals erreichbaren Windgeschwindigkeiten bei weitem nicht ausreichend ist und zu schon vor dem 1. Spatenstich feststehenden dauerhaften Verlust-Finanzierung bzw. Fehlinvestitionen führen würde, mit der Folge, daß  -  zu Lasten der Stromverbraucher  -  an jedem Standort staatliche / kommunale Subventionen gewährt werden müßten und von der Windkraft-Lobby in die Irre geleitete Kapitalanleger einen Großteil ihrer Kapitalanlage wegen dauerhafter Verlustsituation verlieren würde, von (ausgebliebenen Gewinnausschüttungen oder Verzinsungen) ganz zu schwiegen…   

·         an den genannten Orten gegen vom Verband der Region Stuttgart (VRS) zwingend festgelegte Landschaftsschutz-Bestimmungen (Landmarken) verstoßen würde…

Auch das Landratsamt Ludwigsburg als Genehmigungsbehörde und der Verband der Region Stuttgart (VRS) haben bereits mehrfach über Berichte in der Lokalpresse und Kommentaren bei Veranstaltungen „zwischen den Zeilen“ durchblicken lassen, daß für nahezu alle von Windkraft-Enthusiasten propagierten Pläne an den genannten Standorten nur geringe Realisierungs-Wahrscheinlichkeiten bestünden…

Ob dies alles allerdings dazu führt, daß die an den genannten Orten  -  ohne Einsatz des gesunden Menscheverstands  -  völlig abgehobenen Windkraft-Pläne endgültig „ad acta“ gelegt werden, bleibt abzuwarten.

Allzugut ist noch in Erinnerung, daß seinerzeit auch die in Ingersheim aufgekommenen Windkraft-Pläne zunächst vom Verband Region Stuttgart (VRS)  -  wie an allen anderen im windschwachen Landkreis Ludwigsburg ca. 20 zur Auswahl stehenden Windkraft-Standorte auch  -  abgelehnt wurden, weil schon damals gutachterlich festgestellt wurde,

·         …daß das  -  damals wie heute  -  völlig unzureichende jahresdurchschnittliche Windaufkommen keine Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb darstellt…

·         …und weil schon damals bestehende, zwingend einzuhaltende Natur- und Landschaftsschutzbestimmungen den Ausweis von Windvorrang-Gebieten / Bau von Windindustrieanlagen an den untersuchten Standorten verbietet…  

Dies alles hat die Ingersheimer Windkraft-Enthusiasten  -  angeführt von einer Gemeinderätin und ihrem Gefolge, den Ingersheimer Bürgermeister in Hinterzimmer-Entscheidungen und an den Bürgern vorbei unter Druck setzend  -  jedoch nicht davon abgehalten, den Verband der Region Stuttgart (VRS) solange -
auch auf der schon damals aktiven politischen, „grün-roten“ Schiene  -  so lange zu „bearbeiten“, bis der VRS im Widerspruch zu seiner zuvor begründeten Ablehnung entnervt „in die Knie gegangen“, in bester „Wendehals-Manier“ eine „Kehrtwendung um 180 Grad“ vollzogen hat und „umgefallen“ ist, den Ausweis eines Windvorrang-Gebiets auf der nur 298 m hohen, relativ windschwachen Ingersheimer Gemarkung vollziehend… (vgl. unsere Homepage-Rubrik „History“).
  

Ach ja und „zu guter Letzt“: … und die Ingersheimer Immobilienwerte, vor allem in den dem Ingersheimer Windindustrieanlagen-Standort und dem ausgewiesenen Windvorrang-Gebiet am nächsten liegenden Neubaugebieten „Brühl“…:



Karikatur vn P.Tiemann / Quelle www.windwahn.de

Anmerkung zur Karikatur: Die linke Sprechblase stellt die Situation im windstarken Norden dar, wie die Schreibweise unschwer zu erkennen läßt... Hinsichtlich der Situation im windschwachen und zu Wind-Kapitalverlusten führenden Süden (BW, Bayern) müßte das Bild auf der rechten Seite noch um einen reißenden Fluß ergänzt werden, der die in Geldsäcken dargestellten, von den Wind-Märchenerzählern suggerierten Geldsäcke wie eine Fata Morgana hinwegschwemmt...

Die Ingersheimer Gemeindeverwaltung hat es  -  bewußt oder unbewußt  -  geschickt verstanden, ihre weitgehend im Gemeinde-Eigentum befindlichen Bauplätze „rechtzeitig“ zu verkaufen, und zwar so rechtzeitig, daß die allermeisten Bauplätze bereits verkauft waren, bevor die in der Öffentlichkeit auf breiter Front ab Ende 2009 einsetzende Diskussion über bis dahin den Bürgern weitgehend vorenthaltenen Windkraft-Planungen „Fahrt aufgenommen“ hat…  …durch diesen wohl zeitlich geschickt inszenierten Ablauf bei der Vermarktung von Bauplätzen ging das durch Windkraft-Ausbau verursachte Wertverlust-Risiko von der verkaufenden Gemeinde auf die Bauplatz-Käufer über…, ... die wohl die "Katze im Sack" gekauft haben , auf dem "schwarzen Peter" sitzen bleibend...

…und in einem im Sommer 2012 im Wirtschaftsteil der Ludwigsburger Kreiszeitung zum Jahresabschluß der VR-Bank Ingersheim veröffentlichten Beitrag heißt es sinngemäß, daß man mit dem Jahresabschluß der Bank zwar insgesamt zufrieden sei… …man beklage jedoch die auffallende Zurückhaltung bei der Kredit-Antragsstellung von Grundstücks-Eigentümern im Neubau-Gebiet „Brühl“ und die dort noch nicht auf breiter Front beginnenden Neubauten, die verwunderlich sei angesichts des in anderen Nachbar-Kommunen einsetzenden Bau-Booms… das Wort „Windkraft-Bau in Ingersheim“ wurde im Zeitungsbeitrag mit keinem Wort erwähnt…

…könnte es sein, daß sich der eine oder andere Ingersheimer Bauplatz-Käufer  -  nachdem hinsichtlich möglicher Wertverluste der „Schwarze Peter“ von der Gemeinde als Verkäufer auf ihn als Käufer übergegangen ist  -  sich mit seinen Bauplänen bis auf weiteres „zurück hält“, verständlicherweise kein „gutes Geld“ dem „schlechten Geld“ hinterher werfen will und sich Gedanken macht über möglicherweise durch den Ingersheimer Windkraft-Bau bereits „über Nacht“ bei den gekauften Bauplätzen eingetretenen Wertverlusten und angesichts weiterer, von der Gemeindeverwaltung Ingersheim forcierten Pläne zum Bau einer weiteren, noch näher an die Wohngebiete heran rückenden zweiten  -  dann womöglich bis zu 230 m hohen (und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom)  -    Windindustrieanlage… 

Im Gegensatz zu Ingersheim ist die Vermarktung von gemeindeeigenen Bauplätzen im

·         „Schloßfeld“ (Bönnigheim) und

·         im „Bachrain“ Kirchheim / N

Zeitungsberichten zufolge noch im Anfangsstadium… laut vor wenigen Tagen veröffentlichten lokalen Presseberichten hat die Stadt Bönnigheim noch keinen einzigen Bauplatz im „Schlossfeld“ verkauft…

…könnte es sein, daß die Vermarktung von gemeindeeigenen Bauplätzen in Bönnigheim und Kirchheim / N. angesichts der jetzt in der breiten Öffentlichkeit vor Ort diskutierten und von beiden Kommunen unterstützten Windkraft-Pläne trotz Bau-Booms in anderen Kommunen ins Stocken gerät, zähflüssiger anläuft und die Kommunen ggfs. auf dem einen oder anderen Bauplatz „sitzen bleiben“ bzw. eventuell Reduzierungen bei den Verkaufspreisen nötig werden, um die Bauplätze trotz möglicher Windkraft-Bauten in der Nähe / Sichtweite zum Wohngebiet „an den Mann“ zu bringen…

Und abschließend: …bei wem verbleibt in Bönnigheim und Kirchheim / N. oder in den Bottwartal-Gemeinden der „Schwarze (Windkraft)Peter“…       

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

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Südwestpresse (SWP): Durch Windkraftanlagen verursachte Wertminderungen von Immobilien  n i c h t  n u r  beim Verkauf

Infolge Windrad-Bau eintretende  W e r t v e r l u s t e  bei Immobilien führen auch zu schlechteren Immobilien-Verkehrswerten in Ingersheim…

Rat an Bauwillige und Wohnungs-Käufer zur Vermeidung von Immobilien-Wertverlusten: Einholung von Vorab-Informationen  v o r  Immobilienkauf und  M e i d e n  von Windrad-Standort-Gemeinden…

(wm / 071211) - Einem Beitrag der SWP (Regionalausgabe Gaildorf) vom 6.12.2011 zufolge treten durch

•    Windrad-Bau und
•    Ausweis von Windvorrang-Gebieten  -  wie in Ingersheim erfolgt  - 

verursachte Wertminderungen  n i c h t  erst beim Immobilien-Verkauf ein, sondern schlagen sich  -  zu Lasten der Immobilien-Eigentümer  -   bereits  a b  Ausweis und  a b  Bau von Windkraftanlagen  w e r t m i n d e r n d  in den  V e r k e h r s w e r t e n  der Immobilien nieder. Dem Bericht zufolge belegt dies ein an der Universität Frankfurt am Main durch Prof. Dr. Jürgen Hasse, Inhaber eines Lehrstuhls für Wohnungswirtschaft, durchgeführtes Forschungsprojekt, demzufolge „Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig verändern.“

Im SWP-Zeitungsbeitrag heißt es weiter: „Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant. Immobilienmakler bestätigten im Rahmen der Studie Wertverluste bei Immobilien in Höhe von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent durch die Errichtung von Windkraftanlagen mit Einfluss auf Wohngebiete. Im Einzelfall droht gar die völlige Unverkäuflichkeit.”

Und weiter: „Wertmindernde Gründe für die Immobilien sind: Geräuschimmissionen, Infraschall, der möglicherweise für Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen bei Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, verantwortlich ist, Schattenwurf, Unruhe durch die drehenden Rotoren sowie die Verschandelung der Landschaft und der unwiederbringliche Verlust des Erholungswertes der Natur.“

Ähnliches bestätigen Immobilienmakler, Bausparkassenvertreter, Mitglieder von Gutachterausschüssen der Windrad-Standort-Gemeinden, Banken bei Ermittlung der Beleihungswerte sowie die Berichte in Lokalzeitungen, in deren Verbreitungsgebiet es zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten bzw. zum Bau von Windrädern kam.

Auch die Ergebnisse der Google-Internet-Suchmaschine belegen nach Eingabe des Suchbegriffs „Windkraft Wertminderung Immobilien…“, daß überall dort, wo in Deutschland Windvorrang-Gebiete ausgewiesen und Windräder bzw. Windparks gebaut wurden, es zu mehr oder weniger großen Wertminderungen  -  bis hin zur Unverkäuflichkeit  -  beim Grundbesitz gekommen ist.

Besonders bitter ist dies für diejenigen unter den Immobilien-Eigentümern, die den Veräußerungserlös ihrer Immobilie angesichts des Verfalls der staatlichen Rentensysteme als wesentlichen Pfeiler ihrer Altersvorsorge fest eingeplant haben und diesen ggfs zur Finanzierung für „Betreutes Wohnen / Altersheim etc.“ verwenden wollen. Dieser Personenkreis muß nun  -  wenn ihre Immobilie im Wirkungskreis von Windrädern oder in der Nähe von Windvorrang-Gebieten liegt  -  beim Verkauf ihres Hauses oder Wohnung mit zum Teil erheblichen finanziellen Abstrichen rechnen.

In einer bundesweit aufsehenerregenden und zur großen Feedback-Nachfrage führenden Pressemitteilung hat „Haus & Grund Schleswig-Holstein“  -  Verband der Grundstücks- 
eigentümer
  -  jüngst darauf hingewiesen, daß es zu einem  V e r f a l l  der Verkehrswerte von Immobilien-Eigentum regelmäßig dort komme, wo Windräder gebaut bzw. Windvorrang-Gebiete ausgewiesen werden, wobei der  d u r c h s c h n i t t l i c h e Wertverlust ca. 30 % betrage. In Einzelfällen gehe der  W e r t v e r l u s t  sogar bis hin zur Unverkäuflichkeit. „Haus & Grund“ fordert daher einen finanziellen Ausgleich für die vom Rückgang von Verkehrswerten ihrer Immobilien infolge Windrad-Bau betroffenen Immobilien-Eigentümer; vgl. Pressemitteilung Haus & Grund vom 17.11.2011, die wir nachfolgend im Wortlaut veröffentlichen: 

„Ausweitung von Windkraftanlagen - Forderung gesetzlicher Ausgleichsregelungen für Wertverluste

Ausweitung von Windkraftanlagen:


Grundeigentümer verlangen gesetzliche Ausgleichsreglung für Wertverluste 

Die Ausweisung von Eignungsgebieten für Windkraftanlagen im Rahmen der aktuellen Fortschreibung der Regionalpläne im Land stößt bei Haus & Grund Schleswig-Holstein auf heftige Kritik. Das Land beabsichtigt, die Flächen der Eignungsgebiete von derzeit 0,8 Prozent der Landesfläche auf etwa 1,5 Prozent aufzustocken. Dies stelle ein Steigerung von immerhin rund 90 Prozent dar. Die benachbarten Grundstückseigentümer, so der Verbandsvorsitzende Jochem Schlotmann, müssten bei Errichtung der Anlagen mit empfindlichen Wertverlusten ihrer Immobilien rechnen. Der Rechtsschutz dieser Eigentümer sei unzureichend.

Haus & Grund fordert daher das Land auf, einen konkreten gesetzlichen Anspruch auf finanziellen Ausgleich für die betroffenen Eigentümer zu regeln. Die betroffenen Grundstücke würden zweifelsfrei unter anderem durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf, durch die bedrängende Wirkung und die bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen an Wert verlieren. Wertverluste von 30 % oder gar Unverkäuflichkeit der Immobilie seien nicht unüblich. Da für den Gesetzgeber diese Folgen der Wertentwicklung vorhersehbar seien, sei es verfassungsrechtlich geboten, für diesen enteignungsgleichen Eingriff eine gesetzliche Ausgleichsregelung festzuschreiben, so der Verbandschef. 

Dies müsse umso mehr gelten, als die Betreiber von Windkraftanlagen beträchtliche Gewinne erwirtschafteten. Selbst bei dem häufigen Stillstand der Anlagen flössen die hohen staatlichen Subventionen weiter. Diese müssten auch von den betroffenen Grundeigentümern mitgetragen werden. Wer den Vorteil habe, müsse dazu beitragen, dass die Sonderopfer ausgeglichen werden. Klimaschutz dürfe für Grundeigentümer keine Einbahnstraße sein, so Schlotmann abschließend.


Nr. 12/2011

Pressekontakt: Jochem Schlotmann”


Bestätigt wurden diese Befürchtungen von „immonet“, einem der größten Internet-Portale für Immobilien, unser Beitrag „Windräder drücken Immobilienpreise“, vgl.: immonet.news vom 29.11.2011: http://news.immonet.de/windraeder-druecken-immobilienpreise/9046

Wie bekannt, plant die grün-rote BW-Landesregierung einen massiven Ausbau der Windkraft: So sollen zusätzlich zu den schon vorhandenen  3 6 2  Windindustrieanlagen innerhalb der 5-Jahres- 
Legislaturperiode 2011 - 2015 pro Jahr  1 5 0  weitere Windkrafträder  -  insgesamt also  7 5 0  Windräder  -  und bis 2020 insgesamt  1 2 0 0 zusätzliche Windräder installiert werden
, obwohl das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im vergleichsweise eher windarmen Baden-Württemberg nach allen verfügbaren, langjährig repräsentativ erhobenen und daher äußerst zuverlässigen Mess-Ergebnissen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) u.a.  -  zuletzt bestätigt durch den von unabhängigen Sachverständigen des TÜV Süd für ganz Baden-Württemberg aufgestellten Windatlas  -  um ca. 2 - 3 Mal (!!)    n i e d r i g e r  als in den „klassischen“ Windrad- 
Bundesländern im Norden und Osten ist.

Sollen diese Windkraft-Pläne umgesetzt werden, ist klar, daß ein Großteil der neuen Windkraftanlagen  a u ß e r h a l b  (!!) der vom TÜV Süd aufgrund objektiver Mess-Ergebnisse als  -  für baden-württembergische Verhältnisse  -  Windkraft-geeignet identifizierten Regionen

•    Höhenrücken des Süd-Schwarzwalds
•    Höhenrücken des Nord-Schwarzwalds
•    Hohenloher Ebene
•    Schwäbische Alb

gebaut werden muß, weil die „Windkraft-Filet-Standorte“ in BW bereits durch die schon installierten
3 6 2  Windkraftanlagen in den genannten 4 Regionen weitgehend belegt sind und kaum mehr zusätzliche Standort-Kapazitäten aufweisen, um innerhalb der nächsten 4 – 5 Jahre weitere rd.  7 5 0  Wind-Industrieanlagen aufnehmen zu können.

Noch einmal:    Im Klartext heißt dies, daß ein  G r o ß t e i l  der  7 5 0  jetzt zusätzlich geplanten Wind-Industrieanlagen  a u ß e r h a l b  der vom TÜV Süd für baden-württembergische Verhältnisse als relativ windstark identifizierten und daher empfohlenen 4 Regionen  -  d.h. auf dem deutlich windschwächeren „flachen Land“ (z.B. Landkreis Ludwigsburg und angrenzende Landkreise  -  gebaut werden müßte, an Standorten also, die aufgrund der topografischen Verhältnisse  -  wegen vergleichsweiser Windarmut  -  schon von vornherein  -  wie das nur 298 m über Meereshöhe liegende Ingersheim  -  gänzlich ungeeignet sind für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windrad-Betrieb.

F a z i t  für alle, die ihren  g e s u n d e n  M e n s c h e n v e r s t a n d  einsetzen:

a)  Alle Windkraft-Projekte, die in Baden-Württemberg  -  mangels freier Standort-Kapazität an den vom TÜV Süd im BW-Windatlas empfohlenen Windkraft-Standorten (vgl. oben)  -  a u ß e r h a l b  der vom TÜV Süd im BW-Windatlas empfohlenen Standorte realisiert werden sollen, sind wegen  j a h r e s d u r c h s c h n i t t l i c h  viel zu  s c h w a c h e m Windaufkommen von vornherein  n i c h t  für einen dauerhaft wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb geeignet.

a)  Werden trotzdem und in Kenntnis der fehlenden Voraussetzungen an für Windkraft-Stromgewinnung völlig ungeeigneten BW-Standorten  -  wie in Ingersheim  -  Windräder hingestellt,  so basiert deren Bau weniger auf Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, sondern erfolgt vor allem auf Basis grün-rot gefärbter politischer Vorgaben, im wesentlichen beeinflußt von  I d e o l o g i e  und  S y m b o l i k, wie beim Bau in  I n g e r s h e i m  der Fall.

Da der „im Ländle“ außerhalb der vom TÜV Süd empfohlenen Windkraft-Standorte  -  d.h. an Standorten auf dem für Windkraft mangels Windaufkommen völlig ungeeigneten „flachen Land“  -  zu erzeugende Windstrom zu marginal ist und in keinem Verhältnis steht zu den durch Windkraft an diesen ungeeigneten Stellen verursachten Nachteilen, kommt es zu Lasten der Bevölkerung  -  wie in Ingersheim  -  zu folgenden wesentlichen Nachteilen, mit denen nun auch die Bürger anderer Kommunen konfrontiert werden, falls auch dort am Bürgerwillen vorbei getroffene Windkraft-Entscheidungen durch Bürgermeister und Gemeinderat gefällt werden:

  • Verminderung der Lebensqualität der in Sichtweite bzw. innerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises (Radius von ca. 5 Km ab geplantem Standort) der Windkraftanlage lebenden Bevölkerung
  • Entstehung drohender, durch Immissionen (Lärm, Infraschall) ausgelöster Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung)
  • Verlust wertvollen Ackerlands
  • Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort ausgewiesenen Natur- und Landschaftsschutzgebiete
  • Beim Bau des Windrads bzw. nach Ausweis von Windvorrang-Gebieten: Drohende Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden sowohl auf Besigheimer (Weiler Husarenhof) als auch auf Ingersheimer Gemarkung (Kleiningersheim sowie Neubaugebiete Holder / Brühl u.a.)
  • dauerhaft irreparable Landschaftsverschandelung
  • drohender Verlust bäuerlicher Existenzen 
  • Beschneidung der weiteren Zukunftsfähigkeit der Windrad-Standortgemeinde Ingersheim
  • Einschränkung des sanften Tourismus u.a.

Mit diesen Fragen sehen sich  -  Berichten der Lokalpresse folgend, wonach jetzt im Gemeinderat begonnen wurde, Fragen zu Windkraft-Standorten auf Gemeinde-Gemarkung zu diskutieren  -  die Bürger der Gemeindeverwaltungsverbände

  • Marbach (Marbach, Benningen, Affalterbach, Erdmannhausen, Rielingshausen)
  • Bönnigheim (Bönnigheim, Kirchheim, Erligheim)
  • Besigheim (Besigheim, Mundelsheim, Hessigheim, Löchgau, Freudental, Gemmrigheim, Walheim) und
  • Bietigheim-Bissingen

konfrontiert.

Nachdem das Problem „Wertverluste beim Immobilienvermögen wegen Minderung der Verkehrswerte infolge Windrad-Bau“ selbst in den „klassischen“ Windrad-Bundesländern im Norden (vgl. oben) immer stärker „an Fahrt gewinnt“, ist damit zu rechnen, daß diese Problematik vor dem Hintergrund des von der grün-roten BW-Landesregierung forcierten Windkraft-Ausbaus auch „im Ländle“ noch stärker in den Vordergrund rückt; vor allem deshalb, weil die durch Windkraft-Ausbau hervorgerufenen Wertverluste bei den in der Nähe bzw. im Wirkungskreis liegenden Grundstücken, Häuser und Wohnungen deutlich höher sein dürften als im Norden, da in Baden-Württemberg

  • die Immobilienpreise und Verkehrswerte von Grund und Boden u.a. gegenüber den bevölkerungsärmeren, eher agrarwirtschaftlich strukturierten Bundesländern im Norden und Osten erheblich höher sind wegen der größeren Bevölkerungsdichte, stärkerer Industrieansiedlung und deshalb knapperem Bau- und Ackerland, das jetzt durch Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete noch einmal verknappt werden soll…

Zur Vermeidung von durch Windrad-bau und Ausweis von Windvorrang-Gebieten hervorgerufenen Wertverlusten bei Immobilien raten wir allen Bauwilligen und Kaufinteressenten, rechtzeitig  v o r  Kaufvertrags-Abschluß detaillierte Erkundigungen einzuziehen über eventuell bestehende Windkraft-Planungen in Gemeinden, wo eine Immobilie gekauft werden soll…

Um die jetzt auf viele Ingersheimer Immobilien-Eigentümer wegen des Windrad-Baus und des Ausweises eines weitere Windräder aufnehmenden Windvorrang-Gebiets zukommenden Nachteile von vornherein zu vermeiden, sollten Bauwillige Windrad-Standorte meiden und ggfs an anderen Orten  -  an denen der „bittere Kelch“ vorüberging  -   ihren Immobilien-Wunsch verwirklichen…

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


Zum SWP-Beitrag hier klicken

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immonet: “Windräder  d r ü c k e n  Immobilienpreise”… auch am eher windertragsschwachen Windrad-Standort Ingersheim…

(wm / 041211) - Eines der größten deutschen Internet-Portale für Immobilien  -  immonet  -  nimmt Bezug auf die vom Landesverband Schleswig-Holstein der Eigentümer-Schutzgemeinschaft „Haus & Grund“ jüngst geäußerten Befürchtungen über Wertverluste von Immobilien, die eintreten, nachdem in der Nähe Windkraftanlagen gebaut oder Windvorrang-Gebiete ausgewiesen wurden, deren Ausweis für die im Umkreis liegenden Immobilien wie ein unsichtbares „Damokles-Schwert“ über den betroffenen Wohngebieten hängt und bestätigt ebenfalls: „Windräder drücken Immobilienpreise“.

Wie in unserem Beitrag vom 9.12.2011 dargestellt, fordert der Schleswig-Holsteinische Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzerverbands von der Landesregierung Schleswig-Holstein einen gesetzlich verbrieften finanziellen Ausgleich für die durch Windkraft-Anlagenbau und Ausweis von Windvorrang-Gebieten ursächlich und oftmals quasi „über Nacht“ eingetretenen  W e r t v e r - l u s t e  von Immobilien, die

    •    durchschnittlich bei 30 % lägen und
    •    in Einzelfällen sogar bis zur  U n v e r k ä u f l i c h k e i t  der Immobilien führten.

Bereits seit längerem nehmen die Auseinandersetzungen auch in Schleswig-Holstein und in anderen nördlichen Bundesländern

   •    zwischen Windkraft-Kapitalanlegern und Landwirten = Grundstücksverpächtern einerseits

   •    und den im Wirkungskreis bzw. in Sichtweite zur Windkraftanlage lebenden Bürgern andererseits

deutlich an Schärfe zu, nachdem durch den in der Vergangenheit erfolgten nahezu ungezügelten Ausbau der Windkraft vor Ort schon länger eine Sättigungsgrenze erreicht wurde und die Bürger angesichts der für viele immer deutlicher zutage tretenden Nachteile den weiteren Windkraft-Ausbau in Frage stellen.

So kam es immer häufiger zur Gründung von contra-Windkraft-Bürgerinitiativen und die Bürger  -  vor allem jene, die im Wirkungskreis von bis zu 5 Km Entfernung zum Windrad-Standort leben und daher die größten Nachteile erdulden müssen  -  machten ihrem Ärger durch Protest-Aktionen „Luft“. Daher war es nicht verwunderlich, daß mancher Bürgermeister und mancher Gemeinderat bei Kommunalwahlen aus Protest mit mangelndem Stimmenergebnis bedacht oder gar abgewählt wurde, nachdem sie zuvor pro-Windkraft-Entscheidungen ohne Bürgerentscheid bzw. ohne vorherige Bürgerbefragung und daher am Bürgerwillen vorbei getroffen hatten.

Hintergrund der vom Haus- und Grundbesitzerverband Schleswig-Holstein getroffenen Feststellung über Wertverluste von Immobilien im Umkreis von Windkraft-Anlagen und der daraus abgeleiteten Forderung nach finanzieller Entschädigung der betroffenen Grundstücks-Eigentümer ist das Vorhaben der Landesregierung, den Ausweis von Windvorrang-Gebieten in Schleswig-Holstein nahezu zu verdoppeln. So sollen die Windkraft-Eignungsflächen von jetzt 0,8 % auf 1,5 % erhöht werden.

Den Bürgern wurde relativ schnell klar, daß diese gravierende Erhöhung der Windkraft-Eignungsflächen unweigerlich zu weiteren Nachteilen und insbesondere zu einer

  • …erheblich zunehmenden Landschafts-Verspargelung
  • …deutlichen Verkürzung der Abstandsflächen bzw. der Sicherheitsabstände zwischen Windkraft-Standort und Wohn-Besiedlung und damit
  • …neben der weiteren Zunahme von durch Windkraft-Betrieb möglicherweise verursachten Gesundheitsrisiken
  • ….zu weiteren, noch gravierenderen Wertverlusten von im Umkreis belegenen Immobilien

führen werden. Entsprechend dürften die Auseinandersetzungen auch in den nördlichen Bundesländern noch weiter zunehmen.

Die zunehmend kritische und gegen den weiteren Windkraft-Ausbau gerichtete Einstellung vieler Bürger in den windreichen nördlichen Bundesländern ist eigentlich bemerkenswert, weil angesichts des jahresdurchschnittlich dort stabilen Windaufkommens durch Windkraft-Betrieb  -  im Gegensatz zum vergleichsweise windarmen Ingersheim  -  nachhaltige und dauerhaft anfallende Gewerbeerträge erwirtschaftet werden, die zu verläßlichen Gewerbesteuer-Einnahmen zu Gunsten des  -  wegen fehlender Industriedichte  -  „notorisch klammen“ Gemeindesäckels führen. Die trotzdem zunehmende Ablehnung der Windkraft im „hohen Norden“ zeigt auf, wie schwerwiegend die durch Windkraft-Betrieb zu Lasten der Bürger verursachten Nachteile eingeschätzt werden.

Im Gegensatz zum windreichen Norden fallen am vergleichsweise windschwachen und nur 298 m über Meeresspiegel liegenden Windrad-Standort Ingersheim nach eigenem, bei einer Veranstaltung am 12.3.2010 geäußerten Bekunden des Ingersheimer Bürgermeisters  -  wegen fehlendem Windaufkommen und mangels Gewerbeertrag  -  keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen zu Gunsten des Ingersheimer Gemeindehaushalts an und das Windrad-Vorhaben wurde von einer Handvoll Ingersheimer Windrad- 
Initiatoren um die Gemeinderätin Hanne Hallmann  -  nach eigenen Aussagen weniger auf Basis von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen als vielmehr aus Gründen der Ideologie und der Symbolik  -  unter tatkräftiger Mithilfe des Ingersheimer Bürgermeisters und der Mehrheit des Ingersheimer Gemeinderats  o h n e  z u v o r  erfolgte Bürgerbefragung und  o h n e Bürgerentscheid und deshalb am Bürgerwillen vorbei regelrecht „durchgedrückt“.

Vielen Bürgern  -  vorwiegend Grundbesitzern aus Ingersheim  -  wird immer klarer, daß der durch Windrad-Betrieb wegen relativer Windarmut  -  wenn überhaupt  -  nur spärlich erzielte Windstrom-Ertrag keinesfalls die durch das Ingersheimer Windrad zu Lasten vieler Bürger verursachten Nachteile rechtfertigt.

Nachfolgend an dieser Stelle noch einmal die aufgrund des Windrad-Baus auf die Ingersheimer Bevölkerung zukommenden Nachteile:

  • Verminderung der Lebensqualität der in Sichtweite bzw. innerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises (Radius von ca. 5 Km ab geplantem Standort) der Windkraftanlage lebenden Bevölkerung
  • Vermeidung drohender, durch Immissionen (Lärm, Infraschall) ausgelöster Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung)
  • Verlust wertvollen Ackerlands
  • Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort ausgewiesenen Natur- und Landschaftsschutzgebiete
  • Beim Bau des Windrads bzw. nach Ausweis von Windvorrang-Gebieten: Drohende Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden sowohl auf Besigheimer (Weiler Husarenhof) als auch auf Ingersheimer Gemarkung (Kleiningersheim sowie Neubaugebiete Holder / Brühl u.a.)
  • dauerhaft irreparable Landschaftsverschandelung
  • drohender Verlust bäuerlicher Existenzen
  • Beschneidung der weiteren Zukunftsfähigkeit der Windrad-Standortgemeinde Ingersheim
  • Einschränkung des sanften Tourismus

Diese Nachteile erhöhen sich weiter, falls es zum Bau weiterer Windräder auf dem Ingersheimer Windvorrang-Gebiet oder auf Gemarkung der Ingersheimer Nachbar-Gemeinden käme, wie von SPD, Grünen und Linke in Kreisparteitagsbeschlüssen, Absichtsbekundungen und Leserbriefen bereits mehrfach und mit Nachdruck gefordert….


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zur Stellungnahme von immonet hier klicken


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HAUS & GRUND: Häuser verlieren an Wert !

Eigentümer-Schutzgemeinschaft „Haus & Grund Schleswig-Holstein“ fordert wegen  W e r t v e r l u s t e n  finanziellen Ausgleich für Eigentümer in der Nähe von Windkraftanlagen

Immobilien-W e r t v e r l u s t e  wegen Windrad-Bau und großflächigem Ausweis des Ingersheimer Windvorrang-Gebiets auch in I n g e r s h e i m  und an weiteren,  n ä h e r  an Wohngebieten liegenden Windrad-Standorten im dichter besiedelten Baden-Württemberg….

(wm / 031211) - Einem Bericht der HUSUMER NACHRICHTEN vom 29.11.2011 zufolge fordern die in der Eigentümer-Schutzgemeinschaft des Landes Schleswig-Holstein zusammengeschlossenen Haus- und Grundbesitzer einen finanziellen Ausgleich für den zwischenzeitlich wegen Windkraft-Bau bereits entstandenen und künftig wegen forciertem Windkraft-Ausbau noch verstärkter eintretenden Wertverlusten ihrer Grundstücke, Häuser und Wohnungen, die in der Nähe bzw. in Sichtweite und im Wirkungskreis von Wind-Industrieanlagen liegen.

Dem Zeitungsbericht zufolge warnt der schleswig-holsteinische Verbandsvorsitzende von „Haus & Grund“, daß „die Grundstückseigentümer in Nachbarschaft von Windkraftanlagen mit empfindlichen Wertverlusten ihrer Immobilien rechnen“ müßten… „Der Rechtsschutz dieser Eigentümer sei unzureichend.“

Haus & Grund in Schleswig-Holstein fordert daher die Landesregierung von Schleswig-Holstein auf, zu Gunsten der betroffenen Eigentümer einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf finanziellen Ausgleich der von den durch Windkraft-Ausbau hervorgerufenen Wertverlusten ihrer Immobilien zu schaffen. Zur Begründung heißt es in der Stellungnahme weiter, daß „deren Grundstücke unter anderem durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf, durch die bedrängende Wirkung und die bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen an Wert verlieren“ würden. Und weiter: „Wertverluste von 30 % oder gar Unverkäuflichkeit seien nicht unüblich“, so der Verbandsvorsitzende von Haus & Grund.

Hintergrund der auch außerhalb des Haus- und Grundbesitzerverbands und auch in anderen Bundesländern jetzt geäußerten Forderung sind die jüngst in den einzelnen Bundesländern bekannt gewordenen Ziele der jeweiligen Landesregierungen, im Zuge der seit 12.3.2011 vor dem Hintergrund der Ereignisse in Fukushima / Japan ausgerufenen Energiewende den Ausbau der regenerativen Energieträger  -  insbesondere Windkraft betreffend  -  massiv zu forcieren. 

So soll die Windkraft-Eignungsfläche in Schleswig-Holstein von bisher 0,8 % auf ca. 1,5 % aufgestockt werden. Ähnliches erfolgt in anderen Bundesländern, so z.B. in NRW und Rheinland-Pfalz, wo nach den Landtagswahlen in 2010 bzw. am 27.3.2011 rot-grüne Landesregierungen „am Zug“ sind, aber auch in Bayern, wo der bisher als Umweltminister amtierende und jetzt neue Landes-Finanzminister Markus Söder mit diesen Maßnahmen den eventuell drohenden Machtverlust der CSU bei der kommenden bayerischen Landtagswahl verhindern will.

Einen noch rasanteren Ausbau regenerativer Energien verzeichnet Baden-Württemberg, falls die Pläne der neuen grün-roten Landesregierung auch nur annähernd umgesetzt werden. Danach sollen in der laufenden 5-Jahres-Legislaturperiode 2011 - 2015 jährlich rd. 150 neue Wind-Industrieanlagen (insgesamt also rd. 750 neue Windkraftanlagen !!) gebaut werden. Bis 2020 sollen neben den bereits 372 installierten Windkraftanlagen gar rd. 1200 neue Wind-Industrieanlagen gebaut werden.

Da die für baden-württembergische Verhältnisse als besonders windkraft-geeigneten Grundstücke in den vom durch den TÜV Süd für ganz BW erstellten Windatlas schon weitgehend durch die bereits 372 installierten Windräder „besetzt“ sind, kann die zusätzliche Kapazität von bis zu rd. 150 neuen Windrädern pro Jahr nur in neu auszuweisenden Windvorrang-Gebieten erfolgen, die aufgrund der im Vergleich zu den Bundesländern im Norden und Osten dichter besiedelten Regionen deutlich näher an die Wohnbesiedlung heranreichen. Folge: Die ohnehin in BW schon zu geringen Abstandsflächen zwischen Windrad-Standort und Wohnbesiedlung wird nochmals geringer mit allen Nachteilen bezüglich Gesundheitsrisiken u.a…. (vgl. unten).

Bundesweit sind bereits rd. 22500 (Stand: Dezember 2011) Windräder in Betrieb, mit rd. 75 % die meisten davon in den windstarken Bundesländern

  • im Norden  -  on-shore oder off-shore  -  (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen) und
  • im Osten (Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen),  

wo die  j a h r e s d u r c h s c h n i t t l i c h e  Windgeschwindigkeit  -  = für eine erfolgreiche Windstrom-Erzeugung der alles entscheidende Produktions- / Standortfaktor  -  um ca. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise  w i n d a r m e n  (südlichen) Binnenland wie Baden- 
Württemberg oder Bayern
, wo viele der bereits vorschnell und ohne seriöse, objektive Windmessungen installierten Windräder zum Ärger ihrer von der Windkraft-Lobby sich getäuscht fühlenden Kapitalanleger von Beginn an wegen des in Hochglanzbroschüren viel zu hoch prognostizierten, tatsächlich jedoch weitgehend ausgebliebenen Windaufkommens bei Windstillstand oder „lauen Lüftchen“ nur noch trostlos „vor sich hin dümpeln“ und den meisten der oft blauäugigen privaten Kapitalanlegern schlaflose Nächte bereiten, weil sie bisher und wohl auch künftig vergeblich auf die versprochenen Gewinnausschüttungen warten und untätig zusehen müssen, wie ihr eingesetztes Kapital Tag um Tag „wie Schnee in der Sonne“ zusammen schmilzt und in vielen Fällen sogar der Totalverlust des investierten Eigenkapitals droht, denn:

Kein einziges der im vergleichsweise windarmen Binnenland installierten Windräder hat bisher die  -  aus Sicht der Windkraft-Lobby zur Gewinnung von Kapitalanlegern wohl benötigten  -  viel zu optimistischen Prognosen zum Windaufkommen und zur Windstrom-Erzeugung  -  erfüllt, denn die        t a t s ä c h l i c h  erzielten Windstrom-Erträge erwiesen sich vielfach als kümmerlich und blieben durchschnittlich um ca. 30 % - 60 % hinter den vollmundigen Versprechungen der Windkraft-Lobby zurück, was an manchen Windrad-Standorten schon zum vorzeitigen, freiwilligen Abbau und der Still-Legung völlig unrentabler Windräder geführt hat getreu dem Motto: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“.

Wir haben in unseren Homepage-Beiträgen, Unterschriften-Listen und in den in Ingersheim, Pleidelsheim und Besigheim verteilten Fluginformations-Blättern rechtzeitig auf die durch Windkraft-Ausbau hervorgerufenen Wertverluste bei im Wirkungskreis der Windräder sich befindlichen Immobilien  -  auch in der Windrad-Standort-Gemeinde Ingersheim (dort vorwiegend in Klein-Ingersheim sowie in den Neubau-Gebieten Holder / Brühl u.a.)  -  hingewiesen, auch mit Verweis auf die zum Suchbegriff „Windkraft Wertminderung Immobilien“ gebrachten Ergebnisse der Google-Suchmaschine sowie unter Angabe von Fundstellen in Lokalzeitungen in fast allen Bundesländern….

Darin wurden schon frühzeitig von Immobilien-Wertverlusten  -  festgestellt durch Immobilien- 
Makler vor Ort, Gutachter-Ausschüssen der Gemeinderäte, Bausparkassen-Vertreter, Kredit- 
Abteilungen der Banken, Steuerberater-Schriftverkehr im Zusammenhang mit der Beantragung von Steuer-Herabsetzungen u.a.  -  bei Immobilien berichtet, die  n a c h  dem Ausweis von Windvorrang-Gebieten bzw.  n a c h  dem Bau von Windrädern quasi „über Nacht“ im Wirkungskreis von Windkraft-Anlagen lagen… viele Immobilien wurden  -  von einem Tag auf den anderen  -  mehr oder weniger unverkäuflich… Ein schwerer Schlag vor allem für diejenigen, die ihre Immobilie  -  unabhängig ob eigengenutzt oder vermietet  -  als wesentlichen Bestandteil ihrer Altersversorgung ansahen und sich mit dem erhofften Verkaufserlös später einmal in „Betreutes Wohnen“ einkaufen wollten und die jetzt schmerzlich realisieren müssen, daß der erhoffte Verkaufserlös hierzu nicht ausreichen wird…

Diese leidvolle Erfahrung wird wohl mancher Ingersheimer Grundstücks-Eigentümer jetzt schon und in den nächsten Jahren ebenfalls machen müssen, nachdem der Ausweis eines Windvorrang-Gebiets und der jetzt begonnene Bau eines an dieser Stelle auf Ingersheimer Gemarkung mit 180 m Höhe völlig überdimensionierten und gegenüber der Wohnbevölkerung viel zu nahen Windrads  -  ohne vorherige Bürgerbefragung bzw. ohne vorherigen Bürgerentscheid und damit wohl gegen die ihrer Mitwirkungsrechte beraubten und zum Schweigen verdonnerten Mehrheit der Ingersheimer Bürger  -  durch eine Handvoll Ingersheimer Windrad-Initiatoren um die Gemeinderätin Hanne Hallmann unter tatkräftiger Mitwirkung des Ingersheimer Bürgermeisters durchgedrückt wurde….

Für die betroffenen Grundstücks-Eigentümer in Ingersheim und im Besigheimer Weiler Husarenhof sind diese Nachteile besonders schmerzlich, als es sich bei der jetzt gegen einen Großteil der Bevölkerung durchgedrückten Windkraftanlage um ein Windrad handelt, …

  • …das wegen relativer Windarmut an einem nur 298 m über Meeresspiegel liegenden Standort von Anfang an als Fehlinvestition anzusehen ist, da die  -  wenn überhaupt  -  erzielten Windstrom-Erträge nur marginal sind und diese die dadurch zu Lasten der im Wirkungskreis lebenden Bürger verursachten Nachteile keinesfalls rechtfertigen….. Die Nachteile gerade an diesem Standort überwiegen bei weitem und der nur marginale Ertrag steht in keinem Verhältnis zu den mit dem Windrad-Bau entstandenen Nachteilen…
  • … und das weniger auf Basis wirtschaftlicher Überlegungen als vielmehr  -  wie auch von den Ingersheimer Windkraft-Initiatoren nicht bestritten  -  aufgrund ideologischer Zielsetzungen und aus Gründen der Symbolik „durchgezogen“ werden sollte…

Nachfolgend an dieser Stelle noch einmal die aufgrund des Windrad-Baus auf die Ingersheimer Bevölkerung zukommenden Nachteile:

  • Verminderung der Lebensqualität der in Sichtweite bzw. innerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises (Radius von ca. 5 Km ab geplantem Standort) der Windkraftanlage lebenden Bevölkerung
  • Vermeidung drohender, durch Immissionen (Lärm, Infraschall) ausgelöster Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung)
  • Verlust wertvollen Ackerlands
  • Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort ausgewiesenen Natur- und Landschaftsschutzgebiete
  • Beim Bau des Windrads bzw. nach Ausweis von Windvorrang-Gebieten: Drohende Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden
  • dauerhaft irreparable Landschaftsverschandelung
  • drohender Verlust bäuerlicher Existenzen
  • Beschneidung der weiteren Zukunftsfähigkeit der Windrad-Standortgemeinde
  • Einschränkung des sanften Tourismus

Diese Nachteile erhöhen sich, falls es zum Bau weiterer Windräder auf dem Ingersheimer Windvorrang-Gebiet oder auf Gemarkung der Ingersheimer Nachbar-Gemeinden käme, wie von SPD, Grünen und Linke in Kreisparteitagsbeschlüssen, Absichtsbekundungen und Leserbriefen bereits gefordert….


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“





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Mailverkehr zwischen Bürgerinitiative „Unser Wald e.V.“ (Altomünster / OT Hohenzell; bei Dachau / Augsburg) - und - Frau Hanne Hallmann (Ingersheim; stv Bürgermeisterin und Windkraftinitiatorin) zum Thema:

„Wertverlust von Immobilien wg. Windkraft“

Rückabwicklung getätigter Grundstückskäufe in Ingersheim möglich ?

Ist der Windrad-Genehmigungsbescheid des Ludwigsburger Landrats Dr. Haas vom 12.1.2011 möglicherweise doch rechtsfehlerhaft ?

(080711 / wm) - Nachfolgend wird der in der Überschrift beschriebene Mailverkehr dargestellt, dem unser am 24.6. und aufgrund der Brisanz des Themas bzw. wegen weiterer uns zugegangener Nachfragen besorgter Bürger am 8.7.2011 erneut in unsere homepage  eingestellter Beitrag über

„Wertverlust von Grundstücken und Gebäuden wegen Bau von Windrädern“

zugrundeliegt und der uns freundlicherweise von Vertretern der Bürgerinitiative „Unser Wald e.V.“ zur Verfügung gestellt wurde.

Wie allgemein bekannt, versucht die Windkraft-Lobby i.d.R., die aus ihrer Sicht mißliebigen und kritisch gegen völlig überbordende und sich immer stärker zum Nachteil der Allgemeinheit auswirkenden Windkraft-Exzesse argumentierenden Windkraft-Gegner mit völlig unsachlichen „Totschlags“-Argumenten „aus den Angeln zu heben“, was jedoch angesichts der nahezu an allen Windkraft-Standorten zu Lasten der Bevölkerung immer stärker festzustellenden Nachteile und einer aufgrund dieser Negativ-Entwicklung immer sensibler werdenden Öffentlichkeit nur noch in den seltensten Fällen gelingt.

Der am 8.7.2011 erneut in unsere Homepage eingestellte Beitrag zeigt einen besonders krassen Fall eines durch den geplanten Bau von Windrädern  u r s ä c h l i c h  hervorgerufenen  W e  r t - 
v e r  l u s t s  v o n   I m m o b i l i e n
  in der Nähe von Dachau (bei Augsburg) im Einzugsgebiet Münchens.

Das Märchen, wonach „die Reduzierung der Finanzierungszusage für den Kauf eines Hauses in Hohenzell“ durch ein Kreditinstitut (Name uns bekannt) angeblich „in der Bewertung der Grundstücksfläche“ (vgl. Mail-Verkehr unten) liege, weil diese „nicht ausschließlich als Bauplatz angerechnet wird“, entbehrt nach Auskünften von sich vor Ort bestens auskennenden Fachleuten von „Unser Wald e.V.“  jeder Grundlage, da nach Auskünften

  • des vor Ort tätigen Immobilienmaklers
  • des Hauskäufers
  • und anderer den Sachverhalt vor Ort bestens kennender Fachleute (Gutachterausschüsse Landratsamt Dachau u.a.)

in der fraglichen Woche ab ursprünglicher, zunächst  -  vor Publizierung von Windkraft-Plänen  -  weit höherer Finanzierungszusage und der nach Bekanntwerden von Windradplänen unmittelbar darauf  durch ein Kreditinstitut (Name uns Bekannt) deutlich reduzierten Finanzierungszusage keinerlei andere, den Wert der Immobilie negativ beeinflußende Informationen  -  außer eben den durch Berichterstattung in der Lokalpresse publik gewordenen Windkraft-Plänen  -  bekannt wurden.

Einen noch viel größeren Unfug stellt das weitere Argument dar (das auch nach mehrmaligem Wiederholen nicht „richtiger“ wird), wonach „der Rückgang der Immobilienpreise in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen etc.“ mit „Arbeitsplätzen und der Infrastruktur“ und „damit verbunden mit dem Wegzug junger Familien“  -  und nicht mit dem Ausbau von Windkraft-Anlagen  -  zusammenhänge.

In den Neuen Bundesländern (vor allem Sachsen-Anhalt, Meck-Vopo, Brandenburg, Thüringen; weniger Sachsen) erfolgte der Wegzug junger Familien  -  in Schüben  -  vorwiegend in den Jahren nach der Maueröffnung  -  d.h. ab 1989 ff  -  als die völlig abgewirtschaftete und auf den durch West-Standards dominierten Weltmärkten nicht mehr konkurrenzfähige DDR-Planwirtschaft durch die Berliner Treuhandanstalt notgedrungen und quasi „über Nacht“ abgewickelt werden mußte, daraufhin die Arbeitslosenzahlen in den dortigen Regionen sprunghaft hochschnellten und viele arbeitslos Gewordene sich gezwungen sahen, ihre Heimat zu verlassen, um in den westlichen Bundesländern einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

Aufgrund des Wegzugs vorwiegend junger Familien in den Jahren 1989 ff kam es infolge des Überangebots von Grundstücken bzw. wegen geringer Nachfrage zu einem Preisverfall auf den regionalen Grundstücksmärkten, der wegen des ohnehin niedrigen Grundstücks-Preisniveaus im Osten Deutschlands zwar wahrnehmbar, jedoch vergleichsweise  -  je nach Standort  -  eher gering war. 

Diese Ost-West-Wanderung vollzog sich jedoch vor allem in den Jahren 1989 ff, wie sämtliche Bevölkerungsstatistiken der einzelnen Bundesländer und andere seriöse Quellen belegen.

Sie ist im Zeitablauf immer mehr abgeflacht und kam spätestens zur Jahrtausendwende 1999 / 2000 nahezu vollständig zum Erliegen, weil vorwiegend der Bund  -  aber auch die EU  -  die Nachteile dieser  -  aus staatlicher Sicht unerwünschten  -  Bevölkerungswanderung erkannten und diese frühzeitig stoppen konnten, indem schon in den frühen 90-er Jahren durch Auflegung mehrerer, mit „zig“ Milliarden Deutsche-Mark-Förderprogrammen im Rahmen des Programms „Aufbau Ost“  -  finanziert im wesentlichen durch den Einkommensteuer-Solidaritätszuschlag der Bürger u.a.  -  es gelang, dort staatliche und private Investitionen anzukurbeln, Infrastrukturmaßnahmen durchzuführen und Behörden sowie Privatunternehmen in diese Regionen zu verlagern u.a., um damit neue, dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen…

Im Zuge dieser Entwicklung haben zunächst große Konzerne im Speckgürtel größerer Städte neue Werke gebaut und Niederlassungen gegründet, viele Mittelständler und Existenzgründer sind nachgefolgt, Handwerk und Dienstleister haben ebenfalls von dieser Entwicklung profitiert, der „sanfte“ Tourismus wurde  -  zunächst unbelästigt durch Verspargelung ganzer Landstriche  -  ausgebaut….

Seit einigen Jahren ist sogar deutlich zu beobachten, daß überwiegend junge Leute  -  vor allem Studenten  -  verstärkt an die eher kleineren und beschaulicheren Universitäten und Fachhochschulen in die Neuen Bundesländer umsiedeln, um dem Massenbetrieb an völlig überfüllten Universitäten und Fachhochschulen in den westlichen Bundesländern zu entgehen… Dieser Trend nimmt weiter zu… Dies und andere Faktoren steigern die Nachfrage nach Wohnraum und führen zu konstanten bzw. eher ansteigenden Immobilienpreisen…

Sofort nach der Wende haben sich die Grundstückspreise in einem mehrjährigen Anpassungsprozeß aufgrund von Angebot und Nachfrage  -  und abhängig von der Region  -  eingependelt. Dieser Anpassungsprozess ist jedoch seit Ende der 90-er Jahre  -  parallel zum Stopp der Bevölkerungswanderung von Ost nach West  -  weitgehend abgeschlossen.

Im Vergleich zu damals haben sich die Grundstückspreise  in den Neuen Bundesländern bis heute im Durchschnitt leicht und in der Nähe von Ballungsgebieten sogar deutlich erhöht… vor allem auch deshalb, weil die seit 2 - 3 Jahren auch stabil in den Neuen Bundesländern zu beobachtende wirtschaftliche Erholung sich auch in einer Erholung der Immobilienpreise  -  allerdings nur außerhalb von verschandelten Windkraft-Regionen  -  positiv niedergeschlagen hat…

Ein heute in einzelnen Gegenden bzw. in der Nähe von Wohngebieten eintretender Verfall von Grundstückspreisen ist daher eindeutig  S o n d e r f a k t o r e n  vor Ort  -  wie eben dem

  • Ausweis von Windvorrang-Gebieten
  • Bau von Windrädern
  • Bau von Biogasanlagen (Vergärung von Speiseresten, Verwendung von in Landwirtschaftsbetrieben angefallener Gülle, Hühner-Kot  u.a.)

und den durch Betrieb dieser Windkraft- bzw. Biogas-Anlagen verursachten Immissionen usw.  -  zuordenbar...

Wie den einschlägigen Jahres-Statistiken der Windkraft-Lobby bzw. der Windinteressen-Verbände hingegen zu entnehmen ist, hat die forcierte, flächendeckende und zu deren Verschandelung führende Verspargelung ganzer Landstriche in diesen Ost-Regionen mit Windrädern erst „richtig“ ab den Jahren 2000 ff  -  insbesondere ab 2004 ff  -  eingesetzt, zu Zeiten also, in denen die oben beschriebene „Landflucht“ von Ost nach West schon längst abgeschlossen  -  weil sich im wesentlichen im Zeitraum ab 1989 - 2000 vollziehend  -  bzw. bereits eine Umkehr des Trends wahrnehmbar war.

Fazit:        Der  i n f o l g e  der Verspargelung ganzer Landstriche mit Windrädern  -  und erst dann  -  einsetzende und zu beobachtende Verfall der Grundstückspreise in den Neuen Bundesländern war daher  k e i n e s f a l l s auf eine Landflucht der Bevölkerung von Ost nach West (weil schon Jahre vorher gestoppt; vgl. oben)  -  wie von der Windkraft-Lobby fälschlicherweise, bewußt und aus durchsichtigen Gründen behauptet  -  zurückzuführen, sondern war  u r s ä c h l i c h  -  wie auch in den alten Bundesländern  -  auf den forciert ab 2004 ff einsetzenden Bau von Windrädern in den betreffenden Regionen zurückzuführen…

Der Verfall der Grundstückspreise war darüberhinaus mehr oder weniger genau denjenigen  -  und nur diesen  -  Landstrichen zuordenbar, die unmittelbar zuvor durch Windmühlen verspargelt wurden bzw. wo Pläne zum Bau von Windrädern bzw. zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten bekannt wurden… In Gebieten, die von Windkraftplänen „verschont“ geblieben sind, kam es hingegen ab den Jahren 2004 ff  -  in den Jahren also, in denen der Ausbau der Windkraft massiv forciert wurde  -  zu keinen sichtbaren Wertverlusten beim Grundbesitz…

Sinngemäß treffen diese Ausführungen auch zu den in vielen Regionen in den alten Bundesländern  -  vorwiegend die „klassischen“ Windrad-Bundesländer wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein, NRW, Hessen betreffend u.a.  -  zu den dort zu beobachtenden Wertverlusten beim Grundbesitz zu, der sich ebenfalls und ohne weiteres ursächlich den zuvor via Lokalpresse bekannt gewordenen Windkraft-Plänen bzw. dem zuvor erfolgten Ausweis von Windvorrang-Gebieten zuordnen läßt (vgl. Ergebnisse „Google“-Suchmaschine, Stichwort „Wertminderung Grundbesitz Windkraft“ o.ä.).

Nicht umsonst empfehlen alle Immobilien-Makler ihren Kunden beim Immobilien-Kauf, die Mikro- bzw. die Makro-Lage des Kauf-Standorts genau zu untersuchen… und ihre Empfehlung für jeden Immo-Käufer ist, bei der Standort-Wahl vor allem auf die „Lage, Lage, Lage…“ zu achten und die weitere Wertentwicklung negativ berührenden Einflußfaktoren wie Windrad-Bau, Windvorrang-Gebiete usw.  von vornherein zu umgehen….

Soviel an dieser Stelle zu den Märchenerzählungen der Windkraft-Lobby… über die sich der geneigte Leser unserer Homepage seine eigene Meinung bilden möge…

Der aufgrund des geplanten Windrads bzw. aufgrund des nahe an Ingersheimer Wohngebiete heranreichenden Windvorrang-Gebiets vermutlich schon einsetzende und in kommenden Jahren vermutlich sich fortsetzende Verfall der Immobilienpreise dürfte sich  -  je nachdem, ob das Ingersheimer Windrad gebaut wird oder nicht bzw. je nachdem, ob weitere Windräder auf dem Ingersheimer Windvorrang-Gebiet gebaut werden oder nicht  -  künftig vermutlich noch stärker wertmindernd in die Grundstückswerte einpreisen…

…denn wer will schon seine Freizeit bzw. seinen Ruhestand im Angesicht bzw. in Sichtweite von Windrädern bzw. von Windparks verbringen..., wenn es anderswo windradfreie Regionen gibt. Diese Negativ-Entwicklung dürfte sich spätestens beim künftigen Verkauf von Grundstücken und Gebäuden in Ingersheim  -  vor allem in den in der Nähe zum Windvorrang-Gebiet liegenden Wohngegenden  -  zeigen…

Wie in diesem Zusammenhang bekannt, sollten nach den  -  jetzt seit dem 27.3.2011 (BW-Landtagswahl)  überholten  -  Plänen der CDU / FDP-Vorgängerregierung  -  basierend auf den Empfehlungen des noch von der Vorgängerregierung zur Erstelleng eines Windatlas für ganz Baden-Württemberg beauftragten TÜV Süd  -  innerhalb der nächsten 5-jährigen Legislaturperiode insgesamt 150 zusätzliche Windräder gebaut werden und zwar konzentriert an den aufgrund von unabhängigen Gutachtern des TÜV Süd auf Basis objektiver Windmessungen empfohlenen Standorten:

•    Hohenlohe
•    Höhenrücken des Nordschwarzwalds (Freudenstadt und Umgebung)
•    Albaufstieg und Schwäbische Alb
•    Höhenrücken des Südschwarzwalds,

zu denen der relativ windarme Mittlere Neckarraum mit dem von den Windrad-Aposteln eher aufgrund von Symbolik und Ideologie (und weniger auf Basis von Wirtschaftlichkeits- 
überlegungen) präferierten Ingersheimer Standort wegen relativer Windarmut eben gerade nicht gehört.

Wie ebenfalls schon seit längerem bekannt, sind bisher rd. 30 % der in Baden-Württemberg seit längerem schon öffentlich als Windvorrang-Gebiet von den einzelnen Regionalverbänden ausgewählte Gebiete mangels Windaufkommen als Windkraft-Standorte völlig ungeeignet und wurden vor allem deshalb nicht umgesetzt, weil bei der Standort-Auswahl weniger Wirtschaftlichkeits- 
Überlegungen als vielmehr Symbolik und Ideologie ausschlaggebend waren….

… und kommunale Stadtwerke größerer Städte verlagern ihre Windkraft-Aktivitäten an die deutlich windstärkeren und deshalb wirtschaftlich arbeitenden Standorte im Norden Deutschlands bzw. an off-shore-Standorte in der Nord- bzw. Ostsee, weil schon nach den in den ersten Jahren stark hinter den Erwartungen zurück gebliebenen Wind-Ergebnissen schmerzlich erkannt werden mußte, daß selbst die scheinbar als  -  für baden-württembergische Verhältnisse  -  windstark angesehenen Windrad-Standorte auf der Schwäbischen Alb oder auf den Höhenrücken des Nord- und Süd-Schwarzwalds meilenweit hinter den von der Windkraft-Lobby bzw. den von dieser nahestehenden Windkraft-Gutachtern  -  aus Eigennutz  -  völlig überhöht prognostizierten Wind-Werten zurück geblieben sind und daher vielfach nur noch trostlos vor sich hindümpeln….

…ohne Aussicht, daß jemals die ursprünglich in Aussicht gestellte Ausschüttung oder das in gutem Glauben investierte Kapital der Anleger auch nur annähernd wieder zurückfließt…

Dies können zwar die nicht mit eigenem Geld  -  sondern ohnehin „nur“ mit dem Geld der Bürger arbeitende  -  Stadtwerke bzw. Kommunen eher verkraften (…wenn‘ s Geld nicht mehr reicht, werden halt mal wieder die Gebühren bzw. die Energiepreise erhöht bzw. Leistungen eingeschränkt…), für die gutgläubig investierten Kapitalanleger hingegen stellt diese durch völlig unrealistische Windkraft-Prognosen verursachte schmerzhafte „Bruchlandung“ ihrer Windkraft-Investition eine mehr als herbe Enttäuschung dar…      

Nach den ab 27.3.2011 neu bekannt gewordenen Plänen von Grün / Rot sollen jetzt allerdings in Baden-Württemberg nicht 150 neue Windräder innerhalb der nächsten 5 Jahre (wie noch von der Vorgänger-Regierung geplant), sondern 150 Windräder jährlich (!!)  -  insgesamt also 750 Windräder in den nächsten 5 Jahren (!!)  -  gebaut werden, sobald die einschlägigen Landesplanungs-Gesetze überarbeitet worden sind.

Nur unschwer zu erraten ist, daß sich dies  -  falls diese Pläne umgesetzt werden  -  vermutlich auch auf das bereits ausgewiesene Ingersheimer Windvorrang-Gebiet auswirken wird und zwar dergestalt, daß es  -  falls das erste Windrad gebaut ist  -  zum Bau weiterer ca. 3 - 4 Windräder kommen wird, die dann allerdings noch viel näher an Ingersheimer Wohngebiete heranreichen, weil der jetzt geplante Standort für das 180 m hohe Windrad bereits jetzt viel zu nah am Husarenhof und Lerchenhof liegt und dort kein Platz mehr ist, während die eher an Klein- und Großingersheim heranreichende und noch „offenen“ Windvorrang-Flächen frei wären für den Bau weiterer Windräder…die dann zusätzlich entstehenden schädlichen Immissionen (Lärm, Schattenschlag, Elektrosmog, Infraschall) würden sich  -  allein schon wegen der Hauptwindrichtung von West nach Ost schwerpunktmäßig negativ auf Klein- und Großingersheim, aber auch auf Pleidelsheim und das Pleidelsheimer Wiesental auswirken… 

Entsprechende Unterstützungs-Verlautbarungen durch bisherige und seit dem 27.3.2011 neu gewählte Mandatsträger von

•    SPD
•    Bündnis 90 / Grünen sowie
•    von der Linken

  -  dokumentiert auch durch diesbezüglich eindeutige Kreisparteitagsbeschlüsse der genannten Parteien, Leserbriefe, lokale Presse-Berichterstattung  u.a.  -  wurden in der Lokalpresse veröffentlicht.

Das hierzu notwendige und ebenfalls vor dem Landratsamt Ludwigsburg durchzuführende Genehmigungsverfahren würde sicherlich  - auch nach früheren uns erteilten Auskünften des LRA LB bzw. des Verbands Region Stuttgart (VRS)  -  im Rahmen eines sogenannten Zielabweichungsverfahrens extrem schnell durchgezogen, vermutlich noch durch „aktives Eingreifen“ des Ludwigsburger Landrats Dr. Haas beflügelt, der  -  seinem jetzt „an den Tag gelegten Verhalten“ entsprechend  -  den Baubeginn bzw. die offizielle Einweihung  -  bei der er dann natürlich Ehrengast wäre und als erster in 138 m Höhe den Blick übers weite, dann allerdings verschandelte  Land genießen und durch Knopfdruck das Windrad starten könnte  -  wohl kaum mehr erwarten kann und der im Laufe des jetzigen Genehmigungs- bzw. Widerspruchsverfahrens mit zunehmendem Zeitablauf seine zunächst  a l l e n  -  d.h. auch den Windrad-Gegnern  -  Beteiligten großspurig zugesicherte neutrale Haltung zwischenzeitlich völlig „über Bord geschmissen“ hat…

•    …und der sich immer stärker als aktiver Windrad-Unterstützer  -  vermutlich sich nach dem 27.3.2011(BW-Landtagswahl) in seiner Auffassung noch gestärkt fühlend (man will ja vielleicht noch die eine oder andere Stufe der Karriereleiter erklimmen…)  -  geoutet hat…

•    …und der sich nicht zu schade ist, auf Basis der ab dem 27.3.2011 zu Gunsten von Grün / Rot geänderten politischen Machtverhältnissen  und im Zusammenhang mit der anfangs Juni 2011 von der CDU / FDP-geführten Bundesregierung  -  im Interesse einer erheblich effizienteren Förderung  -   angekündigten Verlagerung von allein vom privaten Stromkunden zu finanzierenden Subventionen (Einspeisevergütungen) zu Gunsten des windstarken Nordens (off-shore) und zu Lasten des vergleichsweise windarmen Binnenlands (wie Baden-Württemberg)  -  die jedoch zwischenzeitlich nach massivem Hintergrund-Einsatz der Windkraft-Lobby und den grün / roten Landesregierungen in NRW, Rheinland-Pfalz und BW wieder „vom Tisch ist“  -  sich als Steigbügelhalter und Büttel zu Gunsten der Interessen der Ingersheimer Windrad-Apostel unter Umgehung des als Widerspruchsinstanz im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahrens fungierenden Regierungspräsidiums Stuttgart (RP) einzusetzen, dessen rechtmäßige Aufgabe im weiteren Instanzenzug es ist, nach Einlegung des Widerspruchs durch betroffene Bürger die durch den Ludwigsburger Landrat möglicherweise rechtsfehlerhaft erteilte Windrad-Genehmigung auf seine Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen…

•    …fürchtet der Ludwigsburger Landrat eine möglicherweise anders zu treffende, gegen seinen Genehmigungsbescheid gerichtete und diesen dann kassierende Entscheidung des Stuttgarter Regierungspräsidiums (RP) mit dem Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl an der Spitze, der  -  anders als der Ludwigsburger Landrat  -  in dieser Frage trotz der grün / roten „Übermacht“ bisher „Rückgrat zeigt“, trotz Kritik der Presse nicht „einknickt“, seine Rechtsauffassung nicht „beugen“ läßt, den rechtsstaatlichen Grundsatz des „rechtlichen Gehörs“ der Betroffenen  -  im Gegensatz zum Ludwigsburger Landrat  -  aufrecht hält  und in einzelnen gravierenden Fragen  -  wohl auch beim Vogelschutz (respektive beim Schutz des auf der Ingersheimer Höhe am vorgesehenen Windrad-Standort brütenden bzw. dort jagenden Roten Milans, der auf allen Schutzlisten mit an oberster Stelle steht)  -  eine andere Meinung hat  -  gestützt auf die wohl ausschließlich auf objektiven Erkenntnissen basierenden und ohne politische Vorgabe bzw. Einflußnahme (d.h. ohne „Druck“) gewonnenen Expertisen seiner Fachleute in der ihm unterstellten Oberen Naturschutzbehörde  -  anders als der Ludwigsburger Landrat (vgl. lokale Presseberichterstattung), der  -  wie man hört bzw. wie aus der Presse zu entnehmen  -  die Mitarbeiter seiner ihm unterstellten Unteren Naturschutzbehörde bzgl. deren Bedenken „an die Kandarre genommen“ bzw. „auf Linie gebracht“ und ihnen womöglich „einen Maulkorb“ verpaßt hat…? 

•    …und der sich ebenfalls nicht zu schade ist, den vermutlich als Rechtsbeugung  -  weil gegen den Grundsatz des „rechtlichen Gehörs“ verstoßend  -  einzustufenden
S o f o r t-v o l l z u g  seiner ohnehin sehr anzweifelbaren und daher auf „sehr wackeligen Beinen“ stehenden Windrad-Genehmigung zu fordern, unter Ausschaltung der ihm vorgesetzten Widerspruchsbehörde = RP Stuttgart, die seinen Genehmigungsbescheid im Widerspruchsverfahren von Amts wegen auf Rechtmäßigkeit zu überprüfen hat und die  -  so der Presse zu entnehmen  -  in entscheidenden Fragen (z.B. beim Vogelschutz / Roter Milan) zu einer anderen Rechtsauffassung gelangt als der Ludwigsburger Landrat Dr. Haas in seinem Windrad-Genehmigungsbescheid vom 12.1.2011…

…was läge aus Sicht des Ludwigsburger Landrats daher näher, als ob dieser von seiner Genehmigungs-Entscheidung womöglich abweichenden Entscheidung einer ihm übergeordneten Stelle deren Ausschaltung zu verlangen, da das RP eben nicht im Schnellschuß-Verfahren zu einer willkürhaften Entscheidung kommt, sondern seine Entscheidung eher auf Basis rechtsstaatlicher, willkürfreier und objektiver Kriterien trifft…. die ggfs auch gegen die von grün / rot politisch gesetzten Vorgaben gerichtet sein können…

•    …vor diesem Hintergrund bleibt nur zu hoffen, daß die Forderung des Ludwigsburger Landrats Dr. Haas auf Sofortvollzug seiner am 12.1.2011 erteilten Windrad-Genehmigung unter Ausschaltung des RP und die dagegen auf Rechtsstaats-Prinzipien beharrende Haltung des Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl diesen nicht noch „Kopf und Kragen“ kostet, da er als politischer Beamter ohne Angabe von Gründen von den neuen grün / roten Machthabern sofort in den einstweiligen Ruhestand geschickt werden könnte… um durch Ernennung eines dann eher „angepaßten“ Nachfolgers die Widerspruchs-Entscheidung des RP im politisch gewollten Sinne verkünden zu können….  

In diesem Zusammenhang  -  und weil sich viele unmittelbar Betroffene offensichtlich diesen „Machenschaften“ mehr oder weniger hilflos ausgeliefert fühlen  -  registrieren wir in der letzten Zeit  -  parallel zum Bekanntwerden der Windkraft-Pläne der grün-roten Landesregierung (Bau von 150 Windrädern jährlich = Bau von 750 Windrädern 2011 - 2015)   -  immer mehr Anrufe besorgter Bürger von innerhalb und außerhalb des Ludwigsburger Kreisgebiets, mehrheitlich jedoch aus der Bevölkerung Ingersheims, die  -  wie bekannt  -  einen Großteil der rd. 1 300 gegen den Ingersheimer Windrad-Bau gesammelten Unterschriften abdecken und die sich mehr oder weniger um die Frage drehen, welche weiteren Maßnahmen man gegen den geplanten Ingersheimer Windrad-Unfug im vergleichsweise windarmen Mittleren Neckarraum einleiten könne…

Im Verlauf dieser Gespräche kam auch  -  zwar noch vereinzelt  -  die Frage auf, ob man getätigte Grundstückskäufe angesichts der neueren Entwicklung (möglicher Bau des Windrads, möglicher Bau weiterer Windräder in Ingersheim u.a.) angesichts dadurch eintretender Wertverluste beim Grundbesitz „rückabwickeln“ könne, weil man vom Verkäufer seinerzeit keine Informationen über das beim Kauf  bereits beschlossene bzw. schon vorhandene  Ingersheimer Windvorrang-Gebiet bzw. über den geplanten Bau des Ingersheimer Windrads und über dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit  -  bei Realisierung der Windrad-Pläne  -  eintretende Immobilien-Wertminderungen erhalten habe; denn: Hätte man Kenntnis hierüber gehabt, wäre der Kauf ggfs unterblieben, bzw. hätte man beim vereinbarten Kaufpreis einen Sicherheitsabschlag bzw. eine spezielle Rückabwicklungs-klausel vereinbaren können….

Die Frage, ob man angesichts möglicherweise  -  abhängig von der weiteren Entwicklung  -  eintretender Wertminderungen beim Grundbesitz eine Rückabwicklung getätigter Grundstückskäufe verlangen könne  -  weil man beim Kauf vom Verkäufer (zur Vermeidung von Preiszugeständnissen) nicht über Windrad-Pläne bzw. nicht über das bereits bestehende Windvorrang-Gebiet informiert worden sei  -  in Anlehnung an die Fälle, die dem Käufer eines gebrauchten Kfz eine Rückabwicklung des Kaufs oder Schadensersatz zusprechen, wenn er in gutem Glauben ein Kfz erworben hat, und sich nachträglich herausstellt, daß es sich um einen Unfallwagen handelt und diese wertmindernde Eigenschaft als Information beim Verkauf vom Verkäufer in Kenntnis verschwiegen wurde… kann hier nicht abschließend beantwortet werden, da es sich diesbezüglich um Einzelfall-Rechtsberatung handelt und wir zur Rechtberatung nicht befugt sind… Zur Klärung dieser Fragen empfehlen wir die Einschaltung eines Rechtsbeistands.

Nachfolgend der zwischen „Unser Wald e.V.“ und Frau Hallmann geführte Mailverkehr (zu den mit 1) gekennzeichneten Stellen: Der Name des Kreditinstituts ist uns bekannt, er wurde jedoch aus Gründen des Bankgeheimnisses anonymisiert):




            
            
            
            

-------- Original-Nachricht --------

Datum: Tue, 28 Jun 2011 14:26:44 +0200
Von: "Hanne Hallmann" <Hanne.hallmann@arcor.de>
An: Unser-Wald@gmx.de

Betreff: Wertverlust Immobilien 


Ein Anruf beim betreffenden Kreditinstitut (kursiv gedruckt: Name der Bank anonymisiert ; 1) ergab, dass der von Ihnen verwendete Schriftverkehr, nichts aber auch gar nichts mit dem geplanten Bau von Windkraftanlagen zu tun hat !!!

Die Reduzierung der Finanzierungszusage, für den Kauf eines Hauses in Hohenzell, liegt in der Bewertung der Grundstücksfläche, da dieses nicht ausschliesslich als Bauplatz angerechnet wird.

Fazit: Die herbeigeredeten Immoverluste in Süddeutschland gibt es nicht. Der Rückgang der Immobilienpreise in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen etc. hängt mit Arbeitsplätzen und Infrastruktur zusammen und damit verbunden mit dem Wegzug junger Familien. Bei weniger Nachfrage und mehr Angebot sinkt eben der Preis.

Soviel ist wohl allen klar. Da kann man für oder gegen Windkraft sei

Mit schönen Grüßen aus Ingersheim

Hanne Hallmann


 -------- Original-Nachricht --------
Datum: Tue, 28 Jun 2011 22:10:25 +0200
Von: unser-wald@gmx.de
An: "Hanne Hallmann" <Hanne.hallmann@arcor.de>
Betreff: Re: Wertverlust Immobilien


Sehr geehrte Frau Hallmann,

Vielen Dank für Ihr Interesse an der Homepage der Bürgerinitiative Unser Wald e.V.

Ihre Recherche beim betreffenden Kreditinstitut (kursiv gedruckt: Name der Bank anonymisiert; 1) zeigt Ihre offensichtliche Verunsicherung als stellvertretende Bürgermeisterin zu Wertverlusten, die Grundstücke und Immobilien auf Grund naher Windkraftanlagen erfahren.

Fakt ist, dass die benannte Immobilie durch ein Wertgutachten der Fa. REMAX Immobilien vor Bekanntwerden der Planungen von Windkraftanlagen auf 615.000 € eingestuft wurde.

Der vom betreffenden Kreditinstitut (kursiv gedruckt: Name der Bank anonymisiert; 1) zum Schluss eingestufte Wert (335.000 €) liegt weit unterhalb der Herstellkosten des neuwertigen Objektes (ohne Grundstückspreis).

Dass das betreffende Kreditinstitut (kursiv gedruckt: Name der Bank anonymisiert; 1) hier wohl auf telefonische Nachfrage von Unbekannten aus einem anderen Bundesland nicht wahrheitsgemäß antwortet, ist durchaus nachvollziehbar.

Uns ist der Käufer, der Verkäufer und der Immobilienmakler bekannt. Letzterer kann im Übrigen seit Bekanntwerden der Windkraftpläne im Adelzhauser Forst keine Immobilien mehr verkaufen, welche vom Infraschall, Landschaftsbeeinträchtigung und Schlagschatten betroffen wären.

Sowohl der Käufer, als auch der Immobilienmakler haben bestätigt, dass die Preisreduzierung auf die Windkraftplanungen zurückzuführen ist. Die Preisreduzierung fand genau in der Woche statt, als die Presse über das Projekt berichtet hat.

Der vom betreffenden Kreditinstitut (kursiv gedruckt: Name der Bank anonymisiert; 1) angegebene Grund zur Wertreduzierung ist falsch und kann bei Bedarf durch den Gutachterausschuss des Landratsamtes Dachau widerlegt werden.

Der Landkreis Dachau gehört zum Einzugsgebiet von München. Hohenzell ist durch die Fertigstellung der 6-spurigen Autobahn A8 im Dezember 2010 noch attraktiver geworden. Der Landkreis erfährt seit Jahren hohen Zuwachs an Familien und Neubauten. Die Immobilienwerte sind im Gegensatz zu anderen Regionen gestiegen und steigen noch. Von zu viel Angebot und geringer Nachfrage kann hier nicht die Rede sein!

Gerne können Sie diese Informationen verwenden, um als Lokalpolitikerin die Sorgen und Ängste Ihrer Bürger vor dem Wertverlust des Hab und Gutes zu schützen.

Ob Sie es wahr haben möchten oder nicht: Eine Immobilie in der Nähe von Windrädern ist schlechter bis gar nicht veräußerbar. Dies betrifft insbesondere Häuser nördlich der Windräder.

Sehr oft ist zu beobachten, dass Orte Windräder an ihre nördliche Grenze planen, um den eigenen Südblick von der Terrasse nicht zu verbauen. Ob dies auch bei Ihnen der Fall ist, wäre zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Heitmeir und Anja Renner

Bürgerinitiative Unser Wald e.V.


Von: unser-wald@gmx.de [mailto:unser-wald@gmx.de]
Gesendet: Dienstag, 28. Juni 2011 22:56
An: Hanne.hallmann@arcor.de
Cc: VolkmarBeck@gmx.de; rathaus@ingersheim.de

Betreff: Fwd: Re: Wertverlust Immobilien


Sehr geehrte Frau Hallmann,

Von der Internetseite der betroffenen Bürger des Husarenhofes haben wir erfahren, dass Sie die Hauptinitiatorin und zugleich Schwester des Verpächters sind:

"Wie bekannt, wurde der Ingersheimer Bürgermeister damals wie heute unterstützt durch die FWV-Gemeinderätin Hanne Hallmann, deren Ehemann zu den Hauptinitiatoren des Windrad-Baus und deren Bruder als Verpächter des Standort-Ackers ebenfalls zu den Nutznießern der geplanten Anlage gehören."

Wir sind entsetzt, wie Sie unsere sachlichen, wahrheitsgemäßen Argumente aus offensichtlichem Eigennutz als unrichtig darstellen!

Sie möchten auf Kosten anderer Menschen einen finanziellen Nutzen durch das Windrad an diesem Standort erzielen. Insbesondere Ihre Position als stellv. Bürgermeisterin lässt uns dies als ein äußerst fragwürdiges Verhalten erscheinen.

Auf Grund dieser Erkenntnis bitten wir Sie, zukünftig Kommentare Ihrerseits hinsichtlich unseren Gegebenheiten zu unterlassen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Heitmeir und Anja Renner

Bürgerinitiative Unser Wald e.V.


zur Info

 

 -------- Original-Nachricht --------
Datum: Wed, 29 Jun 2011 08:24:21 +0200
Von: "Hanne.hallmann" <hanne.hallmann@arcor.de>
An: unser-wald@gmx.de

Betreff: AW: Re: Wertverlust Immobilien

Sehr geehrte Frau Renner, sehr geehrter Herr Heitmeir,

danke für Ihre Antwort. Ich wollte mich eh noch mal melden. Gegenwind-Husarenhof sprach von einer Verletzung des Bankgeheimnisses durch das betreffende Kreditinstitut (Name der Bank anonymisiert; 1).

Dem ist nicht so. Ausser meinem Ehrenamt und meiner Verwandtschaft , bin ich  in einem Immobilienbüro in der Nähe tätig. Unser Einzugsgebiet ist auch Neckarwestheim. Standort zweier AKW’s. Wir verkaufen dort laufend Objekte, seit Jahren, also lange vor Bekanntwerden des Atomausstiegs. Unsere Erfahrungen bezüglich Immobilienverkäufe sind eben andere.

Gerade in Ingersheim wurde in den letzten beiden Jahren ein neues Baugebiet erschlossen. Innerhalb 1 ½ Jahren hat allein die Gemeinde über 30 Bauplätze zu Preisen zwischen € 390 – 430 /qm verkauft. Parallel zur Genehmigung .

Ihre Erfahrungen nehmen wir zur Kenntnis. Wir betreiben unser Windrad in einer Energiegenossenschaft. Der Verpächter bekommt 1,5 % Pacht vom Stromertrag und macht

dafür auch noch den Hausmeister. Üblich sind 4 %. Wir haben ca. 350 Mitglieder. Wir verfolgen keinerlei persönliche finanzielle Vorteile.

Ich weiß, dass dies schwer vermittelbar ist, bei all den Steinen, die man uns in den Weg legt, und der damit verbundenen Zeit, die unsererseits aufgewendet werden muss.

Werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere Homepage. Übrigens wurde ich als Windkraftinitiatorin 2004 und 2009 bei der GR-Wahl mit hoher Stimmenzahl gewählt. Im Gemeinderat bin ich schon seit 1994. Machen Sie ihr Ding. Wir unseres.

Mit freundlichen Grüßen
Hanne Hallmann


Anmerkung des Pressewarts von „Gegenwind Husarenhof“:

Die im letzten Mail-Absatz von Frau Hallmann enthaltenen Ausführungen bzgl. ihres Status als Windkraftinitiatorin und hinsichtlich ihrer Wahl als Gemeinderätin bei den Kommunalwahlen 2004 und 2009 sind sicherlich richtig.

Allerdings ist zu berücksichtigen, daß im Juni 2009 im Zeitpunkt der Kommunalwahl 2009   -  und schon gar nicht bei den Kommunalwahlen im Jahr 2004  -  das ganze Ausmaß der zu Lasten der Bevölkerung „in Ingersheim und um Ingersheim herum“ mit dem Windrad-Bau entstehenden viel zu vielen Nachteile bekannt waren,  denen  -  wenn überhaupt  -  nur wenige marginale Vorteile zugunsten Einzelner gegenüberstehen.

In diesem Zusammenhang nimmt es unsere erst seit Januar / Februar 2010 bestehende Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ schon in Anspruch, die zum großen Teil negativ betroffene Bevölkerung „in Ingersheim und um Ingersheim herum“ über das wahre Ausmaß  -  nachdem die an sich hierfür zur objektiven Information (die Betonung liegt auf dem Wort „objektiv“) vorgesehene Lokalpresse anfänglich und größtenteils komplett versagt hat  -  der durch einen Windrad-Bau in Ingersheim entstehenden negativen Folgen informiert zu haben, getreu dem Motto: „Jede Medaille hat 2 Seiten…“… wir haben ausführlich über die 2. Seite der Medaille informiert und werden dies auch weiterhin tun…damit die betroffenen Bürger sich selbst ein kritisches und  objektives Bild über diese Entwicklung verschaffen können…

Diese Informationen erfolgten über unsere Homepage, die schon seit längerem stabil mehr als 150 Besucher täglich hat  -  sowie über unsere Informations-Aktionen (Verteilung von Informations- 
Flugblättern im Frühjahr 2010, Hubschrauber-Aktion im Mai 2010, Unterschriften-Aktionen mit der Sammlung von rd. 1 300 Unterschriften im Jahr 2010, Petitions-Eingaben, Presse-Mitteilungen u.a.).

Zum Zeitpunkt der Kommunalwahlen 2004 + 2009 hat unsere Bürgerinitiative noch gar nicht bestanden und die breite Öffentlichkeit hatte von den Ingersheimer Windrad-Plänen und deren Nachteile entweder gar keine Kenntnis bzw. kannte das wahre Ausmaß der bis zuletzt wohlweislich „unter Verschluß“ gehaltenen Pläne nicht… so war ein Großteil der Bürger  -  wenn überhaupt Kenntnisse vorlagen  -  vor nicht allzu langer Zeit noch der Meinung, das geplante Windrad sei lediglich (verniedlichende) ca. 40 m hoch, befinde sich an anderer Stelle u.a….

Es darf daher „mit Fug und Recht“ bezweifelt werden, daß die Ergebnisse der Kommunalwahl 2009 im Juni 2009  -  so wie eingetreten  -  ebenfalls zustande gekommen wären, wenn der bis zum Wahltag wegen bewußt zurückgehaltener Windrad-Informationen so mehr oder weniger „hinters Licht geführte“ Wähler bereits zum Zeitpunkt der Kommunalwahl im Juni 2009 von Ingersheimer Gemeindeverwaltung und Gemeinderats-Kandidaten über das wahre Ausmaß der damals wohl schon intern weitgehend bekannten Windrad-Pläne informiert worden wäre, um dann  -  in Kenntnis aller und vollständiger Informationen  -  bei objektiver Meinungsbildung und in freier und geheimer Wahl  -  nur seinem Gewissen folgend  -  in der Wahlkabine sein „Kreuzchen“ machen zu können…

Jedem ist wohl auch klar, daß bei insgesamt 19 im Gemeinderat von Ingersheim bestehenden Stimmen eine Zustimmung von 17 Stimmen (rd. 90 %) bzw. eine Ablehnung von nur 2 Stimmen (rd. 10 %) niemals repräsentativ ist für die in der Ingersheimer Bürgerschaft zu den Windrad-Plänen vorherrschende Meinung; dies ergibt sich schon aufgrund unserer Unterschriften-Aktion und vielen uns mitgeteilten Meinungsäußerungen vorwiegend Ingersheimer Bürger…. Dies dürfte sich spätestens bei den nächsten Kommunalwahlen zeigen, vor allem dann, wenn dem Wähler das wahre Ausmaß und die negativen Folgen des bis dahin ggfs gebauten Windrads bzw. der ggfs weiter gebauten Windräder augenscheinlich geworden sind….

In diesem Zusammenhang und abschließend sei an die jüngsten Kommunalwahlen in vielen Kommunen in den an sich „klassischen“ Windrad-Ländern im „hohen Norden“ verwiesen, wo „ein ums andere Mal“ die ebenfalls oftmals den gegen den Windrad-Bau gerichteten Bürgerwillen nicht respektierenden Gemeinderäte bei den nächsten Kommunalwahlen geradezu „pulverisiert“, mit „Pauken und Trompeten“ abgewählt und in alle Winde zerstreut bzw. „vom Winde verweht“ wurden und der danach neu gewählte Gemeinderat nach der Wahl ein nahezu komplett „anderes Gesicht“ hatte als vor der Wahl….         


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de


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Wertverlust von Grundstücken und Gebäuden wegen Bau von Windrädern  -  Kreditinstitut zieht nach Bekanntwerden von Windrad-Plänen ursprüngliche Kreditzusage für Kauf eines EFH zurück und reduziert Kreditzusage (= Werthaltigkeit Immobilie) erheblich (um 35,6 %) -

Hohe Wertverluste beim Grundbesitz auch in Ingersheim zu befürchten, falls Ingersheimer Windrad gebaut wird und Windvorrang-Gebiet bestehen bleibt

(wm / 220611)  -  In der Vergangenheit haben wir schon öfters auf den rasanten Wertverlust bei Grundstücken und Gebäuden hingewiesen, nachdem Pläne bekannt geworden sind, wonach in deren Umkreis Windvorrang-Gebiete ausgewiesen und Windräder erstellt wurden. Im einzelnen verweisen wir auf unsere Rubriken Infos v. anderen Standorten und Wertminderungen.

Bei Eingabe des Suchbegriffs „Windkraft Wertverluste Immobilien“ in die Suchmaschine von „google“ wurden in nur 0,24 Sekunden rd. 119 000 Treffer gefunden.

Fazit:   Bisher kam es in allen Bundesländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, NRW, Hessen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern u.a.) an Windrad-Standorten zu teilweise erheblichen Wertverlusten  -  bis hin zur Unverkäuflichkeit  -  von Grundstücken und Gebäuden, nachdem dort Windräder gebaut bzw. Windvorrang-Gebiete ausgewiesen wurden. Dies ist belegt durch Stellungnahmen von

·         Immobilienmaklern

·         Bausparkassen-Vertretern

·         Beleihungseinschätzungen von Banken

·         Ergebnissen von Gutachterausschüssen von Gemeinden

·         Berichterstattungen der Lokalpresse u.a.

·         Schriftverkehr mit Finanzamt wegen Antrags auf Grundsteuer-Erleichterungen oder                    Vornahme von Sonderabschreibungen wegen Wertverlusts von Grundbesitz u.a.


vgl. Ergebnisse google-Suchmaschine.

Manche Kommentatoren sprechen wegen der quasi „über Nacht“ infolge Bebauung mit Windrädern bundesweit eingetretenen Wertverlusten von Grund und Boden bereits von einer Vernichtung volkswirtschaftlichen Kapitals i.H.v. mehreren Mrd €, Tendenz steigend.

Diese Entwicklung steht an den im relativ windarmen südlichen Binnenland geplanten Windkraft-Standorten mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls bevor, falls es tatsächlich zur massiven Bebauung mit „Hunderten Windrädern“ kommt, wie beispielsweise nach jüngsten Verlautbarungen von Grün / Rot in Baden-Württemberg geplant, wobei die Wertverluste in den südlichen Bundesländern aufgrund der erheblich höheren Siedlungsdichte, der stärkeren Industrialisierung und den daraus ableitbaren höheren Grundstückswerten noch einmal deutlich höher sein dürften als an den als eher landwirtschaftlich genutzt zu charakterisierenden Windrad-Standorten im Norden und Osten Deutschlands.

Auch am geplanten Standort einer 180 m hohen Windindustrieanlage in Ingersheim muß mit massiven weiteren  -  neben den bisher wohl schon eingetretenen  -  Wertverlusten von Grundstücken und Gebäuden  -  insbesondere bei Neubauten bzw. bei Grundstücken in Neubaugebieten bzw. in deren Reichweite  -  gerechnet werden, falls es tatsächlich zum Bau des 180 m hohen Windrads käme.

Einen besonders krassen Fall stellt nun die Bürgerinitiative „Unser Wald e.V.“ gegen den geplanten Windpark Odelzhausen / Brugger auf ihrer Homepage unter dar.

Dort sollen in der Nähe von Dachau bei Augsburg  -  in der Nähe mehrerer Städte und Gemeinden  -  inmitten eines noch großflächig abzuholzenden Waldgebiets mehrere Windindustrieanlagen gebaut werden, in einem Gebiet, das nach Einstufung im Windatlas für Bayern ebenso relativ windarm und daher für eine nachhaltig ertragreiche Stromproduktion aus Wind ebenso völlig ungeeignet ist, wie der geplante Ingersheimer Standort, der wegen relativer Windarmut ebenfalls nicht zu den im Windatlas für Baden-Württemberg empfohlenen Windrad-Standorten in Baden-Württemberg gehört.

Auch an diesem Standort werden die von unabhängigen Gutachtern empfohlenen Richtwerte zur Mindest-Windgeschwindigkeit und der gemäß ErneuerbareEnergienGesetz (EEG) vorgeschriebene Referenzwert ebenso unterschritten wie in Ingersheim, wie die tatsächlichen Ist-Ergebnisse belegen werden, falls das Windrad je gebaut würde.

Unter der Rubrikseite „Wertverlust Immobilien / Mindestabstand zu Wohnhäusern“ schildert „Unser Wald e.V.“ den Fall  -  unter Einsichtnahme in der vom betreffenden Kreditinstitut (1) geführten Schriftverkehr  -  wo das Kreditinstitut mit Schreiben vom 12.11.2010 einem Kreditnehmer und Hauskäufer eine schriftliche Finanzierungszusage zum Kauf eines Einfamilienhauses in Hohenzell  -  in der Nähe von Dachau  -  (Kaufpreis: 520 000 €) gegeben hat.

Nur 7 Tage später, d.h. mit Schreiben vom 19.11.2010 teilt das Kreditinstitut den Kreditantragstellern mit, daß sie

„unter Berücksichtigung der uns neu erlangten Kenntnisse …“

bei gegenüber der Antragstellung unverändertem Eigenkapital eine Finanzierung nur noch bis zu einem Kaufpreis i.H.v. 425 000 € übernehmen könne (Reduzierung um 95 000 €).

In einer Aktennotiz vom 26.11.2010 zum Kreditantrag  -  also nur weitere 7 Tage später bzw. insgesamt 14 Tage nach der ursprünglichen Finanzierungszusage vom 12.11.2010  -  reduziert das betreffende Kreditinstitut den Wert des Einfamilienhauses noch weiter auf jetzt nur noch 335 000 € (Reduzierung um 185 000 € = 35,6 %). Als Begründung schreibt die Bank:

„Der xyz-Bank, insbesondere der Schätzstelle, erscheint der Kaufpreis des EFH von 520 TEUR zu hoch.
Es ist zweifelhaft, ob im Falle der Veräußerung erneut ein Preis von 520 TEUR erzielt werden kann. Die xyz Bank schätzt den aktuellen Marktwert der Immobilie derzeit auf ca. 335 TEUR.“

Grund für die nach korrigierter Bewertung durch die Bank mit dem erheblichen Wertverlust von 35,6 % einhergehende Kürzung der Finanzierungszusage sind die zu dieser Zeit (Mitte November 2010)  in der Dachauer Lokalpresse enthaltenen Berichte (vgl. oben genanntes Schreiben vom 19.11.2010 „…der uns neu erlangten Kenntnisse…“), wonach es in der Nähe von Odelzhausen  -  im Einzugsgebiet von Dachau bzw. von Augsburg  -  zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets und dem Bau von 6 Windrädern kommen solle.

Nach Bekanntwerden durch die Lokalpresse kam es daraufhin zu einer Welle von Protesten in allen 17 Orten in der engeren Umgebung mit einer rd. 90 % -igen Gegnerschaft in der Bevölkerung. In kürzester Zeit wurden bereits ca. 1 200 Unterschriften gesammelt.

Obwohl eine Änderung der Flächennutzungspläne noch gar nicht erfolgt ist und es äußerst fraglich ist, ob es zur Änderung der Flächennutzungspläne überhaupt kommt  -  die BI „Unser Wald e.V.“ hat bereits Rechtsanwälte eingeschaltet  -  hat allein die Berichterstattung über den geplanten Bau von Windrädern in der Dachauer Region  -  Mitte November 2010 in der Lokalpresse  -  quasi „über Nacht“ dafür gesorgt, daß die xyz Bank sich daraufhin veranlaßt gesehen hat, durch Abschläge  -  wie im beschriebenen Fall i.H.v. 35,6 %  -  wegen von ihr ermittelter Wertverluste von Grundstücken und Gebäuden eine völlige neue, niedrigere Bewertung vorzunehmen, die dem jetzt bei der Grundbesitz-Neubewertung neu hinzugekommenen Negativ-Faktor „Wertminderung von Immobilien wegen Windrad-Bebauung in der Umgebung“ Rechnung trägt.

Eine ähnliche Entwicklung dürfte bereits am geplanten Windrad-Standort Ingersheim  -  insbesondere in und in der Nähe von Neubau-Gebieten  -  eingesetzt haben. Nach der bisher an anderen Windrad-Standorten eingetretenen Entwicklung muß auch in Ingersheim damit gerechnet werden, daß es hinsichtlich des im Einzugsgebiet bzw. in Sichtweite des geplanten Windrads bzw. in der Nähe des Windvorrang-Gebiets  -  falls es je gebaut würde  -  zu ähnlichen Wertverlusten beim Grundbesitz kommt wie an vielen anderen Windrad-Standorten bereits eingetreten.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

1) Name der Bank ist der BI bekannt.

Zur Homepage von „Unser Wald e.V.“ hier klicken


www.gegenwind-husarenhof.de

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Hamburger Abendblatt:

Windkraftanlagen mindern Wert von Eigenheimen

Windkraftanlagen mindern in erheblichem Maße den Wert von Eigenheimen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Frankfurt. "Häuser, die in Sichtweite der Windenergieanlagen stehen, erfahren teilweise Wertverluste von mehr als 30 Prozent", sagt Professor Jürgen Hasse.

der ganze Artikel hier:




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