Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Zeigt Infraschall Wirkung auf das menschliche Gehör?
  • Günther Scholz - HNO, Charité, Berlin, Deutschland
  •  Esther Dommes - Neuroradiologie Charité, Berlin, Deutschland
  •  Johannes Hensel - PTB, Braunschweig, Deutschland

Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Herbsttagung aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der ADANO. Koblenz, 22.-23.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09adano19

DOI: 10.3205/09adano19, URN: urn:nbn:de:0183-09adano194

Published: October 23, 2009

Einleitung: Obwohl Infraschall (Frequenzen<16 Hz) für den Menschen unhörbar sein sollen, gibt es eine Minderheit, die über Infraschall (IS) klagen verbunden mit Krankheitssymptomen, wenn IS mit großen Pegeln emittiert wird. Im Gegensatz zum Ultraschall gibt es dazu bislang noch keine gesetzlichen Vorschriften bzw. Grenzwerte. Betroffene erfahren auch von HNO-Ärzten keine Hilfe. Daher untersuchten wir die Wirkung von IS auf das Gehör von gesunden Probanden mit Normakusis.

Material/Methoden: In einer Studie (a) mit 15 hörgesunden Studenten (Alter: MW=25 J.) wurden monaural DPOAE registriert bei gleichzeitiger Applikation von Dauertönen der Frequenzen 6 Hz mit 130 dBSPL sowie 12 Hz mit 115 dB. In einer weiteren Studie (b) mit 17 hörgesunden, etwas älteren Frauen (Alter: MW=40 J.) untersuchten wir mit funktionellem MRT (1,5 T, „Brain-voyager“) die Aktivierung des primär auditorischen Kortex bei monauraler akustischer Stimulation mit Tonbursts von 12 Hz mit Pegeln von 120, 110 und 90 dBSPL sowie mit Bursts von 500 Hz mit 100 dB als Referenz.

Ergebnisse: In (a) konnten wir nachweisen, dass bei allen Probanden die Pegel der DPOAE phasenabhängig zu den Suppressortönen im IS-Bereich modulierten mit einem mittleren Modulationsindex von 0,44.

Nach Auswertung von Studie (b) zeigten 11/17 Frauen (nach Eliminierung von 6 Aufnahmen mit Bewegungs-artefakten) ein signifikantes Aktivierungsmuster im primär auditorischen Kortex (BA41 und BA42) mit Dominanz der linken Hemisphäre; und mit Abnahme der Aktivierung bei Pegelverringerung von 120 zu 110 dB; keine Aktivierung mehr bei 12 Hz mit 90 dB, da dieser Reiz unterhalb der geschätzten Hörschwelle im Infraschallbereich liegt.

Schlussfolgerung: Unter der Einschränkung der geringen Fallzahlen ließ sich objektiv nachweisen, dass IS auf das menschliche Gehör wirkt, sofern die Wahrnehmungsschwelle überschritten ist. Da IS als mögliche Ursache für die Multisystemerkrankung „Vibroacoustic Disease“ angesehen wird, sollte die vorgestellte fMRT-Studie auch auf betroffene Patienten ausgedehnt werden, da sie vermutlich noch viel sensibler auf IS reagieren werden.


Literatur:Hensel J, Scholz G, Hurttig U, Mrowinski D, Janssen T. Impact of infrasound on the human cochlea. Hear Res. 2007;233:67-76.

Im Wohnhaus vorhandene Lärmimmission von Windkraftanlagen ist ein Auslöser der Vibroakustischen Krankheit (VAK)

“Infraschall und Niederfrequenten Lärm” (INFL)

Sicherheitsabstände

Wissenschaftler haben noch keine sicheren Entfernungen zwischen Wohngebäuden und WKA defi-
niert. Viele Wissenschaftler haben noch nicht erkannt, das INFL ein Verursacher von Krankheit ist.
Die Tatsache also, dass das Drehen von WKA-Flügeln akustische Druckwellen mit INFL- Phäno-
menen produziert (analog zu Flugzeugpropellern, oder eher Hubschrauberrotorflügeln), ist für
viele einfach irrelevant weil irrtümlicherweise angenommen wird, dass INFL harmlos ist.


Ergebnis-Bericht  hier:


Dr. jur. Burkhard Oexmann

Rechtsanwalt in Hamm 

Windkraft: Falsche Lärmgutachten? 


Skandalöse Rechtssprechung. Beihilfe zur Körperverletzung?



Lärmbelästigungen durch Windkraftanlagen

Brief von Dr. rer.  nat. Dipl.-Ing. Rudolf Adolf Dietrich, vom 29.1.2008 

an das Bundesministerium für Gesundheit




Hinweis: Es ist nicht anzunehmen, dass die unten angeführten Gefahrenhinweise so im Handbuch von neueren Anlagen vorzufinden sind. Windkraftanlagen wie die Enercon E-82 verfügen über modernere Sicherheitseinrichtungen. Diese haben in der Vergangenheit aber auch schon versagt.

Es wäre also schon interessant zu wissen, welche Sicherheitshinweise im Betriebshandbuch der E-82 stehen. An solche Dokumente ist nicht einfach heranzukommen. Enercon gibt sich da bedeckt, nicht zuletzt durch einen Fall von Wirtschaftsspionage in den 90er Jahren.

Aus dem Betriebs- und Wartungshandbuch einer älteren NEG Micon 1000/60 (Nabenhöhe: 70 m)


"Stehen Sie NICHT unterhalb der Rotorblätter oder in der Nähe der WEA, wenn die Rotorblätter vereist sind". 

 
"Bei einem Gewitter besteht die Gefahr, daß die WEA trotz der Blitzschutzsysteme vom Blitz getroffen wird.

Halten Sie sich nicht […] in der Nähe der WEA auf und seien Sie auf den möglichen Absturz von Rotorteilen aufgrund eines Blitzschlags vorbereitet. Nachdem sich das Gewitter verzogen hat, muß mindestens eine Stunde abgewartet werden, bevor man sich der WEA wieder nähert. Wenn die regennassen Rotorblätter weiterhin "knistern und zischen" (also weiterhin elektrisch aufgeladen sind), darf man sich der Anlage nicht nähern oder diese berühren." 

"Das Betreten des Standorts ist bei extremer Witterung verboten. Extreme Witterung schließt u. a. folgendes ein: kräftigen Schneefall,[…] sowie Stürme mit Windgeschwindigkeiten über 25 m/s bei gleichzeitiger Gefahr von Blitzeinschlägen". 

"Bei Kälte besteht die Gefahr der Vereisung und des Zubodenfallens von Eisstücken von den Rotorblättern der WEA. Diese Gefahr ist besonders groß, wenn die WEA nach einer Zeit niedriger Temperatur und niedriger Windgeschwindigkeit hochgefahren wird. Bewegen Sie sich nicht in der Nähe einer WEA bei Gefahr einer Vereisung der Rotorblätter". 

"Bei einem Gewitter bzw. bei einem nahenden Gewitter ist der Aufenthalt in bzw. in der Nähe einer WEA verboten; halten Sie sich stets über die Wetteraussichten informiert."

"Maßnahmen bei einem Durchgehen des Rotors: Zu einem unkontrollierten Durchgehen der WEA kommt es nur ganz selten […]. Sollte es trotzdem zu einem Durchgehen des Rotors kommen, so ist die WEA umgehend zu evakuieren und eine Absperrung im Umkreis der WEA herzustellen. Im Umkreis von 500 m von einer außer Kontrolle geratenen Windanlage darf sich niemand aufhalten."



Quelle: Frank Günther Rot a. d. Rot


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Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr
MERKBLATT für durch Windanlagen Immissionsgeschädigte
bzw. zur Vorsorge solcher Schäden
Einflüsse der Lufttrübung, der Sonnenausdehnung und
 der Flügelform auf den Schattenwurf





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