Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Berichte der Bürgerinitiative:


Gestern hui, heute pfui


Windkraft in Baden-Württemberg läßt sehr zu wünschen übrig

(ts / 090911) Während der beiden letzten Tagen konnte die Windkraft auch in Baden-Württemberg endlich mal  halbwegs ihren Beitrag zur Energieversorgung leisten. Kurzfristig lag die jeweilige viertelstündige Einspeisung aller Windkraftanlagen in BW bei 300 MW, in der meisten Zeit zwischen 200 und 300 MW. Zum Vergleich, die installierte Leistung aller Anlagen beträgt gerundet 473 MW. Aber selbst diese relativ hohen Einspeisewerte reichten für nur etwa maximal 5 Prozent des viertelstündigen Lastverlaufs, der zwischen 6000 bis über 9000 MW lag, je nach Tages und Nachtzeit,

Nun, heute hat es sich schon wieder ausgepustet und dieser Zustand war in den letzten 6 Monaten eher die Regel. Derzeit liegen die bisher in 2011 erzielten Erträge sogar noch unter denen des sehr schlechten Windjahrs 2010. Fragen Sie doch mal die Betreiber des Grünen Heiner. Seit heute Morgen um 8 Uhr haben wir nur noch zwischen 26 und 49 MW Einspeisung und noch schlimmer, der Himmel hat sich nach anfänglichem Sonnenschein wieder zugezogen und es hat angefangen zu regnen. Damit sinkt auch noch die Solareinspeisung dramatisch ab und wenn das bis heute Abend so bleibt, geht diese Einspeisung eh auf null. Was bleibt dann für die Stromversorgung übrig?

Trotzdem wird auch heute der Verblödungsverstärker wieder laufen, aber nicht mit Strom aus Pumpspeicherwerken und schon gar nicht aus irgendwelchen abstrusen Energiespeichern wie z.B. aus den Batterien der Elektroautos, die natürlich bald jeder in der Garage stehen hat (der Kauf dieser Autos ist noch  freiwillig). Zum Thema Energiespeicher wird zu einem späteren Zeitpunkt auf dieser Seite auch noch eingegangen.

Nachdem heute wohl windmäßig nichts mehr zu erwarten ist, ergeht hiermit ein Aufruf an die Bürger rund um Stötten. Heute Abend soll im neuen Wind und Wetterpark, ein Windrad der Göppinger Firma Schuler eingeweiht werden. Zu diesem Zweck begibt sich unser Landesvater Winfried Kretschmann vor Ort, um die Einweihung höchst selbst vorzunehmen. Aufgrund des fehlenden Windes werden deshalb noch Anschubser gesucht. Ich persönlich würde dafür das grüne Dreigestirn Werner Wölfle, Franz Untersteller und Daniel Renkonen vorschlagen.

Spaß bei Seite, dieser Wind und Wetterpark ist eine Maßnahme des Masterplans „Landschaftspark Albtrauf“. Mit der in Stötten stehenden Wetterwarte und den daraus resultierenden Wetterbeobachtungen kann ich mich durchaus anfreunden. Einzig mit dem Bereich Windenergie habe ich so meine Probleme. Unter einem Landschaftspark Albtrauf stelle ich mir nämlich nicht vor, dass der Albtrauf und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu einem durchgängigen Windpark verkommt. Die Tendenz dazu geht aber genau dort hin. Aus den in letzter Zeit veröffentlichten Presseberichten ist das durchaus zu entnehmen. Nur ein Beispiel – in der Eßlinger Zeitung stand zu lesen: 

„Ulrich Mach, Klimaschutzmanager und Mitglied des Naturschutzbundes (Nabu) in Kirchheim, ist dennoch überzeugt, dass der Windenergie rund um die Teck die Zukunft gehört. „Rein technisch gesehen reicht der Wind in Lenningen und Bissingen für 165 Windanlagen aus“, sagt Mach und beruft sich dabei auf den kürzlich erschienenen Windatlas und eine Studie des Regionalverbands aus dem Jahr 2000“.

Herr Mach, wenn Sie es mal nicht technisch sehen und das sollten Sie als Natur und Umweltschützer doch auch können, welche Meinung haben Sie dann zum Ausbau der Windkraft auf der Alb und – steht der komplette Nabu auch für Ihre technischen Ansichten? Aber es wird noch schlimmer kommen, denn der Bundesverband WindEnergie e.V. mischt jetzt auch noch kräftig mit. Am 15. September 2011 gibt sich eben dieser Verband in Gomadingen die Ehre, wohl auf (freiwillige?) Einladung der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, um über die Windkraftchancen in diesem Gebiet zu referieren. Referentin ist Frau Pilarsky-Grosch, Vizepräsidentin des Bundesverbands. Warum schickt der Verband da eine Juristin zur Veranstaltung und warum habe ich das Gefühl, dass deshalb z.B. der Naturschutz da so gut wie keine Rolle spielen wird?

Was sagt eigentlich der Bund für Umwelt u. Naturschutz (BUND), hier der Landesverband Baden-Württemberg, zu den Plänen Windkraft am Albtrauf und im Biosphärengebiet?  Darüber werden wir auf dieser Plattform auch noch berichten. Das könnte eine spannende Geschichte werden, mehr wird nicht verraten.


Thomas Schöller, Marbach / N. (Webmaster der Bürgerinitiative)


Zum Pressebericht Wind und Wetterpark hier

zur Seite des Biosphärengebiets Schwäbische Alb hier


Als Datenquelle dienten die Angaben von EnBW



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Scheitert die Energiewende in Baden-Württemberg am Widerstand gegen die Ingersheimer Windkraftanlage ?


und - hat Daniel Renkonen (Grüne) ein Problem mit demokratischen Vorgängen?

(ts / 12072011) Wenn es nach dem Landtagsabgeordneten der Grünen Daniel Renkonen ginge, dann würde der Ausschuss die Petition zurückweisen, so war es am 8. Juli 2011 in den Stuttgarter Nachrichten  zu lesen. Da bin ich ja froh, dass Her Renkonen nicht den Vorsitz des Petitionsausschuss inne hat. Denn dann könnte man sich in der Tat jegliche Petition gegen Bauvorhaben im Bereich der sogenannten erneuerbaren Energien ersparen. Es könnte aber auch noch besser kommen, indem Petitionen gegen Windkraftanlagen grundsätzlich nicht mehr möglich werden. Es wäre ja womöglich die Energiewende gefährdet.

Noch aber gibt es die Möglichkeit der Petition und Herr Renkonen hat Recht, die Petition soll nicht dazu dienen, ein Vorhaben zu verzögern. Aber was die hier zur Debatte stehende Petition betrifft - hier irrt der gute Mann. Die Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof hat von Anfang an klar gemacht, dass sie diese Windkraftanlage nicht möchte und diese verhindern will und zwar mit allen rechtlichen Möglichkeiten und eine Möglichkeit ist eben auch das Einbringen einer Petition.

Dann beschwert sich Herr Renkonen auch noch, dass viele in der Petition vorgebrachte Argumente wenig mit Naturschutz zu tun hätten. Er kann sich anscheinend nicht vorstellen, dass es außer dem Naturschutz auch noch z.B. den Nachbarschaftsschutz gibt, und auch der wirtschaftliche Schutz (Stichwort Immobilien) sei hier ebenfalls erwähnt. Darüber verliert nicht nur er kein Wort. Er möchte nur seine Energiewende (die Reise ins Nichts) durchführen, was kümmert mich da das Wohlbefinden der Mitbürger und Betroffenen.

Irgendwie lese ich in den Worten des Herrn Renkonen einen Hauch von Panik heraus. Die Bietigheimer Zeitung vom 12. Juli 2011 liefert dazu (unbewußt?) eine Begründung: Dort steht zu lesen: „Zudem handele es sich um ein Verfahren von größter Wichtigkeit, auch mit Blick auf die Energiepolitik des Landes in der Zukunft.“  Genau das ist der Punkt. Wie will die grün/rote Landesregierung den sonst den Bau von bis zu 150 Windrädern jährlich durchdrücken? Die guten Windkraftstandorte sind in Baden-Württemberg begrenzt und zum Teil schon belegt. In 2012 und 2013 wird dieses Vorhaben mit den 150 Anlagen vielleicht noch gelingen, danach dürfte es alsbald ziemlich schnell schwierig werden, weitere Standorte zu finden die noch eine nennenswerte Eignung haben und das nicht nur in Bezug auf die Windhöffigkeit.

Daher ist es für die neue Landesregierung von ungeheurerer Wichtigkeit, dass die riesigen, bis über 200 Meter hohen Windkraftanlagen, nicht nur in Naturschutzgebieten und in den Wäldern, sondern auch so nah wie möglich an die Wohngebiete der Bevölkerung heran gebaut werden können. Als Vorzeigeobjekt dient dann Ingersheim. Was in Ingersheim geht, so wird dann die offizielle Verlautbarung sein, geht dann auch in Poppenweiler, Oberriexingen und in zahlreichen weiteren Gemeinden, nicht nur im Landkreis Ludwigsburg. Beschwerden bezgl. Schattenschlag und Lärm (vor allen Dingen beim tieffrequenten Lärm) werden als Spinnereien abgetan.

So dürfte auch Landrat Dr. Rainer Haas bald der falschen Aussage überführt sein, der nicht nur mir, am 13. Januar bei einem Treffen mit unserer Bürgerinitiative im Landratsamt erklärte, es werde aus seiner Sicht im Landkreis Ludwigsburg keine weiteren Windkraftanlagen geben.

In der Tat, für die Landesregierung wird es in Sachen Energiewende in Zukunft um die Glaubwürdigkeit gehen, allerdings nicht so wie es sich Her Renkonen vorstellt. Für ihn ist diese Glaubwürdigkeit nur gegeben, wenn alle beantragten Windkraftanlagen ohne Wenn und Aber auch genehmigt werden. Das ist eine ziemlich totalitäre Einstellung und widerspricht dem demokratischen Grundgedanken. 

Der im Anschluß verlinkte Artikel in den Stuttgarter Nachrichten hatte mich letzte Woche veranlaßt die Kommentarfunktion der Onlineausgabe zu nutzen. Leider scheint sich beim Thema Windkraft und Energiewende auch hier vermehrt die Zensur durchzusetzen, der Kommentar wurde nicht eingestellt. Was ich da schon gesagt habe, wiederhole ich jetzt halt nochmal: Halten sie sich aus dieser Sache raus, Herr Renkonen !!

Thomas Schöller, Marbach / N. (Webmaster der Bürgerinitiative)

 

Zum Bericht der Stuttgarter Nachrichten hier klicken:

das paßt auch dazu: die Wähler der Grünen gestern und heute



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Gut gebrüllt Löwe ...


Einige kritische Anmerkungen zum Artikel „Jetzt weht ein anderer Wind“ und zum Kommentar von Andreas Lukesch, erschienen in der Bietigheimer Zeitung (BZ) am 11. Mai 2011

(ts / 13052011) - Was hat sich der Redakteur Andreas Lukesch bei seinem Kommentar zum selbstverfassten Artikel „Jetzt weht ein anderer Wind“, bei dem es um die Genehmigung für ein 180 m hohes Windrad in Ingersheim geht, nur dabei gedacht ?

Er beschwert sich, dass das z. Zt. noch laufende Genehmigungs-  wie auch das Widerspruchsverfahren grotesk sei. Was für eine unverschämte Behauptung, die Art und Weise dieser beiden Verfahren spiele möglichen Verhinderern in die Hände, bis den Investoren und Antragstellern die Luft ausginge.

Die beiden Verfahrensarten sind rechtsstaatlich abgesichert und haben irgendwie wohl  -  soweit ich das verstehe  -  auch etwas mit Demokratie zu tun. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ haben das demokratische Recht, diese Windkraftanlage mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu verhindern, die Betonung liegt auf dem Wort „rechtsstaatlich“ und diese Rechte lassen sie sich auch nicht von einem Vertreter der schreibenden Zunft absprechen… Die Gründe für die Ablehnung finden sich auf unserer Homepage reichlich (siehe „Nachteile in Ingersheim“).

Das Genehmigungsverfahren selbst dauerte sicherlich etwas länger als gewöhnlich.

Die Gründe hierfür liegen jedoch weniger bei der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ als vielmehr beim Landratsamt Ludwigsburg als der zuständigen Genehmigungsbehörde.

Das Landratsamt Ludwigsburg selbst hat dies in der Öffentlichkeit auch mehrfach zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig die Gründe hierfür genannt: Wie allgemein bekannt, betrat hier das Landratsamt auf dem Gebiet der Zulassung einer Windkraftanlage absolutes Neuland, in der Verwaltungsorganisation einer Behörde eingespielte Routineabläufe  -  auf die sich die Verwaltung des LRA LB zeitsparend hätte stützen können  -  lagen hier nicht vor.

Jetzt sind ja Windkraftanlagen in einem Wind-Vorranggebiet wie in Ingersheim eh schon privilegiert, da müssen nicht auch noch die Genehmigungs- und Widerspruchsverfahren noch weiter aufgeweicht werden. Durch den Regierungswechsel in Baden-Württemberg droht allerdings jetzt genau diese Gefahr.

Was wollte man dann als nächstes Projekt im Hauruckverfahren durchsetzen ? Vielleicht die auch bei Fachleuten höchst umstrittene und auch aus meiner Sicht gefährliche CCS-Speicherung (CO2) in unterirdischen Lagerstätten ? Nach Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) hat Greenpeace, sonst bei der Windkraft auch gerne mit dabei,  die Landesregierungen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein dazu aufgefordert, diesem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen. Darf sich jetzt Greenpeace auch bei den Verhinderern einreihen ?

Nein, die Möglichkeiten, die uns die Gesetzgebung bietet, gehen schon in Ordnung, jeder Versuch, diese Möglichkeiten abzuschaffen oder auszuhöhlen, nur weil es dem einem oder anderen gerade nicht in den Kram passt, drängt die Demokratie ein Stück zurück.

Diesbezüglich wird nun sogar schon in den Medien darüber spekuliert. Zuletzt habe ich das bei einer  n-tv Sendung mit Heiner Bremer selbst erlebt, ob unser Land bei dieser überstürzten Energiewende nicht so langsam in eine Öko-Diktatur abgleitet. Auch in anderen Medien wie z.B. im Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft wird darüber geschrieben (1).

Wer hier also wen oder was abschafft, wird sich noch zeigen. Nur mal so als kleines Beispiel, weil in der Presse vor Ort gerade aktuell darüber berichtet wird: In Duisburg-Asterlagen soll ein Biotop-Verbund abgeschafft werden, die Bewohner müssen dieses Biotop gegen grüne Politiker verteidigen (2).

Selbst dann, wenn die Initiatoren der geplanten Ingersheimer Windkraftanlage die Stimmungslage der Bevölkerung zu kennen glauben, ändert das eben auch nichts daran, dass Genehmigungen grundsätzlich nicht nach der Stimmungslage erteilt werden, vor allem dann nicht, wenn es sich um derart schwerwiegende und dauerhafte Eingriffe in Landschaftsbild, Natur und Umwelt sowie in die Eigentums- und Vermögenssphäre der Bürger  -  insbesondere wenn Grundbesitz im Umkreis der Anlage vorliegt, der im Falle des Baus nach den bisher an anderen Windkraft-Orten gemachten Erfahrungen mit mehr oder weniger großen Wertminderungen konfrontiert wäre  -  handelt.

Deswegen ist im o.g.  Artikel nachzulesen, dass die Prüfer beim Regierungspräsidium von emotionalen Bewegründen nichts wissen wollen und das ist die richtige Einstellung.

Abgesehen davon, glauben auch die Gegner der geplanten Ingersheimer Windindustrieanlage die Stimmung in der Ingersheimer Bürgerschaft und in den umliegenden Orten genau zu kennen…

Erneut wird im BZ-Artikel von Seiten der Initiatoren die „Wirtschaftlichkeit“ angesprochen. Im zuletzt durch die Initiatoren beim Tüv-Süd eingeholten „Windgutachten“ steht nun wohl drin, dass auf den Ingersheimer Feldern steife Brisen mit  Windgeschwindigkeiten von 5 Metern pro Sekunde keine Seltenheit wären. Fürwahr eine erstaunlich präzise Angabe. Das Windgutachten sollte man nun  -  der guten Ordnung halber  -  dahingehend ergänzen, dass die windstillen Tage um den fraglichen Standort herum auch keine Seltenheit sind, denn:

Im Jahr 2010 herrschte nach Angaben der Wetterstation der pädagogischen Hochschule Ludwigsburg  immerhin an 33,9 Prozent der Tage Windstille, im Jahr 2009 waren es 38,9 Prozent. Bezogen auf die Nabenhöhe der geplanten Windkraftanlage von rund 139 m sind Windgeschwindigkeiten von mehr als 5 Metern die Sekunde in den Tabellen der PH LB und im Umkreis davon eher selten anzutreffen und stellen eher die absolute Ausnahme dar: Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb einer 180 m hohen Windkraftanlage…

Alles in allem decken sich die für Windkraft-Standorte relativ schlechten Mess-Ergebnisse der PH LB in etwa mit den repräsentativ und über einen längeren Zeitraum erhobenen Ergebnissen des Deutschen Wetterdienstes für diese Region und deshalb sind diese „amtlichen“, neutral, nicht über einen „Auftrag“ und ohne eindeutige Absichten festgestellten Ergebnisse für mich auch realistischer im Gegensatz zu den nicht durch Ist-Messung ermittelten, sondern lediglich „hochgerechneten“ Daten, die in einem nachträglich noch schnell eingeholten Gutachten enthalten sind, das über eine mit eindeutiger Absicht erfolgten Auftragsvergabe relativ kurzfristig und „mit heißer Nadel“ erstellt wurde…   

Die Meßstation der PH LB liegt übrigens fast genau auf gleicher Meereshöhe wie der geplante Standort beim Husarenhof (298 m) und bietet somit auch aus diesem Grund eine gute Vergleichsmöglichkeit. Somit ist aus meiner Sicht die Wahrscheinlichkeit, dass die im Falle des Windrad-Baus eingezahlten Gelder „vom Winde verweht“ werden weiterhin sehr hoch; soviel an dieser Stelle zum Kriterium „Wirtschaftlichkeit“… (Näheres: Rubrik „Wirtschaftlichkeit“).


Thomas Schöller, Marbach / N. (Webmaster der Bürgerinitiative)


(1) http://tinyurl.com/3o9u4r9

(2) http://tinyurl.com/6zua5r6


www.gegenwind-husarenhof.de


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Von den Gebrüdern  Münchhausen aus Johanneck


... und anderen Lichtgestalten


(ts  / 250311) – Der am Ende dieses Artikels verlinkte Beitrag vom 18. März im Donaukurier, hat mich einmal mehr an die Vorgeschichte und an die Vorgänge um die unnötige Windkraftanlage zwischen Ingersheim und dem Husarenhof erinnert.

Wie in Ingersheim, lösen auch in Paunzhausen die Windkraftpläne privater Investoren, dort in Form eines kleinen Familienclans, erheblichen Widerstand gegen diesen Bau aus. So wurden auch dort die Bürger von den Plänen und der Dimension der Anlage erst sehr spät informiert. Die Windkraftgegner werden als Fanatiker hingestellt. Na ja, den Mitgliedern unserer Bürgerinitiative wurden auch kriminelle Handlungen unterstellt. Die Initiatoren um Hanne Hallmann haben sich auch nicht gescheut, das durch die Blume in der lokalen Presse zu verbreiten. Die Methode der Kriminalisierung wird anscheinend in diesen Kreisen öfters angewendet und weil es gerade passt, sei nochmals an die Besigheimer Gemeinderatssitzung vom Juli vergangenen Jahres erinnert und an den nicht nur für mich unsäglichen Auftritt des Besigheimer Stadtrats Helmut Fischer (BMU).

Welche negativen Gemeinsamkeiten haben die beiden Standorte noch?  Bemängelt wird der zu geringe Abstand von ca. 750 m zum Ortsrand. Also eine ähnliche Entfernung wie wir sie beim Husarenhof vorfinden. Nebenbei bemerkt, die Entfernungsangabe der Antragsteller und des Landratsamts Ludwigsburg als Genehmigungsbehörde bezgl. des Husarenhofs muß jedoch angezweifelt werden, wenn man die Entfernungsfunktion des neuen Windatlas von Baden-Württemberg heranzieht. Dort sind es nämlich nur ca. 600 m bis zum Ortsrand.

Was natürlich auch nicht fehlen darf, sind falsche oder zumindest fragwürdige Informationen und Behauptungen seitens der Initiatoren. Die Gebrüder Gasteiger im Fall Paunzhausen behaupteten jedenfalls, dass bei einem Stromausfall die Gemeinde nicht davon betroffen wäre, da diese ja dann das Windrad auf Ihrer Gemarkung habe und sich somit selbst versorgen könnte. Wahnsinn, diese Aussage hätte auch von … - na ich sag`s lieber nicht. Aus meiner Sicht untaugliche Aussagen sind aber auch aus dem Landkreis Ludwigsburg zu vernehmen. So vom Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel, der im Forum der Agenda 21 Besigheim anmerkte , dass das Windrad nach vorliegenden Daten rechnerisch (aber in der Praxis?) in der Lage sei, Strom für gut die Hälfte der Gemeinde zu generieren (wirklich?).

Oder nehmen wir die Aussage von Dr. Hartmut Brösamle, Vorstand bei der WPD AG aus Bissingen. In einem in der Bietigheimer Zeitung am 12. März 2011 erschienen Artikel merkte er zu Recht an, dass seine Firma um den Landkreis Ludwigsburg einen Bogen macht. Als Hauptgrund nannte er die im Landkreis nur mäßigen Windverhältnisse und dass sich deshalb Windkraftprojekte unter professionellen Bedingungen nicht wirtschaftlich betreiben lassen. Jetzt sieht es die Windkraftbranche nicht gerne, dass sich ein Windkraftprojektierer, wenn auch nur für eine bestimmte Region und zu einem bestimmten Windkraftprojekt, negativ äußert. War es deshalb notwendig am Schluss des Artikels noch auf angeblich subversive Argumente der Windkraftgegner hinzuweisen. Im Duden wird subversiv wie als umstürzlerisch und zerstörend deklariert.

Sind Windkraftgegner also quasi Staatsfeinde? Sollen Aktivitäten die sich gegen bestimmte Windkraftprojekte richten unter Strafe gestellt werden? Gefährden Windkraftgegner etwa eine verlässliche und immer verfügbare  Stromversorgung durch die Verhinderung einer Windkraftanlage an ungünstiger Stelle? Wer eine verlässliche und immer verfügbare Stromversorgung tatsächlich gefährdet, wird sich in den nächsten Jahren noch herausstellen.

Als letzten Vertreter von fragwürdigen Aussagen fällt mir noch Thorsten Majer (SPD), Gemeinderat in Ingersheim ein. Er lässt anscheinend auch keine Möglichkeit aus über seine politischen Gegner herzufallen. Damit es wohl nicht zu sehr auffällt, greift er in seinem Leserbrief vom 19.3.2011, veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung, außer den Grünen gleich alle anderen großen Parteien an. Aus meiner Sicht geht es ihm wohl aber in der Hauptsache eher darum, über die Landtagsabgeordnete Monika Chef von der FDP herzuziehen. Ich denke Thorsten Majer ist nur neidisch, weil Frau Chef im Gegensatz zu anderen Politikern, vornehmlich aus dem rot-grünen Lager, die besseren Argumente hat die gegen den Bau der fraglichen Windkraftanlage sprechen. Sie glauben jetzt vielleicht, ich wäre Mitglied bei der FDP? Da muß ich sie enttäuschen, ich gehöre keiner Partei an.

Es ist nur so, Frau Chef hat eine ehrliche Meinung zum Projekt Ingersheim und hat den Mut, diese Meinung bis zum heutigen Tag in der Öffentlichkeit zu äußern, trotz aller heftigen Anfeindungen der politischen Gegner, der lokalen Presse, aus den Kreisen der Energiegenossenschaft Ingersheim, und trotz der bevorstehenden Landtagswahl. George Orwell soll einmal gesagt haben:„in Zeiten universalen Betruges ein revolutionärer Akt, die Wahrheit zu sagen“.

Dann weiter im Text. Wem ist hier nicht zu trauen? Diese Frage stellt Thorsten Majer am Schluss seines Leserbriefs in den Raum. Diese Frage ist für mich persönlich schon beantwortet. Wer hat in einem Leserbrief, veröffentlicht am 28.01.2011 in der gleichen Zeitung, mir einen Exkurs an Netiquette erteilen wollen und wer hat behauptet, dass die Windräder im Vinschgau weder Anwohner noch Touristen stören? Richtig, es war Thorsten Majer. Seine Ausführungen wurden von mir in beiden Fällen widerlegt.

Mein Fazit: die von der EE-Branche behauptete große Akzeptanz für Windkraftanlagen schwindet zusehends. In praktisch allen Gemeinden, bei denen Windkraftanlagen geplant sind, gibt es erhebliche Widerstände. Die Stimmung ist in vielen Gemeinden vergiftet, es geht ein Riss durch die Gemeinden, sobald das Thema Windkraft auf die Tagesordnung kommt. Die Bürger werden nicht immer von Anfang an in die Planungen mit einbezogen und zum überwiegenden Teil auch wider besseren Wissens schlecht oder gar falsch informiert.

Eine Besserung dieser zurzeit vorherrschenden Situation ist nicht in Sicht. Gegen die Macht des Geldes gepaart mit einem krankhaften Ökologismus ist anscheindend kein Kraut gewachsen.

Thomas Schöller

Marbach


Berichterstattung über die geplanten Windräder bei Paunzhausen




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Verlustbringer Windkraft verkauft  -  Conergy konzentriert sich Beginn der Konsolidierung im Markt Solarbranche im Jahr 2011 am Scheideweg Zunehmende Hiobsbotschaften für Unternehmen der Windkraft- und Solarbranche


(wm / 090111) - Einem Bericht („Solarbranche im kommenden Jahr am Scheideweg“) der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 22.12.2010, S. 29 zufolge könnte im Jahr 2011 der Zusammenbruch der deutschen Solarindustrie drohen, weil die asiatische Konkurrenz immer stärker  und ihre Produktions- und Absatzzahlen deutlich hochfahren werde, was zu erneuten Preiseinbrüchen auf dem deutschen Markt führe. Aufgrund der deutlichen Preisrückgänge werde es vermutlich zu einer weiteren Senkung der Solar-Förderung durch die Bundesregierung kommen.

Daher würden die aus Kundensicht zunächst positiven Preissenkungen kompensiert durch die wahrscheinliche Senkung der Einspeisevergütung, was sich vermutlich absatzdämpfend auswirke. Deshalb könnte es die Branche in 2011 wieder kräftig durchschütteln, so die Experten.

Weiter heißt es in der LKZ: „Der Druck der asiatischen Hersteller auf ihre deutschen Konkurrenten wird immer größer. Schon in diesem Jahr kamen rd. 80 % der in Deutschland errichteten Anlagen aus dem Ausland. Nun droht ein neuerlicher Preisverfall. Mancher befürchtet inzwischen den Kollaps der mit Milliardensummen gepäppelten Industrie.

„Eine Marktbereinigung ist notwendig“, sagen nicht wenige Experten. Auch Politiker sollten es nicht als Katastrophe ansehen, wenn das eine oder andere Unternehmen übernommen wird oder verschwindet.

Zum Jahreswechsel sinkt die Einspeisevergütung für Solarstrom aus kleinen Dachanlagen um weitere 13 %. Damit könnte die Nachfrage zunächst gebremst werden. Da parallel die asiatischen Hersteller ihre Produktion hochfahren, dürfte das einen neuen Preisverfall auslösen, so die Experten.

Parallel zu diesen negativen Einschätzungen der Solarbranche durch Experten wurde bekannt, daß mit Conergy einer der bisher führenden Erneuerbare-Energien-Konzerne den „Verlustbringer Windkraft verkauft“ und sich auf die Solarbranche konzentriert. Laut Angaben des Wirtschaftssenders n-tv hatten die aufgegebenen Windkraft-Geschäftsbereiche das Unternehmensergebnis in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2010 mit rd. 5,8 Mio € an Verlusten belastet.

Wie n-tv weiter meldet, wird Conergy vermutlich von Hedge-Fonds übernommen, die an einer Zerschlagung des Erneuerbare-Energien-Konzerns interessiert seien, um Einzelteile des überschuldeten Unternehmens an die Börse bringen zu können.

Weitere Berichte zu Jahres-Prognosen von Windkraft-Konzernen weisen darauf hin, daß sich viele europäische Windkraft-Konzerne auf ein weiteres hartes Jahr einstellen müssen, weil sie von der deutlich kostengünstiger produzierenden asiatischen Konkurrenz „in die Zange genommen“ werden und daher Marktanteile nicht nur auf dem Weltmarkt, sondern auch auf ihren europäischen Heimatmärkten verlieren würden. Wegen in der Vergangenheit erfolgter Über-Förderung und einer explosionsartigen Steigerung der von allen privaten Stromkunden zu bezahlenden Einspeisevergütung  -  die zu einem starken Anstieg des deutschen Strompreises geführt hat, der europaweit ohnehin am höchsten ist  -  werde zudem eine weitere Absenkung dieser Subventionen befürchtet.

Fazit:   Einmal mehr zeigt sich die ganze Absurdität staatlicher Subventionen auf dem Energiemarkt.

Einerseits sorgt die viel zu hohe und schon seit längerem völlig „aus dem Ruder gelaufene“ Einspeisevergütung dafür, daß privaten Stromverbrauchern durch die Zwangs-Umlage dieser Einspeisevergütung auf  ihre Stromrechnung völlig überteuerte Strompreise zahlen müssen, die insoweit konsumhemmend, dadurch arbeitsplatzgefährdend und daher schädlich für das weitere Wirtschaftswachstum am Wirtschaftsstandort Deutschland sind.

Andererseits unterstützt der Staat mit dieser völlig überhöhten Subvention auch den Absatz der ohnehin gegenüber deutschen Herstellern kostengünstigeren ausländischen, vor allem asiatischen Solarmodul- und Windradhersteller. Was zunächst als 3 - 5 Jahre dauernde Anschub-Finanzierung für eine in Deutschland neu entstehende Technologie-Branche geplant war, entpuppt sich mit weiter andauernder Subvention als das genaue Gegenteil: Da durch die Subvention sich vor allem die Produktions- und Absatzzahlen der jetzt schon deutlich kostengünstigeren asiatischen Hersteller noch einmal erhöhen, ergeben sich hieraus weitere Kostenvorteile gegenüber den deutschen Herstellern.

Unschwer zu prognostizieren ist, daß damit das ohnehin schon seit geraumer Zeit läutende „Totenglöcklein“ der deutschen Solarmodul- und Windkraftindustrie noch stärker läutet: Es läutet den bevorstehenden Untergang einer einst hoffnungsvoll und mit vielen Vorschuß-Lorbeeren gestarteten neuen Hoch-Technologie am Wirtschafts-Standort Deutschland ein; ein Untergang, der durch Unzulänglichkeiten vor allem der Öko-Branche  -  die sich viel zu lange in durch überhöhte Subventionen abgeschirmten Schutzzonen aufgehalten hat und daher bis heute nicht wettbewerbsfähig wurde  -  aber auch durch Unzulänglichkeiten des Staates bei der Förderung durch Subventionen verursacht wurde, weil diese viel zu lange und mit zu hohen Fördersätzen aufrecht erhalten wurde. Damit ist der Anpassungsdruck unterblieben, der notwendig gewesen wäre, um den Unternehmen möglichst frühzeitig wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zu verpassen, die zum Bestehen auf den Weltmärkten notwendig gewesen wären.

Zu hoffen bleibt, daß die anhaltend gute Konjunktur auch weiterhin anhält, damit die durch die Konsolidierung in der Solarmodul- und Windkraftbranche freiwerdenden Arbeitsplätze möglichst umgehend in die traditionellen Branchen verlagert werden können…

 

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




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Trübe Aussichten  -  Die steigende und „aus dem Ruder laufende“ EEG-Umlage beschert der Solarbranche eine unangenehme Kostendebatte  -  Forderungen nach Stopp und Deckelung der viel zu hohen und von der Allgemeinheit zu bezahlenden Subventionierung regenerativer Stromerzeugung werden lauter  - 


Wer hält Grüne / Bündnis 90, SPD und Linke vom weiteren, von der Allgemeinheit zu finanzierenden Ausbau der milliardenschweren EEG-Subventionen ab   ?


I           Vorbemerkungen

(wm / 271210) - Wie in der Photon-Ausgabe 11 / 2010 („Das Solarstrom-Magazin“) und in vielen anderen Fachzeitschriften sowie in der Tagespresse mehrfach hingewiesen, löste „die Mitte Oktober 2010 präsentierte Rechnung für die EEG-Umlage 2011 eine heftige Diskussion um die Kosten der erneuerbaren Energien aus. Und weil die Photovoltaik hier eine unrühmliche Spitzen- position hält, steht sie auch im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit.“ Neben dem Ruf nach einem Stopp der Solarstromförderung wird zumindest eine Deckelung der immer stärker aus dem Ruder laufenden EEG-Subvention gefordert, die vom privaten Stromverbraucher über seine Stromrechnung zu bezahlen ist.

Lt. Fachmagazin Photon-Ausgabe 11/2010, S. 24 ff.  ist die Branche in schwere Argumentationsnot gekommen.

 II         Das von den Einspeisern zu Lasten der Allgemeinheit ausgenutzte System (EEG-Umlagen-Subventionierung)

Photon 11/2010, S. 24: „Was die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, EnBW und Tennet am Stichtag präsentierten, ist ein reichlich kompliziertes Zahlenwerk. Die Grundlagen sind allerdings einfach. Die EEG-Umlage berechnet sich aus der Differenz zwischen den beim Vertrieb des EEG-Stroms im jeweils folgenden Kalenderjahr zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben. Außerdem wird ein Überschuß oder, wie es aktuell der Fall ist, ein Fehlbetrag aus dem zum 30. September abgerechneten Vorjahr ausgeglichen.

Einnahmen sind dabei insbesondere die Erlöse des Verkaufs von EEG-Strom an der Börse, Ausgaben sind die an die Anlagenbetreiber zu zahlenden Vergütungen, daneben gibt es noch weitere Variable in der Rechnung. Das Gros der Rechnung ist aber durch die schlichte Tatsache definiert, daß die EEG-Vergütung immer mehr oder weniger deutlich über dem an der Strombörse erzielbaren Preis liegt.

Für 2011 ist mit Vergütungszahlungen von 16,72 Milliarden € zu rechnen, der Verkauf des Stroms an der Leipziger Strombörse EEX wird indes mit 4,69 Milliarden € veranschlagt.“

 

Die negative Differenz (= Subvention) aus

                                                                                                                Mrd. €

jährlichen Einnahmen (aus Stromverkauf an der Börse)                                4,69

abzüglich

jährlichen Ausgaben (für Subventionszahlungen an die

Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms)                                             - 16,72

= Überschuß der Ausgaben (negatives Ergebnis)                         =        - 12,03


ist jedes Jahr vom privaten Strom-Endverbraucher über seine Stromrechnung zu entrichten, die er an die Energieversorger = Rechnungssteller zu bezahlen ist.  Diese leiten dann die den privaten Stromkunden in der Stromrechnung belasteten EEG-Umlagen (Subventionen=) an die Subventionsempfänger (= Einspeiser des regenerativ erzeugten Stroms) weiter.

Der ganze Irrwitz des Systems ergibt sich aus obiger Darstellung: Durch die über 20 Jahre lang in stabiler Höhe als Subvention garantierten Einspeisevergütungen werden falsche Anreize gesetzt, denn: Dadurch werden immer mehr Investoren (Photovoltaik, Windkraft, Biomasse u.a.)  = Subventionsempfänger angelockt, die ebenfalls etwas vom milliardenschweren EEG-Subventionskuchen abbekommen wollen. Andererseits wird der so völlig am Bedarf vorbei   -  zusätzlich regenerativ  -  erzeugte Strom auf dem freien Strommarkt  -  an der Leipziger Strombörse  -  angeboten. Dies vergrößert weiter das Stromangebot auf dem freien Strommarkt und führt zu einem Überangebot an regenerativ erzeugtem  -  zurzeit nicht speicherfähigem  -  Strom vor allem an den Tagen / Wochen, wo der Wind weht und die Sonne scheint…

In Zeiten, bei denen ein starkes Überangebot regenerativen Stroms (wegen Windstärke, Sonnenstrahlung u.a.) auf eine schwache Stromnachfrage (z.B. an Wochenenden, Feiertagen, Betriebsruhe u.a.) stößt, wird das vorhandene Überangebot regenerativ erzeugten Stroms mangels Speicherfähigkeit des Stroms entweder verschenkt oder sogar noch unter Gewährung zusätzlicher Subventionen (negative Strompreise) an Stromabnehmer  -  teilweise im Ausland  -  verschleudert.

Wenn das auf diese Art durch volkswirtschaftlich falsche Anreize weiter ausgeweitete Stromangebot auf

eine zurückgehende

oder konstante

 oder im Vergleich zum steigenden Stromangebot nur unterproportional zunehmende  Stromnachfrage

trifft, kommt es zum weiteren Preisverfall für den an der Strombörse angebotenen Strom: Es herrscht ein Überangebot an Strom, das sich auf einem nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage ausgerichteten freien Strommarkt in niedrigeren Strompreisen niederschlägt.

Genau dies vergrößert jedoch die ohnehin schon negative Differenz (= Subvention) zwischen der staatlich den Einspeisern regenerativen Stroms garantierten Subventionen und den an der Strombörse durch den Verkauf von Strom erzielten Erlösen, die wegen des Stromüberangebots geringer werden.

Da die Einspeiser regenerativen Stroms wegen der 20 Jahre lang staatlich garantierten Einspeisevergütung nicht negativ vom Strompreisverfall betroffen sind, sondern im Gegenteil über dann höhere Subventionen sogar noch profitieren, werden durch diesen Subventions-Unfug noch weitere potentielle Einspeiser (die trotz zurückgehendem Strombedarfs weitere Photovoltaik- oder Windkraftanlagen  -  am Bedarf vorbei  -  installieren) angelockt, die ebenfalls ein Stück vom staatlich 20 Jahre garantierten, aber von allen privaten Stromkunden über ihre Stromrechnung zu finanzierenden Subventionskuchen abbekommen wollen.

Auf diese Art und Weise werden auch im Jahr 2011 rd. 12 Mrd € (EEG-Umlage = Subvention; vgl. oben) den privaten Stromkunden belastet, die den Erzeugern regenerativen Stroms als staatlich garantierte Einspeisevergütung gutgeschrieben werden, Tendenz steigend.

Die EEG-Umlage wird den Einspeisern regenerativ gewonnenen Stroms  -  bisher noch  -  20 Jahre lang garantiert.

Damit entpuppt sich die jährlich den Einspeisern regenerativ erzeugten Stroms zufließende EEG-Umlage als milliardenschwere Umverteilungsmaschinerie, wobei man dieses EEG-Gesetz getrost als legale staatliche Lizenz zum nahezu unbegrenzten Gelddrucken zu Gunsten der Einspeiser bezeichnen kann, wobei im Vergleich hierzu die finanziellen Auswüchse der ebenfalls durch Erzeugung falscher Anreize gekennzeichneten Leasing-Finanzierungen von Flugzeugen oder Schiffen bzw. die durch steuerliche Sonderabschreibungen seinerzeit verursachte Überproduktion von Wohnungen (Bauherrenmodelle; Grenzland-Sonderabschreibungen) als „reine Waisenknaben“ anzusehen sind.

 III      Die Auswüchse der Umverteilung: Immer stärker steigende Belastung aller privaten Stromkunden  -  Immer größer werdende Entlastung = Subventionierung der Einspeiser regenerativen Stroms

Die Differenz zwischen (den geringeren) Einnahmen (aus dem Verkauf des regenerativ
erzeugten Stroms an der Leipziger Strombörse) und (den höheren) Ausgaben (für die den Einspeisern garantierten EEG-Umlagen) ist bei Photovoltaik wegen der Höhe des garantierten Vergütungssatzes besonders groß.

In Kombination mit dem gigantischen Zubau der vergangenen Jahre ergibt sich eine Situation, in der es sich für die Solarbranche nur äußerst schwer argumentieren läßt.

Die wichtigsten Zahlen (vgl. Photon 11 / 2010, S. 24 ff):

  • Die für 2011 prognostizierte Gesamtmenge an EEG-Strom beträgt 97 995 Gigawattstunden.
  • Den größten Anteil hieran hat mit 51 951 Gigawattstunden die Windkraft, gefolgt von der Biomasse mit 24 315 Gigawattstunden, Photovoltaik folgt mit 19 399 Gigawattstunden auf Platz 3.
  • Bei den Auszahlungen an die Anlagenbetreiber hat Solarstrom hingegen mitweitem Abstand den ersten Platz: Hier werden 8,02 Milliarden € veranschlagt, bei der Windkraft 4,67 Milliarden und bei der Biomasse 4,25 Milliarden €.

Deutschlands Solarstromanlagen produzieren gemäß dieser Prognose im Jahr 2011 also knapp 20 % des EEG-Stroms, erhalten dafür jedoch gut 47 % der ausgezahlten EEG-Vergütung.

Die von allen privaten Stromverbrauchern zu entrichtende EEG-Umlage für Photovoltaik-Anlagen trägt damit deutlich überproportional zur Steigerung der EEG-Umlage bei: Derzeit zahlen Endverbraucher hier 2,047 Cent für jede in Deutschland gelieferte Kilowattstunde Strom. 2011 werden es hingegen schon 3,53 Cent sein  -  eine Steigerung um satte 72 % !

Würden sich die von interessierten Kreisen propagierten Zuwächse auch bei der Windkraft tatsächlich wie gefordert entstellen, wäre mit ähnlichen Zuwächsen bei der EEG-Subventionierung für Windkraftenergie zu rechnen, die ebenfalls vom privaten Stromkunden über höhere Stromrechnungen zu finanzieren wäre. Eine weitere, nochmals deutlich spürbare Steigerung der Stromkosten zu Lasten des privaten Stromkunden wäre die Folge.

Allein schon deshalb muß jede neu geplante Windkraft-Investition  -  erst recht auch am geplanten windarmen Standort in Ingersheim  -  zur Vermeidung des regenerativ erzeugten Strom-Überangebots und zur Beschneidung des alle privaten Stromkunden belastenden Subventions-Unfugs kritisch auf den Prüfstand:

Allein aus Gründen der Symbolik geplante Prestigeobjekte, die den Nachweis eines Betriebs auf Basis einer betriebswirtschaftlich gebotenen Rentabilität  -  z. B. wegen relativer Windarmut an völlig ungeeigneten Binnenland-Standorten  -  schuldig bleiben, müssen gestoppt werden, damit die von einer Handvoll ideologisch verblendeter Windkraft-Apostel durch einen Windrad-Bau zu Lasten der Allgemeinheit verursachten Nachteile nicht eintreten:

  • Verminderung der Lebensqualität der in Sichtweite bzw. innerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises der Windkraftanlage lebenden Bevölkerung (Wer möchte schon in Sichtweite eines Windrads bzw. in Nachbarschaft eines Windvorrang-Gebiets seine Freizeit bzw. seinen Ruhestand verbringen ?)
  • Vermeidung drohender, durch Immissionen (Lärm, Infraschall) ausgelöster Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung), die sich mit großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die im Wirkungskreis von ca. 5 Km ab geplantem Standort lebende Bevölkerung auswirken; da die Hauptwindrichtung am geplanten Standort West-Ost ist, lägen vor allem Kleiningersheim und Teile Großingersheims im Einflußbereich der schädlichen Immissionen
  • Verlust wertvollen Ackerlands
  • Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort Ingersheim ausgewiesenen Natur- und Landschaftsschutzgebieten (Bietigheimer Forst, Besigheimer Neckarhäldenwald, Pleidelsheimer Wiesental; Besigheimer Enzaue;) mit der Folge, daß die ohnehin weiter dezimierten Rückzugsgebiete für die Tierwelt, insbesondere Vogelwelt noch weiter beschnitten werden
  • Beim Bau der Anlage drohende Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden, die im Umfeld des geplanten Windrads bzw. in Nachbarschaft zum Windvorrang-Gebiet liegen; hiervon wären vor allem Grundstückseigentümer in Groß- und Kleiningersheim betroffen
  • Vermeidung einer dauerhaft irreparablen Landschaftsverschandelung (den Landschafts-Horizont hat man nur einmal…)
  • drohender Verlust bäuerlicher Existenzen wegen möglicherweise nach Inbetriebnahme des Windrads entstehenden Immissionen (Lärm, Infraschall, Schattenschlag), die ein wirtschaftliches Fortbestehen des Betriebs fraglich erscheinen lassen
  • Beschneidung der weiteren Zukunftsfähigkeit Ingersheims

Wie wir alle wissen, sind die Stromkosten pro verbrauchter Kilowattstunde Strom in Deutschland europaweit am höchsten und dies, obwohl der Ausbau der von den Protagonisten ursprünglich als „kostenlos“ gepriesenen regenerativen Energie (Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie)  in Deutschland mit weitem Abstand am stärksten erfolgte.

Entgegen den ursprünglichen Versprechungen der Regenerative-Energie-Protagonisten ist der Strom für den privaten Stromkunden und für die Wirtschaft insgesamt jedoch nicht billiger, sondern  -  im wesentlichen wegen der Finanzierung der EEG-Umlage (rd. 12 Mrd. € pro Jahr, Tendenz steigend) über den Strompreis  -  europaweit am teuersten geworden.

Der so durch die Subventionierung regenerativer Energie verteuerte Strom entpuppt sich im Vergleich zu den übrigen EU-Ländern in Deutschland als Wachstumshemmnis und ist wettbewerbsverzerrend, mit der Gefahr, daß der Verlust von Arbeitsplätzen und deren Verlagerung ins energiekostengünstigere Ausland erfolgt, falls diese Tendenz hin zur überproportionalen Verteuerung der Energie in Deutschland im Vergleich zu den übrigen EU-Ländern weiter anhält:

Der für den deutschen Industriestandort nachteilige Trend hin zu weiter verteuerten Energiekosten hält weiter an, da der Ausbau der kostenintensiven, stark subventionierten regenerativen Energie in Deutschland unvermindert anhält, während gleichzeitig immer mehr EU-Länder (z.B. Spanien, Frankreich, Tschechien u.a.) die Förderung regenerativer Energien zu Gunsten niedrigerer Strompreise reduzieren, mit der Folge, daß sich in diesen Ländern zusätzliche Standortvorteile für Arbeitsplätze schaffende Investitionen ergeben…

 

 IV       Forderung nach einer Begrenzung der von den Endverbrauchern nicht mehr finanzierbaren Auswüchse bei den EEG-Umlagen

Nachdem die Auswüchse einer schon längst aus dem Ruder gelaufenen, überflüssigen Subventionierung regenerativ erzeugten Stroms immer stärker bekannt werden, bleibt zu hoffen, daß sich die schon länger bestehende Forderung nach einer noch im Jahr 2011 umzusetzenden Reduzierung der EEG-Förderung durchsetzt, sei es, durch ein spürbare Verminderung der Fördersätze je regenerativ erzeugter Stromeinheit oder durch eine steuerliche Belastung der Einspeiser bzw. über eine Kombination beider Alternativen.

Eine Reform der EEG-Subventionierung ist aufgrund der beschriebenen Fehlallokation volkswirtschaftlicher Ressourcen längst überfällig.

Problematisch ist jedoch, daß der Anstoß zur Reform vermutlich weniger vom Staat ausgehen wird, denn die milliardenschwere Finanzierung der EEG-Umlage vollzieht sich ausschließlich über eine Umverteilung im privaten Sektor, d.h. von Bürger zu Bürger, da die den Einspeisern regenerativer Energie gutgeschriebenen Milliarden zuvor den privaten Endkunden über höhere Stromrechnungen abgenommen wurden.

Die EEG-Subventionen stammen nicht aus öffentlichen Haushalten. Da der Staat außerdem an der milliardenschweren Umverteilung durch zusätzliche Mehrwertsteuer-Einnahmen profitiert, besteht aus Sicht der öffentlichen Hand kaum Interesse an einer grundlegenden Reform dieses EEG-Subventions-Unfugs.

Eine Reform muß daher vor allem aus der Richtung des Verbraucherschutzes bzw. von den benachteiligten Bürgern selbst angestoßen werden.

Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




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Noch herrscht Windstille


(wm / 051210) - Mit dieser Schlagzeile umschreibt der Ludwigsburger Stadtanzeiger in seiner aktuellen Ausgabe die Situation in den letzten Tagen vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung des Landratsamts Ludwigsburg, der zuständigen Genehmigungsbehörde. Die Spannung steigt, je näher der Tag der Entscheidung rückt. In seinem Jahrespressegespräch kündigt Landrat Dr. Haas an, daß die Entscheidung noch in diesem Jahr verkündet werde.

In einem kurzen Abriß gewährt er einen Einblick in die Entscheidungsfelder, deren Beurteilung durch Fachabteilungen des Landratsamts Grundlage seiner Entscheidung sein wird.

Hinsichtlich seiner Einschätzung, er sei felsenfest davon überzeugt, daß „ein genehmigtes Windrad kein Türöffner für weitere im Kreis wäre“, sind leise Zweifel angebracht, denn: Wie wir alle wissen, treten Grüne / Bündnis 90, die LINKE sowie die SPD  -  ähnlich ideologisch verblendet wie die gegen S 21 agierenden gleichen Gruppen  -  sehr deutlich für den Bau weiterer Windräder an weiteren Standorten im Landkreis Ludwigsburg ein, entsprechende Beschlüsse und Absichtserklärungen dieser Gruppen auf Kreisebene liegen vor. Die SPD hat im Frühjahr dieses Jahres entsprechende Anträge im Landtag von Baden-Württemberg eingebracht. Diese Gruppen warten daher nur darauf, daß mit der ersten Genehmigung „der Damm bricht“ und ein Signal gesetzt wird, damit dem ersten Windrad bald weitere folgen können und key-accounter großer Windrad-Konzerne stehen ebenfalls bereits in den Startlöchern, um auch im windärmeren Binnenland mit der landschaftszerstörerischen Verspargelung ganzer Landstriche fortzufahren.

Auch seine weitere Aussage „Erstens eignet sich unsere Topografie nicht für weitere Anlagen und zweitens hat die Region ja nur diesen einen Standort ausgewiesen“ kann so nicht ganz nachvollzogen werden, denn nach Meinung z.B. des Schwäbischen Heimatbunds, vieler Fachleute, Ortsvereinen des Schwäbischen Albvereins, BUND-Ortsvorsitzenden in der Region und anderer am Erhalt unserer Jahrhunderte alter Kulturlandschaften sowie nicht zuletzt der schweigenden Mehrheit der fest zu ihrer Landschaft und ihrer Heimat stehenden Bürger eignet sich unsere Topografie nicht nur „nicht für weitere Anlagen“, sondern sie eignet sich auch nicht für eine erste Anlage. Der geneigte Betrachter möge sich einmal ein Bild über die ungezügelte Verspargelung ganzer Landstriche, z.B. im Vogelsberg, Hunsrück oder in Niedersachsen und Schleswig-Holstein machen, wo rücksichtslos gegen die Bevölkerung agierende Windrad-Konzerne  -  die jährlich ihren Aktionären 2-stellige Umsatz- und Gewinnzuwächse vorlegen müssen  -  und ihre Helfershelfer ihre Arbeit nahezu „erfolgreich“ abgeschlossen haben. Von diesem Schicksal möge unsere Region verschont bleiben.

Im Übrigen hat der Verband der Region Stuttgart auf Betreiben des Ingersheimer Bürgermeisters  -  leider  -  nicht nur einen Standort für eine einzige Anlage, sondern in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten in Ingersheim ein großflächiges Windvorrang-Gebiet ausgewiesen, das nach öffentlich getätigten Äußerungen der WKA-Initiatoren groß genug wäre und daher ohne weiteres die Möglichkeit böte, ca. 2 - 4 weitere Windkrafträder im Zuge eines dann verkürzten Genehmigungsverfahrens zu errichten, wenn erst einmal die erste Anlage stehe…


Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart Gegenwind Husarenhof

 

Zum Artikel im Ludwigsburger Stadtanzeiger hier klicken



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Pleiten, Pech und Pannen  -  Schicksale von Windrädern und deren Zeichnern, die in der ersten Euphorie allzu leichtgläubig den Renditeversprechen geglaubt haben  -  Folge von Fehlinvestitionen an windarmen Standorten


(wm / 031210)  -  Unter unten gezeigter Fundstelle werden einige Schicksale von Windrädern, Windparks und Anlegern aufgezeigt, die in der ersten Euphorie Anteile an Windrädern gezeichnet haben, bei denen es sich später herausgestellt hat, daß die in „Gefälligkeitsgutachten“ prognostizierte Windstärke bzw. das daraus abgeleitete angeblich nachhaltig erzielbare Stromvolumen und der daraus hochgerechnete Ertrag völlig überhöht war.

Dies hat in vielen Fällen und entgegen von Versprechen der Initiatoren zur völligen Ertragslosigkeit und demzufolge zum vorzeitigen Abbau vieler Windräder geführt. Die davon betroffenen Zeichner waren „gebrannte Kinder“ und haben sich aufgrund ihrer negativen Erfahrungen verständlicher- 
weise kein zweites Mal mit eigenem Kapital in ein undurchsichtiges Windkraft-Investment getraut, nachdem sie beim ersten Mal ihr eingesetztes Kapital verloren hatten.

Hierbei handelt es sich nicht nur um Einzelfälle. Die Vielzahl der Fälle trifft vor allem auf mangels Windstärke völlig ungeeignete Standorte im eher windärmeren Binnenland zu.

Zu vermuten ist, daß sich diese Schicksale von verunglückten Windenergie-Investments vor allem im windärmeren Binnenland häufen, falls der ungezügelte Ausbau von Windrädern an völlig ungeeigneten  -  weil vergleichsweise windarmen Binnenland-Standorten  -  weiter zunähme.

Zu denken gibt in diesem Zusammenhang, daß das Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg nach Prüfung aller in Baden-Württemberg z. Zt. ausgewiesenen Windvorrang-Gebiete zu dem vernichtenden Ergebnis kommt, daß mehr als die Hälfte der jetzt noch als Windvorrang-Gebiet ausgewiesenen Flächen mangels Windstärke als Standort für Windräder völlig ungeeignet ist. Daher wäre ein Windrad-Bau an diesen als ungeeignet eingestuften Standorten von vornherein als Fehlinvestition anzusehen mit den unten beschriebenen wahrscheinlichen Folgen.

Nicht zuletzt dies war der Grund, daß das Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg den TÜV SÜD beauftragt hat, für das Land Baden-Württemberg einen Windatlas zu erstellen, der aufgrund von Wind-Messergebnissen geeignete Standorte für den Bau von Windrädern aufzeigen soll.

Mit der Veröffentlichung dieses Windatlas ist zu Beginn des Jahres 2011 zu rechnen.

Die unter nachfolgender Fundstelle gezeigten Sachverhalte betreffen u.a. folgende Schlagzeilen:

„Wind-Gefälligkeitsgutachten“

„Windräder werden abgebaut“

„Rotoren-Ausverkauf am Ittenschwander-Horn“

„Ergebnisprognosen in Wind-Gutachten und die bittere Realität“

„Vorsicht vor falschen Zahlen“

„Abschied für immer  -  Der Abbau der beiden Windräder steht kurz bevor“

„Vom Winde verweht“

„Rettung des Windparks oder seine Demontage stehen an  -  bisherige Gesellschafter sehen kein Geld mehr“

usw.

Die Lektüre dieser Sachverhalte ist vor allem denjenigen zu empfehlen, die sich die Zeichnung von Anteilen am Ingersheimer Windrad überlegen, nachdem ihnen von den Windkraft-Initiatoren viel zu optimistische Zahlen zur auf dem Papier beschriebenen Nennleistung  -  aber weniger zur am Standort Ingersheim in der Realität tatsächlich erzielbaren Ist-Leistung  -  geschildert wurden.


Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart Gegenwind Husarenhof


Info zum Artikel: Pleiten, Pech und Pannen



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