Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlagen zwischen Ingersheim und Husarenhof

Berichte über andere Standorte

Entgegnung zur Presseerklärung des BUND-Kreisverbands Konstanz vom 6.8.2015 über Windkraft-Pläne des Gemeinderats in Steißlingen

Windkraft im relativ windschwachen Südbaden / Bodenseeraum / Hegau: Fehl-Investition und Millionen-Grab zu Lasten der Anleger sind vorprogrammiert


(wm / 100815) - Die Presse-Erklärung des BUND-Kreisverbands Konstanz vom 6.8.2015 (hier) und die darin enthaltenen, gegen die neu gegründete Bürgerinitiative „Schützt das Naturjuwel Hegau“ gerichteten Angriffe sowie die im Wochenblatt und im Südkurier hierüber veröffentlichten Berichte zu Windkraft-Plänen des Gemeinderats in Steißlingen können nicht unwidersprochen bleiben, da sie von einer Reihe falscher Behauptungen durchsetzt und relativ einseitig sind. Ein Teil davon wird nachfolgend richtig gestellt.

So scheint es den BUND-Funktionären vermutlich mangels ökonomischer Grundkenntnisse nicht bewußt zu sein, daß es bzgl. der Wirtschaftlichkeit einer Investition weniger auf die beim BUND-Kreisverband wohl vorherrschende und in Formulierungen wie

·         „St. Florians-Initiativen“ bzw.

·         „dubiose Bürgerinitiativen“ (vgl. Wochenblatt vom 12.8.2015; BUND-Presseerklärung vom 6.8.2015)

sich ausdrückende Ideologie, Symbolik und Polemik, sondern vor allem auf die jeweiligen, in „harten“ Zahlen messbaren Standort-Faktoren = Produktions-Bedingungen ankommt.

Denn: Bei einer Windkraft-Investition ist hauptsächlich das am geplanten Windkraft-Standort tatsächlich = real über ca. 20 - 25 Jahre während der voraussichtlichen Dauer des Windkraft-Betriebs vorhandene jahresdurchschnittliche Windaufkommen maßgebend, das über „Wohl und Wehe“ der Investition entscheidet, falls es nicht schon früher wegen relativem Windmangel und deshalb fehlenden Erträgen zu einer vorzeitigen  Insolvenz mit entsprechendem Kapitalverlust der Investoren kommt.

Dabei liegt die Betonung auf dem Wort „real“; d.h., es kommt weniger auf die vielerorts vor allem zur Anleger- / Investoren-Gewinnung und Eigenkapital-Zeichnung oft geschönten, am „Grünen Tisch“ mit eindeutiger Absicht „hoch“ gerechneten, meist in Hochglanz-Broschüren stehenden und viel zu optimistischen Ertrags-Prognosen der Windkraft-Lobby an, die oft das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen.

Hätte der BUND-Kreisvorsitzende in seiner Presseerklärung weniger auf Ideologie und Polemik als vielmehr auf seinen gesunden Menschenverstand gesetzt, wären ihm bei seiner Recherche sicherlich die Ergebnisse der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) über Langzeit-Untersuchungen für alle Bundesländer seriös ermittelten Windmess-Daten bekannt geworden, wonach Baden-Württemberg bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens mit weitem Abstand an letzter Stelle aller 16 Bundesländer liegt. Schon deshalb sind die allermeisten BW-Regionen völlig ungeeignet für dauerhaft wirtschaftlichen, d.h. mindestens kostendeckenden Windkraft-Betrieb.

Diesen Statistiken zufolge gibt es bundesweit ein regelrechtes Nord-Süd-Gefälle, wonach das Windaufkommen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern wie

·         Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt, nördliche Teile von NRW und Hessen

um ca. 2-3 Mal höher ist als im vergleichsweise windarmen Südwesten.

Allein aufgrund dieses Sachverhalts sind nach den Statistiken des Bundesverbands Windenergie (BWE) rd. 80 % aller mittlerweile knapp 27 000 bundesweit errichteten Windräder eben nicht im windarmen Süden / Südwesten / Binnenland, sondern im windstarken Norden in Küstennähe bzw. „off-shore“ und Osten Deutschlands konzentriert, wo i.d.R. mindestens „eine schwarze Null“ bzw. oft gerade noch ausreichende  -  in jedem Fall jedoch deutlich bessere  -  Windkraft-Erträge als in Baden-Württemberg erwirtschaftet werden, die zu Gewinn-Ausschüttungen und Verzinsungen führen und wodurch Gewerbesteuer-Zahlungen zugunsten der Standort-Kommune generiert werden.

Demgegenüber erwirtschaften die allermeisten der ca. 400 z. Zt. im vergleichsweise windarmen Baden-Württemberg installierten Windräder Jahr für Jahr und ohne Aussicht auf Besserung „tiefrote“ Betriebsverluste, zu Kapitalverzehr zu Lasten der Investoren führend und deshalb vermutlich in den nächsten Jahren oft  -  wenn das am Anfang eingezahlte Eigenkapital durch die jährlichen Verluste aufgezehrt ist  -  auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuernd, von Gewinn-Ausschüttungen, Verzinsungen und Gewerbesteuer-Zahlungen zugunsten des kommunalen Haushalts der Standort-Kommune ganz zu schweigen.



Kein Natur- und Landschaftsfrevel in Südbaden / Hegau

Hätte sich der BUND-Kreisvorsitzende überdies die Mühe gemacht, einen Blick auf den von der BW-Landesregierung zur Grob-Auswahl von Windkraft-Standorten empfohlenen BW-Windatlas zu werfen, hätte ihm schon der erste Blick darauf gezeigt, daß innerhalb des im bundesdeutschen Vergleich bzgl. des Windaufkommens bereits an letzter Stelle stehenden Baden-Württemberg der Bezirk Südbaden bzw. die Region Bodensee-Oberschwaben / Hegau wegen relativer Windschwäche im BW-internen Vergleich noch einmal an letzter Stelle steht…

Auch daraus folgt: Windkraft-Investitionen sind wegen schlechter topografischer und geo-physikalischer Rahmen-Bedingungen im eher windgeschützten Südbaden / Bodensee-Raum / Hegau hinsichtlich der Sicherheit des investierten Kapitals hochgradig riskant; sie führen daher mit großer Wahrscheinlichkeit zum Kapitalverlust der meist gutgläubigen, aber oft blauäugigen Anleger / Investoren…

Bestätigt wird dies bspw. an Windkraft-Standorten auf den Höhenrücken im Nord- und Süd-Schwarzwald oder in Freiburg i. Br., wo die im Jahr 2003 am Rosskopf und Schauinsland installierten Windkraftanlegen bis heute Jahr für Jahr meilenweit hinter den von der Windkraft-Lobby viel zu optimistisch prognostizierten Winderträgen zurück bleiben und deshalb sich geprellt fühlende Anleger den Gang vor die Gerichte gewählt haben.

Ebenfalls bestätigt wird dies durch den mehrfach erfolgten Rückzug von Energieversorgern / Windkraft-Projektierern wie Badenova oder EnBW, die bspw. ihre Windkraft-Pläne an  -  wie in Steißlingen  -  topografisch nahezu identischen Standorten in Waldshut-Tiengen, Messkirch oder Pfullendorf wegen relativer Windarmut und deshalb drohender Fehl-Investition aufgegeben haben, nachdem durch Windmess-Mast über einen repräsentativen Zeitraum real und objektiv erfolgte Wind-Messungen bei weitem nicht die viel zu optimistisch prognostizierten Vorhersagen bestätigt haben.

Darüberhinaus sind an mehreren Standorten in Südbaden geplante Windkraft-Investitionen wohl auf immer blockiert, weil vor wenigen Monaten (vgl. Badische Zeitung vom 15.11.2013) festgestellt wurde, daß die im BW-Windatlas ausgewiesenen, jedoch in keinem einzigen Fall real gemessenen sondern nur am „Grünen Tisch“ und mit eindeutiger Absicht hoch („schön“) gerechneten Windertrags-Prognosen viel zu optimistisch waren; die Presse (vgl. Badische Zeitung vom 26.9.2013) sowie der SWR hat ausführlich berichtet.

An diesen relativ windarmen Standorten sind vergebliche Planungskosten / Vorlaufkosten über mehrere Hundertausend €  angefallen, die zu Lasten der Investoren „in den Sand gesetzt“ wurden und buchstäblich „in den Wind“ zu schreiben sind bzw. ausgebucht werden mußten.

Gänzlich auf dem Holzweg liegt der Konstanzer BUND-Kreisvorsitzende auch mit seiner Aussage, „…ob Windräder wirtschaftlich mit Gewinn arbeiten, diese Frage können wir getrost den Investoren überlassen.“

Die Realität zeigt  -  insbesondere im windschwachen Baden-Württemberg  -  etwas ganz anderes: Nach den beim Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ von vielen Standorten bekannten Daten erwirtschaften zwischen 80 % und 90 % aller bisher in BW an vermeintlich „windhöffigen“ Standorten errichteten Windkraftanlagen  -  falls korrekt und den Rechnungslegungsvorschriften des HGB bzw. des Genossenschaftsgesetzes entsprechend bilanziert wird  -  Jahr für Jahr nachhaltige Betriebsverluste, d.h., überall dort, wo im realen Windkraft-Betrieb Verluste anfallen, haben Investoren oft weit „daneben gelegen“, weil sie sich i.d.R. auf die vollmundigen, letztlich jedoch falschen (weil viel zu hohen) Prophezeiungen der Windkraft-Lobby verlassen haben.

Neben den Insolvenzen einer Reihe von Windkraftanlagen-Herstellern und Projektierern wie Juwi und Fuhrländer etc. ist die erst vor wenigen Monaten in Insolvenz gegangene PROKON AG das Paradebeispiel für Anleger-Kapitalverluste im Bereich Windkraft. Dabei haben bundesweit rd. 74 000 meist gutgläubige Windkraft-Kleinanleger bei PROKON ca. 1,4 Milliarden € als Eigenkapital investiert, auch an windstärkeren Standorten als in BW. Nach der jetzt vor wenigen Wochen erstellten Insolvenz-Bilanz des Insolvenz-Verwalters mußten davon ca. 750 Millionen € als endgültiger Verlust / Kapitalverzehr / Geldvernichtung („verbranntes Geld“) zu Lasten der Anleger ausgebucht werden; das eingezahlte Eigenkapital ist von ursprünglich 1,4 Mrd € auf jetzt nur noch 650 Millionen € abgeschmolzen !

Darüber hinaus verschweigt der BUND-Kreisvorsitzende, daß es sich bei den Initiatoren Solarcomplex AG / IG Hegauwind um privatwirtschaftlich organisierte Firmengeflechte handelt, deren am Erzielen von Gewinnen ausgerichtetes Handeln weniger am Gemeinwohl zu Gunsten der Bürger als vielmehr am Privat-Interesse der dort handelnden Personen und ihrer Kapitaleigner orientiert ist.

Im übrigen stellt „Windkraft“ für beide Firmen-Gruppen  -  soweit ersichtlich  -  Neuland dar, weshalb zu befürchten ist, daß es wegen fehlendem „Know How“ zur „Zahlung von Lehrgeld“, d.h. überflüssiger = vermeidbarer Kosten  -  zumindest bei den ersten Projekten, falls sie je realisiert würden  -  kommen wird.

Last but not least: Gemäß Gesellschaftsvertrag der „Hegauwind GmbH & Co. KG  -  Verenafohren“ sind die eigentlichen Investoren = Kapitalgeber 11 Stadtwerke / Gemeindewerke im Bodenseeraum.

In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, daß im süddeutschen, d.h. relativ windschwachen Raum kein einziges Stadtwerk mit Windkraft-Standorten im Süden / Südwesten bekannt wäre, das aus Windkraft-Betrieb nennenswerte und nachhaltige Gewinne erzielt. Viele dieser Stadtwerke vertuschen ihre Verluste im Bereich „Windkraft“, indem sie das Verlust-Segment „Windkraft“ durch „cash-cows“ aus anderen Bereichen „quer subventionieren“ oder indem sie den Verlust-Betrieb „Windkraft“ nicht gesondert ausweisen.

Spektakuläre und in der Öffentlichkeit durch Medien-Berichte in den letzten Wochen und Monaten bekannt gewordene Windkraft-Verlustbetriebe betreiben bspw. die Stadtwerke Mainz und die Stadtwerke Erlangen, die in ihrem Windkraft-Segment Millionen-Verluste ausweisen, die von den Stromkunden und damit von der Bürgern und der Wirtschaft bezahlt werden; vgl. hierzu den im Fokus erschienen Beitrag vom 3.11.2014 „Schlaraffenland ist abgebrannt“ / „Auch Kommunen zahlen drauf“, wo es heißt:

„ Nicht nur Genossenschaften und Windfonds fahren Verluste ein, sondern auch größere Investoren. Die Stadtwerke Mainz etwa steckten gut 70 Millionen Euro in insgesamt 24 Windräder. Nur vier davon konnten die Gewinnprognose erfüllen, 20 verfehlten sie. Etliche von ihnen drehen sich sogar im roten Bereich. Die Stadtwerke räumen „leichte Verluste“ ein.

Ganz ähnlich erging es den Stadtwerken Erlangen. Dort ließ das Management drei Rotoren errichten, die überwiegend rote Zahlen lieferten. Das Unternehmen musste 3,8 Millionen Euro abschreiben.“

An den Standorten „Goldboden“ (Waiblingen / Schorndorf) und „Schurwald / Lichtenwald“ haben die dort zusammen mit der EnBW engagierten Stadtwerke Esslingen nach enttäuschenden Windmess-Ergebnissen erst vor wenigen Tagen aufgegeben, wodurch mittlere 6-stellige Beträge als vergebliche (externe) Planungskosten = Verlust (= „Bürger’s Geld“) auszubuchen waren. Berücksichtigt man zusätzlich die „internen“, Monate lang für „Windkraft“ angefallenen „vergeblichen“ Kosten der Verwaltung, dürften sich diese letztlich vom Bürger / Stromkunden zu finanzierenden Kosten = Verluste auf sicherlich ca. 1- 3 Millionen € erhöhen.

Der BUND-Kreisvorsitzende von Konstanz verkennt: In all diesen und weiteren ungenannten Fällen, d.h. bei riskanten Windkraft-Engagements von Stadtwerken bzw. der öffentlichen Hand  -  insbesondere an relativ windarmen Standorten im Bodenseeraum / Hegau  -  geht es allein um „Bürger’s Geld“, denn: Die hierfür vorgesehenen Mittel werden aus angesparten Rücklagen der Kommunen entnommen, die aus allgemeinen Steuermitteln dotiert wurden und die normalerweise für

·        Kindergärten, Schulen, Straßenbau und andere dem Gemeinwohl dienenden kommunalen Einrichtungen

vorgesehen sind. Diese Mittel werden jedoch verzehrt und stehen zur Finanzierung der dem Gemeinwohl dienenden Einrichtungen nicht mehr zur Verfügung, wenn sie zur Finanzierung hoch-riskanter Windkraft-Engagements an relativ windarmen und daher nur unwirtschaftlich zu betreibenden Standorten im Hegau eingesetzt werden, bei denen es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verlusten käme.

Insofern ist der Aussage des BUND-Kreisvorsitzenden klar zu widersprechen, erst recht, wenn es wie bisher mangels Vorlage aktueller, qualifizierter und prüffähiger Daten zu keiner öffentlichen, der Bedeutung der Angelegenheit angemessenen Beratung im Gemeinderat der Gemeinde Steißlingen gekommen ist.

 

Walter Müller / Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen       Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen unsinnige Windkraft-Standorte in Baden-Württemberg (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)



www.gegenwind-husarenhof.de

             Pressemitteilung der Bürgerinitiative             “Keine Windkraft im Boxberger Wald”

 

Große Lücken im Artenschutz-Gutachten für Windpark-Pläne in Boxberg / sap-Gutachten ist fehlerhaft und für Fortschreibung des kommunalen Flächennutzungsplans bzw. für das BImSchG-Verfahren völlig unbrauchbar

 

Der Heilbronner Energieversorger ZEAG, Tochtergesellschaft des Karlsruher Energiekonzerns EnBW, plant an mehreren ökologisch äußerst sensiblen Wald-Standorten auf Boxberger Gemarkung 3 Windparks mit insgesamt 12 bis zu 200 m hohen Windkraftanlagen. Im nach dem BImSchG vorgeschriebenen Genehmigungsverfahren ist der Genehmigungsbehörde (Landratsamt Main Tauber) gegenüber die natur-, insbesondere die artenschutzrechtliche Unbedenklichkeit der durch die geplanten Windparks verursachten Eingriffe in die Natur gutachterlich nachzuweisen.

Zur Durchführung der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) und der Erstellung des entsprechenden Gutachtens beauftragt die ZEAG als Windpark-Initiator regelmäßig das Büro Peter Beck aus Darmstadt. Dieses für die Windpark-Pläne der ZEAG beauftragte Büro ist neben den im Heilbronner Land, eilbronner Land / Hohenlohe und Main Tauber u.a. von der ZEAG geplanten Windpark-Standorten im Mittleren Jagsttal oder Königheim / Brehmen / Pülfringen auch in Boxberg tätig.

Das Büro Beck hat, damals ohne Bezugnahme auf konkrete Ergebnisse, einige Punkte seines Gutachtens in einer am 5.2.2015 in der Schul-Aula in Boxberg durchgeführten Informations-Veranstaltung dargestellt. Der Gutachter hat ausdrücklich auf die Vorläufigkeit seines Gutachtens hingewiesen.

Das artenschutzrechtliche Gutachten wurde unter dem 24.3.2015 endgültig erstellt. Es wurde von der Stadtverwaltung Boxberg anläßlich der Fortschreibung des kommunalen Flächennutzungsplans  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  im Rahmen des Verfahrens zur öffentlichen Beteiligung der Bürger im April / Mai 2015 offen gelegt und in die Homepage der Stadt Boxberg eingestellt, wo es z. Zt. noch einsehbar ist.

Die im saP-Verfahren zu untersuchenden Beurteilungskriterien sind in § 44 BNatSchG zwingend vorgegeben. Danach ist zu untersuchen, ob es durch den Windpark-Bau nicht zum Verstoß gegen

·         das jeweils in § 44 BNatSchG definierte Tötungs- und Verletzungsverbots,

·         des Störungsverbots

·         und des Verbots der Beschädigung oder Zerstörung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten

besonders geschützter Arten kommt.

Das Beck‘ sche saP-Gutachten kommt in seinem „artenschutzrechtlichen Fazit“ (Seite 14) zum Ergebnis, dass es zu keinem signifikant erhöhten Tötungsrisiko bedrohter Arten kommt und dass „…die geplante Errichtung der 12 Windenergieanlagen bei Boxberg somit artenschutzrechtlich in keinem Widerspruch zu dem Bundesnaturschutzgesetz steht…“ und daher „… als zulässig zu bewerten…“ ist.

Aufgrund des mit der ZEAG an anderen Windkraft-Standorten der Regionen

·         Main Tauber (Königheim, Brehmen, Pülfringen),

·         Hohenlohe (Mittleres Jagsttal / Krautheim, Dörzbach, Mulfingen, Ailringen)

·         und Heilbronner Land (Hardthäuser Wald)

gemachten schlechten Erfahrungen und des ihr deshalb vorauseilenden schlechten Rufs war die BI-Lenkungsgruppe von Anfang an hinsichtlich der Objektivität der gutachterlich zu ermittelnden Ergebnisse skeptisch eingestellt.

Überdies haben die nach wie nicht geklärten und völlig intransparenten Begleitumstände bzgl. der Auftragsvergabe zum Bau der 3 Windparks durch die Stadtverwaltung Boxberg an ZEAG zur Vergrößerung der Skepsis beigetragen. Kritisiert wird hier vor allem, daß ein Auftragsvolumen von ca. 50 Millionen € ohne Ausschreibung und ohne nach den Grundsätzen des kommunalen Haushaltsrechts zwingend durchzuführendem Angebotsverfahren in Hinterzimmer-Entscheidungen der Stadtverwaltung am Gemeinderat vorbei ohne Beratungen im Gemeinderat quasi „freihändig aus dem Handgelenk“ vergeben wurde, obwohl 2 weitere Mitbewerber interessiert waren, sich am Angebotsve3rfahren zu beteiligen, denen jedoch von vornherein keine Möglichkeit eingeräumt wurden, ihre Angebote abgeben zu können.

Bestärkt in der Ablehnung des von der ZEAG beauftragten Gutachters, den viele Bürger in Boxberg von vornherein als „Gefälligkeits-Gutachter“ einstufen, wurde sie u.a. auch durch die mit einem anderen sogenannten „Gutachter“ im Creglinger Klosterwald bei einem Windpark-Bau gemachten negativen Erfahrungen.

Konkret befürchtet wurde, dass ein durch den Windkraft-Initiator ZEAG beauftragter Gutachter hinsichtlich des durch den Auftraggeber erwarteten pro-Windkraft-Ergebnisses so stark beeinflusst wird, dass die Prüfung weder neutral, objektiv, mit der gebotenen Sorgfalt und ergebnisoffen, sondern von Anfang an zielorientiert durchgeführt werden würde, entsprechend dem Motto: „Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing“.

Daher haben sach- und ortskundige Mitglieder der BI parallel zu den Untersuchungen des Büros Beck unter Anleitung von Fachleuten über einen monatelangen, repräsentativen und umfassenden Zeitraum eigene Untersuchungen angestellt, die beweiskräftig und „gerichtsfest“ dokumentiert wurden.

Diese Ergebnisse divergieren in erheblichem Umfang von den zuvor durch das Büro Beck ermittelten Ergebnissen, d.h., es wurden in größerem Umfang weitere Tatbestände hinsichtlich schützenswerter und auf allen „Roten“ nationalen und EU-Artenschutz-Listen stehende seltene Arten festgestellt, die in den Untersuchungs-Ergebnissen im Gutachten des Büros Beck nicht enthalten waren.

Diese Ergebnisse wurden in mehreren Begehungen im Mai und August 2015 mitgeteilt.  An den Begehungen haben neben BI-Mitgliedern auch ein Gemeinderat der Stadt Boxberg und Vertreter der Genehmigungsbehörde (Untere Naturschutzbehörde) sowie der Gutachter selbst teilgenommen.

Dabei wurden die von der BI zusätzlich festgestellten, im Gutachten nicht enthaltenen und ein Genehmigungs-Hindernis für die Windkraft-Pläne darstellenden Ergebnisse bestätigt.

Bei den zusätzlichen Feststellungen handelt es sich um in unmittelbarer Nähe der geplanten Windkraft-Standorte liegende Fundorte seltener Pflanzen und Greif-Vögel.

So wurde bspw. der „Frauenschuh“ als streng geschützte Pflanze an mehreren Orten nachgewiesen, ebenfalls mehrere belegte Greifvogel-Horste (Rotmilan), die im Gutachten ebenfalls nicht erwähnt wurden. Besonders aufgefallen ist, dass eine ebenfalls seltene Schmetterlingsart, die „Spanische Flagge“ mit keinem Wort im Beck-Gutachtern erwähnt wurde, obwohl Gewährsleute der BI diese Schmetterlings-Population großflächig in mehreren Verbreitungsgebieten in unmittelbarer Nähe zu mehreren WKA-Standorten festgestellt haben, wo sich vermutlich aufgrund der dort verbreiteten Pflanzenvielfalt ein bevorzugtes Habitat-Gebiet dieser Schmetterlingsart befindet.

Nach den durch Gewährsleute der BI gemachten und durch Beweismittel belegten Feststellungen ist überdies davon auszugehen, dass im Untersuchungsgebiet selbst, sowie im für seltene Arten risikobehafteten WKA-Umfeld möglicherweise weitere Tatbestände vorliegen, die gutachterlich  nicht berücksichtigt worden sind.

Aufgrund der getroffenen Feststellungen kommt die BI-Lenkungsgruppe in Boxberg zu dem Ergebnis, dass das saP-Gutachten erhebliche, nicht tolerierbare Lücken und schwere handwerkliche Mängel aufweist.

Wegen seiner Fehlerhaftigkeit  kann es daher

·         weder als Beurteilungsgrundlage für behördliche Entscheidungen der Stadt Boxberg zur Fortschreibung des kommunalen Flächennutzungsplans  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  - 

·          noch als Basis in dem beim Landratsamt Main Tauber (Genehmigungsbehörde) anhängigen BImSchG-Verfahren dienen.

Ggfs. fälschlicherweise darauf aufgebaute Behördenentscheidungen zur Fortschreibung des kommunalen Flächennutzungsplans oder zur Genehmigung der Windkraft-Pläne wären anfechtbar und bis auf weiteres schwebend unwirksam.

  

Organisations-Komitee der BI ,,Keine Windkraft im Boxberger Wald“



Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften  e.V. verzeichnet weiteren Mitgliederzuwachs

BI „Keine Windkraft im Boxberger Wald“ erklärt Beitritt zum BW-Landesverband

Unterstützung durch den BW-Landesverband und durch BI Gegenwind Husarenhof


(wm / 230515) - Der Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe, verzeichnet einen weiteren Mitgliederzuwachs.

Die seit ca. einem Jahr in B o x b e r g bestehende Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Boxberger Wald“ hat einen Antrag zur Aufnahme in den B W-Landesverband gestellt. Damit hat der BW-Landesverband bereits 28 Mitglieder, weitere Mitglieder-Zugänge stehen unmittelbar bevor.

Maßgebend für den Entschluß zum L V-Beitritt war die Erkenntnis, daß eine Bündelung der Kräfte unter dem Dach eines die gemeinsamen Interessen mit größerem Gewicht vertretenden BW-Landesverbands zu  einer Steigerung der Effizienz sowohl auf lokaler als auch auf Landesebene gegenüber der Politik führt.

Die BI in Boxberg wird von einer aus ca. 5-6 Personen bestehenden Lenkungsgruppe geführt, sie hat ca. 90 Mitglieder, Tendenz steigend.

Sie wehrt sich gegen Pläne der ZEAG (Sitz Heilbronn), eines zu ca. 98 % im Eigentum der EnBW (die wiederum zu ca. 49 % im BW-Landeseigentum steht) stehenden regionalen Energieversorgers, der auf Boxberger Gemarkung an ökologisch hoch-sensiblen Wald-Standorten 3 Windparks mit insgesamt 12 Windindustrieanlagen bauen will, die jeweils bis ca. 230 m hoch werden sollen, damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom…, bei Realisierung zu einem Natur- und Landschaftsfrevel ohnegleichen führend…

Zu allem Unglück der Boxberger Bevölkerung werden die Pläne unterstützt 

  • von dem im Hinblick auf Nachhaltigkeits-Gesichtspunkte verantwortungslos  handelnden Boxberger Bürgermeister Kremer

  • und einem seiner Verantwortung für das Gemeinwohl nicht gerecht werdenden Gemeinderat

  • sowie von oft „hoffnungslos“ überforderten Ortschaftsräten,

die sich jeweils am Gängelband der Windkraft-Lobby führen und von größtenteils „hoffnungslos“ überzogenen Versprechungen der ZEAG blenden bzw. „über den Tisch ziehen lassen“ …

…nach Ansicht vieler Bürger in den betroffenen Regionen einem der übelsten im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken auftretenden Vertreter der Windkraft-Lobby, der einem Bericht des SWR / Landesschau-Aktuell vom 12.5.2015 zufolge ca. 80 Windkraftanlagen im Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber in derzeit laufenden Genehmigungsverfahren hat… …von dem darüber hinaus in dieser Region durch ZEAG infolge Windkraft-Unfug geplanten WKA‘s und dadurch verursachtem Natur- und Landschaftsfrevel ganz zu schweigen…

…der außer in Boxberg auch in

  • Königheim / Brehmen / Pülfringen,

  • Hardheim

  • nach Vermutung von Bürgern auch in Lauda-Königshofen (Heckfeld, Marbach; offiziell noch nicht bestätigt)

  • im Mittleren Jagsttal (Krautheim, Dörzbach, Mulfingen, Ailringen)

  • Möckmühl, Lampoldshausen, Forchtenberg , Widdern, Harthausen (Harthäuser Wald) und an anderen Standorten in dieser Region

  • oder bspw. durch den sich in ganz Baden-Württemberg infolge Windkraft-Unfug ebenfalls als Natur- und Landschaftsfrevler sich outenden EnBW-Mutterkonzern (Brüchlinger Wald / Langenburg) und an vielen anderen, größtenteils noch weitgehend intakten Natur- Standorten

sich unter verschämtem Wegsehen und deshalb einmal mehr wiederum völlig versagenden

  • Naturschutz-Verbänden wie BUND / NABU

  • von ihren Amtsleitern auf „Druck von oben“ an „die Kandarre“ genommenen und mit Maulkorb versehenen unteren (Landratsämter) und oberen Naturschutzbehörden (Regierungspräsidien)

  • und sich vielfach ebenfalls „ohne Rückgrat“ wegduckenden Politiker jeglicher Partei-Coleur auf kommunaler, Landes- und Bundesebene

im Begriff ist, sich auszubreiten, zu irreparablen Folgen auch für die nachfolgende Generation führend…

Wir im BW-Landesverband sichern unserem Neu-Mitglied, der BI „Keine Windkraft im Boxberger Wald“ unsere volle Unterstützung zu !


Walter Müller    / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“


Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

 Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen  Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de



Bürgerinitiativen “Windflut Elpe” und “Gegenwind Vogelsberg, Ortsgruppe Engelrod“ zeigen schockierende B i l d e r-G a l e r i e über einstmals „blühende Landschaften und Natur“,

die von skrupellosen Natur- und Landschaftsfrevlern der Windkraft-Lobby sowie von Natur-Verbrechern und „Weiße-Kragen-Tätern“ in Politik, Behörden und Pseudo-Naturschutz-Organisationen gnadenlos

„ans Messer“ geliefert wurden…

An Alle „mit Rückgrat und Charakter“: Diese Verbrechen an Landschaft und Natur dürfen nicht ungestraft bleiben… …daher dran denken:

 Im M ä r z   2 0 1 6  sind L a n d t a g s w a h l e n  in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt…

…zur Wahl gehen und A b w a h l derjenigen, die für diese Verbrechen an Landschaft und Natur verantwortlich sind…


(wm / 250515) - Bisher kannte man Bilder über durch ungezügelte Windkraft-Forcierung irreparabel zerstörte Landschaft und Natur vor allem aus dem von uns weit entfernten Nord- und Ostdeutschland, wo die Bevölkerung schon vor Jahren ihre Heimat auf dem Altar der Windkraft-Lobby geopfert und es zugelassen hat, daß viele Regionen wegen verantwortungslosem Windkraft-Unfug regelrecht „umgekippt“ sind, mit der Folge, daß ganze Landstriche dauerhaft unbewohnbar wurden… Heute zeigen die Bürger dort  -  allerdings zu spät  -  Reue…

Nun aber schreitet nach den letzten Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und dem dabei erfolgten Einzug der Grünen in die dortigen Landesregierungen auch in den bisher „verschont“ gebliebenen, relativ windarmen und deshalb für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Bundesländern die durch Windwahn verursachte Natur- und Landschaftszerstörung unaufhaltsam voran.

Diese hauptsächlich von den Grünen zu verantwortende und von

·         der mitregierenden SPD (Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz)

·         und CDU (Hessen)

geduldete und mit getragene irreparable Zerstörung von Landschaft und Natur weist gewisse Parallelen zur blinden Zerstörungswut des ebenfalls ideologisierten  IS („Islamischer Staat“)       in Syrien / Irak auf, wo der IS auch nicht vor der blindwütigen Vernichtung unschätzbar wertvoller, als Unesco-Weltkulturerbe ausgewiesener Kultur-Denkmäler in Palmyra / Syrien oder Mosul / Irak Halt macht… …vgl. in letzter Zeit von Enoch Freiherr zu Gutenberg gehaltene Reden, der einen Zusammenhang zwischen der durch Windkraft zerstörten Kulturlandschaften in Deutschland  und der durch den IS  durchgeführten Zerstörung von Unesco-Kulturstätten im Irak und Syrien herstellt:

„Enoch zu Guttenberg, der 1975 den BUND mitbegründet hatte und ihn 2012 verließ, weil er im Gegensatz zu dem Umweltschutzverband die Landschaft zerstörenden Windräder ablehnt, verglich den Bau der Wind- und Solaranlagen, die beschönigend als "Parks" bezeichnet werden, sogar mit der Zerstörung des Museums in Mossul und des Weltkulturerbes Al Hadra durch den "Islamischen Staat": "Die Welt empört sich zu Recht über diese unfassbare Rohheit. Und was geschieht hier mit unseren höchsten Kulturgütern, zu denen zweifelsfrei unsere letzten erhaltenen Kulturlandschaften gehören?" Er forderte die rund 300 Anwesenden auf: "Stehen Sie auf. Kämpfen Sie weiter. Stellen Sie Ihre Vernunftkraft diesem Windkraft-Wahn entgegen." (NWZ vom 24.4.2015 / Göppingen),

Die BI‘ s „Windflut Elpe“ und „Gegenwind Vogelsberg“ haben eine eindrucksvolle Bilder-Galerie zusammengestellt, die so noch nicht gezeigte, durch Windkraft verursachte abscheuliche Natur- und Landschafts-Verschandelungen enthält.

Wir rufen alle „aufrichtigen“ Natur- und Landschaftsschützer dazu auf, gegen diesen Windwahn-Unfug an für Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten friedlich, aber massiv und mit harten Argumenten vorzugehen.

Zur Bilder-Galerie hier klicken

 

Walter Müller    / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe




www.gegenwind-husarenhof.de


Geht Ministerpräsident Winfried Kretschmann / MdL

 

tatsächlich „in die Knie“

und kommt der in der Öffentlichkeit erhobenen Aufforderung  der Bönnigheimer Windkraft-Genossen nach, Druck auf den Verband Region Stuttgart (VRS) zur Beschleunigung des Verfahrens zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten  -  insbesondere im windarmen Bönnigheim am Rotenberg / Großen Saukopf -  auszuüben ?

 

…oder lassen sich die Feierabend-Politiker im VRS vom Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann / MdL gar nicht unter Druck setzen, weil sie schon von selbst auf die Phantastereien der Bönnigheimer Windkraft-Ideologen und Märchenerzähler hereinfallen ?

 

Eifert der Bönnigheimer Bürgermeister Bamberger (FW) seinem Windkraft-Kollegen in Ingersheim nach und „setzt aufs falsche Pferd“ ?

 

Welche Meinung hat der Bönnigheimer Gemeinderat zu dem im eigenen Stadtwald vor seiner Haustür an natursensibler Stelle im Naturpark Stromberg sich abzeichnenden Windwahn-Unfug ?

  

(wm / 140415) - Je näher die Entscheidung des VRS zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten rückt, umso mehr scheinen einige Windkraft-Enthusiasten vor allem an potentiellen, aber besonders „wackeligen“ und deshalb „auf der Kippe“ stehenden Standorten kalte Füße zu bekommen und die Nerven zu verlieren (siehe auch hier).

In den Augen von „normalen“, sachverständigen und mit einem gesunden Menschenverstand ausgestatteten Bürgern sind  „wackelige“ Windkraft-Standorte bspw. solche,

·       wo erhebliches landschafts-, natur- und artenschutzrechtliches Konfliktpotential besteht

·       wo ein unvergleichlicher Landschafts- und Naturfrevel durch Abholzen Fußballfeld-großer Wald-Standorte die zwangsläufige Folge wäre

 ·      wo Flächen in einem für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigen, organisch über Jahrzehnte gewachsenen und hochwertigen Mischwald rigoros abgeholzt werden müßten

 ·      wo die Fläche in einem Landschafts-, Wasser-, Natur- und Europäischen Vogelschutzgebiet, Natura2000-Gebiet läge

 ·     wo der Wald als Erholungswald zu charakterisieren ist, der für viele im wesentlichen aus der Umgebung (Bönnigheim, Erligheim, Freudental, Löchgau, Cleebronn und dem weiteren Einzugsgebiet aus Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg und Heilbronn etc.) stammenden Bürger ein beliebtes Naherholungsziel darstellt

 ·     die in einem der 7 in Baden-Württemberg bestehenden Naturparke  -  wie  bspw. der Naturpark Stromberg-Heuchelberg  -  errichtet werden sollen

 ·      wo je einzelner WKA eine Waldfläche mit zig Jahre altem, intaktem Mischwald in der Größe zwischen 7 000 qm – 10 000 qm einem unsinnigen Prestige-Objekt der Grünen geopfert werden soll

 ·       wo das jahresdurchschnittliche Windaufkommen (= wichtigste Voraussetzung für dauerhaft wirtschatlichen = mindestens kostendeckenden Windkraft-Betrieb)   -  wie jetzt erwiesenermaßen in Ingersheim  -  „unter aller Kanone“ liegt und daher keine Voraussetzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen, d.h. kostendeckenden Windkraftbetrieb bietet. An diesen Standorten käme es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu einer Geldvernichtung größeren Ausmaßes zu Lasten der Kapitalanleger… …und ein weiterer Verlust-Standort käme zu den vielen bereits in BW schon bestehenden hinzu...

 ·       wo viele, zig Jahre alte Bäume eines intakten Mischwald-Bestands im Bönnigheimer Stadtwald im Landkreis Ludwigsburg geopfert werden sollen, einem Landkreis, der von  allen Landkreisen in Baden-Württemberg der mit Abstand der waldärmste ist…

 ·       wo die ideologisierten, den Grünen nahestehenden Windkraft-Enthusiasten es aus nachvollziehbaren Gründen ablehnen, zur Ermittlung des an dieser Stelle mit allergrößten Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend vorhandenen jahresdurchschnittlichen Windaufkommens einen Windmess-Mast über einen repräsentativen Mess-Zeitraum aufzustellen, so wie es zur Vermeidung „groß angelegten Geldverbrennes“ an allen geplanten Windkraft-Standorten im relativ windarmen Baden-Württemberg erfolgt

 ·     wo die Bönnigheimer Weltklima-Verbesserer, Sektierer und Schwärmer anstatt objektiver und verlässlich durchzuführender Windmessungen lieber dem Geschwafel „ihrer Brüder im Geiste“  -  den Ingersheimer Märchenerzählern  -  nachfolgen, die in der Planungsphase der Ingersheimer WKA zur Anlegergewinnung landauf landab das Märchen von viel zu optimistisch hinaus posaunten, jährlich in Ingersheim angeblich zu erzeugenden 4 200 000 Kilowattstunden (kwh) ungestraft in die Welt gesetzt haben… …während man jetzt nach 3-jährigem Real-Betrieb zähneknirschend der Realität ins Auge sehen mußte und bei eher „lauem Lüftchen“ als der erhofften „steifen Brise“ gerade einmal knapp 3 000 000 kwh erzeugte… = Unterdeckung Soll / Ist ca. 30 %...

 ·     wo ideologisierte, von den Ingersheimer Märchenerzählern beeinflußte und viele nicht mehr klar denkende Bönnigheimer Weltklima-Verbesserer einen aus 2 Windindustrieanlagen bestehenden Bagatell-Windpark am Rotenberg / Großer Saukopf errichten wollen, je einzelner Windkraftanlage mit einem viel zu hohen Infrastruktur-Anteil (Bodenversiegelung etc.) versehen… …was dies für die ohnehin schon vie4lfach geschundene Natur am Eingang zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg bedeuten würde, braucht an dieser Stelle nicht mehr gesondert dargestellt zu werden…

·       wo auf der anderen (Heilbronner) Seite der zwischen den Regionalverbänden VRS (Stuttgart) und Heilbronn-Franken verlaufenden Verbands-Grenze der auf der Heilbronner Seite zuständige Verbandsdirektor Klaus Mandel ob des mit einer Maximal-Planung von 85 an meist windschwach, an ökologisch äußerst sensiblen Standorten, in einer der europaweit am dichtesten besiedelten Regionen liegenden und deshalb vielfach ungeeigneten Windvorrang-Gebieten ins weitere Rennen gehenden Verbandsdirektor Thomas Kiwitt nur noch verständnislos den Kopf schüttelt…

…wobei sich das Kopfschütteln auf Heilbronner Seite neben der Verwaltung des RV HN-Franken bei nahezu allen kommunalen Entscheidungsträgern noch deutlich steigert, wenn die Befürchtungen zur Sprache kommen, wonach in unmittelbarer Nachbarschaft zur regional und landesweit bedeutsamen Landmarke Michaelsberg  -  seit Jahrhunderten als „Wächter des Zabergäus“ angesehen  - 2 bis zu 230 m hoch werdende Wind-Monster in die Naturpark-Landschaft gestellt werden sollen, jedes davon höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom… …angesichts dieser in zwei nebeneinander liegenden Regionalverbänden bzgl. Grundsätzen einer Regionalplanung aufeinander prallenden Meinungen stellt sich für manchen dieses Spektakel verfolgenden Zeitgenossen die Frage, welcher Regionalverband hier wohl die Grundsätze einer am Gemeinwohl orientierten Regionalplanung verlassen hat und stattdessen einer von Parteitags-Delegierten,  jedoch nicht vom Volk gewählten Funktionären vorgegebenen Ideologie nachhängt… 



Der Michaelsberg und Wächter des Zabergäus
darf nicht auch noch durch Windkraft verschandelt werden !

Foto: Thomas Schöller

Bei den Bönnigheimer Windkraft-Enthusiasten liegen offenbar „die Nerven blank.“

Anders ist die in der Presse unverhohlen zum Ausdruck gekommene, an Ministerpräsident Winfried Kretschmann / MdL (Grüne) gerichtete  Aufforderung nicht zu verstehen, wonach er als Ministerpräsident kraft seines Amtes Druck auf den VRS ausüben möge, damit es zu einer Beschleunigung der aus Sicht der Bönnigheimer Windkraft-Fanatiker viel zu langsam voran schreitenden Verwaltungsabläufen zur Findung und Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete komme… …möglichst mit Positiv-Bescheid für die beiden inmitten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg von den Bönnigheimer Ideologen sehnlichst gewünschten Standorten am Rotenberg / Großer Saukopf…

Zu hoffen bleibt, daß bei dem einen oder anderen Mitglied der Regionalversammlung Stuttgart und kommunalen Entscheidungsträger im Landkreis Ludwigsburg / Gemeinderat Bönnigheim der gesunde Menschenverstand sich durchsetzt und ein sich abzeichnender, von einigen Windkraft-Fanatikern in Bönnigheim unter tatkräftiger Mithilfe in Ingersheim beabsichtigter Natur- und Landschaftsfrevel im Naturpark Stromberg-Heuchelberg noch vermieden werden kann…

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 


www.gegenwind-husarenhof.de

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