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Berichte von Lokalzeitungen 2010
Gemeinde
Neuweiler / Schwarzwald lehnt Antrag auf Bau von 5 lediglich
10 m hohen
Rotormasten ab - Vorerst „Windkraft nein
danke
(wm / 291110) - Selbst
lediglich nur 10 m hohe Rotormasten konnten den Gemeinderat von
Neuweiler-Breitenberg nicht überzeugen: Der Rat lehnte den
Antrag eines
privaten Investors auf Bauerlaubnis für 5 knapp 10 m hohe
Rotormasten am
Ortsrand ab. Er erließ auf den Bauantrag eines privaten
Investors hin eine
Veränderungssperre für den fraglichen Bereich.
„Daß der Rat einstimmig nicht
nur einen Bebauungsplan, sondern auch eine auf 2 Jahre befristete
Veränderungssperre für den fraglichen Bereich
„Im Wadel“ beschloss, zeigt, daß
dieser bis auf weiteres Landwirtschaft und Tourismus vorbehalten
bleiben soll“,
so der Schwarzwälder Bote vom 16.9.2010.
„Die Anwohner sind massiv
dagegen“, so ein Gemeinderatsmitglied. Wohl dem, der solch
einen Gemeinderat
hat, der sich dem Wohl der ganzen Gemeinde und nicht vorrangig den
Interessen
einer Handvoll Windkraft-Aposteln und privaten Anlegern verpflichtet
fühlt.
Fazit des Schwarzwälder
Boten: „Auf lange Sicht sind also vielleicht auch kleinere
Windkraftanlagen im
Neuweiler Gemeindegebiet nicht ausgeschlossen. Nur werden sie sicher
nicht an
einer Stelle errichtet werden, an der sie Anwohner stören
könnten.“
Dieses Fazit und die
Diskussion im Neuweiler Gemeinderat zeigt anschaulich, in welcher
Reihenfolge laut
der dortigen Gemeindeverwaltung und Gemeinderat Prioritäten
gesetzt werden
sollten: Zumindest in Neuweiler haben die Interessen der
Anwohner - die
durch den Bau auch noch so kleiner Windkraftanlagen nicht
gestört werden
sollen -
sowie die positiv besetzten und am Gemeinwohl orientierten Bereiche
„Landwirtschaft und Tourismus“ absolute
Priorität vor den
Kapitalanlageinteressen privater Investoren, deren Durchsetzung zu
Lasten des
Allgemeinwohls der Gemeinde ginge.
Dipl.-Kfm.
Walter Müller
/ Pressewart „Gegenwind
Husarenhof“
Rekordbesuch
beim Wiesental-Film des Ludwigsburger Ornithologen Prof. Claus
König - mehr
als 1 000 Besucher im Freiberger Prisma
- Ahnen die Besucher die durch
drohenden Windrad-Bau eventuell bevorstehende Zerstörung des
Vogel-Naturschutzgebiets im Pleidelsheimer Wiesental ?
(wm
/ 291110) - Mit über 1 000 Besuchern war
das Freiberger
Prisma wieder bis auf den letzten Platz besetzt, als der weit
über die Grenzen
unserer Region bekannte Vogelkundler Prof. Claus König bereits
zum 3. Mal bei
der vom Freiberger BUND-Vorsitzenden Conrad Fink organisierten
Veranstaltung seinen
Dokumentarfilm „Naturparadies im Neckartal“ zeigte.
Dem
in der Bietigheimer Zeitung veröffentlichten Bericht zufolge
„haben Claus und
Ingrid König zu verschiedenen Jahreszeiten eine einzigartige
Filmdokumentation
über die Vielfalt der Arten, vor allem der Vogelwelt des
Wiesentals zwischen
Freiberg, Ingersheim und Pleidelsheim geschaffen. Auch neueste
Beobachtungen
aus dem Vorjahr waren in dem Film zu sehen. So haben 2009 etwa die
Mittelmeermöwe
und der Nachtreiher in dem bedeutsamen Feuchtgebiet zum ersten Mal
Junge
großgezogen.“
Im
Film waren herausragende Naturaufnahmen zu sehen, etwa
„…der Haubentaucher oder ein junger Eisvogel, der übt, seinen ersten
Fisch zu
verspeisen, die singende Nachtigall, Kormorane und Reiher.“
Sowohl
der Freiberger BUND-Vorsitzende Conrad Fink als auch Prof. Claus
König treten
vehement für den Erhalt dieses einzigartigen
Naturschutzgebiets ein, dessen
Existenz sie durch den von der Ingersheimer und Pleidelsheimer
Gemeindeverwaltung befürworteten Bau eines nur in ca. 2 - 3 Km
Entfernung
geplanten und 180 m hohen Windrads ernsthaft gefährdet sehen.
Entsprechend
treten beide - wie viele zwischenzeitlich
aufgeschreckte
Bürger auch - für die
Verhinderung des in Ingersheim
geplanten Windrads ein.
Mit
seinen Bestrebungen zum Erhalt des Wiesentals als Naturschutzgebiet war
Prof.
König „zunächst auf einige Skepsis
gestoßen, doch mit der Entdeckung von
seltenen Tieren und der Vielfalt der Natur im Wiesental hatte er den
damaligen
Bürgermeister und die Gemeinderäte so sehr
beeindruckt, daß diese ihre Meinung
änderten: Ein Baggersee war zwar zugeschüttet worden,
doch das Wiesental, wie
wir es heute kennen, war gerettet und konnte 1965 zunächst
vorläufig zum
Naturschutzgebiet erklärt werden. Noch manche
Widerstände… waren zu überwinden
gewesen, bevor das „Naturparadies aus zweiter Hand“
1977 endgültig als
Naturschutzgebiet und später als FFH-Gebiet mit Schutzstatus
von europäischem
Rang ausgewiesen wurde.“
Vor
diesem Hintergrund können die Pläne einer Handvoll
Ingersheimer
Windkraft-Initiatoren nicht anders als frevelhaft gebrandmarkt werden,
nehmen
sie doch mit dem geplanten Bau eines an dieser Stelle mit 180 m
Höhe völlig
überdimensionierten, mangels Windaufkommen vergleichsweise
unrentabel
arbeitenden Windrads und der dadurch verursachten Immissionen
(Lärm,
Schattenschlag, Infraschall) sehenden Auges billigend die dann im
Zeitablauf vermutlich
einsetzende schleichende Zerstörung dieses einzigartigen
Vogel-Naturschutzgebiets
in Kauf, da Flugrouten zur Nahrungsmittelsuche, Einflugschneisen und
Rückzugsgebiete den Lebensraum der dort bisher weitgehend von
der Zivilisation unberührt
lebenden Vogelwelt weiter einschränkt und mit großer
Wahrscheinlichkeit zur Verdrängung
dieser Vogelarten führt.
Wohltuend
ist es zu wissen, daß neben dem Besigheimer
Bürgermeister auch der indirekt
gegen das geplante Windrad eintretende Freiberger
Bürgermeister Stellung
bezieht, wenn er in seinem Schlusswort „die Einzigartigkeit
des Wiesentals mit
dem Naturschutzgebiet Altneckar und die Verantwortung für
dieses Kleinod
hervorhebt, derer sich Freiberg durchaus bewußt
sei.“
Zu
hoffen bleibt, daß das Landratsamt Ludwigsburg als
Genehmigungsbehörde diesem
Unfug ein Ende setzt und den immer weiter zunehmenden Eingriffen in die
Natur durch
verantwortungslos handelnde Investoren zumindest im Kreis Ludwigsburg
ein für
alle Mal „einen Riegel vorschiebt.“
Dipl.-Kfm.
Walter Müller / Pressewart Gegenwind
Husarenhof
Prof. König lehnt den Ingersheimer Standort ab
Ernüchterung
über erneuerbare Energiegewinnung
- Umdenken
der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen bei der Energieversorgung ?
(wm / 031210) -
Gemäß einem am 4.12.2010 in
der Bietigheimer Zeitung erschienenen Bericht zur künftigen
Strategie der Stadtwerke ist den Aussagen von
Geschäftsführer
Rainer Kübler - zumindest
„zwischen den
Zeilen“ - zu entnehmen, daß die
mit 3,5, Mio
€ valutierende Beteiligung der Stadtwerke am Bau
eines unter
der Regie des Tübinger Unternehmens Südweststrom
(SWS)
geplanten Kohlekraftwerks in Brunsbüttel an der
Unterelbe
- an dem sich angabegemäß rd. 70
Stadtwerke beteiligen
wollen - auf der Kippe steht.
Dem Bericht
zufolge planen weitere, mit „spitzem Bleistift
rechnende“ Stadtwerke den Ausstieg, nachdem sich die
energiepolitische Landschaft aufgrund des von der
CDU/FDP-Bundesregierung neu aufgelegten Energieprogramms seit September
2009 grundlegend geändert hat und Mrd-Investments in
Energieversorgung auf Basis fossiler Energieträger wie Kohle
oder
Öl - allein schon wegen viel zu hoher
CO2-Schadstoffimmissionen - in der
Öffentlichkeit kaum
mehr vermittelbar und daher - übrigens
auch schon weit
vor dem September 2009 - politisch
unerwünscht waren.
Wie bekannt, soll
ein Großteil der zusätzlich
anfallenden Milliardengewinne - die durch die
Laufzeitverlängerung bereits voll abgeschriebener
Kernkraftwerke
entstehen - steuerlich abgeschöpft und
für die
Bildungspolitik sowie zur Finanzierung der Forschung von
Stromspeicherkapazitäten eingesetzt werden, die
benötigt
werden, um die bisher nach wie vor nicht speicherbare, regenerativ
gewonnene Energie auch dann einsetzen zu können, wenn der
Zeitpunkt der Stromerzeugung und der Zeitpunkt des (späteren)
Strombedarfs zeitlich auseinander fallen, denn:
Die
große Schwäche regenerativ erzeugter
Energie ist nach wie vor, daß oftmals der durch Sonnenstrahl
(Photovoltaik) oder durch starken Wind (Windkraft) erzeugte Strom
zeitweilig im Übermaß vorhanden ist und im Zeitpunkt
der
Stromproduktion mangels Abnehmer kein Bedarf besteht, z.B. an
windreichen oder sonnenintensiven Tagen an Wochenenden oder an
Feiertagen bzw. in den Betriebsferien u.ä., an denen die
Industrie
aufgrund von Betriebsruhe als Stromabnehmer weitgehend
ausfällt
bzw. der industrielle Strombedarf deutlich geringer ist. In
diesen Fällen wird regenerativ erzeugter Strom am Bedarf
vorbei
produziert.
Bisher bleibt
dieser durch regenerative Energie jetzt
erzeugte, aber nicht benötigte Strom weitgehend
ungenutzt,
verfällt oder wird zum Nulltarif bzw. sogar zu
Negativpreisen ( = Subvention; z. B. an ausländische Stromabnehmer) verschleudert,
obwohl bei dessen Erzeugung Kosten angefallen sind und den Betreibern
regenerativer Energieanlagen über das EEG (erneuerbare
Energiengesetz) - auch im Falle verschenkten,
regenerativ
erzeugten Stroms - über die von allen
privaten
Stromkunden via Stromrechnung zu entrichtende
Einspeisevergütung
Milliardensubventionen „hinterher geworfen“ wurden.
Wie
bekannt, wird den regenerativen Stromerzeugern durch staatliche
Garantie 20
Jahre lang eine Einspeisevergütung gewährt, die von
allen privaten Stromkunden
via Stromrechnung zu zahlen ist, und zwar auch dann, wenn der
regenerativ
erzeugte Strom keine Abnehmer findet bzw. verschenkt werden
muß.
Im
umgekehrten Fall sind Situationen denkbar, wo der mangels
Sonnenstrahlung oder
mangelndem Windaufkommen (vor allem im windarmen Binnenland) in viel zu
geringem Umfang regenerativ erzeugte Strom bei weitem nicht ausreicht,
um den
gerade an diesem Zeitpunkt benötigten Strombedarf
- z.B.
bei anziehender Wirtschaft - decken zu
können: Teure Stromzukäufe aus dem
Ausland sind die Folge und bisher in „angedrosseltem /
standby“-Betrieb
vorgehaltene konventionell betriebene Kraftwerke müssen
hochgefahren werden, um
den kurzfristig eintretenden, von Windmühlen und
Photovoltaik-Anlagen bei
weitem nicht zu deckenden Strombedarf zu gewährleisten. Wie
Sachkundigen
bekannt, führen die aus Gründen der Sicherheit der
Energieversorgung im
„standby“ / Parallelbetrieb
geführten
konventionellen Kraftwerke zu überflüssigen, die
Umwelt belastenden CO2-Immissionen.
Die
Änderung der Rahmenbedingungen auf dem
Energiesektor ist nicht „über Nacht“
eingetreten,
sondern hat sich bereits im Vorfeld zur Bundestagswahl (September 2009)
schon seit längerem abgezeichnet, Einzelheiten hierzu waren
rechtzeitig vorher in den Wahlprogrammen der jetzt im Bund regierenden
Parteien nachzulesen; der Machtwechsel war lange vor der Bundestagswahl
im September 2009 absehbar.
Insofern konnten
sich alle Teilnehmer und Wettbewerber - auch die
Stadtwerke Bietigheim-
Bissingen - auf die sich seit längerem abzeichnende
Veränderung der Wettbewerbsbedingungen auf dem Energiemarkt
rechtzeitig einstellen.
Weshalb sich die
Stadtwerke Bietigheim-Bissingen und mit
ihr weitere kommunale Stadtwerke unter Führung des
Tübinger
Unternehmens Südweststrom trotzdem und entgegen dem Trend der
absehbaren politischen Rahmenbedingungen für ein
milliardenschweres, jedoch wegen zu hoher CO2-Immissionen und
wegen Unwirtschaftlichkeit von Beginn an äußerst
fragwürdiges Investment in ein Kohlekraftwerk in
Brunsbüttel
an der Unterelbe und damit g e g e n eine
Investition in
die seit Jahren wachsende regenerative Energiegewinnung an
windstarken off-shore-Standorten in der Nordsee oder vor der englischen
Küste entschieden haben, bleibt allein Geheimnis der
Stadtwerke
Bietigheim-Bissingen und anderer in Brunsbüttel engagierter
kommunaler Stadtwerke aus Baden-Württemberg.
Es
wäre nicht das erste Mal, daß staatliche und allein
durch Steuergelder
finanzierte Investitionsentscheidungen kommunaler
Eigenbetriebe - aus
welchen Gründen auch immer -
später zu einem Milliardengrab bzw. zu einem Millionengrab
zu Lasten der Bevölkerung (in Bietigheim-Bissingen)
würden, deren Steuergelder
verschwendet würden, weil staatliche
Entscheidungsträger gar nicht oder viel zu
spät auf sich ändernde Wettbewerbsbedingungen
reagiert haben.
Nach
Aussage von Geschäftsführer Kübler solle in
Brunsbüttel nur gebaut werden,
„wenn man die Kapitalkosten zurück bekomme und
schwarze Zahlen geschrieben
werden können“.
Nach
den jetzt geänderten energiepolitischen Rahmenbedingungen
dürfte die Erreichung
dieses Ziels unrealistisch geworden sein, selbst eine
“schwarze Null“ dürfte
kaum mehr erreichbar sein. Vor diesem Hintergrund bleibt zu hoffen,
daß die
Stadtwerke noch rechtzeitig „die Reißleine
ziehen“ und das für den
Bietigheim-Bissinger Stadtsäckel bezüglich dieser
Beteiligung drohende
finanzielle Debakel weitgehend vermeiden können, denn
ansonsten stünde wohl zu
befürchten, daß den Ausflügen von
ausschließlich durch Steuergelder
finanzierten Staatsbetrieben ins private Unternehmertum ein weiteres
unrühmliches Kapitel im Bereich „Pleiten, Pech und
Pannen“ hinzugefügt werden
muß…
Sollten die
Stadtwerke tatsächlich Geld übrig
haben für ein Investment auf dem Energiesektor, wäre
die
Beteiligung an einem off-shore-Windpark in der Nordsee oder vor der
englischen Küste - also an wegen des
dauerhaften und
sehr starken Windaufkommens optimalen Standorten -
überlegenswert und vermutlich viel erfolgversprechender.
Diese Gelegenheit
haben 40 andere, größere
kommunale Stadtwerke ergriffen nachdem sie zuvor ihre im Vergleich zu
deutlich windstärkeren Standorten im Norden bisher im
windarmen
Binnenland in Baden-Württemberg gehaltenen Beteiligungen an
Windparks aufgelöst haben, um im Norden eine deutlich
höhere
und sicherere Rendite zu erzielen.
Auch die seit den
Kommunalwahlen im Jahr 2009
stärkste Fraktion der Grünen / Bündnis 90 im
Stuttgarter
Gemeinderat haben der Stuttgarter Stadtverwaltung empfohlen, eine
Beteiligung an einem off-shore-Windpark in der Nordsee zu zeichnen. Sie
begründen dies angesichts angabegemäß sehr
guter
Renditen von 8 % p.a. und höher bei
größtmöglicher
Sicherheit des eingesetzten Kapitals.
In ihrem an die
Stuttgarter Stadtverwaltung gerichteten
Vorschlag nicht enthalten ist eine Beteiligung am 180 m hohen Windrad,
das auf der Ingersheimer Höhe an der Gemarkungsgrenze zu
Besigheim
in der Nähe von Lerchenhof und Husarenhof in viel zu
geringer Nähe zur Bevölkerung geplant ist und im
Falle des
Baus an einem raumbedeutsamen, im Vergleich zum Norden deutlich
windärmeren S#D2B48Cdort zu einer weit über die
Kreisgrenzen
hinaus sichtbaren, irreparablen Landschaftsverschandelung
führen
würde.
Im Vergleich zu
diesen bzw. an den übrigen
windstarken Standsorten im Norden erzielbaren Renditen ist die
in
Ingersheim erzielbare - und von den WKA-Initiatoren
immer
noch zu hoch in Aussicht gestellte - Verzinsung
geradezu
kümmerlich bei deutlich schlechterer Sicherheit des von den
Zeichnern eingesetzten privaten Kapitals.
Daneben
käme es im Falle des Baus zu einer Reihe
weiterer, gravierender und nicht mehr gut zu machender Nachteile (vgl.
hierzu unsere Homepage, Rubrik „Nachteile in
Ingersheim“).
Zwar
wäre es theoretisch denkbar, daß im
Falle des Ausstiegs aus der Beteiligung in Brunsbüttel der
dann
durch Verkauf freiwerdende noch verfügbare
Nettoverkaufserlös
in das Ingersheimer Windrad investiert würde.
In diesem Falle
hätten die händeringend nach
weiteren zeichnungswilligen Investoren suchenden Ingersheimer
WKA-Initiatoren sicherlich eine Sorge weniger. Ob allerdings die
Aufsichtsgremien der Stadtwerke nach einem etwaigen Ausstieg des sich
als Fehlinvestition darstellenden Engagements in Brunsbüttel
ohne
weiteres bereit sind, einem Engagement bei der sich noch vor dem ersten
Spatenstich mangels Windhöffigkeit abzeichnenden
Fehlinvestition
am Ingersheimer Windrad - und damit vor der eigenen
Haustür - zuzustimmen, darf getrost
bezweifelt werden.
Dem Bericht
zufolge scheint denn auch eine Beteiligung
der Stadtwerke an der sich immer mehr zur Fehlinvestition entwickelnden
Ingersheimer Windkraftanlage undenkbar, wenn man die kritischen
Passagen zur regenerativen Energie in den letzten Abschnitten des
Zeitungsberichts liest, aus der die Meinung von
Geschäftsführer Kübler hervorgeht:
„…Auch
fehle es
an technisch ausgereiften Speichermöglichkeiten, wenn etwa
überschüssiger Strom produziert wird. Unklar sei
ebenso, wer
solche Anlagen überhaupt bauen und bezahlen soll. Und wenn,
wie in
hiesigen Gefilden nicht unüblich, die Sonne gar nicht scheint
und
der Wind nicht weht ? Durch Verbrauchsverlagerung lässt sich
nach
Meinung Küblers nur ein kleiner Teil des Problems
lösen. Den
Menschen zuzumuten, ihre Wäsche nur zu waschen, wenn sich die
Windräder drehen, sei fern jeder Lebensrealität und
die
finanziellen Anreize dafür zu gering. So werde in der
nächsten Zeit bei den
Erneuerbaren…Ernüchterung
eintreten, weil die hohen Ziele des Energieprogramms nicht leicht
erreichbar seien…“
Dieser insoweit
sehr realistischen Einschätzung des
Geschäftsführers der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen
ist
eigentlich nichts mehr hinzu zufügen.
Nach den
bisherigen Erfahrungen bleibt jedoch fraglich,
ob der auf Seiten der Ingersheimer Gemeindeverwaltung oder bei den
teilweise ideologisierten Verfechtern einer mit 180 m Höhe an
diesem raumbedeutsamen Standort völlig deplatzierten
Windkraftanlage ggfs noch vorhandene Realitätssinn ausreicht,
um
die im Vergleich zum Norden am vergleichsweise windarmen
Binnenland-Standort Ingersheim geplante Enercon E-82 zu
verhindern…
Die Hoffnung
stirbt zuletzt !
Dipl.-Kfm. Walter
Müller / Pressewart Gegenwind Husarenhof
Links
zum Artikel:
Strom von einem Windpark auf der Ostsee
Frischer Wind für die SWL
Wo ungeahnte
Kräfte Strom fließen lassen
In
Flüssen und Quellwasserrohren, aber auch in
warmemAbwasser steckt Energie,
die sich nutzen lässt.
Die
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zurzeit auf einer Lernreise
durch die Republik unterwegs. Sie richtet ihr Augenmerk in diesem
Sommer auf die Energiegewinnung - vor allem auf Methoden, die
Alternativen zu
den fossilen Brennstoffen und zur Atomenergie bieten.
Heimatbund stellt sichgegen
Windrad
Stadtanzeiger,
Lokalausgabe Ludwigsburg vom 25.08.2010
zum Artikel
Naturschützer uneins
Ingersheim: das geplante Windrad
steht erneut in der Kritik
Der Standort
für die
geplante Windkraftanlage auf der Gemarkung Ingersheim sei "untragbar",
findet die Ludwigsburger Umweltstiftung NatureLife International.
Landes und Kreisverband des BUND halten den Standort jedoch
für
"unbedenklich"
Heimatbund:
180 Meter sind zu hoch
Der Schwäbische Heimatbund appelliert an den Ludwigsburger
Landrat, die geplante Windkraftanlage am Husarenhof nicht zu
genehmigen. Der Schwäbische Heimatbund appelliert an den
Ludwigsburger Landrat, die geplante Windkraftanlage am Husarenhof nicht
zu genehmigen."Die geplante Anlage wäre nahezu aus dem
gesamten
Kreisgebiet und darüber hinaus sichtbar", sagt der
Vereinsvorsitzende Fritz-Eberhard Griesinger. "
der ganze
Artikel in der Bietigheimer Zeitung vom 14.8.2010 hier:
Rotoren werden zur
tödlichen Falle
Der Ornithologe Professor Claus König
fürchtet um seltene Vögel in den
Naturschutzgebieten Altneckar und Pleidelsheimer Wiesental.
Professor Claus König ist ein
Umweltschützer der ersten Stunde. Von
Windkraft und alternativen Energien hält der Ludwigsburger
viel - wenn
dadurch nicht andere schützenswerte Lebewesen oder
Landschaften gestört
werden.
zum Artikel der
Stuttgarter Nachrichten vom 12.8.2010 hier:
Naturschützer machen
gegen Windrad Front
NatureLife-International:
Windkraftwerk gehört nicht auf die Ingersheimer Höhe
Ornithologe Prof. König befürchtet negative
Auswirkungen auf die international geschützten
Neckarauen zwischen Freiberg, Ingersheim und Pleidelsheim. Sowohl was
den Standort als auch
was die Dimension des geplanten Windkraftwerkes anbetrifft,
stößt dieses bei der Umweltstiftung
NatureLife-International
auf Ablehnung.
Die Stiftung, welche auch verschiedene Naturschutzprojekte
im Kreis Ludwigsburg und im
Neckartal betreut, hält den Standort auf der Ingersheimer
Höhe für untragbar und fordert zum
Verzicht auf.
Mit Rückenwind
Ludwigsburger
Stadtanzeiger vom 14. Juli 2010
Die Gemeinderäte in Pleidelsheim stimmten dem geplanten
Windrad
auf der Gemarkung Ingersheim mit kanpper Mehrheit zu. In Ingersheim
wollen alle Räte für frischen Wind sorgen - bis auf
einen.
Besigheim hält still
Stuttgarter
Zeitung, Lokalausgabe v. 15.7.2010
Keine Aussage ist manchmal auch eine Aussage. Für viele
überraschend hat sich der Besigheimer Gemeinderat am
Dienstagabend dafür ausgesprochen,
sich zu dem geplanten Windrad im Nachbarort Ingersheim nicht zu
äußern.
Rauschen im Blätterwald
Es gibt für die Presse wieder was zu schreiben:
Zum Bericht
der Bieitgheimer Zeitung: (nicht mehr online)
Natur- und
Umweltschützer gegen
Windkraftanlage am Ingersheimer Standort
- Offener Brief des
BUND-Ortsvorsitzenden Wolfgang Huber, Ingersheim
den offenen
Brief finden Sie hier:
"Windrad-Gegner
sprechen von Befangenheit"
Marbacher Zeitung vom
02.07.2010
Pleidelsheim
Kommunalaufsicht hat den Fall geprüft und beschieden, dass der
Vorwurf haltlos ist.
Vor 14 Tagen hatte der Pleidelsheimer Gemeinderat
eine Stellungnahme zur geplanten Windkraftanlage auf der
Nachbargemarkung Ingersheim zu beraten (wir berichteten).
Wind
spart Kohle und
bringt Kies
Stadtblatt
Stuttgart der Bündnis90/Die Grünen,
Ausgabe 04/2010
"BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN empfehlen Beteiligung an
Hochsee-Windparks"
Viel Wind in Ingersheim
Stuttgarter Stadtanzeiger,
Lokalausgabe LB vom 26.05.2010
Windkraft:
Genehmigungs- oder Petitionsverfahren - der Kampf an zwei Fronten
Die
einen planen ein Bürgerbeteiligungs- windrad auf der
Gemarkung Ingersheim.
Die anderen wollen es mit aller Kraft ver- hindern. Am Montag letzter
Woche haben beide Bürgerinitiativen zu einer jeweiligen
Informationsveranstaltung eingeladen.
der ganze
Artikel
Foto:
Thomas Schöller
Spektakuläre
Hubschrauber-Demo mit großer Publicity
Bietigheimer Zeitung (BZ) vom
19.05.2010
(wm)
- Die am Montagabend, 17.5. auf der Ingersheimer Höhe vor ca.
400 Zuschauern
in der Nähe des Husarenhofs bzw. Lerchenhofs
durchgeführte Helikopter-Demo
hat eine sehr große und selbst von der
Bürgerinitiative "Gegenwind
Husarenhof" nicht erwartete Öffentlichkeitswirksamkeit erzeugt:
Kein
Wunder, war es doch für viele Schaulustige vor Ort bisher unvorstellbar
gewesen, wie hoch 180 m sind und wie negativ landschaftsprägend
eine Enercon E-82 im Falle ihres Baus an diesem Standort wäre.
Mindestens genauso interessant war diese Visualisierungsktion
für
diejenigen, die in weiterer Entfernung aus ihren Wohnungen in Klein-
und Großingersheim sowie vom Husarenhof und Lerchenhof bzw.
von
der Besigheimer Wartturmsiedlung aus - oft mit Fernglas ausgestattet -
die beeindruckende Höhensimulation beobachteten.
Die
Bürgerinitiative wertet diese spektakuläre Aktion und
die daraufhin erfolgte
Presseberichterstattung als vollen Erfolg. Die
Aufklärungsarbeit
in diesem Sinne wird fortgeführt. Schon sind Anfragen gestellt
worden von Personen, die nicht dabei sein konnten, ob an weitere
Höhenvisualisierungen gedacht werde...Hierzu wird auf die
kommenden Pressemitteilungen der Bürgerinitiative verwiesen.
Unser
ausführlicher Bericht wird in Kürze in unsere
homepage unter
"Berichte der Bürgerinitiative" eingestellt.
der Artikel der BZ ist
nicht mehr verfügbar
Kontroverse
Diskussion auf freiem Feld
Ludwigsburger
Kreiszeitung (LKZ) vom 19.05.2010
Mit einer
spektakulären Aktion hat die Bürgerinitiative
„Gegenwind Husarenhof“ gegen den Bau einer
Windkraftanlage (WKA) zwischen Ingersheim und Besigheim demonstriert.
Klares
Nein zur Windkraf#D2B48Clage
Bericht
aus der
Sindelfinger Zeitung vom Dienstag, 11.5.2010
„Ostelsheim:
Gemeinderat
entscheidet einstimmig
Von unserer Mitarbeiterin Bettina
Bausch
Die
Würfel sind
gefallen: Der Ostelsheimer Gemeinderat entschied sich nach
längerer Diskussion
einstimmig gegen die Pläne der Karlsruher Firma Altus AG, im
Bereich des
Ostelsheimer Lochwaldes Windkraftanlagen zu errichten.
Wie schon bei der
Vorstellung
des Projektes durch einen
Vertreter der Firma vor zwei Wochen (die SZ/BZ berichtete), hatten sich
auch
zur entscheidenden Sitzung zahlreiche interessierte Zuhörer im
Sitzungssaal des
Ostelsheimer Rathauses eingefunden. Der Gemeinderat hatte es sich mit
seinem
Beschluss nicht leicht gemacht. Er war eigens nach Simmersfeld gefahren
und
hatte sich vor Ort die dortigen Windkraftanlagen angesehen, ihre
Auswirkungen
auf das Landschaftsbild und selbst ihre typischen Geräusche
aus nächster Nähe
wahrgenommen.
In der Sitzung galt es
nun
abzuwägen, ob die finanziellen
Einnahmen für die Kommune den in den Augen vieler
Bürger schwerwiegenden
Eingriff in das idyllische Landschaftsbild zwischen Ostelsheim und der
Nachbargemeinde Gechingen aufwiegen.
Neben der
„Verschandelung der Landschaft“ hatten viele
Bürger bereits bei der Informationsveranstaltung
große Bedenken, wie zum
Beispiel Auswirkungen auf die Lebensräume der Tierwelt,
vorgebracht.
Bürgermeister Jürgen Fuchs erläuterte, ein
Windpark in Ostelsheim sei in seinen
Augen kaum wirtschaftlich und im Unterschied zu Simmersfeld, wo der
Abstand zur
nächsten Bebauung 2,1 Kilometer betrage, seien die geplanten
500 Meter Abstand
zu den Häusern der Ostelsheimer viel zu gering. „Als
Bürgermeister bin ich
stolz auf unsere gute Gemeinschaft“, unterstrich Fuchs und
eben diese sehe er
durch einen etwaigen Windpark nachhaltig gefährdet.
Gemeinderat
Günter
Walz zeigte mit einer selbst gefertigten
Skizze die Größenverhältnisse beim Lochwald
auf. Darauf wurde deutlich
dargestellt, wie weit sich die Windkraftanlage mit rund 190 Metern
Höhe über
die Gipfel der rund 35 Meter hohen Bäume erheben
würde. Gemeinderat Matthias
Kröner argumentierte zunächst für das
Windkraftprojekt und erklärte, dass „zwei
Seelen in seiner Brust schlagen“. Einerseits sie er
für alternative Energien,
andererseits sei die Verwirklichung in Ostelsheim zurzeit
äußerst schwierig. Er
könne sich jedoch vorstellen, dass in einigen Jahren, wenn die
Technik mehr
ausgereift sei, weniger störende Anlagen realisierbar
seien.“
Ende des
Zeitungs-Berichts
Bürgerinitiative
besichtigt Windräder
Ludwigsburger
Kreiszeitung (LKZ) vom 30.04.2010
Die
Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“
hat zwei Windkraftanlagen in Franken besichtigt, baugleich der, die in
Ingersheim geplant ist und von der Initiative abgelehnt wird.
Die 44
Teilnehmer der Exkursion hielten sich in unterschiedlich
großen Entfernungen von den zwei Windrädern bei
Wilhermsdorf auf „und haben das notorische Rauschen der
Rotorblätter und des Ringgenerators selbst
wahrgenommen“, heißt es über die
Erkenntnisse der Ausfahrt.
Der
„am stärksten betroffene Bewohner, dessen Haus
zirka 1100 Meter von einem Windrad entfernt steht, schilderte
eindrucksvoll die vor allem nachts durch Rotorschlag und Ringgenerator
entstehende und zu dieser Zeit als besonders störend
empfundene Lärmbelästigungen“, teilt die
Initiative weiter mit. Sein Haus habe erheblich an Wert verloren. Weil
hier weitere vier Windräder gebaut werden sollen, gehe er
davon aus, dass sein Anwesen bald unverkäuflich sein werde.
Diese
Aussagen hätten „zu großer
Nachdenklichkeit“ unter den Teilnehmern der Exkursion
geführt, „von denen viele selbst Immobilienbesitz im
Wirkungskreis der geplanten Ingersheimer Anlage haben“,
schreibt „Gegenwind Husarenhof“ weiter. Zumal sich
die Anzeichen verdichteten, „dass am Standort zwischen
Ingersheim und Husarenhof weitere Windräder gebaut werden
sollen, wenn die erste Anlage erst einmal in Betrieb ist“.
Bestätigt
sahen sich die Besucher auch in ihrer Auffassung,
dass der in Ingersheim vorgesehene Abstand zur Wohnbebauung
(Lerchenhof) zu gering, die Anlage „mit sehr großer
Wahrscheinlichkeit“ nicht genehmigungsfähig sei.
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