Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Berichte von überregionalen Zeitungen:


Erneut schwere Schäden bei Windkraftanlagen

Viele Windräder sind mehrtägiger starker Winde offensichtlich nicht mehr gewachsen

(ts / 200112) - Am 14. Januar 2011 berichteten wir über ein vom Orkan „Ulli“ zerfetztes Windrad in Norddeutschland. Nun hat es in den letzten Tagen auch zwei weitere Windräder im Binnenland getroffen. Und zwar im unterfränkischen Landkreis Haßberge und das andere bei Merzenich im Kreis Düren (Rheinland). An beiden Windrädern ist jeweils ein Rotorblatt abgeknickt. Am schlimmsten war es in Ebern (Haßberge), da dort das Rotorblatt zerborsten ist und die einzelnen Teile 200 Meter weit in die Landschaft geflogen sind. Zum Glück wurde niemand verletzt, das dürfte auch daran gelegen haben, dass dieses Windrad einen großen Abstand zu Siedlungen und Verkehrswegen gehabt hat.  

Sollte so ein Vorfall bei der Ingersheimer Anlage auftreten, wäre ein glimpflicher Ausgang durch die Nähe der Birken- und Lerchenhöfe, sowie durch die weit weniger als 200 Meter entfernte und viel befahrene  Kreisstraße nicht unbedingt gegeben. Was war nun die Ursache dieser beiden Unfälle? Der für das Windrad in Ebern verantwortliche Geschäftsführer hatte da eine Idee: Laut des Onlinedienstes Mainnetz, vermutete der Betreiber, dass heftiger Wind den Schaden verursacht haben muss. 

»Möglicherweise hat eine überraschend starke Windböe das Rotorblatt abgeknickt« 

sagte der Geschäftsführer des Unternehmens. Auf die Idee muß man erst mal kommen. Wenn das so weiter geht, sollte die Bundesregierung vielleicht mal einen Stresstest für Windkraftanlagen veranlassen. Wie wir gerade erfahren haben, ist schon Anfang Januar 2012 in Glüsing/Itzehoe ebenfalls ein Windrad zu Schaden gekommen, nachdem ein Feuer den kompletten Kopf der Anlage zerstört hat und da wir gerade dabei sind, wollen wir auch noch den Eisschlag einer Windkraftanlage bei Böttingen auf der Schwäbischen Alb erwähnen.

Dort hatten Mitte November, ausgelöst durch gefrierenden Nebel, mehrere Eisbrocken ein Scheunendach durchschlagen. Die Anlage verfügte offensichtlich über eine technische Vorrichtung, die so einen Fall eigentlich verhindern sollte. Anscheinend hat diese aber versagt, nach Angaben der Betreiberfirma soll ein Sensor ausgefallen sein. Angesichts dieser Vorfälle stellt sich unserer  Bürgerinitiative natürlich die Frage, wie und in welcher Höhe sind die Betreiber für solche Schadensfälle versichert und sind die Betreiber überhaupt zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung verpflichtet? 

Zudem fragen wir das Landratsamt Ludwigsburg als zuständige Genehmigunsgbehörde für das Projekt Ingersheim, welche Maßnahmen sie ergreifen wird um die Bevölkerung auf die Gefahrenzone der Windkraftanlage Ingersheim hinzuweisen und die Auto- und Radfahrer, sowie die gerade an Wochenenden zahlreichen Spaziergänger zu schützen. Sollte es an der Ingersheimer Windkraftanlage zu ähnlichen Schäden kommen, dann sollte jedem klar sein, dass es angesichts der riesigen Dimension von 180 Metern Höhe nicht bei einem Radius von 200 Metern bleiben wird, sollten sich Teile oder gar ein ganzer Flügel von der Anlage lösen.

Links zum Artikel:



SPIEGEL ONLINE: „Deutschland macht Wind“
Online-Ausgabe des Spiegel erwähnt Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“

(wm / 130411) - Die online-Ausgabe des Spiegel vom 12.4.2011 berichtet über einen sich in Deutschland anbahnenden gesellschaftspolitischen Groß-Konflikt, der sich als Konsequenz aus dem angekündigten Atomausstieg und dem angestrebten relativ schnellen Übergang zur regenerativen Energie abzeichnet. Der Spiegel-Artikel beginnt wie folgt: “Hässliche neue Öko-Welt: Die Bundesregierung will Atomkraftwerke durch Tausende Windräder ersetzen  -  um den Preis einer verschandelten Landschaft. Schon jetzt gehen Bürger auf die Barrikaden, Deutschland droht ein neuer Großkonflikt.“

Wenn auch nicht alles so heiß gegessen werden dürfte, wie es gekocht wird, so dürfte die im Spiegel geschilderte Richtung von der Grundtendenz her einigermaßen korrekt wiedergegeben werden.

Hinsichtlich des Umstiegstempos dürfte sich  -  wenn sich die allgemeine, nach den bedauernswerten Ereignissen in Japan ausgebrochene, von politisch interessierter Seite und vom Sensations-Journalismus noch geschürte Hysterie wieder gelegt hat  -  Besonnenheit durchsetzen, denn nur Ideologen akzeptieren eine möglicherweise dann eintretende Senkung des Lebensstandards, der sich bei einem abrupten Ausstieg aus der Kernenergie ergeben könnte, wenn zuvor nicht in ausreichendem Umfang Energie-Ersatzquellen bereit stünden für eine unter Volldampf stehende und die Beschäftigung sowie die Sicherheit der Sozialversicherungssysteme sichernden deutschen Industrie.

Auch hinsichtlich der Schwerpunkte beim Übergang auf regenerative Energien dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Viel wird auch davon abhängen, wie das eher atomfreundliche Ausland in Europa und Übersee auf die Ausstiegsszenarien in Deutschland reagiert.

Von der Grundrichtung her sind jedoch einige Punkte schon vorprogrammiert und nicht mehr änderbar, da ein Großteil der Investitionen bereits geplant ist bzw. schon begonnen hat: So wird kein Weg mehr daran vorbeiführen, daß in Zeiten knapper volkswirtschaftlicher Kapital-Ressourcen die Finanzmittel für die dringend benötigten Investitionen bezüglich des weiteren Ausbaus der Windkraft an Standorten in Nord- und Ostdeutschland und vor allem im Meer (off-shore) sowie für neue von Nord nach Süd führende Trassen  -  auch aus Gründen der Nachhaltigkeit  -  eingesetzt werden, damit der durch an windstarken Standorten regenerativ erzeugte Strom vom Norden  -  wo keine große Industriedichte und daher oftmals Stromüberschuß vorliegt  -  in den windarmen Westen und Süden  -  wo die Industriedichte und damit der Energiebedarf deutlich höher ist  -  geleitet werden kann.

Vor dem Heraufziehen des jetzt sich abzeichnenden gesellschaftspoltischen Konflikts müssen wir die Ziele unserer Bürgerinitiative nicht ändern, sie haben vielmehr unverändert Bestand:

Wie schon bei der Verteilung unserer ersten Informationsblätter und seit Gründung unserer BI im Januar / Februar 2010 bekannt, haben wir grundsätzlich nichts gegen durch Windräder regenerativ erzeugte Energie.

Wogegen wir uns jedoch wenden sind Windräder

  • die vorwiegend aus ideologischer Sicht und aus Gründen der Symbolik an eher relativ windschwachen und daher vergleichsweise unwirtschaftlichen Standorten  -  wie in Ingersheim der Fall  -  und entgegen den insoweit eindeutigen Empfehlungen des für ganz Baden-Württemberg nach objektiven Kriterien vom Tüv Süd erstellten Windatlas errichtet werden sollen,
  • und die sich nur unter großzügiger Gewährung von über 20 Jahre laufenden Subventionen / Einspeisevergütungen finanziell  -  wenn überhaupt  -  knapp „über Wasser halten“, mit  -  wenn überhaupt  -  nur marginalen Vorteilen für einige Kapital-Anleger und für den Grundstücks-Verpächter,
  • denen jedoch eine Vielzahl von Nachteilen zu Lasten der im Umkreis von rd. 5 Km zum geplanten Standort wohnenden Bürger und zu Lasten der Allgemeinheit gegenüberstehen, die die nur marginal  -  wenn überhaupt  -  vorhandenen Vorteile deutlich überwiegen. 

Nachrichtlich ist festzuhalten, daß unsere Bürgerinitiative erstmals in einer Ausgabe des Spiegel-online erwähnt wird.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


Zur Ausgabe des Spiegel-online hier klicken



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Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) Heidelberg: Windräder auf dem Königstuhl Ernster Hintergrund oder nur ein weiterer Aprilscherz ?

(wm / 030411) - Die RNZ bringt in ihrer Ausgabe vom 1.4.2011 einen Artikel „Windräder auf dem Königstuhl ? Heute Unterschriftenaktion“ und zeigt in einer Fotomontage, wie künftig hinter der Silhouette des weltberühmten Heidelberger Schlosses, seit Jahren Unesco-Weltkulturerbe und nach Kriegsende Besuchermagnet für Millionen Touristen aus Deutschland, Europa und vorwiegend aus Übersee, Windindustrieanlagen (WIA) ihren Betrieb aufnehmen könnten. Dem Bericht zufolge hat ein ortsansässiges Architekturbüro einen Masterplan ausgearbeitet, der im Rathaus-Foyer zur Einsicht ausliegt.

Käme es tatsächlich zum Bau dieser Windmühlen an diesem „raumbedeutsamen“ Standort hoch über „Alt Heidelberg“  -  wofür es nach dem Regierungswechsel zu Grün / Rot und daher geänderten politischen Rahmenbedingungen sicherlich den einen oder anderen ideologisierten und irre geleiteten Windkraft-Sympathisanten gäbe, mit der Begründung, man könne sich ja an alles gewöhnen und auch Kulturlandschaften und -denkmäler unterlägen schließlich ebenfalls dem Wandel der Zeit   -  wäre auch die Aussicht vom über dem gegenüber liegenden Neckarufer befindlichen Philosophenweg, einem der romantischsten Plätze der Kurpfalz und für unzählige, vor allem  studentische Liebespaare aus nah und fern mit unvergesslichen Erinnerungen an ihre Jugendzeit versehen, unwiderruflich zerstört.

Es bleibt die Hoffnung, daß dieses nur als frevelhaft zu bezeichnende Unterfangen lediglich einen weiteren Aprilscherz betrifft.

Selbst dann, wenn dies  -  wie der „Kreis der Vernünftigen“ hofft  -  zuträfe, wäre die Schändung weltweit einzigartiger Kulturdenkmäler durch Windspargel nicht ganz von der Hand zu weisen, wie das rücksichtslose Vorgehen von Windrad-Enthusiasten in Thüringen beweist, wo sowohl der weltberühmte Höhenwanderweg und inmitten in beeindruckender Natur liegende „Rennsteig“  -  auch schon vom deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe bewandert  -  als auch die Martin Luther nach dem Anschlag seiner Thesen in Wittenberg als Zufluchtsort dienende Wartburg in Eisenach künftig von Windindustrieanlagen umsäumt und umzingelt werden sollen…

Wie weit sind wir gesunken, wenn dies Realität werden sollte ?  Ich bin mir sicher: Beide hätten für derartige Kultur- und Landschaftsschänder nur allertiefste Verachtung übrig !


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


Zum Bericht der RNZ (Bericht wurde nach wenigen Tagen vom Verlag gelöscht)



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Kieler Nachrichten:    Bendfeld  -  Klare Absage an Windkraft

(wm / 280311) - Einer Meldung der Kieler Nachrichten vom 15.3.2010 ist zu entnehmen, daß die kleine Gemeinde Bendfeld sich gegen Windräder auf ihrem Gemeindegebiet ausgesprochen hat. Danach hatten von den 191 Wahlberechtigten 131 Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, 81 = 62 % davon sprachen sich gegen den Bau von Windrädern auf dem Gemeindegebiet aus.

Das Bürgervotum „contra Windrad“ der Bendorfer Bürger ist aus mehreren Gründen bemerkenswert:

Einerseits ist Schleswig-Holstein nach Brandenburg aufgrund seiner Nähe zum Meer und dem dort vorhandenen starken Windaufkommen eigentlich d e r  geeignete Windkraft-Standort schlechthin. Aufgrund seiner topografischen Lage hat dieses eher durch Agrarwirtschaft, Werften und Schiffbau geprägte Bundesland von Anfang an eine Vorreiterrolle beim Auf- und Ausbau der deutschen Windkraft-Industrie übernommen, fast alle namhaften deutschen Windkraft-Konzerne haben Sitz oder Niederlassungen in Schleswig-Holstein, ein Großteil der in dieser Branche entstandenen Arbeitsplätze ist dort angesiedelt und an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie an den Fachhochschulen des Landes bestehen neben dem Bereich Schiffbau / Werften, Fischereiwirtschaft u.a. auch mehrere Lehrstühle und Forschungseinrichtungen im Bereich „Windenergie“.

Umso verwunderlicher ist es daher, wenn in den letzten Jahren immer mehr Gemeinden in den eigentlich von den Produktionsbedingungen für regenerativen Strom her optimalen Bundesland-Standorten wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Brandenburg sich gegen den weiteren Zubau der noch verbliebenen, unverspargelten Landschaft mit Windrädern vehement wehren, wie die weiter stark steigende Zahl von Bürgerinitiativen oder der für Windkraft negative Ausgang von Bürgerentscheiden belegt.

Offenkundig wurde auch in diesen Bundesländern die Sättigungsgrenze erreicht und der Bevölkerung werden mit jedem neu installierten Windrad augenscheinlich auch die dadurch entstehenden Nachteile vor Augen geführt, wie z.B.:

  •  Schädliche Immissionen (Lärm, Schattenschlag, Infraschall, Elektrosmog)
  • Verlust wertvollen Ackerlandes
  • Schäden im Tourismus wegen ausbleibender Gäste
  • Erhebliche Wertminderungen bei Grundstücken und Gebäuden bis hin zur Unverkäuflichkeit
  • Irreparable Landschaftsverschandelung
  • Schwere Beeinträchtigung des Natur- und Umweltschutzes, insbesondere Vogelschutz betreffend
  • Minderung der Lebensqualität und des Freizeitwerts der im Umkreis wohnenden Bevölkerung u.a.

Hinzu kommt, daß der nur an diesen windstarken Standorten wirtschaftlich zu produzierende regenerative Strom schon jetzt oft zur Überproduktion in diesen Bundesländern führt und oftmals entweder ins Ausland  -  vielfach „verschenkt“ oder nur unter erheblichen Preisnachlässen  -  exportiert oder  -  bei Bedarf  -  ins bundesdeutsche Stromleitungsnetz eingespeist wird.

Da die Verlegung von Stromleitungen stagniert bzw. nicht in gleichem Tempo erfolgte wie der Zubau mit Windrädern oder Solaranlagen, bedingt letzteres die forcierte Verlegung neuer Stromleitungen, damit der im Norden regenerativ wirtschaftlich erzeugte Strom in die windschwachen Bundesländer im Süden geleitet werden kann. Diese jetzt eingeleiteten Infrastrukturmaßnahmen führen zwar zu einer weiteren Beeinträchtigung der Landschaft  -  vorwiegend im norddeutschen Raum  -  sind jedoch unabdingbar, wenn die regenerative Windkraft weiter auf dem bisher erreichten Niveau gehalten oder ggfs noch weiter ausgebaut werden soll.

Der Aufbau unwirtschaftlicher Standorte in den windschwachen Bundesländern jedenfalls ist keine ernst zu nehmende Alternative und träumt nur den ideologisch verblendeten, nur an der Symbolik interessierten Windkraft-Enthusiasten, da die dadurch  -  wenn überhaupt  -  erzeugte Stromproduktion nur marginal ist und niemals die dadurch zu Lasten der Allgemeinheit entstehenden Nachteile rechtfertigt.

Und noch ein weiterer Punkt: Der Ingersheimer Gemeindeverwaltung wird von einer kleinen Gemeinde einmal mehr vorexerziert, wie heutzutage in der Bürgerschaft kontrovers diskutierte Sachverhalte behandelt und entschieden werden sollten, nämlich durch zeitnahen Einbezug der Bürgerschaft, vollkommene Offenlegung aller entscheidungserheblichen Informationen und durch Abhaltung eines Bürgerentscheids….

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


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Unruhige Zeiten für Windkraft-Konzerne wie Nordex u.a. -  Nordex muß Umsatzrückgang verbuchen  -  Anleger spielen mit Nordex Jojo  -  Wie lange hält der Subventions-Schwachsinn noch an ?

(wm / 300311)  -  So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen der internationalen Wirtschaftspresse über das jetzt veröffentlichte Ergebnis zum Geschäftsjahr 2010 und die Geschäftsaussichten von Nordex im Jahr 2011. Wegen des lang anhaltenden Auftragsrückgangs, zunehmendem Preisverfall und starkem Wettbewerbsdruck  -  vor allem entfacht durch die aufgrund deutlich geringerer Lohnkosten mit erheblichen Wettbewerbsvorteilen ausgestatteten chinesischen Windkraft-Konzerne  -  mußte Nordex im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang von rd. 20 % hinnehmen; lediglich ein etwas stärkerer Auftragseingang im 4. Quartal 2010 rettete die Bilanz 2010.

Zwar sind die weltweiten Geschäftsaussichten von Firmen in der Solar- und Windkraftbranche nach den bedauernswerten Ereignissen in Japan deutlich gestiegen.

Allerdings können die großen deutschen Windkraft- oder Solar-Konzerne wie Nordex, Enercon oder Solarworld u.a. gegen ihre asiatischen Konkurrenten beim Kampf um lukrative Aufträge auf den Weltmärkten oftmals nicht mithalten, weil sie im Vergleich zu den großen asiatischen Windkraft-Herstellern  -  vor allem aus China und Indien  -  mit viel zu hohen Personalkosten belastet sind: Asiatische Anbieter unterbieten oftmals mit „Kampfpreisen“ ihre europäischen Konkurrenten. Daher sind die Geschäftsaussichten für die deutschen, im regenerativen Energiegewinnungsbereich tätigen Konzerne nicht allzu rosig, denn auf den Weltmärkten werden die Aufträge immer mehr von den Wettbewerbern weggeschnappt und die Kluft zwischen den deutschen einerseits und kostenmäßig besser aufgestellten asiatischen Konzernen andererseits wird größer…

Auch auf dem Inlandsmarkt gewinnen vor allem asiatische Anbieter immer mehr Marktanteile, wobei noch hinzukommt, daß auf dem deutschen Markt in den windstärkeren Gebieten im Norden eine kaum mehr steigerungsfähige Sättigungsgrenze bereits erreicht ist und im eher windschwachen Binnenland keine nennenswerten Umsatzsteigerungen zu erzielen sind, da auch hier die Investoren mit „spitzem Bleistift“ rechnen müssen, es sei denn, sie entscheiden  -  wie in Ingersheim  -  weniger auf Basis rationaler wirtschaftlicher Überlegungen als vielmehr unter ideologischer Verblendung und aus Gründen der Symbolik… Ähnliches trifft für die Solarbranche zu, da im oftmals verregneten Deutschland die zur Stromgewinnung nötigen Sonnentage  -  im Vergleich zu Italien oder Spanien  -  in deutlich geringerer Anzahl vorkommen.

Beide Branchen  -  sowohl Solar als auch Windkraft  -  hängen seit Jahren finanziell „am Tropf“ der gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgeschütteten Subventionen und sind nur überlebensfähig durch die jährlich immer noch üppig fließenden Subventionen, die alle Solaranlagen- und Windrad-Betreiber als Einspeisevergütung 20 Jahre lang über Zwangsumlage erhalten, die allen privaten Stromkunden durch jährlich weiter steigende Zuschläge via höherer Strompreise aus der Tasche gezogen wird.

Da diese nach wie vor äußerst großzügig und zu Lasten aller privaten Stromkunden gewährten Subventionen auch allen Windrad- und Solaranlagen-Betreibern  -  unabhängig davon, ob Anlagen aus teurerer deutscher oder kostengünstigerer ausländischer Produktion gekauft werden  -  zustehen, führt dieser jährlich zu Lasten der privaten deutschen Stromkunden immer größer werdende Subventionsunfug dazu, daß die jährlich in Mrd-Höhe und von allen privaten Stromkunden zu zahlenden Subventionen in immer größerem Umfang die ausländischen  -  vorwiegend asiatischen Anbieter  -  unterstützen, mit der Folge, daß die Marktmacht der ausländischen Windkraft- und Solar-Konzerne dadurch weiter steigt, wodurch die deutschen Konkurrenten noch weiter abgehängt werden, denn  -  Merke !  -  auch hier gilt: „Geiz ist geil“ und der deutsche Solaranlagen-Betreiber oder Windkraft-Kapitalanleger bzw. die liefernden und größtenteils an der Börse notierten Konzerne kaufen ihre Baugruppen, Module usw. i.d.R.  -  dem Prinzip der Gewinnmaximierung folgend  -  nicht aus der teureren deutschen, sondern aus der kostengünstigeren asiatischen Produktion zu.

Fazit:   Der vom deutschen Staat über das EEG installierte Subventionsunfug unterstützt in immer größerem Umfang den Aufbau und die Sicherung der Arbeitsplätze ausländischer Wettbewerber vorwiegend in Asien, gleichzeitig führt dieser Subventions-Schwachsinn dazu, daß deutsche Arbeitsplätze in der Windkraft- und Solarbranche aufgrund des zu Lasten deutscher Firmen immer stärker werdenden Verdrängungswettbewerbs massiv gefährdet sind.

Allein im Jahr 2009  -  aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor  -  wurden rd. 16 Mrd. € an Subventionen = Einspeisevergütungen ausgezahlt, davon entfallen 4 Mrd. € auf Windkraft- und 12 Mrd. € auf Solarstrom. Wegen des durch diesen Subventionsunfug weiter angereizten, immer stärkeren Zubaus mit Windrädern und Solaranlagen werden die jährlichen und über 20 Jahre laufenden Subventionsbeträge noch weiter ansteigen; dies führt dazu, daß  -  vorwiegend an windschwachen Binnenland-Standorten -  Windräder an ungeeigneten (weil windarmen) Standorten geplant werden, die von vornherein mangels Wind und daher mangels Stromaufkommen als Fehlinvestition anzusehen sind und die ohne  -   nach dem Gießkannenprinzip erfolgter  -  Gewährung der 20 Jahre lang laufenden EEG-Subventionen niemals errichtet worden wären.

Immer mehr Staaten  -  wie z.B. Spanien, Italien oder Tschechien  -  haben diesen Subventionsunfug bereits abgestellt. Es stellt sich die Frage: „Wann wachen die deutschen Nachtwächter-Politiker bzw. sogenannten Energie-Politiker auf ?“.

 

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

zu den Berichten im Handelsblatt hier und hier


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Schweriner Volkszeitung: Kleinows Windpark kommt nicht

(wm / 290311) - Einem Bericht der Schweriner Volkszeitung vom 21.8.2010 ist zu entnehmen, daß im beim Ausbau der Windkraft aufgrund sehr hohen Windaufkommens führenden Bundesland Brandenburg in jüngster Zeit mehrere Regionalpläne geändert wurden, wobei die zur Diskussion stehenden Windvorranggebiete an der Oberhavel und anderen Gebieten vor allem aufgrund des Vogelschutzes deutlich reduziert wurden, nachdem die Planer erkannt hatten, daß „größtes Konfliktfeld der Windnutzung in der Prignitz…besondere Vogelarten…“ sind, wie z.B. Kraniche, Störche oder Baumfalken.

Neben den durch Vogelschutz bedingten soll es weitere Reduzierungen bei bereits bestehenden Windvorranggebieten geben, weil man zur Erkenntnis gelangte, daß die Sicherheitsabstände zur Wohnbebauung bzw. zur Ortsrandlage viel zu gering seien.

Darüber hinaus werde überlegt, bei bereits bestehenden Windvorranggebieten weitere Verdichtungen zuzulassen, vermutlich deshalb, weil Planer und Initiatoren davon ausgehen, daß der Bau zusätzlicher Windräder in bereits bestehenden Windvorranggebieten auf deutlich geringeren Widerstand der betroffenen Bevölkerung stößt als der Ausweis und die Bebauung neuer Windvorranggebiete.

Der Meldung zufolge wurden auch Überlegungen der Planungs-Behörde bekannt, wonach Pläne diskutiert werden, Windkraftanlagen an neuen Standorten in Schutzgebieten, Nutzwäldern u.a. zuzulassen, wobei dann auch „tierökologische Abstandskriterien“ neu überdacht, d.h. vermutlich gekürzt werden.

Aus Ingersheimer Sicht bzw. aus Sicht der Ingersheimer Windkraft-Gegner ist es erfreulich, wenn völlig überdimensionierte Windvorranggebiete ganz aufgelöst  -  wie an anderen Standorten bereits vorgekommen  -  oder erheblich verkleinert werden, weil dadurch die Lebensqualität der im Umfeld lebenden und negativ betroffenen Bevölkerung steigt.

Andererseits zeigen die in Brandenburg angestellten Überlegungen zur Verdichtung bestehender Windvorranggebiete, daß mit einer Verdichtung  -  d.h. mit einem weiteren Zubau durch zusätzliche Windräder  -  vor allem dann zu rechnen ist, wenn bereits Windvorranggebiete bestehen, die noch nicht mit Windrädern überbaut sind, bevor es zum Ausweis neuer Windvorranggebiete kommt. Genau dies könnte auch Ingersheim „blühen“…insbesondere nach dem Ausgang der Landtagswahl in BW…

Auf erbitterten Widerstand der „echten“  -  d.h. nicht der selbst ernannten  -  Natur- und Umweltschützer dürften die Pläne zum Ausweis neuer Windrad-Standorte in Schutzgebieten oder Nutzwäldern stoßen, wobei zu vermuten ist, daß die meist von selbst ernannten, ideologisierten und dominierten „Naturschutz“-Organisationen wie BUND oder NABU wiederum  -  wie so oft, wenn es um die ureigenen Naturschutzziele geht  -  den Mund halten werden…

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


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SchwerinerVolkszeitung (SVZ): „Vorbild MV“ - Oder: Relativierung von Statistik-Zahlen

(wm / 280311) - Einer Meldung der SVZ vom 6.9.2010 zufolge hat die Einspeisung regenerativ gewonnenen Stroms in Mecklenburg-Vorpommern (MV) im Jahr 2009 erstmals  -  wenn auch nur knapp  -  das aus traditionellen Energieträgern gewonnene Einspeisevolumen übertroffen. Ließe man diese Aussage für sich allein stehen, könnte der Eindruck entstehen, daß die Verhältnisse aus MV ohne weiteres auf die Bundesrepublik übertragbar seien, wonach es ohne weiteres  -  wie von einigen, jedoch von der wirtschaftlichen Realität weit entfernten Windkraft-Utopisten propagiert  -  möglich wäre, durch sofortiges Abschalten aller AKW und Drosselung der konventionell betriebenen Kraftwerke sofort und in vollem Umfang auf die Energieversorgung mit regenerativ gewonnenem Strom überzugehen.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Zunächst ist einmal festzuhalten, daß der insgesamt in MV  -  konventionell und regenerativ  -  gewonnene Strom laut Statistikamt MV lediglich ca. 1 - 2 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland ausmacht, also marginal gering ist.

Weiter zu berücksichtigen ist, daß die dem Jahr 2009 zugrundeliegenden Stromverbrauchszahlen in MV sowie bundes- und weltweit gegenüber den Vorjahren aufgrund der mit voller Wucht in 2008 / 2009 einsetzenden Weltwirtschaftskrise und dadurch bedingtem stark rückläufigem Stromverbrauch nicht repräsentativ sind für den „normalen“, stetig ansteigenden Stromverbrauch in einer „normal“ sich entwickelnden (Welt)Wirtschaft. Des weiteren sind die MV-Zahlen beeinflußt durch den monatelangen Ausfall eines Steinkohlekraftwerks in MV, das in 2009 im Vergleich zu 2008 rd. ein Drittel weniger Strom ins MV-Stromnetz eingespeist habe.

Ebenfalls zu erwähnen ist, daß der regenerativ gewonnene gegenüber dem konventionell gewonnenen Strom aufgrund gesetzlicher Vorgaben Vorrang hat bei der Einspeisung ins Netz, d.h., der bestehende Strombedarf wird zunächst durch regenerativ gewonnenen Strom gedeckt. Reicht dieser zur Deckung des Strombedarfs aus, müssen die konventionell betriebenen Kraftwerke in ihrer Leistung heruntergefahren werden und in gedrosseltem Zustand weiterlaufen, eine Tatsache, die zu einer erheblichen Verschlechterung der CO2-Schadstoffbilanz führt, da der CO2-Schadstoffausstoß je konventionell (Öl, Kohle, Gas) produzierter Stromeinheit umso höher ist, je unregelmäßiger der Kraftwerksbetrieb läuft.

Ein ganz wesentlicher  -  die Versorgungssicherheit vor allem hochindustrialisierter Länder wie Deutschland betreffender  - Faktor ist die Feststellung, daß im Nordosten im Jahr 2009 rd. 1 % w e n i g e r  regenerativ entstandene Strom produziert und ins Stromnetz eingespeist wurde, obwohl  -  und dies ist der hauptsächliche Gesichtspunkt  -  im Jahr 2009 zusätzliche Windräder aufgestellt wurden: „Obwohl mit der Inbetriebnahme neuer, leistungsfähiger Anlagen die installierte Leistung der Windkraftanlagen von 1 306 auf 1 472 Megawatt gestiegen sei, habe der Stromertrag witterungsbedingt um 175 000 Megawattstunden unter der Einspeisemenge von 2008 gelegen. Dieser Rückgang bei Windstrom um 7 % habe dazu geführt, daß die Ökostromerzeugung im Lande erstmals nicht weiter wuchs.“

Mit dieser zu Recht getroffenen Feststellung hätte das ganze Dilemma regenerativ gewonnenen Stroms im Hinblick auf die Versorgungssicherheit von privatem Sektor und Wirtschaft nicht zutreffender beschrieben werden können. Danach müßte eigentlich jedem klar sein, daß durch bloßes Aufstellen weiterer Windräder  -  selbst in windstarken Standorten wie Mecklenburg-Vorpommern und erst recht nicht an relativ windschwachen Standorten wie Ingersheim  -  sich zwar die „auf dem Papier“ bestehende Nennleistung  -  nicht aber automatisch auch die real erzielte Ist-Leistung  -  erhöht, denn zur Erhöhung der für die Stromversorgung allein entscheidenden Ist-Leistung von auch tatsächlich regenerativ erzeugtem Strom sind ausschließlich witterungsbedingte  -  aber durch menschliche Eingriffe nicht beeinflußbare  -  Faktoren wie „das Wehen von Wind“ oder „Sonnenschein“ notwendig.

Soll daher der durch das Abschalten konventioneller Kraftwerke entstehende Stromausfall „sicher“ kompensiert werden, müßte eigentlich jedem an der Versorgungssicherheit Interessiertem daran gelegen sein, daß regenerativ zu gewinnender Strom möglichst „sicher“ und in ausreichendem Umfang produziert wird, und dies trifft bei Windstrom vor allem dort zu, wo das durchschnittliche jährliche Windaufkommen besonders hoch ist, und diese Voraussetzungen liegen eben aufgrund topografischer Gegebenheiten in den Bundesländern im Norden und Osten vor und weniger oder überhaupt nicht an relativ windschwachen Binnenland-Standorten wie Ingersheim…

Nachfolgend die Fundstelle in der SchwerinerVolkszeitung und einige interessante Leserkommentare, die die Einstellung der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern zur Windkraft korrekt schildern.

 

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 
Erfolgreicher Bürgerprotest in den Niederlanden gegen ein gigantisches Windkraftprojekt

(wm / 290311) - In der kleinen Gemeinde Urk nahe der niederländischen Küste formiert sich schon seit Jahren hartnäckiger Widerstand gegen Pläne zum Bau eines gigantischen Windparks, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gemeinde und dreireihig mit 86 monströsen, jeweils 200 m hohen Windturbinen gebaut werden soll.

Vor dem Hintergrund der bedauernswerten Ereignisse in Japan und der daraufhin ausgebrochenen allgemeinen, unvermindert anhaltenden und sich gegen die Energiegewinnung aus Kernkraft richtenden Hysterie  -  von interessierten Kreisen in der Politik im Vorfeld von Wahlen bewußt geschürt und unter tatkräftiger Unterstützung vieler, relativ einseitig berichtender Medien  -  erscheint es umso erstaunlicher, daß der Protest gegen diese Windkraft-Gigantomanie in der an sich als weltoffen und alles Neuem aufgeschlossenen holländischen Bevölkerung unvermindert anhält und sich sogar noch ausweitet.

Ausschlaggebendes Kriterium für die Realisierung einer Investition sollten immer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sein, da ohne deren Berücksichtigung das Risiko einer Fehlinvestition besteht, mit der wahrscheinlichen Folge, daß das von den Anlegern eingesetzte Kapital aufgezehrt wird.


Bei einer Windkraft-Investition kommt es daher vorrangig darauf an, ob die Anlage dauerhaft wirtschaftlich  -  d.h. ohne dauerhafte Subventionierung zu Lasten der Allgemeinheit, die alle Windkraft-Subventionen über spürbar höhere Strompreise aus der eigenen Tasche finanzieren muß  -  betrieben werden kann. Maßgeblich sollte daher vor allem sein, wie stark das Windaufkommen am vorgesehenen Standort im Jahresdurchschnitt ist, denn nur bei ausreichendem Windaufkommen kann eine zufriedenstellende Stromproduktion erfolgen, deren Erträge zu einer Abdeckung des Kapitalverzehrs bzw. zu einer ausreichenden Verzinsung des eingesetzten Kapitals ausreichen.

Daneben müssen die Interessen der betroffenen Bürger berücksichtigt werden, Stichworte:

  • notwendige Sicherheitsabstände zur Bevölkerung
  • keine Minderung der Lebensqualität
  • Schutz vor Immissionen
  • Aufrechterhaltung des Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutzes
  • kein Wertverlust von Grundstücken und Gebäuden u.a.

Vor diesem Hintergrund wäre ein Windkraft-Standort in Küstenregion oder off-shore eigentlich optimal, da dort ein deutlich höheres Windaufkommen herrscht als an vergleichsweise windschwächeren Binnenland-Standorten. Der in den Niederlanden aufflammende und sich auf eine Vielzahl von Nachteilen stützende Protest der betroffenen Bürger wie z.B.

  • Einbrüche beim Tourismus
  • Schäden für Fischerei u.a.

zeigt jedoch, daß Bürger sich immer   -  zu Recht  -  dann wehren, wenn überzogene, gigantische und überdimensioniert geplante Projekte ihnen „vor die Nase“ gesetzt werden und zu einer Absenkung der Lebensqualität der im Umfeld wohnenden Bevölkerung führen.

Insoweit ist der hier geschilderte Sachverhalt identisch mit einem an der geplanten Stelle in Ingersheim ebenfalls völlig überdimensionierten Windrad-Standort, bei dem überdies noch hinzukommt, daß das geplante Windrad am vergleichsweise windarmen, nur 298 m über Meereshöhe vorgesehenen Standort wegen mangelndem Windaufkommen nicht dauerhaft  -  d.h. über die geplante betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer hinweg  -  wirtschaftlich betrieben werden kann, sondern von Anfang an ein Zuschußbetrieb wäre, der nur unter Gewährung von Dauer-Subventionen  -  finanziert von der Allgemeinheit über spürbar höhere Strompreise  -  aufrecht erhalten werden könnte und von einer „Handvoll“ Ingersheimer Windkraft-Enthusiasten vorwiegend aus ideologischen Gesichtspunkten und aus Gründen der Symbolik geplant wird…

Im Fall der Gemeinde Urk wurde der Windpark zwischenzeitlich zwar genehmigt; der Bürgerprotest war jedoch verantwortlich dafür, daß 7 der 86 geplanten Windräder ersatzlos gestrichen wurden und ca. 15 weitere „auf der Kippe“ stehen.

Der Widerstand und sich in Bürgerinitiativen niederschlagende Protest der Gemeinde Urk hat bisher schon dazu geführt, daß ein Teil der mit der ursprünglichen Planung verbundenen Gigantomanie im Interesse der betroffenen Bürger auf ein erträglicheres Maß zurecht gestutzt wurde. Selbst dieser jetzt schon eingetretene Erfolg hält die Gemeinde Urk nicht davon ab, den Instanzenweg zu beschreiten: Es ist beabsichtigt, bis vor das höchste niederländische Gericht und notfalls vor EU-Gerichte zu ziehen, um weitere Planungs-Exzesse zu beschneiden….

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 
 

Zum Handelsblatt-Bericht über Proteste in Urk / Niederlande



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FAZ.NET: Netzüberlastung wegen Windkraft 

 Der große Stromausfall kommt

(wm / 120311) - Immer mehr Experten kritisieren den durch Windräder erfolgenden ungezügelten und unkontrolliert ablaufenden Zubau ganzer Landstriche  -  auch an vergleichsweise windarmen und daher mangels Windaufkommen zu relativer Ertragslosigkeit führenden Binnenland-Standorten  -  und der dadurch entstehenden nicht planbaren Stromproduktion, die wegen unstetem Windaufkommen oftmals am Bedarf vorbei produziert wird (vgl. FAZNET vom 28.2.2011).

Strom ist bis auf weiteres industriell (noch) nicht speicherbar, d.h. jede Stromproduktion muß im Zeitpunkt ihres Entstehens über Nachfrage im Netz verbraucht werden. Das regenerativ  -  d.h. durch Sonne / Photovoltaik und / oder Wind  -  erzeugte Stromvolumen ist nicht (wie z.B. bei konventionell betriebenen Kraftwerken) im Hinblick auf die individuell zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Bedarfssituation regulierbar, d.h. die regenerative Stromproduktion und das daraus entstehende Angebot kann nicht auf den individuellen Bedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt (d.h., wenn die Nachfrage nach Strom besonders groß oder besonders niedrig ist) justiert werden.

Trifft ein zu großes  -  z.B. wegen starkem Windaufkommen an einem Tag  -  Angebot auf eine relativ schwache Nachfrage an Strom (z.B. an Wochenenden, wenn in den Betrieben Betriebsruhe herrscht oder an Feiertagen, Werksferien oder in Zeiten der Rezession u.a.), muß der aus regenerativer Energie zusätzlich erzeugte, jedoch am Bedarf vorbei produzierte Strom gemäß Erneuerbarem Energie-Gesetz (EEG) trotzdem von den Stromkonzernen zwangsweise über Einspeisung ins Netz abgenommen werden.

Ist die Nachfrage nach Strom geringer als das durch zusätzlichen Wind- oder Sonnen-Strom erzeugte Über-Angebot, kommt es an der Leipziger Strombörse  -  wo sich der Strompreis als Marktpreis durch permanentes Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage immer zeitnah neu errechnet  -  zu einem Strompreis-Verfall und bei dessen Anhalten zu einem negativen Strompreis mit der Folge, dass der am Bedarf vorbei produzierte Strom  -  wenn er überhaupt abgenommen wird  -  noch zusätzlich subventioniert wird (werden muß), um überhaupt einen Stromkäufer zu finden. Im Klartext: In diesen Fällen wird Strom nicht nur verschenkt, sondern es werden noch zusätzliche Subventionen  bezahlt, damit sich überhaupt ein Käufer findet, der den überschüssigen, am Bedarf vorbei produzierten Strom abnimmt.

Durch den bis jetzt unkontrolliert mit Photovoltaikanlagen und Windrädern bundesweit erfolgten Zubau mußten gemäß Vorschriften des EEG allen privaten Stromkunden über in ihrer jährlichen Stromrechnung enthaltene Zwangsumlagen durch die Stromhersteller allein im Jahr 2009 rd. 16 Mrd € abgenommen werden. Davon entfallen rd. 12 Mio € auf Photovoltaik-Stromerzeugung und rd. 4 Mio € auf Wind-Stromerzeugung.

Die von allen privaten Stromkunden durch EEG-Vorgaben über ihre private Stromrechnung zu Gunsten der Betreiber von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen jährlich zu entrichtenden Zwangs-Umlagen werden im Zeitablauf vermutlich weiter steigen, da der Zubau  -  es bestehen z. Zt. bereits rd. 22 000 Windräder bundesweit  -  unvermindert weiter geht und der Anteil regenerativer Energieträger den Zielen der Bundesregierung entsprechend weiter steigen soll. Die kürzlich beschlossene Kürzung der Einspeisevergütung wird diesen Subventions-Wahnsinn vermutlich nicht stoppen können, da sie nur Neu-Anlagen betrifft; für bereits bestehende Anlagen besteht Bestandsschutz bis zum Ablauf von 20 Jahren ab Inbetriebnahme.

Diese von den Stromkonzernen jährlich über die private Stromrechnung einzuziehende Zwangsumlage wird den Betreibern von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen gemäß EEG 20 Jahre lang garantiert, unabhängig davon, ob der regenerativ erzeugte Strom tatsächlich benötigt wird oder wegen Überproduktion und fehlendem Bedarf verschenkt oder gar nur durch zusätzliche Verkaufs-Subventionen abverkauft werden kann.

Hervorgerufen wird dieser volkswirtschaftliche Unfug allein durch falsche, im EEG seinerzeit festgelegte Subventions-Anreize, die zu Gunsten von Betreibern von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen bestehen und die verantwortlich dafür sind, dass regenerativer Strom oftmals am Markt vorbei produziert wird.

Die jetzt bei rd. 16 Mrd € jährlich anfallenden und von den privaten Stromkunden zu zahlenden Subventionen sind mit ein Grund dafür, dass in Deutschland innerhalb der EU die mit weitem Abstand höchsten Strompreise bestehen. Dies stellt einen Standortnachteil für die deutsche Wirtschaft und einen in der Kostenrechnung eines Unternehmens wahrnehmbaren Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu anderen Wirtschaftsstandorten innerhalb der EU dar…

Der unkontrolliert fortschreitende Zubau mit Windrädern und Photovoltaik-Anlagen führt neben der Verschleuderung volkswirtschaftlicher Ressourcen zu einem weiteren Nachteil, nämlich der Gefahr, dass die Netzstabilität gefährdet wird.

Ist die Kapazität des bundesdeutschen Stromnetzes erschöpft und drängt ein immer weiter durch regenerative Energieträger unkontrolliert erzeugtes und von den Stromkonzernen gemäß EEG-Vorschriften in das Netz aufzunehmende Stromvolumen in die Netze, könnte es flächendeckend zum „black-out“ ganzer Regionen mit ungeahnten Auswirkungen kommen (Stillstand der Betriebe u.a.)…. Kritische Fälle haben bereits mehrfach bestanden und dürften sich künftig angesichts der durch weiteren Zubau erfolgenden Zuspitzung in kürzeren Abständen wiederholen, wie der unten zitierte FAZNET-Artikel belegt.  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

                         


www.gegenwind-husarenhof.de




Umstrittenes XXL-Windrad bei Bochum wird vermutlich gesprengt

(wm / 140211)  -  ….so oder „Bochumer Windrad geht die Puste aus“ lauteten die Anfang Februar 2011 veröffentlichten Schlagzeilen mehrerer Tageszeitungen im nach Deutschrocker Herbert Grönemeyer so apostrophierten „tiefsten Westen“: „Mit 150 Metern sollte es eins der größten Windräder im Revier sein. Nun wird das XXL-Projekt zwischen Bochum und Castrop-Rauxel wohl gesprengt,“ nachdem das Bundesverwaltungsgericht eine Revision gegen den gerichtlich angeordneten Rückbau der um ihr Geld kämpfenden Investoren letztinstanzlich abgewiesen hat.

Weiter heißt es: „Für die niedersächsische Betreibergesellschaft Godewind schien die Luft rein. Die Bau- und Betriebsgenehmigungen der Stadt Bochum und des staatlichen Umweltamtes Hagen lagen vor, als 2009 mit dem Bau des 100 Meter hohen Betonturms begonnen wurde. Doch die Nachbarschaft blies Sturm gegen den Koloss….“ Dies war der Anfang vom Ende kühner Windradträume in einem der am dichtesten besiedelten Gebiete Europas.

Parallelen zum Standort Ingersheim sind ersichtlich: Auch dort liegt die Betriebs-genehmigung des Landratsamts Ludwigsburg, das gegenüber dem identischen, ca. 8 Jahre zuvor gegen die Antragsteller entschiedenen Fall komplett „umgefallen“ ist, sowie die mehrheitliche Zustimmung des Ingersheimer Gemeinderats vor. Auch in Ingersheim hält der Widerstand gegen Bau eines derart überdimensionierten Kolosses weiter an.

Das Urteil ist vor allem deshalb erstaunlich, weil die Landesregierung von NRW  -  seit es wieder von Rot / Grün unter Tolerierung der Linke regiert wird  -  trotz erbitterten Widerstands der betroffenen Bevölkerung ehrgeizige Pläne zum stark forcierten Windkraft-Ausbau bekannt gegeben hat. Nicht nur dieser Fall zeigt, daß abgewogen und objektiv urteilende höhere Gerichte immer öfters den oftmals rücksichtslos gegen die betroffene Bevölkerung planende, ideologisch verblendete Öko-Investoren die Grenzen ihres Handelns aufzeigen.

Dieser Trend, d.h. das Kassieren von sachlich nicht ausgewogenen Verwaltungs-entscheidungen durch höhere Gerichte dürfte weiter zunehmen, denn eine Reihe vorwiegend politisch motivierter, aber gegen sachliche Interessen der negativ betroffenen Bürger verstoßende Genehmigungsentscheidungen dürfte einer Prüfung durch Gerichte nicht standhalten….

Dieser Fall ist kein Einzelfall, denn schon öfters mußten Öko-Kapitalanleger unter Nachschießen weiterer Finanzmittel den vorzeitigen Rückbau ihrer Traum-Investition in die Wege leiten: Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals war die Folge.

In Bochum selbst geht es nur noch um die Frage, ob auch die 30 m tiefen Fundamente ausgegraben werden müssen…eine Frage, die sich die Öko-Kapitalanleger in Ingersheim auch schon vorab einmal stellen sollten….

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

zum Presseartikel



www.gegenwind-husarenhof.de


„Das neue Natursterben“
Kritische Berichterstattung von Deutschlands führenden Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazinen zum Thema „Regenerative Energie“

(wm / 300111)  -  Analysiert man einmal die im letzten Jahr bis heute erfolgte Presseberichterstattung zum geplanten Bau eines Windrads in Ingersheim, fällt dem an diesem Thema intensiv interessierten Leser eher die bisher relativ unkritische Berichterstattung regionaler Tageszeitungen auf, während überregional erscheinende (Wirtschafts)Magazine wie die Wirtschaftswoche, Focus, Handelsblatt bzw. Wochenmagazine wie Spiegel oder überregionale Tageszeitungen wie die FAZ schon seit längerem relativ kritisch über den deutschlandweit unkontrolliert forcierten Ausbau der regenerativen Energie berichteten.

Vor dem Hintergrund eines nach dem Gießkannenprinzip ausgelegten, falsche Investitionsanreize setzenden und immer stärker zu Lasten aller privaten Stromverbraucher „aus dem Ruder“ laufenden Subventionssystems  -  allein im Jahr 2010 wurden rd. 12 Mrd € über gemäß EEG staatlich garantierte Einspeisevergütungen an Windrad-Betreiber u.a. ausgeschüttet, oftmals für Strom-Überschußproduktion, die wegen mangelndem Bedarf verschenkt werden mußte oder gar unter Gewährung zusätzlicher Subventionen verschleudert wurde  -  wird der ungezügelte Zubau ganzer Landstriche mit Windrädern und Photovoltaik-Anlagen trotz jüngst beschlossener Kürzung der Einspeisevergütung vermutlich weiter anhalten, mit allen negativen Konsequenzen für Natur, Landschaft u.a.…..

Parallel hierzu wird jedoch auch die kritische Berichterstattung zum Thema „regenerative Energie“ von Deutschlands führenden, überregional erscheinenden Tageszeitungen, Magazinen und in den übrigen Medien stark zunehmen…

Nachfolgend ein Beitrag vom 8.1.2011 von Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Deutschlands führendem Wirtschaftsmagazin.

Darin heißt es u.a.: „Das Waldsterben der Siebzigerjahre war der Wendepunkt hin zu einer Ökologisierung des Bewusstseins, das von den Rändern in das Zentrum von Politik und Wirtschaft wucherte. Das ist gut so, denn der Natur- und Ressourcenverbrauch plündert den Blauen Planeten, von dem wir kein zweites Exemplar im Rucksack haben. Umso erstaunlicher ist, daß die jüngste Phase der Naturzerstörung nicht thematisiert wird: die Ökoindustrialisierung Deutschlands im Zeichen der erneuerbaren Energien, (1) die Naturlandschaften nicht nur nachhaltig verändert, sondern auch so schnell wie nie zuvor.“

Der Aufmerksamkeit unserer geneigten Leser unserer Homepage empfehlen wir nachfolgenden Beitrag aus der Wirtschaftswoche vom 8.1.2011.

1) fettgedruckte Hervorhebung des Wortlauts durch den Verfasser dieses Beitrags


Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



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